Autor Thema: Tarifrunde 2023  (Read 283493 times)

TheBr4in

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Antw:Tarifrunde 2023
« Antwort #705 am: 13.03.2023 19:41 »
Ich soll mich mit Zinseszins beschäftigen?  Du bist ja witzig ;D

Zinseszins mal für Dich erklärt:

1. Option (die Du, weil Du so ein Mathegenie bist, so toll findest):

Erhöhung zum 1.1.23 um 5% (Laufzeit 24 Monate, Durchschnittserhöhung 5%). Erhöhung im nächsten Tarifvertrag um 5% am 1.1.25

Gehalt am 1.1.25: 105 x 1,05 = 110,25%

2. Option

Erhöhung am 1.1.24 um 10% (Laufzeit 24 Monate, Durchschnittserhöhung 5%). Erhöhung im nächsten Tarifvertrag um 5% am 1.1.25

Gehalt am 1.1.25: 110 x 1,05 = 115,5%


Mister "beschäftige Dich mit Zinseszins" behauptet nun, dass erste Variante genauso toll ist, weil der Durschnittszinssatz auf 24 Monate gleich ist. Nach da kann man ja mal Beifall klatschen bei so viel Mathekenntnis.

Das zeugt entweder von geistigem Tiefflug oder es ist Trollerei. Eher Letzteres, denn so blöd kann eigentlich keiner sein.

Damit ist jetzt zu dem Thema auch genug gesagt, denn das ist mathematisches Vorschulniveau. Passt dadurch aber zu Deiner Art zu kommunizieren.

Erschreckend und lächerlich zugleich, dass man hier über soetwas völlig offensichtliches überhaupt diskutieren muss.



Rollo83

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Antw:Tarifrunde 2023
« Antwort #706 am: 14.03.2023 06:31 »
Ich soll mich mit Zinseszins beschäftigen?  Du bist ja witzig ;D

Zinseszins mal für Dich erklärt:

1. Option (die Du, weil Du so ein Mathegenie bist, so toll findest):

Erhöhung zum 1.1.23 um 5% (Laufzeit 24 Monate, Durchschnittserhöhung 5%). Erhöhung im nächsten Tarifvertrag um 5% am 1.1.25

Gehalt am 1.1.25: 105 x 1,05 = 110,25%

2. Option

Erhöhung am 1.1.24 um 10% (Laufzeit 24 Monate, Durchschnittserhöhung 5%). Erhöhung im nächsten Tarifvertrag um 5% am 1.1.25

Gehalt am 1.1.25: 110 x 1,05 = 115,5%


Mister "beschäftige Dich mit Zinseszins" behauptet nun, dass erste Variante genauso toll ist, weil der Durschnittszinssatz auf 24 Monate gleich ist. Nach da kann man ja mal Beifall klatschen bei so viel Mathekenntnis.

Das zeugt entweder von geistigem Tiefflug oder es ist Trollerei. Eher Letzteres, denn so blöd kann eigentlich keiner sein.

Damit ist jetzt zu dem Thema auch genug gesagt, denn das ist mathematisches Vorschulniveau. Passt dadurch aber zu Deiner Art zu kommunizieren.

Erschreckend und lächerlich zugleich, dass man hier über soetwas völlig offensichtliches überhaupt diskutieren muss.

Die Disskusion ist doch nur wieder aufgekommen wegen dem Abschluss der Post.
Bei der Post gibt es aber 0 in Worten 0%Tabellenwirksame erhöhung AB dem Jahr 2023 und dann 350€ brutto mehr AB dem Jahr 2024.

Wenn Verdi für die Post 15% fordert AB dem Jahr 2023 und am Ende 0% raus kommt ist das schlicht lächerlich. Natürlich hätte Verdi dann AB dem Jahr 2024 eine neue Forderung gestellt.
Somit gibt es ganz eindeutig eine 0 Runde, das lässt sich doch nicht weg diskutieren oder ist da jemand anderer Meinung ?
Die Inflationsausgleichszahlung lasse ich mal aussen vor, ist nett, juckt aber nicht da nicht Tabellenwirksam.

Also ich hoffe das dieser Abschluss sich nicht so in den ÖD übertragen wird.
Ich möchte ab 2023 eine Tabellenwirksame Erhöhung haben und ab 2024 eine weitere Tabellenwirksame Erhöhung haben.
Wenn ich jetzt diese 350€ brutto nehmen würde wäre ich zufrieden wenn diese jeweils ab 2023 und nochmal ab 2024 dazu kommen würden.
Ja, das ist natürlich unrealistisch, das weiss ich selber.
Aber nur ab 2024 350€ brutto mehr oder diese 350€ aufgeteilt zu jeweils 175€ ab 2023 und 175€ ab 2024  würden mich persönlich nicht zufrieden stellen, da kann natürlich jeder eine eigene Meinung haben.

