Autor Thema: Gibt es so etwas wie gleiches Recht auf Beförderung/Höhergruppierung  (Read 2176 times)

Wynchester

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Moin,

Ich arbeite in einem kommunalen Eigenbetrieb, wir haben 5 angestellte Ingenieure, alle in EG 11 eingruppiert, nun wurde eine neue "Betriebsabteilung" gegründet, einem der Ingenieure wurde die besagte Stelle als Leitung dort angeboten er hat sie angetreten und wird seitdem mit EG 12 vergütet, ist das formal so richtig ? Oder hätte es eine Art Bewerbungsverfahren geben müssen so das die anderen Ingenieure auch eine Chance auf die Stelle gehabt hätten ?


MfG

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Im Tarifbereich ist mir nicht bekannt, dass Stellenausschreibungen verpflichtend vorgeschrieben sind. Allenfalls der PR müsste beim Absehen von Stellenausschreibungen beteiligt werden.

was_guckst_du

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...ein Recht auf Beförderung gibt es nur im ÖPNV... :D
Gruß aus "Tief im Westen"

Meine Beiträge geben grundsätzlich meine persönliche Meinung zum Thema wieder und beinhalten keine Rechtsberatung. Meistens sind sie ernster Natur, manchmal aber auch nicht. Bei einer obskuren Einzelfallpersönlichkeit antworte ich auch aus therapeutischen Gründen

Max

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Es könnte schon sein,  dass wegen betrieblicher Übung oder zur Frauenförderung eine Ausschreibung angezeigt gewesen wäre.  Das ist aber jetzt egal,  da die Stelle schon besetzt ist.

BAT

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Es könnte schon sein,  dass wegen betrieblicher Übung oder zur Frauenförderung eine Ausschreibung angezeigt gewesen wäre.  Das ist aber jetzt egal,  da die Stelle schon besetzt ist.

Was soll eine verpflichtende Ausschreibung in Bezug auf Frauenförderung bringen?

Ändern sich damit die Qualifikation möglicher Bewerber?

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Was soll eine verpflichtende Ausschreibung in Bezug auf Frauenförderung bringen?

Ändern sich damit die Qualifikation möglicher Bewerber?

Ja, da dadurch überhaupt erst eine Bewerberlage >1 geschaffen wird.

BAT

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Das wäre aber eine generelle Annahme und damit ist IMMER auszuschreiben außer im Bullenkloster.

Max deutete an, daß es zur Förderung möglich wäre, also eine Ausnahme. Welche Parameter gelten für so einen Fall?


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Das wäre aber eine generelle Annahme und damit ist IMMER auszuschreiben außer im Bullenkloster.

Max deutete an, daß es zur Förderung möglich wäre, also eine Ausnahme. Welche Parameter gelten für so einen Fall?

na wahrscheinlich, dass Frauen auf der betroffenen Ebene unterrepräsentiert wären und der Arbeitgeber dagegen etwas tun möchte.

XTinaG

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Was soll "Frauenförderung" bringen? Wir schaffen das auch ganz alleine und brauchen weder Quotenweibchen noch linke Identitätspolitik. Was Quoten so nach oben spült, sieht man ja bei "Doppelspitzen" oder der Besetzung von Spitzenposten mit Kandidatinnen, die als einzige Qualifikation ihr Geschlecht mitbringen.

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Was soll "Frauenförderung" bringen? Wir schaffen das auch ganz alleine und brauchen weder Quotenweibchen noch linke Identitätspolitik. Was Quoten so nach oben spült, sieht man ja bei "Doppelspitzen" oder der Besetzung von Spitzenposten mit Kandidatinnen, die als einzige Qualifikation ihr Geschlecht mitbringen.

Bringen dürfte das gar nichts, da die Geeignetheit für eine Tätigkeit wohl vom Geschlecht unabhängig sein dürfte.
Problem daran soll wohl sein, dass alte weiße Männer sich bei der Stellenbesetzung gerne reproduzieren und weniger alte weiße Männer stereotypisch auswählen.
Ist halt die Frage, wie man diesen Kreis unterbricht.

veeam

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Problem daran soll wohl sein, dass alte weiße Männer sich bei der Stellenbesetzung gerne reproduzieren und weniger alte weiße Männer stereotypisch auswählen.
Ist halt die Frage, wie man diesen Kreis unterbricht.

Und ich hatte immer angenommen alte weiße Männer haben erstmal kein Problem mit jungen und motivierten Damen die noch was erreichen wollen  ;D

XTinaG

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Ich sehe nicht einmal die Existenz eines solchen Kreises. Ich sehe vielmehr einen mangelnden Führungswillen bei vielen meiner Geschlechtsgenossinnen. Und mangelnder Führungswille macht einen nunmal zu einer schlechten Wahl als Führungskraft. Da kann man noch soviele Buzzwords wie Female Leadership, toxische Männlichkeit, Abkehr vom patriarchalischen Führungsstil oder kollegiale Führung erfinden, um sich das schön zu reden, es ändert nichts daran, daß Führung darin besteht, auch harte Entscheidungen zu treffen, diese allein zu verantworten und sie auch gegen Widerstreben durchzusetzen. Wer hingegen Entscheidungen "gemeinsam" trifft, die Verantwortung "auf mehrere Schultern" verteilt und vor Widerständen zurückschreckt, führt nicht. Viele Frauen wollen auch nicht führen. Wer nicht führen will, sollte es auch nicht tun. Wer es nicht kann, auch nicht. Da braucht es keine Quote, das macht schon das kompetitive Auswahlverfahren, das entsprechend aussiebt.

BAT

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na wahrscheinlich, dass Frauen auf der betroffenen Ebene unterrepräsentiert wären und der Arbeitgeber dagegen etwas tun möchte.

Diskriminiert das nicht wieder Frauen in Betrieben, die auf allen Ebenen Frauenüberschuss haben? Das ist doch alles nicht zu Ende gedacht.

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Das ganze Thema Frauenförderung ist nicht zu Ende gedacht.

Es ist zwar zu beobachten, dass gerade in Führungsebenen die Anzahl der Frauen unter der der Männer liegt.
Woran das liegt (siehe @Tina) und ob sich daraus ein Handlungsbedarf ergibt - da teilen sich die Meinungen.

BAT

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Das ganze Thema Frauenförderung ist nicht zu Ende gedacht.

Es ist zwar zu beobachten, dass gerade in Führungsebenen die Anzahl der Frauen unter der der Männer liegt.
Woran das liegt (siehe @Tina) und ob sich daraus ein Handlungsbedarf ergibt - da teilen sich die Meinungen.

Wir brauchen überall gute Führungskräfte mit den von Tina genannten Qualitäten. Das ist bei uns in der Praxis völlig unabhängig vom Geschlecht. Wobei tendenzielle eher die weiblichen Führungskräfte stringent handeln.  ;)

Aber was machen wir bei der Straßenmeisterei?  ;)