Umfrage

Wie kann ich herausfinden, ob diese Ausbildung tatsächlich für mich geeignet ist, wann ist der beste Zeitpunkt, und welche Optionen habe ich für die berufliche Weiterentwicklung?

Familienplanung zuerst oder nach der Ausbildung
0 (0%)
Verbeamtung oder mehrjährige Erfahrung wo ich zurzeit Arbeite
0 (0%)

Stimmen insgesamt: 0

Autor Thema: [Allg] Verbeamtung in Fachrichtung Architektur - Hilfe bei der Entscheidung  (Read 2019 times)

SUK

  • Newbie
  • *
  • Beiträge: 1
Liebes Forum,

seit 8 Monaten arbeite ich als Sachbearbeiterin für das Dezernat Bauordnung und Kataster in der unteren Bauaufsicht. Ich bin 31 Jahre alt, habe ein abgeschlossenes Architekturstudium (Master) mit Schwerpunkt Städtebau und bereits 4 Jahre Berufserfahrung in der freien Wirtschaft gesammelt. Glücklicherweise bereitet mir meine aktuelle Arbeit viel Spaß. Ich beschäftige mich sehr gerne mit Fragen des Baurechts und des Städtebaus, und auch mein Arbeitsumfeld stimmt: Die Kollegen sind nett, ebenso wie meine Vorgesetzten.

Nun stehe ich vor der Frage der Möglichkeiten meiner beruflichen Weiterentwicklung.. Ich würde sehr gerne weiterhin im öffentlichen Dienst bleiben wollen. Das ist sicher! ;).. Nach ausführlicher Recherche habe ich derzeit zwei Optionen in Betracht gezogen (vielleicht habt Ihr noch weitere Vorschläge für mich):

1) mehrjähriger Berufserfahrung sammeln (bleibe wo ich bin), um mich in meiner Tätigkeit zu vertiefen und in etwa 5 oder 6 Jahren eventuell die Position meines Vorgesetzten anzustreben.
Der Bedarf an Nachfolgern wird größer, da viele in nächster Zeit altersbedingt ausscheiden werden. (ich habe gehört, dass man eigentlich keine Verbeamtung benötigt, um sich für höhere Positionen zu bewerben)
und wäre es in so einem Fall von Vorteil, meine Vorgesetzten über meine zukünftige Ambitionen zu informieren?

2) die Möglichkeit, mich jetzt oder später (bevor ich 39 werde) für eine Referendariatsstelle in Fachrichtung Architektur zu bewerben, kommt ebenfalls in Betracht.
Bezüglich der besten Zeit um so was zu machen habe ich ebenfalls Fragen...Wie funktioniert es nun, wenn ich während der Ausbildung schwanger werde?. Kann man die Ausbildung pausieren? Ist das überhaupt erlaubt? Oder wäre es besser, zuerst eine Familienplanung anzustreben und sich erst danach für eine Ausbildung zu bewerben?

...Was passiert, wenn mir meine Tätigkeit nach einer Verbeamtung bzw. mein Arbeitsplatz nicht gefällt? Es soll wohl nicht ganz einfach sein, den Arbeitsplatz zu wechseln...

Eure Hilfe und Ratschläge wären mir sehr wichtig! Vielen Dank im Voraus. ;D
« Last Edit: 08.06.2024 20:16 von Admin »

frankundfrei

  • Jr. Member
  • **
  • Beiträge: 67
hi suk.

nun, ich bin in BaWü und bei uns war damals die Altersgrenze 35, falls man beamtet werden wollte...musst du checken, was bei dir gilt...und je nach Behörde.

Da Du den Master hast, und AbtlGLeiterin werden willst, wäre ggf eine Beamtenlaufbahn im höheren Dienst Voraussetzung, diese wiederum brauchst du idR als Angestellte nicht.