Das eine Laufzeit von 24 Monaten raus kommen wird ist für mich zumindest eine ziemlich sichere Sache.




Bastel

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Antw:Tarifrunde 2023
« Antwort #707 am: 14.03.2023 06:54 »
Ich soll mich mit Zinseszins beschäftigen?  Du bist ja witzig ;D

Zinseszins mal für Dich erklärt:

1. Option (die Du, weil Du so ein Mathegenie bist, so toll findest):

Erhöhung zum 1.1.23 um 5% (Laufzeit 24 Monate, Durchschnittserhöhung 5%). Erhöhung im nächsten Tarifvertrag um 5% am 1.1.25

Gehalt am 1.1.25: 105 x 1,05 = 110,25%

2. Option

Erhöhung am 1.1.24 um 10% (Laufzeit 24 Monate, Durchschnittserhöhung 5%). Erhöhung im nächsten Tarifvertrag um 5% am 1.1.25

Gehalt am 1.1.25: 110 x 1,05 = 115,5%


Mister "beschäftige Dich mit Zinseszins" behauptet nun, dass erste Variante genauso toll ist, weil der Durschnittszinssatz auf 24 Monate gleich ist. Nach da kann man ja mal Beifall klatschen bei so viel Mathekenntnis.

Das zeugt entweder von geistigem Tiefflug oder es ist Trollerei. Eher Letzteres, denn so blöd kann eigentlich keiner sein.

Damit ist jetzt zu dem Thema auch genug gesagt, denn das ist mathematisches Vorschulniveau. Passt dadurch aber zu Deiner Art zu kommunizieren.

Erschreckend und lächerlich zugleich, dass man hier über soetwas völlig offensichtliches überhaupt diskutieren muss.

Ich glaube er meinte 5% p.a.

Also für 23 und 24 jeweils 5% vs. 10% in 24.

Das erste hört sich wegen Zinseszins zwar besser an, aber die Steigerung ist Minimal. Das rentiert sich vielleicht nach 10-15 Jahren. Und das auch nur, wenn man die erhöhte Differenz der ersten 12 Monate nicht anlegt :D

Rollo83

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Antw:Tarifrunde 2023
« Antwort #708 am: 14.03.2023 07:14 »
Ich soll mich mit Zinseszins beschäftigen?  Du bist ja witzig ;D

Zinseszins mal für Dich erklärt:

1. Option (die Du, weil Du so ein Mathegenie bist, so toll findest):

Erhöhung zum 1.1.23 um 5% (Laufzeit 24 Monate, Durchschnittserhöhung 5%). Erhöhung im nächsten Tarifvertrag um 5% am 1.1.25

Gehalt am 1.1.25: 105 x 1,05 = 110,25%

2. Option

Erhöhung am 1.1.24 um 10% (Laufzeit 24 Monate, Durchschnittserhöhung 5%). Erhöhung im nächsten Tarifvertrag um 5% am 1.1.25

Gehalt am 1.1.25: 110 x 1,05 = 115,5%


Mister "beschäftige Dich mit Zinseszins" behauptet nun, dass erste Variante genauso toll ist, weil der Durschnittszinssatz auf 24 Monate gleich ist. Nach da kann man ja mal Beifall klatschen bei so viel Mathekenntnis.

Das zeugt entweder von geistigem Tiefflug oder es ist Trollerei. Eher Letzteres, denn so blöd kann eigentlich keiner sein.

Damit ist jetzt zu dem Thema auch genug gesagt, denn das ist mathematisches Vorschulniveau. Passt dadurch aber zu Deiner Art zu kommunizieren.

Erschreckend und lächerlich zugleich, dass man hier über soetwas völlig offensichtliches überhaupt diskutieren muss.

Ich glaube er meinte 5% p.a.

Also für 23 und 24 jeweils 5% vs. 10% in 24.

Das erste hört sich wegen Zinseszins zwar besser an, aber die Steigerung ist Minimal. Das rentiert sich vielleicht nach 10-15 Jahren. Und das auch nur, wenn man die erhöhte Differenz der ersten 12 Monate nicht anlegt :D

Auf die Berechnung wollte ich eigentlich nicht zwingend hinaus.

