Autor Thema: Temperaturen im Büro unter 19 Grad. Ist das zumutbar?  (Read 15188 times)

Finanzer

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Antw:Temperaturen im Büro unter 19 Grad. Ist das zumutbar?
« Antwort #135 am: 25.11.2022 13:57 »
Persönliche Beobachtung bestätigt durch Gespräche mit dutzenden anderen Vertretern aus dieser Sparte.

Direkt nach dem Aufstehen loslegen? Ja Rechner hochfahren und erreichbar sein, anschließend wird dann sämtlicher Privatkram erledigt den andere in präsenz Arbeitende dann in ihrer Freizeit am Feierabend oder am Wochenende erledigen müssen. Ich kann nur mal empfehlen sich mit Vertretern der zentralen IT-Dienstleister (First-level-support u.Ä.) der öffentlichen Arbeitgeber zu unterhalten. Die können fantastische Geschichten aus den so ach so produktiven Homeoffices erzählen, da sie via Fernwartung tiefgründige Einblicke auf die Dienstrechner bekommen. Da war dann sogar manch einer so dumm und hat seine Lieblingsserie über die VPN-Verbindung auf dem Dienst-PC gestreamt, was im Kollektiv dann die Bandbreite zu stark beeinflusst hat.

Das erinnert mich an den Polizisten der in einem Norddeutschen Bundesland negativ auffiel, weil er auf dem Dienstrechner Pornos runtergeladen hat... in so großem Umfang das es wegen der Datenmenge auffiel.

Dann hilft nur Kontrolle und aussieben der schwarzen Schafe.
Ich würde mir auch direkt eine Überwachungssoftware installieren lassen, wenn mein Mobiles Arbeiten davon abhänge.

Tiffy

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Antw:Temperaturen im Büro unter 19 Grad. Ist das zumutbar?
« Antwort #136 am: 25.11.2022 15:52 »
Ich habe durchgehend +/-18,5
Unsinnige Aussage. "18,5 +/- 1" wäre sinnvoll, oder "18,5 +/- 0,5". Aber "+/-18,5" ist genauso aussagefähig wie "jeden zweiten Dienstag, außer mittwochs".

skiveren

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Antw:Temperaturen im Büro unter 19 Grad. Ist das zumutbar?
« Antwort #137 am: 25.11.2022 21:33 »
Ist dieser Thread ernst gemeint?
Wie kann man sich wegen Temperaturen +- 19 Grad im Büro duellieren?
Das könnt ihr im Winter 23/24, denn der wird ernst...
Spart eure Energie für den nächsten Winter auf...


was_guckst_du

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Antw:Temperaturen im Büro unter 19 Grad. Ist das zumutbar?
« Antwort #138 am: 25.11.2022 22:21 »

Da kommen ja mal wieder ganz tolle Sprüche von Leuten die sich selbst für ganz große Hechte halten...

Für mich ist die ganze Diskussion um die 19 Grad im Büro völlig am eigentlichen Thema "Energiekrise" vorbei. Haben wir eine Energiekrise über alle Energieträger in Deutschland oder punktuell bei Energieträger für Heizungen in Büros?


...du hast nix verstanden

...es geht doch bei der Aussage gar nicht um die Energiekrise oder um Energieeinsparung...

...es geht darum, dass für viele ihre eigene Welt schon dann zusammenbricht, wenn die Temparatur in ihrem Sch.....büro vorübergehend um 2 Grad kälter als sonst ist und um die Frage, wie diese Menschen überleben wollen, wenn es mal wirklich existenzielle Probleme gibt sowie um die Feststellung, dass die Anzahl dieser Menschen so rapide zugenommen hat, dass dies gesellschaftlich problematisch wird
Gruß aus "Tief im Westen"

Meine Beiträge geben grundsätzlich meine persönliche Meinung zum Thema wieder und beinhalten keine Rechtsberatung. Meistens sind sie ernster Natur, manchmal aber auch nicht. Bei einer obskuren Einzelfallpersönlichkeit antworte ich auch aus therapeutischen Gründen

DiVO

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Antw:Temperaturen im Büro unter 19 Grad. Ist das zumutbar?
« Antwort #139 am: 26.11.2022 08:34 »

Da kommen ja mal wieder ganz tolle Sprüche von Leuten die sich selbst für ganz große Hechte halten...

