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Verbeamtung mit Mitte 40 // kleine Rente

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unentschlossen:
Hallo,

Ich habe den Tipp hier nachzufragen von reddit bekommen.

Ich bin derzeit als Tarifbeschäftigte im öffentlichen Dienst (Bund) angestellt E11, Stufe 4. Aufgrund meines Studium (Duale Hochschule) kann ich nicht in den höheren Dienst aufsteigen.

Mir wurde die Verbeamtung angeboten, jedoch würde ich mit A9 Einstiegamt anfangen, nach einem Jahr A10 und recht schnell auf A11 kommen. Die Stelle auf der ich aktuell sitze ist E11 bzw A13g. D.h. ich würde im Beamtenverhältnis deutlich mehr bekommen (nach der Zeit). Problematisch werden die anrechnungfähigen Zeiten, war insgesamt 12 Jahre selbstständig in vergleichbarer Position.

Aktuell würde ich, wenn ich mit 65 in Rente gehen würde, 1.200 Euro Rente bekommen. Ich war früher lange Selbstständig und habe durch einige Unklugheiten und Fehler viele finanzielle Federn gelassen.

Ich weiss, dass ich dann in die PKV gehen würde und auch der Beitrag "etwas höher" ausfallen würde.

Die finanzielle Einbußen am Anfang könnte ich gut auffangen, da ich noch Nebeneinkünfte monatlich zwischen 200 und 1200 Euro habe (Selbstständigkeit neben dem Job, ca. 2-4 Stunden pro Woche). Ich kann mich mit dem ÖD arrangieren, macht Spaß und ich komme mit dem System gut zurecht. Langweile gibt es so gut wie gar nicht. Was micht abschreckt ist erstmal der Rückschritt, was mich reizt ist eben die Absicherung im Alter, da ich durch die früheren Fehler rententechnisch schlecht dastehe. Ich investiere fast meine ganze Nebeneinkünfte in langfristige Anlagen, aber den Gap kann ich nicht mehr aufholen. Das Nebengewerbe kann ich nicht Vollzeit aufziehen, dazu ist es zu sehr in der Nische. Gutes Zubrot, aber zum Vollerwerb zu wenig.

Heirat ist demnächst geplant.

Hat einer noch Tipps, Tricks, ggf. Anlaufstellen, bei denen ich mich schlau machen kann?

EiTee:
Was ist denn die Frage ?

unentschlossen:
Ob es sich für mich lohnt, mit Mitte Vierzig eine Verbeamtung anzunehmen.

WasDennNun:
jetzt mitte 40 und dann meinst du 65 in Rente?
eher 67 denke ich mal.
"Aufgrund meines Studium (Duale Hochschule) kann ich nicht in den höheren Dienst aufsteigen."
Du meinst damit, dass du nicht in die Beamtenlaufbahn hD einsteigen kannst.
oder meinst du damit, dass du keine EG12+ Stelle als Tarifbeschäftigter bekommst? Das ist natürliche Humbug, weil auch du EG12+ bekommen kannst.

Was den Rest angeht: Das kann man sich doch individuell ausrechnen, ob und wann man als Beamte den Break Even Point erreicht und wenn du jetzt noch 20  Jahre Pensionsansprücheerwirbst, wieviel Pension du dann als A11(oder 12-13) bekommst  (so rund 35% der letzten Bezahlung ).
Also flugs ne excel Tabelle gezimmert und die groben Daten eingetackert

xap:

--- Zitat von: unentschlossen am 25.02.2022 15:18 ---Ob es sich für mich lohnt, mit Mitte Vierzig eine Verbeamtung anzunehmen.

--- End quote ---

Prinzipiell ja. Zumal es offensichtlich eine recht zügige Beförderungssituation gibt. Gäbe es die nicht, würde ich davon absehen. Zu bedenken wären noch die Kosten der PKV, die kann bei Vorerkrankungen schnell teuer werden. Wie ist die familiäre Situation? Gibt es Kinder, die sowohl den Beihilfesatz von 50% auf 70% erhöhen würden und zu einem Familienzuschlag führen würden? Wenn ja, wäre die Verbeamtung wohl das attraktivere Gesamtpaket als eine E11/4.

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