Autor Thema: [Allg] Wechsel vom Kommunalbeamten zur Angestellten  (Read 4733 times)

BüroLurchNRW

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Antw:[Allg] Wechsel vom Kommunalbeamten zur Angestellten
« Antwort #45 am: 28.04.2022 16:43 »
Davon profitieren ja dann aber nur zukünftig die Leute. Ich habe keine Kinder, daher weiß ich nicht, ob das für alle Länder gilt oder nur für einige und auch nicht ab wann.
Es wird für alle gelten müssen, da vom BVerG so festgelegt.
Zitat
Dennoch hat man die Einbußen bei TZ immer. Und Angestellte haben ja keine PKV Kosten, oder was ist hier gemeint mit Grundsicherungskosten???
Grundsicherungskosten sind die Kosten für Unterkunft, Essen, Soziale Teilhabe ...
Hartz4Satz platt gesagt muss der Besoldungsgesetzgeber für die Kinder Netto bereitstellen.
(Ab 3. Kind komplett über Zulage)

Ok :o Wovon soll das denn bezahlt werden? Und das gilt ja dann eher für mittleren Dienst oder? Wenn ich mir ansonsten ausrechne was das Kind an Kosten verursacht.... zumal NRW meines Wissens das einzige oder eines der wenigen A-loch Land ist was Kita Beiträge verlangt, und zwar im nicht unerheblichen Ausmaß (1. Kind kann da gut und gerne mal 400€ kosten). Aktuell noch nicht relevant, aber aufgrund der Preislage können wir uns kein Haus kaufen und auch keine Kinder-geeignete Wohnung. Da müsste ja dann netto am Ende 800€ mehr stehen  ;D ;D ;D ;D Hast du einen Link wo man da mal nachlesen kann was die da planen? Und wann soll das kommen?

WasDennNun

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Antw:[Allg] Wechsel vom Kommunalbeamten zur Angestellten
« Antwort #46 am: 28.04.2022 16:56 »
Davon profitieren ja dann aber nur zukünftig die Leute. Ich habe keine Kinder, daher weiß ich nicht, ob das für alle Länder gilt oder nur für einige und auch nicht ab wann.
Es wird für alle gelten müssen, da vom BVerG so festgelegt.
Zitat
Dennoch hat man die Einbußen bei TZ immer. Und Angestellte haben ja keine PKV Kosten, oder was ist hier gemeint mit Grundsicherungskosten???
Grundsicherungskosten sind die Kosten für Unterkunft, Essen, Soziale Teilhabe ...
Hartz4Satz platt gesagt muss der Besoldungsgesetzgeber für die Kinder Netto bereitstellen.
(Ab 3. Kind komplett über Zulage)
Ok :o Wovon soll das denn bezahlt werden? Und das gilt ja dann eher für mittleren Dienst oder? Wenn ich mir ansonsten ausrechne was das Kind an Kosten verursacht.... zumal NRW meines Wissens das einzige oder eines der wenigen A-loch Land ist was Kita Beiträge verlangt, und zwar im nicht unerheblichen Ausmaß (1. Kind kann da gut und gerne mal 400€ kosten). Aktuell noch nicht relevant, aber aufgrund der Preislage können wir uns kein Haus kaufen und auch keine Kinder-geeignete Wohnung. Da müsste ja dann netto am Ende 800€ mehr stehen  ;D ;D ;D ;D Hast du einen Link wo man da mal nachlesen kann was die da planen? Und wann soll das kommen?
Wann?
Seit ungefähr 2005 oder so, weil seit dem die Besoldung GG widrig ist laut BVerG.


https://forum.oeffentlicher-dienst.info/index.php/topic,114508.0.html
https://forum.oeffentlicher-dienst.info/index.php/topic,114363.0.html


Ach ja und dann gehörst du wohl zu den armen Lurchen die keinen Widerspruch gegen ihre gesetzeswidrige Besoldung gestellt haben.

BüroLurchNRW

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Antw:[Allg] Wechsel vom Kommunalbeamten zur Angestellten
« Antwort #47 am: 29.04.2022 08:08 »
Ach die Geschichte ist das ... naja bis das so weit ist und gerade NRW ist da eh wieder das Letzte. Ich habe die Diskussion hier nur so ein wenig am Rande verfolgt, und da ich keine Kinder habe, wird da wohl nicht wirklich was passieren und auch die mit Kindern können da sicher noch lange drauf warten?! So jedenfalls habe ich den O-Ton bei den Diskussionen wahrgenommen. Und doch, ich habe tatsächlich so einen Antrag gestellt. Glaube nur nicht, dass mir das irgendwas bringt...

