Autor Thema: Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion  (Read 120354 times)

oeffiHansel

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Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
« Antwort #390 am: 03.11.2021 11:30 »
Wie man aus einer E14/E15-Stelle an einer Hochschule eine E6-E11 machen können soll, erschließt sich mir beim besten Willen nicht.
Durch eine Aufsplittung der Arbeitsvorgänge.
Zitat
Diese Stellen erfordern oft eine Promotion
Falsch, sie werden Promovierten gegeben, aber es ist dafür niemals eine Promotion erforderlich.

Vielleicht sprechen wir hier von unterschiedlichen Stellenbeschreibungen, aber wenn man in der Forschung Promovierende wissenschaftlich betreut, dann sollte die Fachkenntnis im jeweiligen Forschungsgebiet doch wohl vorhanden sein um die Betreuung fachgerecht durchführen zu können? Und diese Fachkenntnis erlangt man nun mal im Laufe seiner Promotion. Und ich bin dabei ganz sicher alles andere als ein Freund von angeberischen Klassendenken.


EDIT: Noch eine Frage zu den rechtlichen Voraussetzungen: Wenn einem Arbeitnehmer dem Vertrag nach ""Die Einstellung erfolgt für Tätigkeiten der Entgeltgruppe X TV-L.... Dem Arbeitnehmer können andere Tätigkeiten der Entgeltgruppe X TV-L zugewiesen werden." garantiert wurde. Wie ist es dann möglich, diese Arbeitnehmer durch eine andere Tätigkeitsbeschreibung in eine niedrigere Endgeltgruppe zu drücken. Aus meiner dilettantischen Sicht, wäre das eine einseitige Vertragsänderung.

Sollten deine derzeitigen auszuübenden Tätigkeiten später bspw. mit Entgeltgruppe X-3 festgestellt werden, müsste dir dein Arbeitgeber in der Folge neue Tätigkeiten zuweisen, die wieder Entgeltgruppe X entsprechen.
Da wäre wiederum die Gefahr, dass der Arbeitgeber keine solche Tätigkeiten anbieten kann und entsprechend ggf. eine betriebsbedingte Kündigung raushauen könnte.


Damit wäre aber ein Bestandschutz zumindest für die Angestellten gewährleistet, die aufgrund einer langjährigen Beschäftigung nicht mehr betriebsbedingt kündbar sind?


EDIT: Im übrigen kann ich mit Begriffen wie "promovierter Pöbel" genauso wenig anfangen wie mit "Putze". Beides zeugt nicht von einem respektvollen Umgang miteinander, wenngleich ich vermute, dass das hier wohl mit einem großen Löffel Ironie ausgegossen wurde.

WasDennNun

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Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
« Antwort #391 am: 03.11.2021 11:38 »
Naja, man will sich damit bestimmt auf die 4000 Euro Einstiegsgehalt für Pflegeberufe vorbereiten.. Da muss sich halt der promovierte Pöbel auch mal mit einer EG6 begnügen, damit die Schwester nach 2,5 Jahren Ausbildung in EG13 einsteigen kann. Ist doch legitim..

Dann muss halt der promovierte Pöpel auch Ärsche abwischen  ;D
Bis zur Promotion haben ja viele diese Pöpel sich in derselben verkrochen oder sie geleckt  ;D

WasDennNun

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Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
« Antwort #392 am: 03.11.2021 11:42 »
Edit: Als ich gestern gelesen habe, dass die Renten nächstes Jahr um 5,2% bzw. 5,9% angehoben werden sollen, habe ich mich aber auch leicht verarscht gefühlt.
Nur zur Info:
Das ist ja ein "Automatismus" und hat was mit der Lohnsteigerung des letzten Jahres zu tun.
Wenn man sich verarscht fühlt, dann warum?

Lothar57

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Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
« Antwort #393 am: 03.11.2021 11:43 »


Nur mal so ne ganz dumme Frage:

Wovor warnen eigentlich die jetzt geplanten Warnstreiks????
Ceterum censeo paralleltabellum esse einzufuehrendam.

