Autor Thema: [BW] Besoldungsrunde 2021-2023 Baden-Württemberg  (Read 90556 times)

Bastel

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Antw:[BW] Besoldungsrunde 2021-2023 Baden-Württemberg
« Antwort #195 am: 24.06.2022 15:15 »
Das ist schon etwas gemein :(

Für mich wäre A10 mehr als nur ausreichend zum Leben.

Mehr als ausreichend für einen Single vielleicht. Mit Familie bewegt man sich je nach Bundesland nur knapp über Harz4 Niveau.

Sleyana

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« Antwort #196 am: 24.06.2022 15:20 »
Das Problem hast du in der freien Wirtschaft doch auch? Es ist halt alles sauteuer in D.

Organisator

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Antw:[BW] Besoldungsrunde 2021-2023 Baden-Württemberg
« Antwort #197 am: 24.06.2022 15:59 »
Das ist schon etwas gemein :(

Für mich wäre A10 mehr als nur ausreichend zum Leben.

Mehr als ausreichend für einen Single vielleicht. Mit Familie bewegt man sich je nach Bundesland nur knapp über Harz4 Niveau.
Famile kann aber auch eine zweite Erwerbsperson beinhalten, falls man mit dem Einkommen nicht ausreicht.

dumerili1978

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Antw:[BW] Besoldungsrunde 2021-2023 Baden-Württemberg
« Antwort #198 am: 27.06.2022 20:34 »
Das Gesetz ist nun in der Online-Kommentierungsphase:

https://beteiligungsportal.baden-wuerttemberg.de/de/mitmachen/lp-17/gesetz-ueber-die-anpassung-von-dienst-und-versorgungsbezuegen/

Nachdem ich mich jetzt durch die Seiten gequält habe, habe ich festgestellt, dass auch die ganze Besoldungstabelle geändert werden soll. Also anstatt 12 Stufen nur noch 10. Wird man dann einfach schlechter eingestuft, sprich vom Grundgehalt her einfach in  die neue Stufe eingruppiert oder zählt auch die Zeit, die man noch hätte bis zur höchsten Stufe? Hat da eventuell jemand Ahnung oder auch Vermutungen? Bislang dachte ich, die Änderungen beträfen nur den mD, aber das zieht sich ja durch in der A-Tabelle.

LG Lana

Drehleiterkutscher

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Antw:[BW] Besoldungsrunde 2021-2023 Baden-Württemberg
« Antwort #199 am: 27.06.2022 20:46 »
Man macht die Verschiebung mit, das heißt die Stufenzahl verringert sich um 2 - aber vom Geld her ändert sich nichts im Vergleich zur bisherigen Stufe.

Es gibt einen Passus, in dem steht, dass die bisherige Laufzeit angerechnet wird. Das muss jeder für sich mal rechnen, ich würde dann eigentlich in einer Stufe weiter oben landen. Wie das aber in der Realität ausgestaltet wird, sieht man vermutlich erst im Dezember.

dumerili1978

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Antw:[BW] Besoldungsrunde 2021-2023 Baden-Württemberg
« Antwort #200 am: 27.06.2022 21:44 »
Man macht die Verschiebung mit, das heißt die Stufenzahl verringert sich um 2 - aber vom Geld her ändert sich nichts im Vergleich zur bisherigen Stufe.

Es gibt einen Passus, in dem steht, dass die bisherige Laufzeit angerechnet wird. Das muss jeder für sich mal rechnen, ich würde dann eigentlich in einer Stufe weiter oben landen. Wie das aber in der Realität ausgestaltet wird, sieht man vermutlich erst im Dezember.
Da bin ich echt gespannt. Danke dir :-)

Sleyana

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« Antwort #201 am: 27.06.2022 23:39 »
Man macht die Verschiebung mit, das heißt die Stufenzahl verringert sich um 2 - aber vom Geld her ändert sich nichts im Vergleich zur bisherigen Stufe.

Es gibt einen Passus, in dem steht, dass die bisherige Laufzeit angerechnet wird. Das muss jeder für sich mal rechnen, ich würde dann eigentlich in einer Stufe weiter oben landen. Wie das aber in der Realität ausgestaltet wird, sieht man vermutlich erst im Dezember.

Gab es nicht noch die Erhöhung um 50 € für Anwärter und 2,9% nicht Anwärter?

Drehleiterkutscher

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« Antwort #202 am: 28.06.2022 08:23 »
Ja, die Tabelle in dem Gesetzesentwurf enthält die Erhöhung bereits. Von diversen Gewerkschaften wurde aber behauptet, dass fast alle Beamten profitieren, da sie durch die neuen Dienstaltersstufen in eine höhere Stufe rutschen. Das findet man aber so nicht direkt im Gesetz - nur dieser genannte Passus...

Zitat
Artikel 17

(4) Nicht unter den Anwendungsbereich der Absätze 1 bis 3 fallende Beamtinnen
und Beamte werden derjenigen Stufe zugeordnet, die numerisch um zwei kleiner als
die für sie bisher maßgebliche Stufe ist. Die in dieser bisherigen Stufe bereits erbrachte Erfahrungszeit sowie berücksichtigungsfähige Zeit (§ 32 LBesGBW) wird auf die Stufenlaufzeit der neu zugeordneten Stufe angerechnet.

...gibt das vielleicht her.

