Autor Thema: Tarifrunde 2023  (Read 281491 times)

Stanis

  • Newbie
  • *
  • Beiträge: 7
Antw:Tarifrunde 2023
« Antwort #720 am: 14.03.2023 16:47 »
Ja, aber bei den nächsten Verhandlungen wird dann ja wieder mit dem erhöhten Satz von 1102,50€ als Basis genommen und nicht die 1100€. Somit ist es auf längere Sicht sinnvoller aufzuteilen.

BalBund

  • Sr. Member
  • ****
  • Beiträge: 374
Antw:Tarifrunde 2023
« Antwort #721 am: 14.03.2023 18:00 »
Eine treffende Innenansicht hat die Tagespresse heute veröffentlicht, sprich warum ver.di den Streik bei der Post abgeblasen hat:

Zitat
Bis zum entscheidenden Verhandlungstermin am 26. März in Potsdam müssen die Bürger immer wieder mit Streiks rechnen, die in der Regel nach Berufsgruppen organisiert sind – vergangene Woche traf es die Kitas, in dieser Woche die Krankenhäuser, dazu immer wieder Müllabfuhren und regionale Verkehrsbetriebe. Das kostet viel Geld: Wenn die Gewerkschaftsmitglieder länger als vier Stunden streiken, haben sie Anspruch auf Streikgeld aus der Gewerkschaftskasse. Auch deshalb hat Verdi auf einen unbefristeten, teuren Arbeitskampf bei der Post verzichtet: die Mittel aus der Streikkasse werden für den öffentlichen Dienst und den Druckaufbau vor dem 26. März gebraucht.

xap

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 1,084
Antw:Tarifrunde 2023
« Antwort #722 am: 14.03.2023 18:40 »
Danke dafür. Das ist natürlich dahingehend erbärmlich, weil die Streikgelder dort verbraucht werden sollten, wo sie eingezahlt werden. Was hat der Postangestellte davon, wenn der TVöD ein gutes Ergebnis einfährt (was auch noch bezweifelt werden darf). In 3 Wochen heißt es dann womöglich das Geld kann für den TVöD Streik nicht aufgebraucht werden, da es für Streik und Verhandlungen im XYZ benötigt wird.

Ozymandias

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 808
Antw:Tarifrunde 2023
« Antwort #723 am: 14.03.2023 19:00 »
Zitat
Die ver.di-Streikkasse ist das Rückgrat der gewerkschaftlichen Arbeit. Darauf zu achten, dass genug Geld darin ist, um jederzeit ver.di-Forderungen durchzusetzen, ist eine Kernaufgabe der politischen Arbeit von ver.di. Dazu gehört auch, dass wir an dieser Stelle keine Angaben machen, aus denen interessierte Arbeitgeber Rückschlüsse über das Volumen der Streikkasse ziehen könnten.
https://www.verdi.de/ueber-uns/++co++d75d2e70-8419-11ec-a7b1-001a4a16012a

Müssen die keinen Geschäftsbericht veröffentlichen? Habe auf die schnelle keinen gefunden.

TheBr4in

  • Full Member
  • ***
  • Beiträge: 143
Antw:Tarifrunde 2023
« Antwort #724 am: 14.03.2023 20:17 »
Unterm Strich wollte ich nicht mehr als zu sagen:

Bei angenommer Laufzeit von 24 Monaten ist eine Erhöhung in der Mitte der Laufzeit nicht daran zu messen wie hoch der Zinssatz aufgeteilt auf 24 Monate ist, sondern daran wir hoch die Erhöhung absolut ist.

Seis drum.

Am Ende wollen wir alle das Gleiche: mehr Geld.

icheinfachunverbesserlich

  • Jr. Member
  • **
  • Beiträge: 68
Antw:Tarifrunde 2023
« Antwort #725 am: 15.03.2023 12:50 »
Bei den Tarifbeschäftigten wird derzeit das Weihnachtsgeld mitverhandelt. Gehen dann Beamte leer aus oder wird das Grundgehalt angepasst? Die Sonderzahlung gibt es ja nicht mehr.

Habe nicht alles hier gelesen, deshalb sorry, wenn das schon jemand gefragt haben sollte.

Bastel

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 4,259
Antw:Tarifrunde 2023
« Antwort #726 am: 15.03.2023 13:10 »
Da gehen wir wohl leer aus. Glaube kaum, dass die Nancy das wieder für uns einführt.