Jockel

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Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
« Antwort #394 am: 03.11.2021 11:46 »
Ich bin auf Isis Post gespannt ;D

Nun denn, zurück aus dieser ... „Posse“? - es ist schwer das anders zu nennen - irgendwie beschleichen mich da seltsame Gedanken.

Der Reihe nach:
Es gab GAR KEIN Angebot der Arbeitgeber, nicht einmal Forderungen. Es wurde nur erklärt:
Zitate:
„Machen wir nicht!“
„Unmöglich!“
Selten: „*.* geht nicht weil *.*“

Es gab kein einziges konstruktives Gespräch - diese „Verhandlungen“ wurden dann abgebrochen, von wem genau kann ich nicht sagen, ich kann aber sagen, dass von Seiten der GEW Gläser zertrümmert wurden.

Inoffiziell wurde nach den letzten Gesprächen vereinbart sich in Richtung 2-3% zu Bewegen + Einmalzahlung, davon war die letzten beiden Tage nicht mal mehr eine Idee zu vernehmen. Die AG wollen eine Nullrunde, ihnen wurde wohl gesteckt wie es in den Streikkassen von Verdi aussieht. Mangelnde Durchsetzungsfähigkeit werden genauso unterstellt wie eine „geheime“ Absprache des dbb hinter den Kulissen.
Die Alimentationen der Beamten könnten sich dann in diesem Jahr an den Rentenerhöhungen orientieren - was mit Einsparungen im Bereich der Tarifbeschäftigten der Länder gegenfinanziert werden könnte (so ein Gerücht).

Diese Nullrunde soll erreicht werden: indem die TV-L Beschäftigten an den Hochschulen durch die Bewertung ihrer „Arbeitsvorgänge“ massive Einbußen hinnehmen müssten. E14 und E15 Stellen könnten dann zu E6 -E11 transformiert werden.
Was hier eingespart wird darf dann unter den anderen Beschäftigten aufgeteilt werden.

Um den 20.11. herum soll nun gestreikt werden, während die GEW bereits Vertrauensleute etc. ins Bild gesetzt hat, hat verdi gar nichts getan, ebensowenig haben andere Spartengewerkschaften Reagiert.

Soweit meine Informationen zu den Gerüchten.

Grüße

lol... das ist alles gelogen oder "kreativ wahrgenommen". :-) Nach meinen Infos war die GEW gestern nicht mal mit am Tisch (es redet sowieso nur Verdi, daher auch egal). Das mit den Beispielen aus dem Hochschulbereich ist Unsinn. Die Mehrheit der AG der TdL haben nicht mal relevante Mengen Beschäftigte an Hochschulen. ;-) . Über Hochschulen wird in aller Regel nur am Rand gesprochen (wenn überhaupt). Frau Behle (verdi) ruft gern Sachen in empörte Gesichter, die die TdL nicht mal im Ansatz diskutieren würde. Die TdL will lediglich verhindern, dass via kreativer Rechtsprechung des BAG überall wo es in der EGO Bruchteilsmerkmale gibt, alle in der höchstmöglichen Entgeltgruppe landen (wie bei den Gerichten). Der Rest kommt rüber wie der kleine Lemur aus "Madagaskar": wir werden alle sterben !... :-D

WasDennNun

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Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
« Antwort #395 am: 03.11.2021 12:08 »
Vielleicht sprechen wir hier von unterschiedlichen Stellenbeschreibungen, aber wenn man in der Forschung Promovierende wissenschaftlich betreut, dann sollte die Fachkenntnis im jeweiligen Forschungsgebiet doch wohl vorhanden sein um die Betreuung fachgerecht durchführen zu können? Und diese Fachkenntnis erlangt man nun mal im Laufe seiner Promotion. Und ich bin dabei ganz sicher alles andere als ein Freund von angeberischen Klassendenken.
Wir sprechen vom Tarifrecht und da gelten andere Kriterien und Stellenbeschreibungen sind da irrelevant.
Und eine Promotion spielt tarifliche keine Rolle.
Faktisch gebe ich dir Recht und natürlich wird man entsprechend die Stellen besetzten und versuchen entsprechend die Tätigkeiten zu interpretieren, so dass eine EG14 gerechtfertigt ist.

