Autor Thema: [BW] GKV wird für Beamte geöffnet  (Read 9415 times)

ChrBY

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Antw:[BW] GKV wird für Beamte geöffnet
« Antwort #15 am: 21.04.2022 18:09 »
Aktuelles Beispiel, welches mir persönlich bekannt ist: zwei Beamte, einer zuvor mit 50 % Teilzeit, der andere Vollzeit, beide längerfristig und ernsthaft erkrankt. Ergebnis: Beide liegen krank im Bett und können keinen Dienst tun, aber finanziell liegen zwischen beiden Fällen Welten. Der erkrankte Teilzeitbeamte bekommt weiterhin nur 50 % Besoldung, der erkrankte Vollzeitbeamte 100 %. Beim erkrankten Teilzeitbeamten ist die Erkrankungszeit, die beliebig lang werden kann, nur zu 50 % ruhegehaltfähig, beim erkranken Vollzeitbeamten zu 100 %.

Meines Erachtens ist dies die gravierendste Teilzeitfalle, der sich allerdings nur die wenigsten bewußt sind.

Wo ist denn da die Falle? Wer zu 50 % teilzeitbeschäftigt ist, kommt mit 50% des vollen Einkommens aus. Das ändert sich auch nicht durch eine Erkrankung. Im Übrigen bei Krankengeldbeziehern ähnlich.
Da musste ich auch gerade stutzen.
Die einzige Falle, die ich erkenne, dass man bei dauerhaften Erkrankung nicht mehr auf Vollzeit gehen kann, obwohl man es geplant hat.
Und bei Teilzeit ist halt bei der GKV eben tatsächlich der Vorteil: Weniger Kosten, bei gleicher Leistung

Bei längerfristiger DU einfach bei Auslaufen keine Teilzeit beantragen. Beamtenstellen sind ja grundsätzlich Vollzeitstellen.
Also gibt es da keine Falle
Im Gegensatz zu anderen Bundesländern, wo der Bewilligungszeitraum für Teilzeit auf maximal zehn Jahre begrenzt ist, kennt Baden-Württemberg bei Beamten auch die unbefristete Teilzeitbewilligung (also bis zur Pensionierung). Ein bloßes Auslaufenlassen der Teilzeit ist dann nicht mehr möglich.

(Bei Altersteilzeit ist es sogar so, daß man Erkrankungszeiten, die sich auf mehr als sechs Monate summieren – und hier werden alle Erkrankungstage während der Teilzeitbeschäftigung zusammengezählt – zur Hälfte nacharbeiten muß.)

sapere aude

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Antw:[BW] GKV wird für Beamte geöffnet
« Antwort #16 am: 21.04.2022 18:35 »
Aktuelles Beispiel, welches mir persönlich bekannt ist: zwei Beamte, einer zuvor mit 50 % Teilzeit, der andere Vollzeit, beide längerfristig und ernsthaft erkrankt. Ergebnis: Beide liegen krank im Bett und können keinen Dienst tun, aber finanziell liegen zwischen beiden Fällen Welten. Der erkrankte Teilzeitbeamte bekommt weiterhin nur 50 % Besoldung, der erkrankte Vollzeitbeamte 100 %. Beim erkrankten Teilzeitbeamten ist die Erkrankungszeit, die beliebig lang werden kann, nur zu 50 % ruhegehaltfähig, beim erkranken Vollzeitbeamten zu 100 %.

Meines Erachtens ist dies die gravierendste Teilzeitfalle, der sich allerdings nur die wenigsten bewußt sind.