Verstehe diese aber trotzdem nur bedingt.

bei Option 1 gibt es eine Erhöhung um 5% ab 2023 dafür aber KEINE Erhöhung in 2024 da der tarifvertrag für 24 Monate gültig wäre. Ab 2025 quasi mit dem Übernächsten Tarifvertrag gibtb es dann wieder 5% Erhöhung und somit wären dies dann 110,25%. Verstehe ich das richtig?

bei Option 2 gibt es 0% ab 2023 dafür 10% ab 2024 und nochmals 5% ab 2025. Dies ergibt eine Erhöhung von 115,5% und somit eine bessere Erhöhung.

Rechnerisch ist das klar, ich verstehe nur den Vergleich nicht, das ist doch Äpfel mit Birnen zu vergleichen.
Bei Option 1 gibts halt nur 5% und bei Option 2 gibt es 10% Laufzeit mal aussen vor oder hab ich jetzt irgendwie einen Denkfehler?

5%pA für 2023 und für 2024 steht dort nicht und würde auch mit dem Endergebnis von 110,25% nicht passen.
Dann müsste die Rechnung wie folgt aussehen: 1,05 (ab 2023) x 1,05 (ab2024) x 1,05 (ab2025) = 1,157 %
Da kommt nämlich der Zinseszin durch die Erhöhung ab 2023 die in der Option 2 nicht vorhanden ist da bei Option 2 ab 2023 eine 0 Runde ist.

Bastel

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Antw:Tarifrunde 2023
« Antwort #709 am: 14.03.2023 07:15 »
Ich hab mich verschrieben...

Meinte 10% in 23 vs. 5% in 23 & 5% in 24.

Versuch

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Antw:Tarifrunde 2023
« Antwort #710 am: 14.03.2023 08:06 »
Ich soll mich mit Zinseszins beschäftigen?  Du bist ja witzig ;D

Zinseszins mal für Dich erklärt:

1. Option (die Du, weil Du so ein Mathegenie bist, so toll findest):

Erhöhung zum 1.1.23 um 5% (Laufzeit 24 Monate, Durchschnittserhöhung 5%). Erhöhung im nächsten Tarifvertrag um 5% am 1.1.25

Gehalt am 1.1.25: 105 x 1,05 = 110,25%

2. Option

Erhöhung am 1.1.24 um 10% (Laufzeit 24 Monate, Durchschnittserhöhung 5%). Erhöhung im nächsten Tarifvertrag um 5% am 1.1.25

Gehalt am 1.1.25: 110 x 1,05 = 115,5%


Mister "beschäftige Dich mit Zinseszins" behauptet nun, dass erste Variante genauso toll ist, weil der Durschnittszinssatz auf 24 Monate gleich ist. Nach da kann man ja mal Beifall klatschen bei so viel Mathekenntnis.

Das zeugt entweder von geistigem Tiefflug oder es ist Trollerei. Eher Letzteres, denn so blöd kann eigentlich keiner sein.

Damit ist jetzt zu dem Thema auch genug gesagt, denn das ist mathematisches Vorschulniveau. Passt dadurch aber zu Deiner Art zu kommunizieren.

Erschreckend und lächerlich zugleich, dass man hier über soetwas völlig offensichtliches überhaupt diskutieren muss.

Du verstehst nichts.
Habe mich jetzt lange genug bemüht.
Mache wollen doof bleiben.

Bei dir bin ich raus

Versuch

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Antw:Tarifrunde 2023
« Antwort #711 am: 14.03.2023 08:38 »
Ich soll mich mit Zinseszins beschäftigen?  Du bist ja witzig ;D

Zinseszins mal für Dich erklärt:

1. Option (die Du, weil Du so ein Mathegenie bist, so toll findest):

Erhöhung zum 1.1.23 um 5% (Laufzeit 24 Monate, Durchschnittserhöhung 5%). Erhöhung im nächsten Tarifvertrag um 5% am 1.1.25

Gehalt am 1.1.25: 105 x 1,05 = 110,25%

2. Option

Erhöhung am 1.1.24 um 10% (Laufzeit 24 Monate, Durchschnittserhöhung 5%). Erhöhung im nächsten Tarifvertrag um 5% am 1.1.25

Gehalt am 1.1.25: 110 x 1,05 = 115,5%


Mister "beschäftige Dich mit Zinseszins" behauptet nun, dass erste Variante genauso toll ist, weil der Durschnittszinssatz auf 24 Monate gleich ist. Nach da kann man ja mal Beifall klatschen bei so viel Mathekenntnis.

