Autor Thema: Softwareentwickler beim Kraftfahrt-Bundesamt  (Read 1069 times)

SomeTestUser

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Hallo,

ich hatte mich vor kurzem auf eine Stelle als Softwareentwickler beim Kraftfahrt-Bundesamt beworben. Vorstellungsgespräch lief (vielleicht etwas zu) gut und man hat mir eine Zusage gemacht.

Ich habe ein bisschen Bammel, weil es ein paar Variablen gibt, die ich nicht kenne. Vielleicht gibt es ja jemanden, der auch zufällig beim KBA arbeitet und mir ein paar Fragen beantworten kann.

a) Wie ist die Arbeitsatmosphäre in der IT beim KBA?
b) Wenn es jemanden gibt, der auch in der Softwareentwicklung arbeitet:
Wie wird mit Fehlern umgegangen?
Gibt es Projektdruck? Allgemein: Wie viel Druck herrscht? Die Arbeit im öffentlichen Dienst *soll* ja weniger stressig sein als die Privatwirtschaft. Aber auch das ist ja von Behörde zu Behörde unterschiedlich.
c) Mir wurden im Vorstellungsgespräch Fragen gestellt bezüglich "Mehrere Projekte, die gleichzeitig laufen priorisieren" usw., was mir im Nachhinein etwas Angst macht, also, wie oft das tatsächlich vorkommt.
d) Wie sieht es aus mit Home-Office? Wird dies tatsächlich so gelebt (2 oder 3 Tage die Woche) wie es mir im Vorstellungsgespräch beschrieben wurde?
e) Ich habe mir auch nochmal die Bewertungen auf Kununu angeschaut, von denen manche ja nicht so berauschend sind, was bei mir auch wieder Bedenken erzeugt:
https://www.kununu.com/de/kraftfahrt-bundesamt1

Allgemein habe ich Angst, einen großen Fehler gemacht zu haben, von dem ich mich nicht mehr erholen kann.

xap

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Antw:Softwareentwickler beim Kraftfahrt-Bundesamt
« Antwort #1 am: 17.08.2022 07:31 »
Ich frag mich manchmal mit wie viel Sorgen einige Menschen durchs Leben gehen. Probiere die Stelle aus oder lass es. Was hast du als Entwickler denn zu verlieren? Die Stellen kann man sich derzeit aussuchen und wenn es dir nicht passt, gehst du wieder. Natürlich herrscht auch im oder insbesondere im öD ein Mangel an Fachkräften im Bereich IT. Ich würde jetzt nicht davon ausgehen das du da in ein Team mit 10 weiteren Entwicklern kommst, sondern das das Team kleiner aufgestellt ist. Die Fragen waren aber sicher eher grundsätzlicher Natur,  die jedem Bewerber gestellt werden. Also nichts ungewöhnliches. Die Beurteilung bei kununu ist im Grunde nicht schlecht, zumal für eine Behörde. Unzufriedene MA gibt es immer, und sie äußern sich auch eher auf solchen Portalen als die zufriedenen.

WasDennNun

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Antw:Softwareentwickler beim Kraftfahrt-Bundesamt
« Antwort #2 am: 17.08.2022 20:25 »
Hallo,

ich hatte mich vor kurzem auf eine Stelle als Softwareentwickler beim Kraftfahrt-Bundesamt beworben. Vorstellungsgespräch lief (vielleicht etwas zu) gut und man hat mir eine Zusage gemacht.

Ich habe ein bisschen Bammel, weil es ein paar Variablen gibt, die ich nicht kenne. Vielleicht gibt es ja jemanden, der auch zufällig beim KBA arbeitet und mir ein paar Fragen beantworten kann.

a) Wie ist die Arbeitsatmosphäre in der IT beim KBA?
b) Wenn es jemanden gibt, der auch in der Softwareentwicklung arbeitet:
Wie wird mit Fehlern umgegangen?
Gibt es Projektdruck? Allgemein: Wie viel Druck herrscht? Die Arbeit im öffentlichen Dienst *soll* ja weniger stressig sein als die Privatwirtschaft. Aber auch das ist ja von Behörde zu Behörde unterschiedlich.
c) Mir wurden im Vorstellungsgespräch Fragen gestellt bezüglich "Mehrere Projekte, die gleichzeitig laufen priorisieren" usw., was mir im Nachhinein etwas Angst macht, also, wie oft das tatsächlich vorkommt.
d) Wie sieht es aus mit Home-Office? Wird dies tatsächlich so gelebt (2 oder 3 Tage die Woche) wie es mir im Vorstellungsgespräch beschrieben wurde?
e) Ich habe mir auch nochmal die Bewertungen auf Kununu angeschaut, von denen manche ja nicht so berauschend sind, was bei mir auch wieder Bedenken erzeugt:
https://www.kununu.com/de/kraftfahrt-bundesamt1