Wo ist denn da die Falle? Wer zu 50 % teilzeitbeschäftigt ist, kommt mit 50% des vollen Einkommens aus. Das ändert sich auch nicht durch eine Erkrankung. Im Übrigen bei Krankengeldbeziehern ähnlich.
Da musste ich auch gerade stutzen.
Die einzige Falle, die ich erkenne, dass man bei dauerhaften Erkrankung nicht mehr auf Vollzeit gehen kann, obwohl man es geplant hat.
Und bei Teilzeit ist halt bei der GKV eben tatsächlich der Vorteil: Weniger Kosten, bei gleicher Leistung

Bei längerfristiger DU einfach bei Auslaufen keine Teilzeit beantragen. Beamtenstellen sind ja grundsätzlich Vollzeitstellen.
Also gibt es da keine Falle
Im Gegensatz zu anderen Bundesländern, wo der Bewilligungszeitraum für Teilzeit auf maximal zehn Jahre begrenzt ist, kennt Baden-Württemberg bei Beamten auch die unbefristete Teilzeitbewilligung (also bis zur Pensionierung). Ein bloßes Auslaufenlassen der Teilzeit ist dann nicht mehr möglich.

(Bei Altersteilzeit ist es sogar so, daß man Erkrankungszeiten, die sich auf mehr als sechs Monate summieren – und hier werden alle Erkrankungstage während der Teilzeitbeschäftigung zusammengezählt – zur Hälfte nacharbeiten muß.)

Diese BW-Regel war mir nicht bekannt. Eine dauerhafte TZ widerspricht aber mE dem Alimentationsgedanken. Bei uns läuft TZ - soweit nichts anderes vereinbart - in der Regel ein Jahr. Geringerer Arbeitsanteil geht - soweit die Vss. vorliegen - immer, mehr geht nur nach Auslaufen des Jahres. Das Ganze ist natürlich auch noch höchst unflexibel, weil es in der Regel sechs Monate zuvor zu beantragen ist.
Ich möchte hier aber jetzt keine andere Baustelle aufmachen.

WasDennNun

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Antw:[BW] GKV wird für Beamte geöffnet
« Antwort #17 am: 22.04.2022 05:58 »
Aktuelles Beispiel, welches mir persönlich bekannt ist: zwei Beamte, einer zuvor mit 50 % Teilzeit, der andere Vollzeit, beide längerfristig und ernsthaft erkrankt. Ergebnis: Beide liegen krank im Bett und können keinen Dienst tun, aber finanziell liegen zwischen beiden Fällen Welten. Der erkrankte Teilzeitbeamte bekommt weiterhin nur 50 % Besoldung, der erkrankte Vollzeitbeamte 100 %. Beim erkrankten Teilzeitbeamten ist die Erkrankungszeit, die beliebig lang werden kann, nur zu 50 % ruhegehaltfähig, beim erkranken Vollzeitbeamten zu 100 %.

Meines Erachtens ist dies die gravierendste Teilzeitfalle, der sich allerdings nur die wenigsten bewußt sind.

Wo ist denn da die Falle? Wer zu 50 % teilzeitbeschäftigt ist, kommt mit 50% des vollen Einkommens aus. Das ändert sich auch nicht durch eine Erkrankung. Im Übrigen bei Krankengeldbeziehern ähnlich.
Da musste ich auch gerade stutzen.
Die einzige Falle, die ich erkenne, dass man bei dauerhaften Erkrankung nicht mehr auf Vollzeit gehen kann, obwohl man es geplant hat.
Und bei Teilzeit ist halt bei der GKV eben tatsächlich der Vorteil: Weniger Kosten, bei gleicher Leistung

Bei längerfristiger DU einfach bei Auslaufen keine Teilzeit beantragen. Beamtenstellen sind ja grundsätzlich Vollzeitstellen.
Also gibt es da keine Falle
Im Gegensatz zu anderen Bundesländern, wo der Bewilligungszeitraum für Teilzeit auf maximal zehn Jahre begrenzt ist, kennt Baden-Württemberg bei Beamten auch die unbefristete Teilzeitbewilligung (also bis zur Pensionierung). Ein bloßes Auslaufenlassen der Teilzeit ist dann nicht mehr möglich.