Das zeugt entweder von geistigem Tiefflug oder es ist Trollerei. Eher Letzteres, denn so blöd kann eigentlich keiner sein.

Damit ist jetzt zu dem Thema auch genug gesagt, denn das ist mathematisches Vorschulniveau. Passt dadurch aber zu Deiner Art zu kommunizieren.

Erschreckend und lächerlich zugleich, dass man hier über soetwas völlig offensichtliches überhaupt diskutieren muss.

Du verstehst nichts.
Habe mich jetzt lange genug bemüht.
Oder willst es nicht.

Egal...

Bei dir bin ich raus

TheBr4in

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Antw:Tarifrunde 2023
« Antwort #712 am: 14.03.2023 10:14 »
Ich soll mich mit Zinseszins beschäftigen?  Du bist ja witzig ;D

Zinseszins mal für Dich erklärt:

1. Option (die Du, weil Du so ein Mathegenie bist, so toll findest):

Erhöhung zum 1.1.23 um 5% (Laufzeit 24 Monate, Durchschnittserhöhung 5%). Erhöhung im nächsten Tarifvertrag um 5% am 1.1.25

Gehalt am 1.1.25: 105 x 1,05 = 110,25%

2. Option

Erhöhung am 1.1.24 um 10% (Laufzeit 24 Monate, Durchschnittserhöhung 5%). Erhöhung im nächsten Tarifvertrag um 5% am 1.1.25

Gehalt am 1.1.25: 110 x 1,05 = 115,5%


Mister "beschäftige Dich mit Zinseszins" behauptet nun, dass erste Variante genauso toll ist, weil der Durschnittszinssatz auf 24 Monate gleich ist. Nach da kann man ja mal Beifall klatschen bei so viel Mathekenntnis.

Das zeugt entweder von geistigem Tiefflug oder es ist Trollerei. Eher Letzteres, denn so blöd kann eigentlich keiner sein.

Damit ist jetzt zu dem Thema auch genug gesagt, denn das ist mathematisches Vorschulniveau. Passt dadurch aber zu Deiner Art zu kommunizieren.

Erschreckend und lächerlich zugleich, dass man hier über soetwas völlig offensichtliches überhaupt diskutieren muss.

Ich glaube er meinte 5% p.a.

Also für 23 und 24 jeweils 5% vs. 10% in 24.

Das erste hört sich wegen Zinseszins zwar besser an, aber die Steigerung ist Minimal. Das rentiert sich vielleicht nach 10-15 Jahren. Und das auch nur, wenn man die erhöhte Differenz der ersten 12 Monate nicht anlegt :D

Auf die Berechnung wollte ich eigentlich nicht zwingend hinaus.

Verstehe diese aber trotzdem nur bedingt.

bei Option 1 gibt es eine Erhöhung um 5% ab 2023 dafür aber KEINE Erhöhung in 2024 da der tarifvertrag für 24 Monate gültig wäre. Ab 2025 quasi mit dem Übernächsten Tarifvertrag gibtb es dann wieder 5% Erhöhung und somit wären dies dann 110,25%. Verstehe ich das richtig?

bei Option 2 gibt es 0% ab 2023 dafür 10% ab 2024 und nochmals 5% ab 2025. Dies ergibt eine Erhöhung von 115,5% und somit eine bessere Erhöhung.

Rechnerisch ist das klar, ich verstehe nur den Vergleich nicht, das ist doch Äpfel mit Birnen zu vergleichen.
Bei Option 1 gibts halt nur 5% und bei Option 2 gibt es 10% Laufzeit mal aussen vor oder hab ich jetzt irgendwie einen Denkfehler?

5%pA für 2023 und für 2024 steht dort nicht und würde auch mit dem Endergebnis von 110,25% nicht passen.
Dann müsste die Rechnung wie folgt aussehen: 1,05 (ab 2023) x 1,05 (ab2024) x 1,05 (ab2025) = 1,157 %
Da kommt nämlich der Zinseszin durch die Erhöhung ab 2023 die in der Option 2 nicht vorhanden ist da bei Option 2 ab 2023 eine 0 Runde ist.

Langsam verstehe ich wo wir uns anscheinend missverstehen. Ich versuche meinen Punkt nochmal deutlicher zu erklären.

Ich will aufzeigen, dass die Betrachtung der durchschnittlichen Erhöhung auf die Laufzeit betrachtet nicht sinnvoll ist. Bei beiden Optionen ist die Erhöhung im Schnitt auf die 24 Monate gleich hoch.