Für mich ist die ganze Diskussion um die 19 Grad im Büro völlig am eigentlichen Thema "Energiekrise" vorbei. Haben wir eine Energiekrise über alle Energieträger in Deutschland oder punktuell bei Energieträger für Heizungen in Büros?


...du hast nix verstanden

...es geht doch bei der Aussage gar nicht um die Energiekrise oder um Energieeinsparung...

...es geht darum, dass für viele ihre eigene Welt schon dann zusammenbricht, wenn die Temparatur in ihrem Sch.....büro vorübergehend um 2 Grad kälter als sonst ist und um die Frage, wie diese Menschen überleben wollen, wenn es mal wirklich existenzielle Probleme gibt sowie um die Feststellung, dass die Anzahl dieser Menschen so rapide zugenommen hat, dass dies gesellschaftlich problematisch wird

In dem Fall hast du das Thema nicht verstanden. Die Büros sind ja nicht kälter, um eine natürliche Selektion der Mitarbeiter vorzunehmen. Hintergrund ist die Energiekrise, die durch den russischen Krieg ausgelöst wurde.

In Folge dessen kamen von verschiedenen Politiker Empfehlungen wie Waschlappen, um Energie zu sparen. Einige Maßnahmen wie niedrigere Temperaturen in Büros wurden verpflichtend vorgegeben.

Aus meiner Sicht (und in meiner Berechnung nachvollziehbar dargestellt) ist diese Maßnahme allerdings nur sehr halbherzig und bringt kaum spürbaren Nutzen. Einen deutlich größeren Nutzen hätte Homeoffice.

Zum Thema Produktivität Homeoffice vs Büro: du darfst nicht Anwesenheitsstunden mit Produktivität verwechseln. Ich weiß, dass unser System nur auf Stunden und nicht auf Ergebnisse abzielt. Aber ist das richtig?

In unserem gehört ein ordentliches Überstundenkonto zum guten Ton. Wenn ich aber sehe, dass Sachbearbeiter ewig im Flur oder Küche ratschen, beim Rauchen in Gruppen nicht ausgestempelt wird, die ersten um Punkt 6 Uhr einstempeln und laut Erfassungsprotokoll die ersten Eingaben um 7.30 Uhr erfolgen, bringt die Anwesenheitspflicht im Büro nichts.

Britta2

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Antw:Temperaturen im Büro unter 19 Grad. Ist das zumutbar?
« Antwort #140 am: 26.11.2022 08:47 »
Wenn ich aber sehe, dass Sachbearbeiter ewig im Flur oder Küche ratschen, beim Rauchen in Gruppen nicht ausgestempelt wird, die ersten um Punkt 6 Uhr einstempeln und laut Erfassungsprotokoll die ersten Eingaben um 7.30 Uhr erfolgen, bringt die Anwesenheitspflicht im Büro nichts.

Du beschreibst unsere Verwaltung inklusive der MA der Personalverwaltung. Köstlichst.
Was "mich" betrifft, sind die 19 Grad im Büro(Thermometer zeigt verbotene 20 Grad an) Luxus. Fast schon Hitze.
Infolge Baustelle (Bauarbeiten sollte zum 3.10. beendet sein!) haben wir zu Hause in der Wohnung aktuell schlappe 11,4 Grad und s wird bis mindestens März nicht anders werden. Vorfreude auf die Rechnung 2023, Nebenkosten plus zusätzliche Stromkosten infolge riesiger Löcher auch in der Außendämmung (Termin Reparatur steht noch nichtmal fest) ohne Zusage Mietkürzung für diese Differenz Mehrkosten Heizung  ..
Lachnummer gestern Abend m Fernsehen - Gruppe ältere Frauen in dicken Steppjacken heulte wegen derzeit angeblich 11 Grad im Schlafzimmer (Schlafzimmer!), der Bürgermeister spendiert vor laufender Kamera einen Wärmeraum mit heißem Tee. Schlagzeilen für die deutschlandweiten Nachrichten!  Ich finde die 19 Grad im Büro perfekt.