WasDennNun

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Antw:[Allg] Wechsel vom Kommunalbeamten zur Angestellten
« Antwort #48 am: 29.04.2022 15:40 »
Und doch, ich habe tatsächlich so einen Antrag gestellt. Glaube nur nicht, dass mir das irgendwas bringt...
Na da hoffe ich, dass das kein Antrag sondern ein Widerspruch war.
Oder gibt es tatsächlich schon Anträge für eine GG konforme Besoldung  8)

ich hoffe jedenfalls das es euch was bringt in den nächsten 2 -3 Jahren

Organisator

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Antw:[Allg] Wechsel vom Kommunalbeamten zur Angestellten
« Antwort #49 am: 29.04.2022 16:01 »
Oder gibt es tatsächlich schon Anträge für eine GG konforme Besoldung  8)

So ähnlich wie im Tarifbereich - Antrag auf Beförderung oder Antrag auf Überprüfung der Besoldungsgruppe :))) Mit gleichem Ergebnis...

totoughtotame

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Antw:[Allg] Wechsel vom Kommunalbeamten zur Angestellten
« Antwort #50 am: 01.05.2022 09:46 »
da haben die Studierten das Problem nicht die 40 Jahre vollmachen zu können im Zweifel. Zudem wird die PKV immer teurer... bei Kindern lohnt es sich am Ende bestimmt nicht mehr als Beamter (je nach Status), da man jedes Kind privat versichern muss und massive Einbußen bei Teilzeit hat durch die PKV. . .
Zudem je nach Land 41 Std und kein Weihnachtsgeld, ggf. kein LOB . . .

Warum sollten für einen "Studierten" 40 Jahre ein Problem sein? 27-67 sind vierzig Jahre. Wenn man nicht bummelt ist man mit dem Master mit 23-24 fertig.
Was kostet ein Kind aktuell in der PKV bei 80?% Beihilfe? 30-40€? Dafür wird es erstklassig versorgt.
Bei den anderen Punkten gebe ich dir Recht, das muss jeder mit sich selbst ausmachen.

Nicht jeder ist mit Mitte 20 fertig studiert. Stell dir vor, so Sachen gibts  :o Soll auch Menschen geben die 2 mal studieren.
Gibt zudem genug Leute die auch vorher einfach was anderes gemacht haben und die 40 Jahre nicht voll kriegen und nicht jeder kann und will bis 67 (Perspektivisch bis 70) arbeiten :D
Das mit den Kindern gilt idr erst ab dem zweiten oder dritten und auch in jedem Land unterschiedlich. Hier ist beim ersten 50% angesagt plus Einbußen durch TZ. Und erstklassig sei mal dahin gestellt  ;D

Den Aspekt möchte ich unterstreichen. Bekanntermaßen arbeiten in der Verwaltung häufiger Juristen, bei denen qua Ausbildung schon niemand mit 26 einen Abschluss hat, sondern eher mit 30. Aus meinem persönlichen Umfeld kann ich berichten, dass die Leute, die verbeamtet werden, in der Regel schon ein berufliches Vorleben hatten und nicht gleich nach dem Studium in den öffentlichen Dienst gingen. Hier ist man bei der Verbeamtung eher sogar Mitte 30, auch bei technischen Berufen mit kürzerer Ausbildungsdauer.

WasDennNun

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Antw:[Allg] Wechsel vom Kommunalbeamten zur Angestellten
« Antwort #51 am: 01.05.2022 13:38 »
Und wer später verbeamtet wird, der erreicht halt nicht die volle Pension, das ist doch absolut in Ordnung.
Wer erst mit 30 in die Rente einzahlt hat halt auch weniger Rente und kann nicht abschlagsfrei verkürzen.
so what?

BüroLurchNRW

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« Antwort #52 am: 02.05.2022 09:16 »
Und doch, ich habe tatsächlich so einen Antrag gestellt. Glaube nur nicht, dass mir das irgendwas bringt...
Na da hoffe ich, dass das kein Antrag sondern ein Widerspruch war.
Oder gibt es tatsächlich schon Anträge für eine GG konforme Besoldung  8)

ich hoffe jedenfalls das es euch was bringt in den nächsten 2 -3 Jahren

Good morning in the morning  ;D
Jaaaa, Widerspruch natürlich. Immer dieses Rumreiten auf sowas- auch irgendwie typisch Beamter :P selbst wenn Du keiner sein solltest.  :P
Dennoch glaube ich nicht, dass da bei mir irgendwas bei rum kommt, was Beamte in anderen Besoldungsgruppen und /oder mit Kindern anbelangt, mag das anders sein. Ich für meinen Teil strebe jedenfalls an, NRW zu verlassen weil das einfach nur ein Witz ist hier. Vor allem auch in Anbetracht der 41 Std und der massiven Diskrepanz in kommunaler Ebene zu den Angestellten.

Das mit der Rente und der Pension (wenn man erst mit Mitte 30 eintritt) ist natürlich legitim. Ging ja eher darum, dass die Leute im Angestelltenverhältnis dann auch gut und gerne während der aktiven Zeit einfach mehr verdienen, sodass sich das am Ende einfach ausgleicht. Die haben eben jetzt mehr und die Beamten später. Unterm Strich wird die Summe nicht groß anders ausfallen.

WasDennNun

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« Antwort #53 am: 02.05.2022 16:27 »
Good morning in the morning  ;D
Jaaaa, Widerspruch natürlich. Immer dieses Rumreiten auf sowas- auch irgendwie typisch Beamter :P selbst wenn Du keiner sein solltest.  :P
Richtig bin keiner und tja, das Umfeld prägt einen....

Zitat
Die haben eben jetzt mehr und die Beamten später. Unterm Strich wird die Summe nicht groß anders ausfallen.
Bei den einem ist die Beamtenkarriere monetär lukrative, bei dem anderen das Angestellten da sein.
Mal verdient der Beamte mehr, mal der Angestellte.
Deswegen bin ich stets Angestellter / Freiberufler geblieben, weil ich es selbst in der Hand haben wollte und nicht so fremdbestimmt daher kommen wollte.

Viel Erfolg beim Dienstherrenwechsel.