Bei Option 1 (5% ab 1.1.23) ist die durchschnittliche Erhöhung 5%, da das Gehalt in den Jahren 2023 und 2024 105% des Basiswerts beträgt. Man hat also in beiden Jahren jeweils 5% mehr Jahresgehalt.

Bei Option 2 (10% ab 1.1.24) ist die durchschnittliche Erhöhung auch 5%, da das Gehalt im Jahr 2023 um 0% steigt und im Jahr 2024 um 10%.

Im Ergebnis sehen die Summen der Gehälter nach diesen 24 Monaten Tariflaufzeit genau gleich aus:

Option 1: Gehalt 2023 (100x1,05) + Gehalt 2024 (100x1,05) = 210
Option 2: Gehalt 2023 (100x1,00) + Gehalt 2024 (100x1,10) = 210

Was ich nun sage ist: auch wenn die Ergebnisse auf die Laufzeit betrachtet gleich sind (nämlich beide zu 5% mehr Einkommen führen), so ist die Betrachtung nicht sinnvoll, da Option 2 schon ab dem 25. Monat zu mehr Einkommen als Option 1 führt und zudem beim nächsten Abschluss ein Zinseszins-Vorteil durch das höhere Grundgehalt entsteht (105 vs. 110).

Daraus leite ich ab (und das ist es was ich die ganze Zeit immer wieder wiederholt habe), dass es nur bedingt Sinn macht den Zinsssatz auf die Laufzeit herunterzubrechen, da der Durchschnittszinssatz eben die Zukunft völlig außer Acht lässt.

Bei gleicher Erhöhung (zum Beispiel ob 10% ab 1.4. oder ab 1.10. gelten) ist natürlich ein früherer Zeitpunkt besser, da gibts nichts zu diskutieren. Aber wenn z.B. 10% ab 1.1.2024 geboten werden und die Alternative wäre 5% ab 1.1.23, dann ist, wie oben dargestellt, die 2. Option besser. Und Option 2 wäre auch noch mit 8% besser, obwohl der Durchschnittszins nur 4% und damit unter Option 1 liegt. Es dauert dann nur länger, bis Option 2 Option 1 überholt.

210 (//erste 2 Jahre) + (8,75 (//Monatsgehalt) * x  = 208 (//erste 2 Jahre) + (9 (//Monatsgehalt) * x
= 210 - 208 = (9 - 8.75) * x
2 = 0.25 * x
x = 8

Also ist Option 2 (alternativ mit 8%) nach 8 Monaten nach Tarifvertragsende (32 Monate nach Beginn) gleichauf mit Option 1. Ab dem 33. Monat ist Option 2 besser als Option 1. Und bei der nächsten Tarifverhandlung wegen des höheren Basiswerts ebenfalls im Vorteil (105 vs. 108).



BWBoy

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Antw:Tarifrunde 2023
« Antwort #713 am: 14.03.2023 10:35 »
Ich denke der wesentliche Punkt an dem ihr aneinander vorbei redet ist, dass diejenigen, die eine kürzere Laufzeit favorisieren, davon ausgehen, dass es nach ende dieser Laufzeit durch die dann anstehenden Tarifverhandlungen erneut eine Erhöhung gibt. Diese kann dann schon anch 12 Monaten verhandelt werden, und nicht erst nach 24.
Wenn es dort erneut eine Erhöhung gibt, kann es sein, dass man zum beispiel mit 5% auf 12 monate laufzeit besser fährt als mit 10 auf 24 Monate. vorausgesetzt dafür, wäre nach ablauf der 12 monate eine erneute erhöhung von min 5%. Erfolgt diese allerdings nicht oder deutlich geringer, so wäre man mit den 10% auf 24 Monaten besser dran, denn was man hat, das hat man.

Kurze Laufzeiten haben den Vorteil, dass man besser auf Änderungen reagieren kann, haben aber den Nachteil, dass der Besoldungsgeber auch öfter auf die Tränendrüse drücken und die Kassenlage verweisen kann umd notwendige Erhöhungen auszusetzen und man durch die häufigeren Streiks irgendwann das Verständnis in der Bevölkerung verliert.

Schon jetzt ist es teilweise unglücklich, dass Verdi für so viele verschiedene Gruppen zu unterschiedlichen Zeiten Streikt. Denn die Medien stellen das nicht besonders differenziert dar, und selbst wenn bekommt die Generation Blöd-Zeitung das ohnehin nicht mit, dass es um ganz unterschiedliche Gruppen geht. Da bleibt der Eindruck kleben, dass Verdi immer nur streikt und der öffentliche Dienst den Hals nie vollbekommt.