(Bei Altersteilzeit ist es sogar so, daß man Erkrankungszeiten, die sich auf mehr als sechs Monate summieren – und hier werden alle Erkrankungstage während der Teilzeitbeschäftigung zusammengezählt – zur Hälfte nacharbeiten muß.)
Ja, aber wenn man eine unbefristete Teilzeit eingegangen ist, dann ist es doch die Entscheidung gewesen und es ist keine Falle, sondern eine bewusste Entscheidung. Wer nicht darüber Jammert in Teilzeit arbeiten zu dürfen, sollte auch nicht darüber jammern in Teilzeit krank zu werden.
Denn schliessslich wird ja idR nach rund 6 Monaten entschieden, ob man überhaupt noch verwendungsfähig ist oder in Pension gehen muss, oder nicht? Es ist doch nicht so, dass man bis zur Pension dann in Teilzeit bleibt.

Pupecki

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Antw:[BW] GKV wird für Beamte geöffnet
« Antwort #18 am: 22.04.2022 22:53 »
Glückwunsch an die KollegInnen in BW, die dieses Angebot nutzen werden. Ein Schritt in die richtige Richtung, der hfftl. in naher Zukunft von allen Ländern adaptiert wird. Auch wenn der Wunsch, als Beamter über die pauschale Beihilfe in der GKV versichert zu sein, bei einigen immer wieder zu Verwirrung und dem Drang zu erklären, wie viel besser es in der PKV ist, führt, sollten sich diese doch bitte auch freuen. Gesetzlich versicherte Beamte wollen mithilfe der pauschalen Beihilfe lediglich zu vernünftigen Preise in der GKV versichert sein und dadurch eine wirkliche Wahlfreiheit haben.

totoughtotame

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Antw:[BW] GKV wird für Beamte geöffnet
« Antwort #19 am: 26.04.2022 11:39 »
Ich bin vor kurzem frisch in Bremen verbeamtet worden und bin heilfroh, dass es hier das Modell der pauschalen Beihilfe gibt. Beide Modelle habe ich mir im Vorhinein durchgerechnet und bin zu dem Ergebnis gekommen, dass mir die Unsicherheiten, die eine PKV insbesondere im Hinblick auf die Beitragssteigerungen mit sich bringt, zu hoch sind. In meinem besonderen Fall ist es auch so, dass sich aufgrund von Vorerkrankungen den 30-prozentigen Aufschlag hätte zahlen müssen und anders, als hier bislang behauptet worden ist, wäre das auf alle Tarifbausteine der Fall gewesen. Ich hätte bereits jetzt beim Eintritt in die PKV einen gleich hohen Monatsbeitrag gezahlt, im Vergleichzu dem, jetzt in der GKV zahle. Und dabei zahle ich als Angehöriger des höheren Dienst bereits in die Beitragsbemessungsgrenze.

Hier in Bremen sind in unserer Behörde in diesem Jahr ca. 20 Personen verbeamtet worden, wobei sich lediglich drei für die PKV entschieden haben. Ich gehe also davon aus, dass auch in Baden-Württemberg sehr viel mehr Menschen von dieser Option Gebrauch machen werden. Und hier hinkt die Hamburger Statistik; da das Ganze erst 2017 eingeführt worden ist, sind natürlich noch die meisten Beamten PKV versichert, weil es sich anders bekanntlich nicht lohnen würde. Ich kann mir aber sehr gut vorstellen, dass sich vielleicht in 20 Jahren dieses Bild komplett umgedreht hat.

BüroLurchNRW

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Antw:[BW] GKV wird für Beamte geöffnet
« Antwort #20 am: 26.04.2022 14:22 »
BW ist ja scheinbar noch ein größeres A****loch Land als NRW für Beamte :D
Dann kann man es ja doch noch schlechter treffen  ::)

Und ich finde es auch gut und richtig das anzubieten um eine Wahl zu haben.... dass es sich in vielen Fällen vielleicht nicht lohnt ist eine andere Sache. Das muss jeder für sich ausrechnen. Da gibt es sicherlich auch noch Nachbesserungsbedarf. Zudem gilt es ja idr auch nicht für "Altbeamte", sodass die Quote eben auch nicht sooo hoch sein kann.

clarion

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Antw:[BW] GKV wird für Beamte geöffnet
« Antwort #21 am: 26.04.2022 21:47 »
@totoughtotame

ich freu mich, dass Du Dich zurück meldest, wie Du entschieden hast. Ich habe in der aktuellen Zeitschrift vom BTB zum Thema GKV und PKV gelesen, dass in der GKV die Beiträge um 3,2 Prozent und die der PKV um 2,4% im selben Zeitraum gestiegen seien.

