Autor Thema: [BY] Besoldungsrunde 2021-2023 Bayern  (Read 155602 times)

Erichdoppelpunkt

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Antw:[BY] Besoldungsrunde 2021-2023 Bayern
« Antwort #555 am: 29.11.2022 19:47 »
was wollt ihr denn noch? laut artikel werden die letzten 3 jahre ausgezahlt!

Christian

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Antw:[BY] Besoldungsrunde 2021-2023 Bayern
« Antwort #556 am: 29.11.2022 19:53 »
Der Gesetzentwurf ist eine Frechheit ohne Gleichen von Seiten der Bayer. Staatsregierung und dem angeschlossenen Bayer. Beamtenbund. So eine Gewerkschaft braucht kein Mensch. Wir sollten eine neue gründen.
Damit werden die Beamten, die Verwaltungsgerichte und das Bundesverfassungsgericht verhöhnt. Damit kommen sie aber nicht durch und gewinnen höchstens etwas Zeit und sie werden sich damit die nächsten Jahre viel Ärger einheimsen. Die CSU und die Freien Wähler kann man als Beamter nicht mehr wählen. Ich habe gedacht es geht nicht mehr schlimmer als unter der  damaligen Regierung Stoiber, aber ich habe mich geirrt.

Genau so ist es. Die CSU wird  hier in den Beamten eine große Wählerschaft verlieren zum Herbst.
Wer die nun weiterhin wählt, nachdem zentrale Versprechen gebrochen und Bayern in der Besoldung selbst hinter strukturschwächste Bundesländer zurückfällt, dem ist wirklich nicht mehr zu helfen.

Grisupoli

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Antw:[BY] Besoldungsrunde 2021-2023 Bayern
« Antwort #557 am: 29.11.2022 19:55 »
In meinem Fall belaufen sich die durch mich berechneten Nachzahlungen für drei Jahre rückwirkend auf etwa 2.340€. Das geteilt durch 36 sind etwa 65€ pro Monat BRUTTO. Hier kann man keinesfalls vdhdon eklatanten Verbesserungen sprechen. Bleiben Netto 40€ pro Monat. Ohne Worte. Für die Zeit vor 2020 bekomme ich pro Monat laut Gesetzentwurf pauschal 313€ pro Monat pauschal nachbezahlt. Da soll mir doch mal bitte einer erklären wie das zustande kommt. Zwischen 313€ und 65€ liegt eine nicht erklärbare Differenz 🤷‍♂️

Grisupoli

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Antw:[BY] Besoldungsrunde 2021-2023 Bayern
« Antwort #558 am: 29.11.2022 20:35 »
Allerdings muss ich auch sagen, dass ich es allgemein alles noch etwas verwirrend finde. Man findet nirgendwo genaue Erklärungen wie was berechnet werden muss. Meine Frau ist auch Beamtin, wird dann bei Ihr der hälftige Zuschlag Stufe V genommen oder nicht? Wird bei mir auch was von der Stufe 2 (weil zwei Kinder und verheiratet mit Ehepartner Beamter) abgezogen oder nicht??
Klarheit wird es wohl wirklich erst mit der ersten angepassten Bezügemitteilung geben.

newT

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Antw:[BY] Besoldungsrunde 2021-2023 Bayern
« Antwort #559 am: 29.11.2022 21:19 »
Allerdings muss ich auch sagen, dass ich es allgemein alles noch etwas verwirrend finde. Man findet nirgendwo genaue Erklärungen wie was berechnet werden muss. Meine Frau ist auch Beamtin, wird dann bei Ihr der hälftige Zuschlag Stufe V genommen oder nicht?
So wie ich den Gesetzentwurf verstanden habe, entfällt die Konkurrenzregelung, und wenn ihre Frau Vollzeit arbeitet, erhält sie den vollen Zuschlag der Stufe V. Und wenn Sie das Kindergeld für die beiden Kinder beziehen, erhalten Sie bei Vollzeit den vollen Familienzuschlag Stufe 2. Beides jeweils entsprechend ihrer Mietenstufe.