Generell kann ich mit einer längeren Laufzeit durchaus leben, aber nur, wenn die prozentuale Erhöhung das entsprechend widerspiegelt und es keine 0 Erhöhung zu Beginn gibt, denn das ist einfach nur dreckig. Die Inflation war im Jahr 2022 ne Katastrophe und da hingen wir noch in der Minierhöhung aus der letzten Tarifverhandlung fest. Schon dort fiel sie so gering aus, weil man ja die Corona Pandemie bewältigen musste. Die Inflation hat uns schon getroffen und wir brauchen die Erhöhung jetzt und nicht erst in 9 Monaten.

Zudem kann es nicht sein, dass ständig eine neue Krise als Grund vorgeschoben wird seine Leute nicht vernünftig zu bezahlen. der öffentliche Dienst ist seit Jahren im Dauerkrisenmodus und zudem noch extrem unterbesetzt. In der Krise heißt es man müsse Sparen um die Krise zu bewältigen und zwischen den Krisen muss man sparen um sich von der Krise zu erholen. Wertschätzung Fehlanzeige. Nicht mal für die Abschaffung der 2 Stunden unbezahlter Mehrarbeit pro Woche reicht es. Während die ersten Fimen die DREI-Tage-Woche einführen. Ja richtig, nicht Vier sondern drei Tage.

Wenn meine Gegend hier abgesehen von der Bundesbehörde nicht so abgehängt wäre, würde ich wirklich hinterfragen wozu ich das eigentlich mache.
« Last Edit: 14.03.2023 10:51 von BWBoy »

Rollo83

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Antw:Tarifrunde 2023
« Antwort #714 am: 14.03.2023 10:36 »
Ich soll mich mit Zinseszins beschäftigen?  Du bist ja witzig ;D

Zinseszins mal für Dich erklärt:

1. Option (die Du, weil Du so ein Mathegenie bist, so toll findest):

Erhöhung zum 1.1.23 um 5% (Laufzeit 24 Monate, Durchschnittserhöhung 5%). Erhöhung im nächsten Tarifvertrag um 5% am 1.1.25

Gehalt am 1.1.25: 105 x 1,05 = 110,25%

2. Option

Erhöhung am 1.1.24 um 10% (Laufzeit 24 Monate, Durchschnittserhöhung 5%). Erhöhung im nächsten Tarifvertrag um 5% am 1.1.25

Gehalt am 1.1.25: 110 x 1,05 = 115,5%


Mister "beschäftige Dich mit Zinseszins" behauptet nun, dass erste Variante genauso toll ist, weil der Durschnittszinssatz auf 24 Monate gleich ist. Nach da kann man ja mal Beifall klatschen bei so viel Mathekenntnis.

Das zeugt entweder von geistigem Tiefflug oder es ist Trollerei. Eher Letzteres, denn so blöd kann eigentlich keiner sein.

Damit ist jetzt zu dem Thema auch genug gesagt, denn das ist mathematisches Vorschulniveau. Passt dadurch aber zu Deiner Art zu kommunizieren.

Erschreckend und lächerlich zugleich, dass man hier über soetwas völlig offensichtliches überhaupt diskutieren muss.

Ich glaube er meinte 5% p.a.

Also für 23 und 24 jeweils 5% vs. 10% in 24.

Das erste hört sich wegen Zinseszins zwar besser an, aber die Steigerung ist Minimal. Das rentiert sich vielleicht nach 10-15 Jahren. Und das auch nur, wenn man die erhöhte Differenz der ersten 12 Monate nicht anlegt :D

Auf die Berechnung wollte ich eigentlich nicht zwingend hinaus.

Verstehe diese aber trotzdem nur bedingt.

bei Option 1 gibt es eine Erhöhung um 5% ab 2023 dafür aber KEINE Erhöhung in 2024 da der tarifvertrag für 24 Monate gültig wäre. Ab 2025 quasi mit dem Übernächsten Tarifvertrag gibtb es dann wieder 5% Erhöhung und somit wären dies dann 110,25%. Verstehe ich das richtig?

bei Option 2 gibt es 0% ab 2023 dafür 10% ab 2024 und nochmals 5% ab 2025. Dies ergibt eine Erhöhung von 115,5% und somit eine bessere Erhöhung.

Rechnerisch ist das klar, ich verstehe nur den Vergleich nicht, das ist doch Äpfel mit Birnen zu vergleichen.
Bei Option 1 gibts halt nur 5% und bei Option 2 gibt es 10% Laufzeit mal aussen vor oder hab ich jetzt irgendwie einen Denkfehler?

