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PKV als Tarifbeschäftigter mit anstehender Verbeamtung

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dodo91:
Hallo zusammen,

ich bin ganz neu hier, da ich erst in Kürze einen Stelle bei einer Behörde beginnen werde. Der Einstellungsvorgang hat viele Monate gedauert und auf einmal haben sie sich gemeldet und es soll doch alles ganz schnell gehen. ;D Da ich noch im Ausland lebe, muss ich mich nun zügig um eine Krankenversicherung in Deutschland bemühen.

Ich habe mich viel belesen und habe zwei Fragen, zu denen ich gerne eure Meinung gehört hätte:

1. Lohnt sich die PKV für mich als Tarifbeschäftigter (finanziell)? Ich bin 31, gesund, beginne im ÖD (E14, Stufe 4) und habe eine Planstelle auf der ich nach 1,5 Jahren mit A14 verbeamtet werde. Spätestens als Beamter würde ich auf Grund der Beihilfe ohnehin in die PKV wechseln. Sollte die Verbeamtung nicht erfolgen (indem ich die Probezeit nicht bestehen würde), hätte ich m.E. mit einem Wechsel in die Wirtschaft wieder die Chance mich gesetzlich zu versichern - also kein Risiko, nicht mehr in die GK zurückzukommen. Da in meinem Alter/Gesundheitszustand die PKV i.d.R. günstiger ist als die GKV, lohnt es sich doch jetzt schon in die PKV einzutreten, oder?

2. Das Beihilfe-Konzept für Beamte bei der PKV meine ich zu verstehen, nicht aber was das für Tarifbeschäftigte heißt. Als neuer Tarifbeschäftigter mit TVöD Bund habe ich m.E. keinen Beihilfeanspruch, aber dennoch zahlt doch mein Arbeitgeber den Arbeitgeberanteil der Krankenkasse unabhängig davon ob es die PKV oder GKV ist, oder? Das konnte ich auf den vielen Informationsseiten im Internet nicht klar herauslesen.

Falls relevant: ledig und keine Kinder (geplant)

Würde mich freuen, wenn ihr mir etwas Licht ins Dunkel bringen könntet oder mir einfach eure Meinung zu meinem Vorhaben sagt :)

cyrix42:
Moin, nur kurz dazu:


--- Zitat von: dodo91 am 27.04.2022 11:30 ---Sollte die Verbeamtung nicht erfolgen (indem ich die Probezeit nicht bestehen würde), hätte ich m.E. mit einem Wechsel in die Wirtschaft wieder die Chance mich gesetzlich zu versichern - also kein Risiko, nicht mehr in die GK zurückzukommen.

--- End quote ---

Man kommt nur dann zurück in die GKV, wenn man wieder unterhalb der Pflichtversicherungsgrenze sozialversicherungspflichtig beschäftigt ist. Will sagen, wenn du jetzt in die PKV wechselst, dann öffnet sich für dich ein Weg in die GKV zurück nur, wenn du (zumindest kurzfristig) deutlich auf Gehalt verzichtest. Dies solltest du zumindest bedenken.

Isie:
Als Tarifbeschäftigter bist du dem Grunde nach krankenversicherungspflichtig. Wenn du mit deinem Entgelt einschließlich Jahressonderzahlung die Jahresarbeitsentgeltgrenze überschreitest, unterliegst du nicht der KV-Pflicht und kannst dich freiwillig in der gKV oder in der PKV versichern und bekommst von deinem Arbeitgeber einen Beitragszuschuss zu den KV- und PV- Beiträgen. Einen Beihilfeanspruch hast du als Tarifbeschäftigter nicht.

Max:
Wenn du sicher verbeamtet wirst lohnt sich eine PKV auf alle Fälle, da du mit den Beiträgen ca 200 Euro im Monat günstiger fahren dürftest als in der GKV.
Trotzdem machen es zumindest bei uns die wenigsten,  da die wenigsten als Angestellte in der pkv bleiben wollen und man nie weiß,  ob die Verbeamtung tatsächlich passiert und man das noch will.

dodo91:
Vielen vielen Dank euch allen!

D.h. als TB erhalte ich mit einer PKV einen Beitragszuschuss von 50 %, aber max. 279,23 EUR, sehe ich das richtig?

Ich denke ich habe nun alle Infos um abwägen zu können, ob ich die PKV "riskiere" oder erstmal wieder in die GKV gehe. Danke nochmal! :)

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