Tagelöhner

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Antw:Temperaturen im Büro unter 19 Grad. Ist das zumutbar?
« Antwort #141 am: 26.11.2022 08:49 »
Zum Thema Produktivität Homeoffice vs Büro: du darfst nicht Anwesenheitsstunden mit Produktivität verwechseln. Ich weiß, dass unser System nur auf Stunden und nicht auf Ergebnisse abzielt. Aber ist das richtig?

In unserem gehört ein ordentliches Überstundenkonto zum guten Ton. Wenn ich aber sehe, dass Sachbearbeiter ewig im Flur oder Küche ratschen, beim Rauchen in Gruppen nicht ausgestempelt wird, die ersten um Punkt 6 Uhr einstempeln und laut Erfassungsprotokoll die ersten Eingaben um 7.30 Uhr erfolgen, bringt die Anwesenheitspflicht im Büro nichts.

Das mag ja alles sein und spiegelt auch die Realität in vielen Dienststellen wieder. Nur gibt es dabei trotzdem einen gewaltigen Unterschied: Diese Personen sind vor Ort für Kollegen, Vorgesetzte und Kunden spontan und vollständig verfügbar. Außerdem können Sie die Arbeitszeit nicht im gleichen Ausmaß für ihren Privatkram zweckentfremden wie das im Homeoffice der Fall ist, allein schon weil sie ständig Gefahr laufen dabei erwischt zu werden.

Wie gesagt, für manche mag sich Homeoffice sogar tatsächlich effizienzsteigernd auswirken. Dies ist aber sehr stark von der jeweiligen Persönlichkeit noch vorhandenen Leistungsbereitschaft, und einem kompatiblen Aufgabenbereich abhängig. Wer Gering- und Minderleistern zu viel Homeoffice ermöglicht, weil sich das ja so positiv auf den Energieverbrauch und den Umweltschutz sowie deren Work-Life-Balance auswirkt, kann auch direkt sein Fenster im Hinterhof für Einbrecher geöffnet lassen.

Und wenn das System nur auf Stunden und weniger auf Ergebnisse abzielt, ist es nun mal richtig. Ansonsten könnte die wöchentliche Arbeitszeit bei gleichem Gehalt auch einfach halbiert werden, wenn die Auslastung nur bei 50% liegt. Da bist Du ja vielleicht auch dafür?  ;D

Alphonso

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Antw:Temperaturen im Büro unter 19 Grad. Ist das zumutbar?
« Antwort #142 am: 26.11.2022 14:47 »

Da kommen ja mal wieder ganz tolle Sprüche von Leuten die sich selbst für ganz große Hechte halten...

Für mich ist die ganze Diskussion um die 19 Grad im Büro völlig am eigentlichen Thema "Energiekrise" vorbei. Haben wir eine Energiekrise über alle Energieträger in Deutschland oder punktuell bei Energieträger für Heizungen in Büros?


...du hast nix verstanden

...es geht doch bei der Aussage gar nicht um die Energiekrise oder um Energieeinsparung...

...es geht darum, dass für viele ihre eigene Welt schon dann zusammenbricht, wenn die Temparatur in ihrem Sch.....büro vorübergehend um 2 Grad kälter als sonst ist und um die Frage, wie diese Menschen überleben wollen, wenn es mal wirklich existenzielle Probleme gibt sowie um die Feststellung, dass die Anzahl dieser Menschen so rapide zugenommen hat, dass dies gesellschaftlich problematisch wird

In dem Fall hast du das Thema nicht verstanden. Die Büros sind ja nicht kälter, um eine natürliche Selektion der Mitarbeiter vorzunehmen. Hintergrund ist die Energiekrise, die durch den russischen Krieg ausgelöst wurde. [...]


Hält sich dieses Märchen immer noch, ja? Der Preis ging schon zum Ende letzten Jahres stark nach oben - lange vor dem Einmarsch Russlands und ohne unsere Sanktionen würde das Gas nach wie vor ganz entspannt zu uns strömen und das sogar ohne Transitgebühren für Polen und Ukraine. Unsere Regierung hat sich aus moralischen Gründen nur dagegen entschieden und wir leben nun mit den Konsequenzen. So ehrlich sollte man in der Diskussion schon sein.