5%pA für 2023 und für 2024 steht dort nicht und würde auch mit dem Endergebnis von 110,25% nicht passen.
Dann müsste die Rechnung wie folgt aussehen: 1,05 (ab 2023) x 1,05 (ab2024) x 1,05 (ab2025) = 1,157 %
Da kommt nämlich der Zinseszin durch die Erhöhung ab 2023 die in der Option 2 nicht vorhanden ist da bei Option 2 ab 2023 eine 0 Runde ist.

Langsam verstehe ich wo wir uns anscheinend missverstehen. Ich versuche meinen Punkt nochmal deutlicher zu erklären.

Ich will aufzeigen, dass die Betrachtung der durchschnittlichen Erhöhung auf die Laufzeit betrachtet nicht sinnvoll ist. Bei beiden Optionen ist die Erhöhung im Schnitt auf die 24 Monate gleich hoch.

Bei Option 1 (5% ab 1.1.23) ist die durchschnittliche Erhöhung 5%, da das Gehalt in den Jahren 2023 und 2024 105% des Basiswerts beträgt. Man hat also in beiden Jahren jeweils 5% mehr Jahresgehalt.

Bei Option 2 (10% ab 1.1.24) ist die durchschnittliche Erhöhung auch 5%, da das Gehalt im Jahr 2023 um 0% steigt und im Jahr 2024 um 10%.

Im Ergebnis sehen die Summen der Gehälter nach diesen 24 Monaten Tariflaufzeit genau gleich aus:

Option 1: Gehalt 2023 (100x1,05) + Gehalt 2024 (100x1,05) = 210
Option 2: Gehalt 2023 (100x1,00) + Gehalt 2024 (100x1,10) = 210

Was ich nun sage ist: auch wenn die Ergebnisse auf die Laufzeit betrachtet gleich sind (nämlich beide zu 5% mehr Einkommen führen), so ist die Betrachtung nicht sinnvoll, da Option 2 schon ab dem 25. Monat zu mehr Einkommen als Option 1 führt und zudem beim nächsten Abschluss ein Zinseszins-Vorteil durch das höhere Grundgehalt entsteht (105 vs. 110).

Daraus leite ich ab (und das ist es was ich die ganze Zeit immer wieder wiederholt habe), dass es nur bedingt Sinn macht den Zinsssatz auf die Laufzeit herunterzubrechen, da der Durchschnittszinssatz eben die Zukunft völlig außer Acht lässt.

Bei gleicher Erhöhung (zum Beispiel ob 10% ab 1.4. oder ab 1.10. gelten) ist natürlich ein früherer Zeitpunkt besser, da gibts nichts zu diskutieren. Aber wenn z.B. 10% ab 1.1.2024 geboten werden und die Alternative wäre 5% ab 1.1.23, dann ist, wie oben dargestellt, die 2. Option besser. Und Option 2 wäre auch noch mit 8% besser, obwohl der Durchschnittszins nur 4% und damit unter Option 1 liegt. Es dauert dann nur länger, bis Option 2 Option 1 überholt.

210 (//erste 2 Jahre) + (8,75 (//Monatsgehalt) * x  = 208 (//erste 2 Jahre) + (9 (//Monatsgehalt) * x
= 210 - 208 = (9 - 8.75) * x
2 = 0.25 * x
x = 8

Also ist Option 2 (alternativ mit 8%) nach 8 Monaten nach Tarifvertragsende (32 Monate nach Beginn) gleichauf mit Option 1. Ab dem 33. Monat ist Option 2 besser als Option 1. Und bei der nächsten Tarifverhandlung wegen des höheren Basiswerts ebenfalls im Vorteil (105 vs. 108).

Jetzt verstehe ich deine Rechnung, hat ein Bisschen gedauert.
So gerechnet bin ich bei dir, aber mMn ist da ein "Denkfehler" drin.

Also wenn man wählen müsste zwischen AB 2023 eine Erhöhung um 5% und AB 2024 eine Erhöhung um 10% ist natürlich die zweite Variante besser, das steht ausser Frage.
Das steht aber so gar nicht zur Debatte da Verdi den Tarifabschluss auf 12 Monate haben möchte, bzw dies ins Angebot gefasst hat.
Das heisst aber auf deutsch das Ab 2024 ein neuer Tarifabschluss her muss und diesen hast du in deiner Rechnung unterschlagen.