Falls Du in deinem Amt (Kommune ?) nicht direkt nachfragen willst in der Personalabtlg., rufe in der Personalabtlg drüber (Aufsichtsbehörde) an...was das mit der Schwangerschaft angeht.
Aber es giilt ja der Kündigungsschutz bei der Schwangerschaft und Du wusstest bei Beginn der Ausbildung ja nichts davon, also setzt du die Ausbildung dann irgendwann fort....aber bin nicht sicher.

lies mal hier, dort kannste ggf auch anrufen, aber wie gesagt, kannst ja mal allg anfragen, in deiner personalstelle:
https://www.bmi.bund.de/DE/themen/oeffentlicher-dienst/beamtinnen-und-beamte/mutterschutz/mutterschutz-artikel.html

Ferner ist grds die Frage, ob man Dich später als AbtlgL will, wer entscheidet das denn (informell)....fördert man dich? Kannst ja direkt den Vorgesetzten oder Amtsleiter mal fragen, da du dich ja ansonsten umschauen müsstest --- das machst du natürlich ungern, da du es dort voll super findest, sagst Du dort.

Beamtin oder nicht ist nochmals ne andere Frage.....
Typfrage, ich war früher Privatwirtschaft als Bauingenieur und damit ist es tlw. schwer ertragbar, wie im öD gearbeitet wird-----aber DU kennst es dort ja alles und die Kollegen sind gut...also.

Willst du dann in die PKV oder nicht?...eigenes Thema je nach Vorerkrankungen und Situation mit Kindern oder nicht.....usw....dazu gibt es eigene Beiträge hier im Forum

Eukalyptus

  • Full Member
  • ***
  • Beiträge: 231
Man benötigt nicht unbedingt ein Referendariat, um im höheren Dienst verbeamtet zu werden. Die Laufbahnbefähigung kann auch durch hauptberufliche Tätigkeit im höheren Dienst erlangt werden. Dazu braucht es aber einen Dienstherren, der gewillt ist dies zu tun. Ob du derzeit Tätigkeiten vergleichbar dem höheren Dienst ausführst (in der Regel korrespondiert dies mit einer Einstufung E13+) hast du nicht verraten.

Das Referendariat würde ich dir dann empfehlen, wenn du daraus Inhalte ziehen kannst, die du für dich persönlich als wertvoll erachtest. Insgesamt rate ich eher dazu, im Angestelltenverhältnis weiterzumachen (vorausgesetzt, du wirst nach E13 bezahlt, nicht nur wegen der Verbeamtung).

clarion

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 2,010
Hallo,

Es gibt Dienstherren, die tun sich deutlich leichter, Leute mit Referendariat zu verbeamten als ohne, besonders im im höheren Dienst.

Ein Referendariat  eröffnet auch Karrierewege in oberen und obersten Behörden. Gerade in den Ministerien gibt es dermaßen viel Homeoffice, dass sich auch weite Anfahrtswege lohnen.

Im Referendariat kommt man rum und kann Kontakte knüpfen und bekommt insgesamt einen deutlich breiteren Horizont.

Nachteil ist natürlich, dass man zwei Jahre sich mit den kärglichen Anwärterbezügen zufrieden geben muss. Wobei manche Dienstherren für bestimmte Laufbahnen 1,5 fache Anwärterbezüge bezahlen.

Der Mutterschutz gilt natürlich auch für Anwärter. Den idealen Zeitpunkt für Kinder gibt es selten. Das Ref verlängert sich um Mutterschutz und Elternzeit. Direkt nach dem Ref. ist Familienplanung auch schlecht. Wenn man wartet, bis man fest im Sattel sitzt, ist man u.U. zu alt oder es klappt mit dem Schwangerwerden nicht so einfach. Und man möchte ja  vielleicht auch noch ein zweites oder drittes Kind.

Ich selbst habe mich mit Mitte 30 zu einem Referendariat im technischen Dienst entschlossen.  Zu dem Zeitpunkt  war der Fachkräftemangel noch nicht da, zeichnete sich am Horizont bereits ab. Demzufolge  bin ich nach dem Ref auch nicht sofort verbeamtet worden, sondern war einige Monate arbeitslos und bin dann über eine Elternzeitvertretung zu meiner Verbeamtung gekommen, danach  ging es monetär ziemlich steil aufwärts.