Allgemein habe ich Angst, einen großen Fehler gemacht zu haben, von dem ich mich nicht mehr erholen kann.
Welcher Fehler sollte es denn sein?
Das du einen AG ausprobierst und dich in der beiderseitigen Probezeit gegen oder für ihn entscheidest?
Oder den Fehler, dass du vor lauter bammel nicht schlafen kannst.

SomeTestUser

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Antw:Softwareentwickler beim Kraftfahrt-Bundesamt
« Antwort #3 am: 17.08.2022 21:00 »
Ich habe mich für den öffentlichen Dienst in erster Linie wegen der Arbeitsbedingungen entschieden. Ich bin einfach darauf angewiesen, dass es etwas ruhiger vonstatten geht und weniger Druck herrscht etc. Ich habe etwas Angst, dass es doch nicht so ist wie in meiner Vorstellung und dass ich dann gekündigt werde und weiter suchen muss.

xap

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Antw:Softwareentwickler beim Kraftfahrt-Bundesamt
« Antwort #4 am: 17.08.2022 21:19 »
Dann wäre das halt so. Man muss aber nicht davon ausgehen, dass du einer größeren Gefahr einer Kündigung ausgesetzt bist als der AG. Wir haben im Bereich IT einen Arbeitnehmermarkt und AG sind eher auf AN angewiesen als andersrum. Und aus diesem Wissen kann man auch Selbstvertrauen ziehen. Das wäre in diesem Fall angebracht.

MoinMoin

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Antw:Softwareentwickler beim Kraftfahrt-Bundesamt
« Antwort #5 am: 18.08.2022 13:55 »
Ich habe mich für den öffentlichen Dienst in erster Linie wegen der Arbeitsbedingungen entschieden. Ich bin einfach darauf angewiesen, dass es etwas ruhiger vonstatten geht und weniger Druck herrscht etc. Ich habe etwas Angst, dass es doch nicht so ist wie in meiner Vorstellung und dass ich dann gekündigt werde und weiter suchen muss.
Im öD wirst du keinen Druck ausgesetzt, dem du dich nicht selber aussetzt.
Anders als in der pW wird der Laden weiterlaufen, egal ob du freiwillig Mehrarbeit leistest oder nicht.
In der pW hängt evtl. das überleben vom Unternehmen davon ab, ob du performst oder nicht, aber auch nur wenn du in kleineren Klitschen unterwegs bist.
In grossen Läden sieht es wieder anders aus.

Ich habe mehrfach auch im öD Menschen in der Probezeit gekündigt, wenn du also eine Null bist und unenetschuldigst fehlst, nicht deine Arbeit machst, oder nicht meldest was du nicht schaffen wirst, dann wirst du auch im öD rausgeschmissen (manchmal).
Wenn du ein ganz normaler middle/low performer bist, dann wird dir nichts im öD geschehen.

AUSSER: Wenn du dich selbst kirre machst und Panik schiebst und und und .....
Dann solltest du mal eine Gesprächstherapie machen und das behandeln lassen, da kann auch ein Job im öD dir nicht helfen.

BAT

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Antw:Softwareentwickler beim Kraftfahrt-Bundesamt
« Antwort #6 am: 18.08.2022 14:30 »
Überbordende Einsatzbereitschaft - egal bei welchem Arbeitgeber oder als Selbständiger - wird dauerhaft ehe sozialisiert, sei es durch EU-Renten oder Grundsicherungsbedarf; Kosten der jeweiligen Solidargemeinschaft bei der Gesundheit, etc.

Ein Aufopfern gibt es meist nicht, es ist eher das Gegenteil. Oder wie früher in den Fabriken, dann halt 10 Jahrer früher unter die Erde. Da waren die Kosten nicht sozialisiert.  ;)

Bob Kelso

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Antw:Softwareentwickler beim Kraftfahrt-Bundesamt
« Antwort #7 am: 18.08.2022 18:34 »
Ich habe mich für den öffentlichen Dienst in erster Linie wegen der Arbeitsbedingungen entschieden. Ich bin einfach darauf angewiesen, dass es etwas ruhiger vonstatten geht und weniger Druck herrscht etc. Ich habe etwas Angst, dass es doch nicht so ist wie in meiner Vorstellung und dass ich dann gekündigt werde und weiter suchen muss.
Im öD wirst du keinen Druck ausgesetzt, dem du dich nicht selber aussetzt.
Anders als in der pW wird der Laden weiterlaufen, egal ob du freiwillig Mehrarbeit leistest oder nicht.
In der pW hängt evtl. das überleben vom Unternehmen davon ab, ob du performst oder nicht, aber auch nur wenn du in kleineren Klitschen unterwegs bist.
In grossen Läden sieht es wieder anders aus.