Damit wäre aber ein Bestandschutz zumindest für die Angestellten gewährleistet, die aufgrund einer langjährigen Beschäftigung nicht mehr betriebsbedingt kündbar sind?
Aber nur wenn im Arbeitsvertrag tatsächlich seht, dass man mit dem AV vereinbart, dass Tätigkeiten die zur EGx führen übertragen bekommt.

In meinen AVs stand regelmäßig nur:
Der Beschäftigte ist in die EG 13 TV-L eingruppiert. Was letztendlich kein Bestandsschutz wäre!
Da nur deklaratorische Wirkung und kein Rechtsanspruch auf eine Tätigkeit der EG13 besteht
und durch eine Tätigkeitsänderung man dann halt in einer anderen EG eingruppiert werden könnte.
Bzw durch eine Änderung der EGO/AV interpretation man automatisch woanders eingruppiert werden würde.

Bastel

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Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
« Antwort #396 am: 03.11.2021 12:14 »


Nur mal so ne ganz dumme Frage:

Wovor warnen eigentlich die jetzt geplanten Warnstreiks????

Vor nichts. Man macht sowieso nichts, was der Bevölkerung weh tun könnte. Das sind alles Mimimi Pfeifen. Lieber geht man Freitags hüpfen und ab und an Steine schmeißen.

Platten

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Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
« Antwort #397 am: 03.11.2021 12:18 »
Naja, man will sich damit bestimmt auf die 4000 Euro Einstiegsgehalt für Pflegeberufe vorbereiten.. Da muss sich halt der promovierte Pöbel auch mal mit einer EG6 begnügen, damit die Schwester nach 2,5 Jahren Ausbildung in EG13 einsteigen kann. Ist doch legitim..

Dann muss halt der promovierte Pöpel auch Ärsche abwischen  ;D

Wer kennst sie nicht, die Jobs, in denen man mehr verdient als sein eigener Chef. Weiterhin alles total plausibel nachvollziehbare Argumentationen.

oeffiHansel

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Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
« Antwort #398 am: 03.11.2021 12:19 »
@WasDennNun
Danke für die fachliche Aufklärung.

Viele Grüße...

öfföff

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Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
« Antwort #399 am: 03.11.2021 13:37 »
In meinen AVs stand regelmäßig nur:
Der Beschäftigte ist in die EG 13 TV-L eingruppiert. Was letztendlich kein Bestandsschutz wäre!
Da nur deklaratorische Wirkung und kein Rechtsanspruch auf eine Tätigkeit der EG13 besteht
und durch eine Tätigkeitsänderung man dann halt in einer anderen EG eingruppiert werden könnte.
Bzw durch eine Änderung der EGO/AV interpretation man automatisch woanders eingruppiert werden würde.

Manchmal steht im AV dabei:
"Es können andere Tätigkeiten übertragen werden, die dieser Entgeltgruppe entsprechen."
Das ist dann schon eindeutiger, weil ja Tätigkeiten anderer EG's nicht übertragen werden können.
« Last Edit: 03.11.2021 13:45 von öfföff »

Lothar57

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« Antwort #400 am: 03.11.2021 13:40 »
Naja, man will sich damit bestimmt auf die 4000 Euro Einstiegsgehalt für Pflegeberufe vorbereiten.. Da muss sich halt der promovierte Pöbel auch mal mit einer EG6 begnügen, damit die Schwester nach 2,5 Jahren Ausbildung in EG13 einsteigen kann. Ist doch legitim..

Dann muss halt der promovierte Pöpel auch Ärsche abwischen  ;D

Ja, ja, der promovierte Pöpel ist eine echte Geisel der Menschheit.
Ceterum censeo paralleltabellum esse einzufuehrendam.

Isi

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« Antwort #401 am: 03.11.2021 13:46 »
Ich bin auf Isis Post gespannt ;D

Nun denn, zurück aus dieser ... „Posse“? - es ist schwer das anders zu nennen - irgendwie beschleichen mich da seltsame Gedanken.

