Autor Thema: Wohnraumarbeit/Homeoffice - Auswirkungen  (Read 7360 times)

Kimonbo

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Antw:Wohnraumarbeit/Homeoffice - Auswirkungen
« Antwort #15 am: 06.12.2022 09:30 »
Unter "Wir-Gefühl" verstehe ich hier, dass alle, sprich die komplette Belegschaft an einem Strang zieht...

So wie es, nach meiner Erfahrung nach (habe nun doch schon einige Behörden kennengelernt in den letzten 25 Jahren) früher, sprich vor 15-20 Jahren mal war... da hat man wirklich untereinander noch "zusammen gehalten"...

Heute Stelle ich fest, dass jeder nur noch die Ellbogen ausfährt und seine eigene Suppe kocht... ein "Wir" gibts da nicht mehr...

Dementsprechend ist halt dann auch das Betriebsklima :-(

Das ist eine Illusion des neuen-deutschen Arbeitertums. Man simuliert eine „Wir haben alle die gleichen Ziele und erreichen alles gleich“ dabei vergisst  man, dass es unterschiedliche Geschwindigkeiten, unterschiedliche Faulheits Grade, unterschiedliche Bedürfnisse, unterschiedliche Sichtweisen auf diverse Sachverhalte usw. gibt. Manche lassen Fünfer gerade sein, andere sind pedantisch und wollen alles ausdiskutieren. Das sind meines Erachtens leider  die, die sonst kaum Freunde und Freude im am Leben haben und sich völlig auf die Arbeit konzentrieren.meistens sind as auch diejenigen die kein oder wenig Homeoffice machen. Ich persönlich bin heilfroh dass es mittlerweile mobiles arbeitengibt, Homeoffice, ich brauche die ganzen Leute im Büro nicht (Frauen sind besonders schlimm weil die nicht loslassen können) und bin sehr dafür für bundesweite mobile Arbeiten Möglichkeiten.

Doraymefayzo

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Antw:Wohnraumarbeit/Homeoffice - Auswirkungen
« Antwort #16 am: 07.12.2022 09:57 »
Also ist das Wir-Gefühl eine unnötige Romantisierung eines Rechtsverhältnisse, in dem man Arbeit gegen Geld tauscht. Diese Romantisierung finden einige wünschenswert, anderen ist sie egal. Einen tatsächlichen Nutzen hat niemand darlegen können.

Deine Antwort zeigt auf jeden Fall, dass eine Arbeit im Team Dir egal ist. Das ist auch keine Romantisierung.
Wenn Dir der Nutzen einer Teamarbeit fremd ist, dann bist Du entweder nicht teamfähig oder musst nicht in einem Tem arbeiten.

Doraymefayzo

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Antw:Wohnraumarbeit/Homeoffice - Auswirkungen
« Antwort #17 am: 07.12.2022 09:59 »
Viele der Antworten zeigen mir, dass im ÖD Temarbeit wohl oftmals nicht vorhanden oder von einigen wohl auch nicht erwünscht ist.
Aber im ÖD sind die Leute sowieso sehr speziell.

SVAbackagain

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Antw:Wohnraumarbeit/Homeoffice - Auswirkungen
« Antwort #18 am: 07.12.2022 10:05 »
Also ist das Wir-Gefühl eine unnötige Romantisierung eines Rechtsverhältnisse, in dem man Arbeit gegen Geld tauscht. Diese Romantisierung finden einige wünschenswert, anderen ist sie egal. Einen tatsächlichen Nutzen hat niemand darlegen können.

Deine Antwort zeigt auf jeden Fall, dass eine Arbeit im Team Dir egal ist. Das ist auch keine Romantisierung.
Wenn Dir der Nutzen einer Teamarbeit fremd ist, dann bist Du entweder nicht teamfähig oder musst nicht in einem Tem arbeiten.