Edit: Den Familienzuschlag der Stufe 2 würden Sie auch voll erhalten, wenn Sie und Ihre Frau in Summe mindestens das Äquivalent einer Vollzeitstelle begleiten.
« Last Edit: 29.11.2022 21:26 von newT »

Grisupoli

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Antw:[BY] Besoldungsrunde 2021-2023 Bayern
« Antwort #560 am: 29.11.2022 21:22 »
Da bin ich ja mal gespannt wie das dann laufen soll.
Wobei das ja quasi ein Rückschritt wäre. Aktuell bekommt meine Frau den hälftigen Familienzuschlag und die Ballungsraumzulage. Dann würde sie ja nur noch den ortszuschlag ohne den hälftigen Familienzuschlag bekommen. Sofern ich das richtig verstehe.

newT

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Antw:[BY] Besoldungsrunde 2021-2023 Bayern
« Antwort #561 am: 29.11.2022 21:36 »
Dann würde sie ja nur noch den ortszuschlag ohne den hälftigen Familienzuschlag bekommen. Sofern ich das richtig verstehe.
Genau an solchen Konstellationen merkt man die Verarsche des Gesetzesentwurfs. Zum Glück greift hier erstmal der Bestandsschutz.

newT

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Antw:[BY] Besoldungsrunde 2021-2023 Bayern
« Antwort #562 am: 29.11.2022 21:45 »
Ist wer schon über den Artikel 59b gestoßen? Das finde ich den eigentlichen Hammer:
Edit: Muss mich korrigieren, die Änderung betrifft nur das BaySchFG.
« Last Edit: 29.11.2022 21:53 von newT »

Aloha

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Antw:[BY] Besoldungsrunde 2021-2023 Bayern
« Antwort #563 am: 29.11.2022 21:48 »
Zum Thema BBB:

"Nachtigall ick hör dir trapsen."

So was passiert wenn man CSU Abgeordnete mit
Ambitionen für größere Aufgaben als Vorsitzende
wählt.

RARB

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Antw:[BY] Besoldungsrunde 2021-2023 Bayern
« Antwort #564 am: 30.11.2022 00:29 »
Ist es richtig, dass Unverheiratete, nicht in einer gleichgestellten Partnerschaft lebende, kinderlose, Beamte, dann pauschal 10.000,- Brutto im Jahr mehr bekommen? Im Falle des Fehlens eines Partners, fehlen ja auch 20.000,- EURO, geteilt durch 2, komme ich auf 10.000,- EURO brutto pro Jahr. Das wären netto etwa 640,- pro Monat. Der Betrag deckt sich ziemlich genau mit dem (inflationsbereinigt, Besoldungsgruppen übergreifend), welchen ich vor 20 Jahren als "Fehlbetrag" ermittelte, bzgl. Laufbahn, Tätigkeit, Besoldungsgruppe. Jetzt kann es vergleichbaren Personen passieren, dass sie trotz Inflation, Verfassungsgerichtsurteile, etc., pp, weniger netto zur Verfügung haben als davor (zwar Bestandsschutz, aber Abschmelzung mit allg. Erhöhungen). So sehr ich Sven T. für sein Rechtsverständnis und Einsatz bewundere und danke, scheint selbst er es nicht zu sehen, oder wahrhaben zu  wollen, dass weder ausgeprägter Intellekt, noch Beten, diesem Treiben Einhalt gebieten wird. Ich sehe die "Sache" tatsächlich als bereits verloren an. Warum? Ich arbeite gern mit übertreibenden Metaphern: Es gibt drei Arten von Menschentypen: Erstere nähren sich von Angst, und befeuern die Angst von Anderen, um die eigene damit zu füttern und ruhig zu stellen. Zweitere leugnen die Eigene und verachten die der Anderen, haben aber genaue Vorstellungen und Rezepte, was die Anderen tun müssen, um keine mehr zu haben. Jedoch haben diese als Nebenwirkung, die eigenen jetzt auch leugnen zu müssen, damit sich der "Verschreiber" in der Gemeinschaft der Leugner wohlbehalten aufgehoben fühlt (nicht die Lösung des Problems hat Priorität, sondern Allen die Sicht darauf zu nehmen). Und da sind dann noch die Dritten, die "armen Schweine". Die immer schon versuchten dahinter zu kommen, warum auf der Bühne des Lebens, so viele Kulissenschieber (Zweitere), für so wenig Regisseure (Erstere), dem Publikum (Dritte) vorgaukeln, dass ein Theater auch ohne Schauspieler bestens funktioniert, wenn allein der Kauf der Eintrittskarte bereits zum Event mutiert ist.

Finanzer

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Antw:[BY] Besoldungsrunde 2021-2023 Bayern
« Antwort #565 am: 30.11.2022 06:58 »
Genau so ist es. Die CSU wird  hier in den Beamten eine große Wählerschaft verlieren zum Herbst.
Wer die nun weiterhin wählt, nachdem zentrale Versprechen gebrochen und Bayern in der Besoldung selbst hinter strukturschwächste Bundesländer zurückfällt, dem ist wirklich nicht mehr zu helfen.

Das setzt voraus das genügend bayrische Beamte sehen und verstehen wie sehr sie verars*** wurden.
Und dann müssen sie dies auch noch abwägen gegen die Verführungen des Ressiments-und Angst Wahlkampf, welchen die CDU führen wird.