Der Reihe nach:
Es gab GAR KEIN Angebot der Arbeitgeber, nicht einmal Forderungen. Es wurde nur erklärt:
Zitate:
„Machen wir nicht!“
„Unmöglich!“
Selten: „*.* geht nicht weil *.*“

Es gab kein einziges konstruktives Gespräch - diese „Verhandlungen“ wurden dann abgebrochen, von wem genau kann ich nicht sagen, ich kann aber sagen, dass von Seiten der GEW Gläser zertrümmert wurden.

Inoffiziell wurde nach den letzten Gesprächen vereinbart sich in Richtung 2-3% zu Bewegen + Einmalzahlung, davon war die letzten beiden Tage nicht mal mehr eine Idee zu vernehmen. Die AG wollen eine Nullrunde, ihnen wurde wohl gesteckt wie es in den Streikkassen von Verdi aussieht. Mangelnde Durchsetzungsfähigkeit werden genauso unterstellt wie eine „geheime“ Absprache des dbb hinter den Kulissen.
Die Alimentationen der Beamten könnten sich dann in diesem Jahr an den Rentenerhöhungen orientieren - was mit Einsparungen im Bereich der Tarifbeschäftigten der Länder gegenfinanziert werden könnte (so ein Gerücht).

Diese Nullrunde soll erreicht werden: indem die TV-L Beschäftigten an den Hochschulen durch die Bewertung ihrer „Arbeitsvorgänge“ massive Einbußen hinnehmen müssten. E14 und E15 Stellen könnten dann zu E6 -E11 transformiert werden.
Was hier eingespart wird darf dann unter den anderen Beschäftigten aufgeteilt werden.

Um den 20.11. herum soll nun gestreikt werden, während die GEW bereits Vertrauensleute etc. ins Bild gesetzt hat, hat verdi gar nichts getan, ebensowenig haben andere Spartengewerkschaften Reagiert.

Soweit meine Informationen zu den Gerüchten.

Grüße

lol... das ist alles gelogen oder "kreativ wahrgenommen". :-) Nach meinen Infos war die GEW gestern nicht mal mit am Tisch (es redet sowieso nur Verdi, daher auch egal). Das mit den Beispielen aus dem Hochschulbereich ist Unsinn. Die Mehrheit der AG der TdL haben nicht mal relevante Mengen Beschäftigte an Hochschulen. ;-) . Über Hochschulen wird in aller Regel nur am Rand gesprochen (wenn überhaupt). Frau Behle (verdi) ruft gern Sachen in empörte Gesichter, die die TdL nicht mal im Ansatz diskutieren würde. Die TdL will lediglich verhindern, dass via kreativer Rechtsprechung des BAG überall wo es in der EGO Bruchteilsmerkmale gibt, alle in der höchstmöglichen Entgeltgruppe landen (wie bei den Gerichten). Der Rest kommt rüber wie der kleine Lemur aus "Madagaskar": wir werden alle sterben !... :-D

Schnuckelig- ich war selbst vor Ort, der Mann der GEW IN den Verhandlungen heißt Daniel Merbitz und natürlich redet nicht nur verdi, sondern auch z B. Der dbb oder eben die GEW.

Allein in BW gibt es 60.000 Hochschulbeschäftigte - du scheinst hier schlecht informiert oder absichtlich auf Fehlinformationsproklamationsmission zu sein.

XTinaG

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« Antwort #402 am: 03.11.2021 14:13 »

Inoffiziell wurde nach den letzten Gesprächen vereinbart sich in Richtung 2-3% zu Bewegen + Einmalzahlung, davon war die letzten beiden Tage nicht mal mehr eine Idee zu vernehmen. Die AG wollen eine Nullrunde, ihnen wurde wohl gesteckt wie es in den Streikkassen von Verdi aussieht. Mangelnde Durchsetzungsfähigkeit werden genauso unterstellt wie eine „geheime“ Absprache des dbb hinter den Kulissen.
Die Alimentationen der Beamten könnten sich dann in diesem Jahr an den Rentenerhöhungen orientieren - was mit Einsparungen im Bereich der Tarifbeschäftigten der Länder gegenfinanziert werden könnte (so ein Gerücht).


