Autor Thema: Eigeninteresse der Verhandlungsführer auf Arbeitgeberseite  (Read 2103 times)

Tim123

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Hallo liebe Community,
mich beschäftigt schon länger eine Frage und ich hoffe, hier kann mir jemand weiterhelfen. Ich wundere mich jedes mal, dass die Arbeitgeberseite nicht den Gewerkschaftsforderungen in Verhandlungen nachgibt, da die beteiligten Personen ja auch im gleichen Tarif -- nicht alle, aber viele, gerade auf der zweiten Ebene, die zuarbeitet, und daher 'tricksen' könnte -- sind und daher ein Eigeninteresse hätten, dass die Lohnerhöhung möglichst hoch ausfällt. Natürlich vertreten sie gleichzeitig auch die Interesse der Arbeitgeber und sind dienstgebunden. Trotzdem frage ich mich, ob es da nicht einen Bias geben müsste. Gibt es dazu irgendwelche Untersuchungen oder Lesestoff?
Grüße, Tim :D

Sparschwein

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Die politischen Akteure wollen wiedergewählt werden. Und die dienstgebundenen Akteure wollen beruflich vorrankommen bzw. sind AT und weniger an den Tarifergebnissen gebunden, weil Sie ihre Eregbnisse individuell aushandeln. Ansonsten kannst du gerne zur Prinzipal - Agentenproblematik nachlesen. Dort werden verschiedene Denkansätze erläutert.

Eukalyptus

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Die Entscheidungen werden auf politischer Ebene, nicht auf Arbeitsebene getroffen. Als Grundlage (neben laufenden Gesprächen aller Beteiligten) werden von der Arbeitsebene entsprechende (schriftliche) Vorlagen gefertigt, die alle Aspekte beinhalten. Darin sind inbesondere auch die finanziellen Auswirkungen abgebildet. Ein stumpfes Abnicken der Forderungen von Gewerkschaftsseite kann es nicht geben, da die Auswirkungen enorm sind.