Ich habe mehrfach auch im öD Menschen in der Probezeit gekündigt, wenn du also eine Null bist und unenetschuldigst fehlst, nicht deine Arbeit machst, oder nicht meldest was du nicht schaffen wirst, dann wirst du auch im öD rausgeschmissen (manchmal).
Wenn du ein ganz normaler middle/low performer bist, dann wird dir nichts im öD geschehen.

AUSSER: Wenn du dich selbst kirre machst und Panik schiebst und und und .....
Dann solltest du mal eine Gesprächstherapie machen und das behandeln lassen, da kann auch ein Job im öD dir nicht helfen.

Zum öD gehören auch medizinische, therapeutische und päd. Einrichtungen! Insofern teile ich ich Ihre Einschätzung zur Arbeitsbelastung nicht!
Liebe Grüße

Rumo1895

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Antw:Softwareentwickler beim Kraftfahrt-Bundesamt
« Antwort #8 am: 19.08.2022 09:49 »
Zum öD gehören auch medizinische, therapeutische und päd. Einrichtungen! Insofern teile ich ich Ihre Einschätzung zur Arbeitsbelastung nicht!
Liebe Grüße


Der Anteil wirklich privatwirtschaftlich agierender Unternehmen in den genannten Bereichen dürfte ziemlich überschaubar sein - die Kliniken in nicht-öffentlicher (und nicht-kirchlicher) Hand sind selten echte Privatkliniken sondern durch die Einbindung in das kassenärztliche System meist sehr vergleichbar von Gehältern und Arbeitsbedingungen wie die Kliniken im öD, für pädagogische Einrichtungen wäre mir ein signifikanter Anteil ebenfalls nicht bekannt.

Bob Kelso

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Antw:Softwareentwickler beim Kraftfahrt-Bundesamt
« Antwort #9 am: 19.08.2022 11:06 »
Zum öD gehören auch medizinische, therapeutische und päd. Einrichtungen! Insofern teile ich ich Ihre Einschätzung zur Arbeitsbelastung nicht!
Liebe Grüße


Der Anteil wirklich privatwirtschaftlich agierender Unternehmen in den genannten Bereichen dürfte ziemlich überschaubar sein - die Kliniken in nicht-öffentlicher (und nicht-kirchlicher) Hand sind selten echte Privatkliniken sondern durch die Einbindung in das kassenärztliche System meist sehr vergleichbar von Gehältern und Arbeitsbedingungen wie die Kliniken im öD, für pädagogische Einrichtungen wäre mir ein signifikanter Anteil ebenfalls nicht bekannt.

Richtig! Und mein Kommentar bezog sich auf die von Moin Moin  beschriebenen "zu erbringenden Arbeitsleistungen"!

Rumo1895

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Antw:Softwareentwickler beim Kraftfahrt-Bundesamt
« Antwort #10 am: 19.08.2022 13:09 »
Richtig! Und mein Kommentar bezog sich auf die von Moin Moin  beschriebenen "zu erbringenden Arbeitsleistungen"!
Zitat
Im öD wirst du keinen Druck ausgesetzt, dem du dich nicht selber aussetzt.
Anders als in der pW wird der Laden weiterlaufen, egal ob du freiwillig Mehrarbeit leistest oder nicht.
In der pW hängt evtl. das überleben vom Unternehmen davon ab, ob du performst oder nicht, aber auch nur wenn du in kleineren Klitschen unterwegs bist.

Naja im öD gibt es auch im verwaltenden Bereich genug Druck von Vorgesetzten und Bürgerebene - aber wie auch bei den genannten Bereichen geht das "Unternehmen" nicht unter wenn man sich dem ausgeübten Druck entzieht. Oder anders gesagt : die Einen lernen im Frei (oder gar Urlaub) nicht an Telefon zu gehen bei unbekannter Nummer (oder Anrufen von Vorgesetzten oder Kollegen) , die anderen Reiben sich auf und einige davon verlassen früher oder später das Berufsfeld