Grüße

2-3% insgesamt auf 2-2,5 Jahre oder je Jahr + halbes Jahr Nullrunde?
Auf der Infoseite ist ja hier zu entnehmen, dass angeblich 2,1%, ähnlich den 2,2% in Hessen im ersten Jahr angepeilt werden.

Wie soll aus einer E14/15 Stelle E6-E11 werden? Bei der Bewertung der Arbeitsvorgänge geht es aber natürlich nicht um Einsparungen ;-)

Das mit den 5% für die Beamten könnte man den Tarifbeschäftigten wohl nicht wirklich erklären, damit würden sie sich endgültig lächerlich machen. Schlimm genug, dass der DBB überhaupt mit am Tisch sitzt und man diesen "Ballast" der Beamten dabei hat. Es geht effektiv um mehr Beamte als Tarifbeschäftigte, eine aberwitzige Tarifverhandlung.

dbb ist doch eine der Gewerkschaften, die den Tarifvertrag verhandeln. Und die in zahlreichen Betrieben mehr Mitglieder hat als die DGB-Gewerkschaften. Bei uns ist Verdi weder im Betriebsrat vertreten noch hätte sich ein Verdi-Mitglied oder eines der anderen DGB-Gewerkschaften bislang geoutet, hier ist alles fest in den Händen der Gewerkschaften aus der dbb Tarifunion.

WasDennNun

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« Antwort #403 am: 03.11.2021 14:14 »
In meinen AVs stand regelmäßig nur:
Der Beschäftigte ist in die EG 13 TV-L eingruppiert. Was letztendlich kein Bestandsschutz wäre!
Da nur deklaratorische Wirkung und kein Rechtsanspruch auf eine Tätigkeit der EG13 besteht
und durch eine Tätigkeitsänderung man dann halt in einer anderen EG eingruppiert werden könnte.
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Manchmal steht im AV dabei:
"Es können andere Tätigkeiten übertragen werden, die dieser Entgeltgruppe entsprechen."
Das ist dann schon eindeutiger, weil ja Tätigkeiten anderer EG's nicht übertragen werden können.
Jipp, da ist man sicherlich safer.
nix desto: Da man ja aufgrund seiner Tätigkeiten eingruppiert ist, kann durch eine Änderung der tariflichen Interpretation durch die Arbeitsvorgänge auch mit einem solchen Zusatz (theoretisch) eine Herabgruppierung erfolgen.

BTW: Dran glauben tuhe ich nicht, dass ein AG das mache würde oder es eintritt.

Wdd3

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« Antwort #404 am: 03.11.2021 14:42 »
Kann man sich nicht am TVöD orientieren und einfach 4,8% mehr Applaus geben?  ;D

Deutsche brauchen kräftige Hände
„Wie jeder weiß, befinden wir uns derzeit in einer schwierigen Lage“, ließ Seehofer durchblicken, „dennoch soll uns das nicht daran hindern, diesen wichtigen Frauen und Männern die geforderte Lohnerhöhung zukommen zu lassen, und zwar so, wie es sich zu Beginn der Corona-Krise eingebürgert hat.“

Demnach werde es ab sofort 4,8 Prozent mehr Applaus für die Angestellten des öffentlichen Dienstes geben, versprachen der Bundesinnenminister und der Verhandlungsführer der Kommunen. Dafür bedürfe es zwar einer gewaltigen allgemeinen Anstrengung aller Bürgerinnen und Bürger, aber dank der Gymnastikübungen während der Ausgangseinschränkungen seien die Handgelenke der Deutschen bestens für eine solche Herausforderung trainiert, so Seehofer und Mädge.

Verstärkte Applauskontrollen

Schon in den nächsten Tagen sollen alle deutschen Ortschaften entsprechend mit Applausometern ausgerüstet werden, damit die vereinbarten 4,8 Prozent Klatscherhöhung nicht überschritten werden. Auch sollen Beamte sicherstellen, dass nicht zu viele nett gemeinte Loblieder von den Balkonen gesungen werden.

Seehofer ernst: „Wir müssen haushalten, falls eine weitere Welle kommt und wir noch eine Zugabe brauchen.“