Das würde ja eher gegen die pauschale Beihilfe sprechen. Aber die Entscheidung hängt auch stark von der persönlichen Lebensplanung ab. Und hätte es die pauschale Beihilfe seinerzeit in meinem BL gegeben, wäre ich vermutlich auch in die GKV gegangen.

Sehr ärgerlich ist, dass der BTB stramm auf Seiten der PKVen steht und das Modell PKV+Beihilfe hoch hält.

mpai

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Antw:[BW] GKV wird für Beamte geöffnet
« Antwort #22 am: 26.04.2022 22:52 »
Ich bin vor kurzem frisch in Bremen verbeamtet worden und bin heilfroh, dass es hier das Modell der pauschalen Beihilfe gibt. Beide Modelle habe ich mir im Vorhinein durchgerechnet und bin zu dem Ergebnis gekommen, dass mir die Unsicherheiten, die eine PKV insbesondere im Hinblick auf die Beitragssteigerungen mit sich bringt, zu hoch sind. In meinem besonderen Fall ist es auch so, dass sich aufgrund von Vorerkrankungen den 30-prozentigen Aufschlag hätte zahlen müssen und anders, als hier bislang behauptet worden ist, wäre das auf alle Tarifbausteine der Fall gewesen. Ich hätte bereits jetzt beim Eintritt in die PKV einen gleich hohen Monatsbeitrag gezahlt, im Vergleichzu dem, jetzt in der GKV zahle. Und dabei zahle ich als Angehöriger des höheren Dienst bereits in die Beitragsbemessungsgrenze.

Hier in Bremen sind in unserer Behörde in diesem Jahr ca. 20 Personen verbeamtet worden, wobei sich lediglich drei für die PKV entschieden haben. Ich gehe also davon aus, dass auch in Baden-Württemberg sehr viel mehr Menschen von dieser Option Gebrauch machen werden. Und hier hinkt die Hamburger Statistik; da das Ganze erst 2017 eingeführt worden ist, sind natürlich noch die meisten Beamten PKV versichert, weil es sich anders bekanntlich nicht lohnen würde. Ich kann mir aber sehr gut vorstellen, dass sich vielleicht in 20 Jahren dieses Bild komplett umgedreht hat.
Wie muss ich mir das praktisch vorstellen?
Du erhältst deine A13 zzgl. dem AG-Anteil für die GKV, also 3500 Gehalt plus 350 € für die KV. Diese 350€ sind dann die pauschale Beihilfe. Die GKV bucht dann 700€ (beide Anteile) ab wie bei einem freiwillig gesetzlichen Versicherten?!

WasDennNun

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Antw:[BW] GKV wird für Beamte geöffnet
« Antwort #23 am: 27.04.2022 07:13 »
@totoughtotame

ich freu mich, dass Du Dich zurück meldest, wie Du entschieden hast. Ich habe in der aktuellen Zeitschrift vom BTB zum Thema GKV und PKV gelesen, dass in der GKV die Beiträge um 3,2 Prozent und die der PKV um 2,4% im selben Zeitraum gestiegen seien.

Das würde ja eher gegen die pauschale Beihilfe sprechen. Aber die Entscheidung hängt auch stark von der persönlichen Lebensplanung ab. Und hätte es die pauschale Beihilfe seinerzeit in meinem BL gegeben, wäre ich vermutlich auch in die GKV gegangen.