Ansonsten sehe ich es auch nicht als problematisch sich etwas wärmer anzuziehen. Dicke Socken und wärmere Kleidung sind doch eigentlich gar nicht so schlimm. Handschuhe muss bei 19°C selbst bei vorwiegend sitzender Tätigkeit keiner tragen.  Bei 19 °C sitzt man abends im Garten auch noch sehr gern draußen. Zu Hause haben wir 21 °C eingestellt. Empfinden wir als ausreichend. Mein Mitleid gilt denen, die nun durch die hohen Kosten wirklich jeden Cent drei Mal umdrehen müssen.

Finanzer

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Antw:Temperaturen im Büro unter 19 Grad. Ist das zumutbar?
« Antwort #143 am: 28.11.2022 07:54 »
Mein Mitleid gilt denen, die nun durch die hohen Kosten wirklich jeden Cent drei Mal umdrehen müssen.

Ich denke darauf können wir uns alle einigen.

BAT

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« Antwort #144 am: 28.11.2022 09:33 »

Ich denke darauf können wir uns alle einigen.

Definitiv nicht. Zumindest nicht jenen, die immer wieder "nun lasst ihm doch die Krim" kolportiert haben. Aber das gilt sicherlich Einkommensunbhängig.

Rumo1895

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Antw:Temperaturen im Büro unter 19 Grad. Ist das zumutbar?
« Antwort #145 am: 28.11.2022 10:20 »
Ja wenn es so einfach wäre, klar. Warum rudern denn dann viele große Firmen in Sachen Homeoffice wieder auf gesündere Level zurück? Weil es auch massiv dem Arbeitszeitbetrug Vorschub leisten und dazu noch den Austausch unter Kollegen, Teamspirit usw. zerstören kann. Gerade im Öffentlichen Dienst, wo gute Führungskräfte eher Mangelware sind und stattdessen ein Sammelbecken für Minderleister vorherrscht, wurde das massiv zum persönlichen Vorteil und zum Nachteil des Arbeitsgebers/Dienstherrn ausgenutzt.

Da ist jetzt aber sehr viel Meinung und wenig belastbare Daten dabei...

Die Presse berichtet zum Teil Anderes. Macht ja auch Sinn weniger Flächennutzung bei höherer Produktivität und Mitarbeiterzufriedenheit. Und Führungskräfte deren Führung sich auch vorher nur auf Anwesenheitskontrolle und Helikoptermanagement (gelegentlich vorbeischauen und Staub aufwirbeln) beschränkte haben sicherlich die Produktivität und Effektivität nicht gesteigert sondern höchstens zu einer Mitarbeiterselektion geführt wer am besten Aktivität simulieren kann. 

Die Volte des Herrn Musk ist ja weniger unter dem Aspekt einer effektiven und rationalen Arbeit zu betrachten als das der neue Hausherr die Verhältnisse direkt klar stellen will wer Kuchen und wer Krümmel bei Twitter ist

Rumo1895

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« Antwort #146 am: 28.11.2022 10:28 »
Persönliche Beobachtung bestätigt durch Gespräche mit dutzenden anderen Vertretern aus dieser Sparte.

Direkt nach dem Aufstehen loslegen? Ja Rechner hochfahren und erreichbar sein, anschließend wird dann sämtlicher Privatkram erledigt den andere in präsenz Arbeitende dann in ihrer Freizeit am Feierabend oder am Wochenende erledigen müssen.
Ein vorteilshafter Aspekt an HomeOffice ist ja gerade viele dieser Dinge parallel zur Tätigkeit erledigen zu können (Pakete annehmen, Waschmaschine starten etc.) - die Annahme dass in Präsenzarbeitende vom Einstempeln bis zum Ausstempeln durchgehend produktiv arbeiten ist ja weltfremd, das ist ja eher in der Industrie am Band - aber da gibts eben auch kein HomeOffice und Akkordlohn.

Zitat
Ich kann nur mal empfehlen sich mit Vertretern der zentralen IT-Dienstleister (First-level-support u.Ä.) der öffentlichen Arbeitgeber zu unterhalten. Die können fantastische Geschichten aus den so ach so produktiven Homeoffices erzählen, da sie via Fernwartung tiefgründige Einblicke auf die Dienstrechner bekommen. Da war dann sogar manch einer so dumm und hat seine Lieblingsserie über die VPN-Verbindung auf dem Dienst-PC gestreamt, was im Kollektiv dann die Bandbreite zu stark beeinflusst hat.