Ich denke somit eher nicht, das ein Großteil der bisherig CSU-wählenden Beamten sich umorientieren.
Insbesondere wenn die Gewerkschaften sich weiterhin so nutzlos aufführen.

Grisupoli

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Antw:[BY] Besoldungsrunde 2021-2023 Bayern
« Antwort #566 am: 30.11.2022 07:35 »
Ich hab vor etwa 10 Tagen mal den Vorsitzender der DPolG angeschrieben und gefragt wie so der Plan ist. - - > keine Reaktion.

Dann hab ich vor fünf Tagen mal die DPolG direkt angeschrieben - - > ebenfalls keine Reaktion.

Wenn da nicht bald was kommt scheiss ich auf die Gewerkschaft und trete aus. Zum k..... wenn es augenscheinlich noch nicht mal eine kurze Antwort wert ist.

Mach es doch öffentlich, schreib ihm und oder der DPolG bzw. auch dem BBB auf deren Facebookseiten entsprechende Kommentare.
Antworten werden sie wohl nicht, aber ihr "Versagen" wird wenigstens öffentlich.

Das geht auf der FB-Seite der DPolG leider nicht. Dort kann man nichts an deren Pinnwand schreiben. Aber ich werde jetzt mit unserem DPolG Personalrat nächste Woche sprechen. Ich finde das nur noch alles absolut inakzeptabel. Auch bei letzten Tarifabschluss die Aussage, dass in der wirtschaftlichen Lage nicht mehr ging ist unverschämt. Aber ich als "kleiner mittlerer Beamter" muss das wirtschaftliche Desaster live auf meinen Schultern tragen.

KoQ

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« Antwort #567 am: 30.11.2022 07:56 »

Diese 313 Euro als pauschalen Nachzahlungswert finde ich tatsächlich auch interessant. Ist wahrscheinlich der realistische Mehrbetrag, der einem ab dem dritten Kind pro Kind und pro Monat zustehen würde, wenn es die fiktiven 20.000 Euro Jahresgehalt des Partners nicht gäbe.

Grisupoli

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« Antwort #568 am: 30.11.2022 08:02 »
Ich habe gerade mal Vergleichsberechnungen für 2020 und 2021 anhand meiner Bezügemitteilungen aus den entsprechenden Jahren gemacht. Wohl gemerkt habe ich drei Kinder und wohne in Mietstufe VII.
Die Ergebnisse sind ernüchternd.
Für 2020 bekomme ich rechnerisch eine Netto-Nachzahlung von etwa 325,08 Euro. Das entspricht pro Monat 27,09 Euro.
Für 2021 bekomme ich rechnerisch eine Netto-Nachzahlung von etwa 636,36 Euro. Das entspricht pro Monat 53,03 Euro.
Da ich seit der Geburt meiner dritten Tochter 2017 jedes Jahr meiner Besolung widerspreche bekomme ich von 08/2017 bis 12/2019 laut dem Gesetzentwurf für den Zeitraum (29 Monate) pro Monat 313,97 Euro nachbezahlt.

Wenn ich nun den Zeitraum 2020/2021 (24 Monate) nehme bekomme ich hier gesamt für den Zeitraum eine Nachzahlung von 961,44 Euro NETTO.
Für den Zeitraum 08/2017 bis 12/2019 (29 Monate) bekomme ich 9.105,13 Euro BRUTTO nachbezahlt weil ich meiner Besoldung widersprochen habe. Die Kollegen die nicht widersprochen haben schauen mit dem Ofenrohr ins Gebirge.

Die Differenz zwischen 313,97 Euro pro Monat (vor 2020) mehr und 27,09/53,03 Euro (ab 2020) kann man doch in keiner Weise erklären.
« Last Edit: 30.11.2022 08:18 von Grisupoli »

Garfield73

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Antw:[BY] Besoldungsrunde 2021-2023 Bayern
« Antwort #569 am: 30.11.2022 08:28 »
Bis gerade eben habe ich mich eigentlich für einen halbwegs intelligenten Menschen gehalten.
Nach dem Versuch, aus dem Gesetzesentwurf schlau zu werden, bin ich allerdings anderer Meinung. :o

Ich scheitere schon an der möglichen künftigen Einstufung in die richtige Stufe beim Familienzuschlag.
Beispiel: Verheiratet, ein Kind, beide Beamte.
Ist jetzt einer in Stufe V und der Partner in Stufe 1?

Oder wegen Wegfall der Konkurrenzregelung beide in Stufe 1?

Ich bin verwirrt...