Sehr ärgerlich ist, dass der BTB stramm auf Seiten der PKVen steht und das Modell PKV+Beihilfe hoch hält.
Möglicherweise, weil sie Angst haben, dass das vermeintliche Privileg PKV gänzlich abgeschafft wird.
Für die GKV dürfte es ja ein Minusgeschäft sein, Beamte mit im Boot zu haben.
Mehrheitlich werde ja die Kranken und die mit Mitversicherten der unteren Einkommenshälfte dort landen.

totoughtotame

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Antw:[BW] GKV wird für Beamte geöffnet
« Antwort #24 am: 27.04.2022 09:03 »
Ich bin vor kurzem frisch in Bremen verbeamtet worden und bin heilfroh, dass es hier das Modell der pauschalen Beihilfe gibt. Beide Modelle habe ich mir im Vorhinein durchgerechnet und bin zu dem Ergebnis gekommen, dass mir die Unsicherheiten, die eine PKV insbesondere im Hinblick auf die Beitragssteigerungen mit sich bringt, zu hoch sind. In meinem besonderen Fall ist es auch so, dass sich aufgrund von Vorerkrankungen den 30-prozentigen Aufschlag hätte zahlen müssen und anders, als hier bislang behauptet worden ist, wäre das auf alle Tarifbausteine der Fall gewesen. Ich hätte bereits jetzt beim Eintritt in die PKV einen gleich hohen Monatsbeitrag gezahlt, im Vergleichzu dem, jetzt in der GKV zahle. Und dabei zahle ich als Angehöriger des höheren Dienst bereits in die Beitragsbemessungsgrenze.

Hier in Bremen sind in unserer Behörde in diesem Jahr ca. 20 Personen verbeamtet worden, wobei sich lediglich drei für die PKV entschieden haben. Ich gehe also davon aus, dass auch in Baden-Württemberg sehr viel mehr Menschen von dieser Option Gebrauch machen werden. Und hier hinkt die Hamburger Statistik; da das Ganze erst 2017 eingeführt worden ist, sind natürlich noch die meisten Beamten PKV versichert, weil es sich anders bekanntlich nicht lohnen würde. Ich kann mir aber sehr gut vorstellen, dass sich vielleicht in 20 Jahren dieses Bild komplett umgedreht hat.
Wie muss ich mir das praktisch vorstellen?
Du erhältst deine A13 zzgl. dem AG-Anteil für die GKV, also 3500 Gehalt plus 350 € für die KV. Diese 350€ sind dann die pauschale Beihilfe. Die GKV bucht dann 700€ (beide Anteile) ab wie bei einem freiwillig gesetzlichen Versicherten?!

Ja, eigentlich funktioniert es genauso, wie bei jedem anderen Arbeitnehmer auch. Ich verdiene glücklicherweise so viel, dass ich in der Beitragsbemessungsgrenze lande, was einen KK Beitrag von ca. 800 monatlich ergibt, der mir immer in der Monatsmitte abgebucht wird. Ich bekomme vom Land Bremen ca. 350 € monatlich zusätzlich überwiesen, was dann einen GKV Beitrag von ca. 450 ergibt. Das ist exakt so viel, wie ich als Angestellter auf demselben Arbeitsplatz auch schon gezahlt habe.

totoughtotame

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Antw:[BW] GKV wird für Beamte geöffnet
« Antwort #25 am: 27.04.2022 09:06 »
@totoughtotame

ich freu mich, dass Du Dich zurück meldest, wie Du entschieden hast. Ich habe in der aktuellen Zeitschrift vom BTB zum Thema GKV und PKV gelesen, dass in der GKV die Beiträge um 3,2 Prozent und die der PKV um 2,4% im selben Zeitraum gestiegen seien.

Das würde ja eher gegen die pauschale Beihilfe sprechen. Aber die Entscheidung hängt auch stark von der persönlichen Lebensplanung ab. Und hätte es die pauschale Beihilfe seinerzeit in meinem BL gegeben, wäre ich vermutlich auch in die GKV gegangen.