Offensichtlich scheint dann ja entweder völlig unklar zu sein was die Mitarbeiter an Aufgaben haben oder es fehlt an Kennzahlen bzw. jemand der diese im Blick hat. Wenn die Mitarbeiter in Präsenz ein bestimmtes Aufgabenaufkommen haben verringert es sich ja nicht durch das HomeOffice - entweder schaffen die genannten Mitarbeiter ihre Arbeit dann nicht oder waren schon in Präsenz nicht ausgelastet (aber haben dann anderweitig Zeit tot geschlagen).

WasDennNun

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« Antwort #147 am: 28.11.2022 11:14 »
Persönliche Beobachtung bestätigt durch Gespräche mit dutzenden anderen Vertretern aus dieser Sparte.

Direkt nach dem Aufstehen loslegen? Ja Rechner hochfahren und erreichbar sein, anschließend wird dann sämtlicher Privatkram erledigt den andere in präsenz Arbeitende dann in ihrer Freizeit am Feierabend oder am Wochenende erledigen müssen.
Ein vorteilshafter Aspekt an HomeOffice ist ja gerade viele dieser Dinge parallel zur Tätigkeit erledigen zu können (Pakete annehmen, Waschmaschine starten etc.) - die Annahme dass in Präsenzarbeitende vom Einstempeln bis zum Ausstempeln durchgehend produktiv arbeiten ist ja weltfremd, das ist ja eher in der Industrie am Band - aber da gibts eben auch kein HomeOffice und Akkordlohn.

Zitat
Ich kann nur mal empfehlen sich mit Vertretern der zentralen IT-Dienstleister (First-level-support u.Ä.) der öffentlichen Arbeitgeber zu unterhalten. Die können fantastische Geschichten aus den so ach so produktiven Homeoffices erzählen, da sie via Fernwartung tiefgründige Einblicke auf die Dienstrechner bekommen. Da war dann sogar manch einer so dumm und hat seine Lieblingsserie über die VPN-Verbindung auf dem Dienst-PC gestreamt, was im Kollektiv dann die Bandbreite zu stark beeinflusst hat.

Offensichtlich scheint dann ja entweder völlig unklar zu sein was die Mitarbeiter an Aufgaben haben oder es fehlt an Kennzahlen bzw. jemand der diese im Blick hat. Wenn die Mitarbeiter in Präsenz ein bestimmtes Aufgabenaufkommen haben verringert es sich ja nicht durch das HomeOffice - entweder schaffen die genannten Mitarbeiter ihre Arbeit dann nicht oder waren schon in Präsenz nicht ausgelastet (aber haben dann anderweitig Zeit tot geschlagen).
Bei uns sind einerseits Produktivitätssteigerungen (eher Qualitätssteigerungen) im HO zu vermelden
anfangs andererseits aber auch, wesentlich mehr Missverständnisse und "aneinander vorbei" Kommunikation.
Weil man eben nicht mal mit dem Kaffeebecher in der Tür stehend miteinander brabbelt.

Durch verstärkte Nutzung von Spontan Vikos (inkl. Kaffeeklatsch) konnte das wieder abgestellt werden.

Die Arbeit ist dadurch aber nicht mehr oder weniger geworden oder es blieb nicht mehr oder weniger liegen,
die Schnarchnasen sind nur jetzt unsichtbarer bei ihrem low perfoming, was einige Kollegen zufrieden macht (weil sie jetzt ja "unsichtbar" sind)

Bob Kelso

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« Antwort #148 am: 28.11.2022 19:04 »
Mein Mitleid gilt denen, die nun durch die hohen Kosten wirklich jeden Cent drei Mal umdrehen müssen.

Ich denke darauf können wir uns alle einigen.

Es kommt darauf an, ob diese Menschen / Familien / Transferleistungsempfänger sind; diese erhalten die tatsächlichen Kosten ersetzt!
Bedrohlich wird es für Menschen / Familien mit geringen und mittleren Einkommen, welche keine Transleistung erhalten!

WasDennNun

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« Antwort #149 am: 28.11.2022 20:30 »
Wieso wird es dann für diese bedrohlich, die werden dann doch auch Transferleistungsempfänger.