Johann

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 730
Antw:Tarifrunde 2023
« Antwort #727 am: 15.03.2023 13:40 »
Eine treffende Innenansicht hat die Tagespresse heute veröffentlicht, sprich warum ver.di den Streik bei der Post abgeblasen hat:

Zitat
Bis zum entscheidenden Verhandlungstermin am 26. März in Potsdam müssen die Bürger immer wieder mit Streiks rechnen, die in der Regel nach Berufsgruppen organisiert sind – vergangene Woche traf es die Kitas, in dieser Woche die Krankenhäuser, dazu immer wieder Müllabfuhren und regionale Verkehrsbetriebe. Das kostet viel Geld: Wenn die Gewerkschaftsmitglieder länger als vier Stunden streiken, haben sie Anspruch auf Streikgeld aus der Gewerkschaftskasse. Auch deshalb hat Verdi auf einen unbefristeten, teuren Arbeitskampf bei der Post verzichtet: die Mittel aus der Streikkasse werden für den öffentlichen Dienst und den Druckaufbau vor dem 26. März gebraucht.

Manchmal frage ich mich ja schon, was Verdi so alles mit den Mitgliedsbeiträgen anstellt.
Bei einem Mitglied, das in Vollzeit etwa 172 Stunden monatlich ableistet und 1% seines Gehaltes abführt, müssten demnach monatlich 1,72 Stunden "Streikguthaben" zusammenkommen. Im Jahr wären das rund 2,5 volle Streiktage. Damit wäre es prinzipiell für jedes Gewerkschaftsmitglied alle 2 Jahre möglich, eine komplette Woche lang zu streiken und dabei vollen Gehaltsersatz von Verdi zu bekommen.

Sind die Lachshäppchen zu teuer oder was ist da los? ;D

Bastel

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 4,259
Antw:Tarifrunde 2023
« Antwort #728 am: 15.03.2023 13:47 »
Man unterstützt wohl lieber Linksradikale.


BRUBeamter

  • Full Member
  • ***
  • Beiträge: 160
Antw:Tarifrunde 2023
« Antwort #730 am: 15.03.2023 14:57 »
Da gehen wir wohl leer aus. Glaube kaum, dass die Nancy das wieder für uns einführt.

Das muss man sich auch mal auf der Zunge yergehen lassen! Das Weihnachstgeld wurde damals in die monatliche Grundbesoldung überführt und dennoch fehlen einige Prozente zur amtsangemessenen Besoldung.

Traurig!

Bastel

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 4,259
Antw:Tarifrunde 2023
« Antwort #731 am: 15.03.2023 17:10 »
Da gehen wir wohl leer aus. Glaube kaum, dass die Nancy das wieder für uns einführt.

Das muss man sich auch mal auf der Zunge yergehen lassen! Das Weihnachstgeld wurde damals in die monatliche Grundbesoldung überführt und dennoch fehlen einige Prozente zur amtsangemessenen Besoldung.

Traurig!

Zur ganzen Wahrheit gehört, dass das Weihnachtsgeld erst gesenkt wurde und im Anschluss überführt wurde.

uw147

  • Jr. Member
  • **
  • Beiträge: 85
Antw:Tarifrunde 2023
« Antwort #732 am: 16.03.2023 11:17 »
Manchmal frage ich mich ja schon, was Verdi so alles mit den Mitgliedsbeiträgen anstellt.
Bei einem Mitglied, das in Vollzeit etwa 172 Stunden monatlich ableistet und 1% seines Gehaltes abführt, müssten demnach monatlich 1,72 Stunden "Streikguthaben" zusammenkommen. Im Jahr wären das rund 2,5 volle Streiktage. Damit wäre es prinzipiell für jedes Gewerkschaftsmitglied alle 2 Jahre möglich, eine komplette Woche lang zu streiken und dabei vollen Gehaltsersatz von Verdi zu bekommen.

Sind die Lachshäppchen zu teuer oder was ist da los? ;D

Mir ist klar, dass dein Beitrag nur halbernst ist, aber mich hat es dann tatsächlich interessiert, wie viele Mitarbeiter Verdi hat:

"Die Gewerkschaft beschäftigt bundesweit rund 3300 Mitarbeiter (davon 540 Beschäftigte in der Bundesverwaltung) und nimmt durch Beitragszahlungen jährlich etwa 490 Millionen Euro ein."
https://de.wikipedia.org/wiki/Vereinte_Dienstleistungsgewerkschaft

Die (natürlich nicht repräsentativen) Angaben zum Verdienst bei Kununu gehen im Durchschnitt von 43.300 bis 92.700 € Bruttojahresgehalt.
https://www.kununu.com/de/verdi4/gehalt

Die Lachshäppchen schlagen sicherlich auch rein, aber der Personalkörper dürfte schon ordentlich Beiträge zehren. Inwieweit diese Personalstärke für die erzielten Ergebnisse angemessen ist, kann ich nicht beurteilen. Da möge jeder seinen Stammtisch selbst befragen.

Bastel

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 4,259
Antw:Tarifrunde 2023
« Antwort #733 am: 16.03.2023 11:39 »
Wenn ein Mitarbeiter im Schnitt 60k im Jahr kostet, gehen mal locker flockig 200 Millionen über den Tresen.


Haushaltshilfe

  • Jr. Member
  • **
  • Beiträge: 50
Antw:Tarifrunde 2023
« Antwort #734 am: 17.03.2023 11:13 »