Sehr ärgerlich ist, dass der BTB stramm auf Seiten der PKVen steht und das Modell PKV+Beihilfe hoch hält.
Möglicherweise, weil sie Angst haben, dass das vermeintliche Privileg PKV gänzlich abgeschafft wird.
Für die GKV dürfte es ja ein Minusgeschäft sein, Beamte mit im Boot zu haben.
Mehrheitlich werde ja die Kranken und die mit Mitversicherten der unteren Einkommenshälfte dort landen.

Das ist hier nicht meine Erfahrung. Die GKV findet hier großen Anklang auch bei den Beamten des höheren Dienstes, wovon bei weitem nicht alle chronisch krank sind.

Bastel

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Antw:[BW] GKV wird für Beamte geöffnet
« Antwort #26 am: 27.04.2022 09:49 »
Die bezahlen also gerne mehr für weniger Leistung? Augen auf bei der Personalwahl...

Finanzer

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Antw:[BW] GKV wird für Beamte geöffnet
« Antwort #27 am: 27.04.2022 10:02 »
Die bezahlen also gerne mehr für weniger Leistung? Augen auf bei der Personalwahl...

Beamten des höheren Dienstes sind oftmals Juristen. Das Bild ist also stimmig.

Sydneeyy

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Antw:[BW] GKV wird für Beamte geöffnet
« Antwort #28 am: 27.04.2022 10:12 »
@totoughtotame

ich freu mich, dass Du Dich zurück meldest, wie Du entschieden hast. Ich habe in der aktuellen Zeitschrift vom BTB zum Thema GKV und PKV gelesen, dass in der GKV die Beiträge um 3,2 Prozent und die der PKV um 2,4% im selben Zeitraum gestiegen seien.

Das würde ja eher gegen die pauschale Beihilfe sprechen. Aber die Entscheidung hängt auch stark von der persönlichen Lebensplanung ab. Und hätte es die pauschale Beihilfe seinerzeit in meinem BL gegeben, wäre ich vermutlich auch in die GKV gegangen.

Sehr ärgerlich ist, dass der BTB stramm auf Seiten der PKVen steht und das Modell PKV+Beihilfe hoch hält.
Möglicherweise, weil sie Angst haben, dass das vermeintliche Privileg PKV gänzlich abgeschafft wird.
Für die GKV dürfte es ja ein Minusgeschäft sein, Beamte mit im Boot zu haben.
Mehrheitlich werde ja die Kranken und die mit Mitversicherten der unteren Einkommenshälfte dort landen.

Das ist hier nicht meine Erfahrung. Die GKV findet hier großen Anklang auch bei den Beamten des höheren Dienstes, wovon bei weitem nicht alle chronisch krank sind.

Aber gerade wenn die Punkte gegeben sind: Hohe Besoldung, keine Vorerkrankungen, jung, dann ist es doch ein absoluter Wahnsinn, in die GKV zu gehen. Man bezahlt dann höhere Beiträge für weniger Leistungen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das wirklich viele machen.

PhRTurtle

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Antw:[BW] GKV wird für Beamte geöffnet
« Antwort #29 am: 27.04.2022 10:31 »
Ein kleines Rechenbeispiel aus A13 Stufe 6. (kein Jurist  ;) )
Die PKV (50% Beihilfe, DBV) kostet mich, als 31 jährigen Beamten seit 2 Jahren im Dienst aufgerundet ohne Pflegeversicherung 350€ im Monat. Das ist ein Tarif mit hoher Rückstellung und ohne Selbstbehalte.

Bei Brutto 4890 (mit Strukturzulage) wären 14,6% GKV 713,94€ davon 50% pauschale Beihilfe bleiben für mich 356,97€ für die GKV.
Also lediglich 6€ Unterschied. Dafür sind die Leistungen etwas weniger in der GKV aber auch der Bürokratische  Aufwand geringer. Gerade die Beihilfe in BW hat ja einige Besonderheiten wie die Kostendämpfungspauschale die bei A13 auch bei 180€ im Jahr liegt.
Aus meiner Sicht finanziell ein knappes Rennen zwischen PKV und pauschaler Beihilfe.