Würde heissen AB 2023 5% (die 5% nur als Beispiel) und AB 2024 X% (muss neu verhandelt werden) und dann Ab 2025 wieder die 5% aus dem Beispiel. Das wäre Variante 1 dann eigentlich.

Variante 2 bleibt bei Ab 2023 0% und AB 2024 10% und AB 2025 dann wieder 5%.

Du hast also in deiner Rechnung quasi den Übernächsten Tarifabschluss unterschlagen der ja zwingend kommen MUSS wenn man den jetzt kommenden Tarifabschluss nur auf 12 Monate schliessen würde.

BWBoy hat es auch richtig zusammengefasst.

Stanis

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Antw:Tarifrunde 2023
« Antwort #715 am: 14.03.2023 10:36 »
Naja, die 105% im Jahr 2023 sind ja die neuen 100% im Jahr 2024.
Bsp:
Jahr 2023 1000€ * 1,05 = 1050€
Jahr 2024 1050€ * 1,05 = 1102,50€

Einmal 10% im Jahr 2023 für 24 Monate
Jahr 2023-2024 1000€ * 1,1 = 1100€

Somit sind 2 x 5% besser als einmal 10% - wenn man die Laufzeit betrachtet.   

BWBoy

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Antw:Tarifrunde 2023
« Antwort #716 am: 14.03.2023 10:41 »
Naja, die 105% im Jahr 2023 sind ja die neuen 100% im Jahr 2024.
Bsp:
Jahr 2023 1000€ * 1,05 = 1050€
Jahr 2024 1050€ * 1,05 = 1102,50€

Einmal 10% im Jahr 2023 für 24 Monate
Jahr 2023-2024 1000€ * 1,1 = 1100€

Somit sind 2 x 5% besser als einmal 10% - wenn man die Laufzeit betrachtet.

Yes, aber wie ich in meiner letzten Antwort schon schrieb, muss man die zweiten 5% erstmal verhandeln wenn es sich um zwei 12 Monate Laufzeiten handelt. Das ganze ist dann ein zweischneidiges Schwert. Man hat zum einen die Möglichkeit je nach Lage mehr rauszuholen, kann aber zum anderen auch damit auf die Nase fallen und bekommt in der zweiten Tarifverhandlung deutlich weniger.

Wenn allerdings beide Optionen eine Laufzeit von 24 Monaten haben, dann ist Option 1 auf jeden Fall besser, da die zweite Erhöhung ja bereits mitverhandelt wurde. Man gibt dafür aber halt Spielraum zum reagieren auf (siehe Corona Pandemie).

flip

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Antw:Tarifrunde 2023
« Antwort #717 am: 14.03.2023 16:09 »
Naja, die 105% im Jahr 2023 sind ja die neuen 100% im Jahr 2024.
Bsp:
Jahr 2023 1000€ * 1,05 = 1050€
Jahr 2024 1050€ * 1,05 = 1102,50€

Einmal 10% im Jahr 2023 für 24 Monate
Jahr 2023-2024 1000€ * 1,1 = 1100€

Somit sind 2 x 5% besser als einmal 10% - wenn man die Laufzeit betrachtet.
Mathegenie
1050*12+1102,5*12=25830
1100*24=26400

BWBoy

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Antw:Tarifrunde 2023
« Antwort #718 am: 14.03.2023 16:20 »
Naja, die 105% im Jahr 2023 sind ja die neuen 100% im Jahr 2024.
Bsp:
Jahr 2023 1000€ * 1,05 = 1050€
Jahr 2024 1050€ * 1,05 = 1102,50€

Einmal 10% im Jahr 2023 für 24 Monate
Jahr 2023-2024 1000€ * 1,1 = 1100€

Somit sind 2 x 5% besser als einmal 10% - wenn man die Laufzeit betrachtet.
Mathegenie
1050*12+1102,5*12=25830
1100*24=26400

das gilt aber nur wenn die 10% gleich zu beginn der Laufzeit anliegen. aktuell sind die tarifverhandlungen aber eher so, dass man sich mit einmalzahlungen zeit kauft und erst im zweiten jahr prozentual erhöht.

flip

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Antw:Tarifrunde 2023
« Antwort #719 am: 14.03.2023 16:40 »
Jedenfalls muss man richtig rechnen.
Und beim Beispiel mit 2x 5% hätte man gegenüber 1x10% nach weiteren 3 Jahren und 6 Monaten natürlich mehr.
Ganze 2,50€ (brutto) pro Monat.
Bei Einmalzahlungen, egal ob steuerfrei oder nicht, schiebt sich dieser Punkt noch weiter nach hinten.