Archivsekretärin

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« Antwort #203 am: 28.06.2022 09:18 »
Die hätten das Ding für Dummies wie mich auch in "leichter Sprache" verfassen können   ::)

Arigo

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« Antwort #204 am: 28.06.2022 09:45 »
Die hätten das Ding für Dummies wie mich auch in "leichter Sprache" verfassen können   ::)

Um es ganz simpel zu erklären.

Bist du vorher in irgendwas bis A9Z gewesen, landest du jetzt eine Besoldungsgruppe höher.

Alle Landesbeamten betrifft jedoch die Veränderung der Erfahrungsstufen der A-Tabelle (von 12 auf 10 Stufen verringert), dort musst du nun bei deiner bisherigen Erfahrungsstufe auch zwei abziehen (z.B. vorher 8, dann 6).

MitleserBW

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« Antwort #205 am: 28.06.2022 09:53 »
Die hätten das Ding für Dummies wie mich auch in "leichter Sprache" verfassen können   ::)

Um es ganz simpel zu erklären.

Bist du vorher in irgendwas bis A9Z gewesen, landest du jetzt eine Besoldungsgruppe höher.

Alle Landesbeamten betrifft jedoch die Veränderung der Erfahrungsstufen der A-Tabelle (von 12 auf 10 Stufen verringert), dort musst du nun bei deiner bisherigen Erfahrungsstufe auch zwei abziehen (z.B. vorher 8, dann 6).

Ich glaube du liegst hier falsch. Die Erfahrungsstufen wurden um zwei gekürzt, dass stimmt. Aber du bist nicht automatisch 2 tiefer. Aufgrund der geänderten Zeiten zwischen den einzelnen Stufen muss jeder Beamte für sich neu ausrechnen, in welcher Stufe er beim neuen Modell landet. Die Gehälter der einzelnen Stufen haben sich ja auch zwei nach links verschoben, so dass du durch die Neustrukturierung nicht verlieren kannst. Aber durch deine anrechnungsfähige Zeit kannst du gewinnen, bzw. müsste jeder gewinnen, nur dass es bei manchen nicht direkt in die nächsthöhere Stufe reicht.

EDIT: Wenn man diesen Artikel 17 liest könnte meine Aussage falsch sein. Bin mal gespannt wie man das dann ausrechnen will wenn man es verschiebt, aber alle Beamten da lässt wo sie waren und einfach 2 Stufen abzieht. Das kann ja keiner mehr nachvollziehen und in der Tabelle mit 3 und 4 Jahresschritten kann das dann keiner mehr ausrechnen, da dieser Bruch drin ist.
« Last Edit: 28.06.2022 10:05 von MitleserBW »

Arigo

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« Antwort #206 am: 28.06.2022 10:13 »
Die hätten das Ding für Dummies wie mich auch in "leichter Sprache" verfassen können   ::)

Um es ganz simpel zu erklären.

Bist du vorher in irgendwas bis A9Z gewesen, landest du jetzt eine Besoldungsgruppe höher.

Alle Landesbeamten betrifft jedoch die Veränderung der Erfahrungsstufen der A-Tabelle (von 12 auf 10 Stufen verringert), dort musst du nun bei deiner bisherigen Erfahrungsstufe auch zwei abziehen (z.B. vorher 8, dann 6).

Ich glaube du liegst hier falsch. Die Erfahrungsstufen wurden um zwei gekürzt, dass stimmt. Aber du bist nicht automatisch 2 tiefer. Aufgrund der geänderten Zeiten zwischen den einzelnen Stufen muss jeder Beamte für sich neu ausrechnen, in welcher Stufe er beim neuen Modell landet. Die Gehälter der einzelnen Stufen haben sich ja auch zwei nach links verschoben, so dass du durch die Neustrukturierung nicht verlieren kannst. Aber durch deine anrechnungsfähige Zeit kannst du gewinnen, bzw. müsste jeder gewinnen, nur dass es bei manchen nicht direkt in die nächsthöhere Stufe reicht.

EDIT: Wenn man diesen Artikel 17 liest könnte meine Aussage falsch sein. Bin mal gespannt wie man das dann ausrechnen will wenn man es verschiebt, aber alle Beamten da lässt wo sie waren und einfach 2 Stufen abzieht. Das kann ja keiner mehr nachvollziehen und in der Tabelle mit 3 und 4 Jahresschritten kann das dann keiner mehr ausrechnen, da dieser Bruch drin ist.

Es kann sein, dass deine anrechnungsfähigen / berücksichtigungsfähigen Zeiten ein anderes Bild abgeben bzw. du eine kürzere Wartezeit auf die nächste Stufe hast.

Meiner Meinung nach ist man aber grundsätzlich mal auf der "sicheren" Seite, wenn man zwei Stufen zurückgeht.

Lasse mich aber sehr gerne eines besseren belehren.  :)

Edit:

Beispiel A12
bisher Stufe 8 (inkl. 2,8% ab 1.12.): 4726,79€
neu Stufe 6: 4726,79€

Archivsekretärin

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« Antwort #207 am: 28.06.2022 11:06 »
@Arigo

wohl doch nicht so einfach ???


Drehleiterkutscher

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« Antwort #208 am: 28.06.2022 11:18 »
Sagen wir es mal so: so wie es aussieht, steht zumindest niemand schlechter da, als vorher ;)

Sleyana

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« Antwort #209 am: 28.06.2022 12:19 »
Durch den Wegfall zweier Stufen bedeutet das auch das neue Beamte mit aktuell Stufe 3 einsteigen und dadurch generell mehr erhalten oder?