Dann hör doch auf mit Bullshitbingo und fülle den immer noch inhaltsleeren Begriff des „Wir-Gefühls“ mit Leben.

was_guckst_du

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Antw:Wohnraumarbeit/Homeoffice - Auswirkungen
« Antwort #19 am: 07.12.2022 10:10 »
..wer hat dich denn wieder reingelassen? 8) ;D
Gruß aus "Tief im Westen"

Meine Beiträge geben grundsätzlich meine persönliche Meinung zum Thema wieder und beinhalten keine Rechtsberatung. Meistens sind sie ernster Natur, manchmal aber auch nicht. Bei einer obskuren Einzelfallpersönlichkeit antworte ich auch aus therapeutischen Gründen

Dakmer

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Antw:Wohnraumarbeit/Homeoffice - Auswirkungen
« Antwort #20 am: 07.12.2022 14:16 »
Ich möchte da mal differenzieren:
Team, das die Aufgaben gemeinsam bearbeiten muss bzw. "Kollektiv"/Abteilung/Sachgebiet, wo jeder seine Aufgabe hat.
In meinem Sachgebiet hat fast jeder eine andere Aufgabe und löst die allein.
Das hat nichts mit Teamunfähigkeit zu tun. Und wir sind auch nicht besonders speziell.
Natürlich kann Jeder auch mit Jedem reden, wenn er das möchte.

Organisator

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Antw:Wohnraumarbeit/Homeoffice - Auswirkungen
« Antwort #21 am: 07.12.2022 14:29 »
Ich möchte da mal differenzieren:
Team, das die Aufgaben gemeinsam bearbeiten muss bzw. "Kollektiv"/Abteilung/Sachgebiet, wo jeder seine Aufgabe hat.
In meinem Sachgebiet hat fast jeder eine andere Aufgabe und löst die allein.
Das hat nichts mit Teamunfähigkeit zu tun. Und wir sind auch nicht besonders speziell.
Natürlich kann Jeder auch mit Jedem reden, wenn er das möchte.

Teamarbeit ist wichtig, wo es erforderlich und zweckmäßig ist. Genauso auch individuelle Arbeit. Kommt immer darauf an.

Genauso wie ein mögliches Zusammengehörigkeitsgefühl in der Organisationseinheit. Für manche ist der Arbeitsplatz mehr als der bloße Tausch Arbeit gegen Geld sondern ein soziales Umfeld, welches für das individuelle Wohlempfinden notwendig ist. Für manche ist es auch wichtig, eine aus eigener Sicht sinnvolle Tätigkeit auszuüben und sie schöpfen daraus einen zusätzlichen Gewinn neben dem Einkommen.
Für andere wiederum ist es reine Erwerbsarbeit.

Da das persönliche Wohlbefinden erhebliche Auswirkungen auf die Arbeitsergebnisse hat, darf man es auch nicht außen vor lassen. So ein bischen wie die Bedürfnispyramide. Am Anfang steht Geld gegen Arbeit und der Rest folgt, oder auch nicht.

Zinc

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Antw:Wohnraumarbeit/Homeoffice - Auswirkungen
« Antwort #22 am: 08.12.2022 09:36 »
Hallöchen!

Wie ist es bei Euch mit der Wohnraumarbeit (blöde Bezeichnung) bzw. Homeoffice und den Auswirkungen aufs team bzw. dem "Wir"-Gefühl?

Bei uns ist es so, dass fast alle das Angebot von zu Hause aus zu arbeiten gerne in Anspruch nehmen, aber eben dieses "Wir"-Gefühl darunter leidet.

Wie ist Eure Einstellung zu der Sache bzw. Eure Erfahrungen damit? Es geht nicht um die Arbeitsleistung der einzelnen MA, sondern rein um das Team-Gefühl.

Bevor jetzt wieder Kommentare kommen wie "Für Gefühle wird man nicht bezahlt" - ich möchte einfach nur Eure Meinung dazu hören bzw. lesen.

Wir sind aktuell nur einen Tag in der Woche im Homeoffice, teilweise wird das auch so genutzt, dass Freitag und Montag als Home-Office Tage genutzt werden. Wir vertreten uns gegenseitig und sehen uns dann hin und wieder mehrere Tage nicht, dann mal wieder mehrere Tage am Stück, immer im Wechsel. Dieses Modell hat sich bei uns irgendwie gut bewährt. Man sieht die Kollegen regelmäßig, kann aber auch die Arbeit von zu Hause nutzen. Während der Corona-Hochphase waren wir unter anderem 50 Prozent bis 75 Prozent der Arbeitszeit im Home-Office und das war mir persönlich dann schon too much. Wir arbeiten auch im direkten Klientenkontakt ,weshalb mehr als 50 Prozent im HO ohnehin nicht zu realisieren wären.