Tarifrunde TV-L 2023 - Diskussion

Begonnen von Prüfer SH, 26.04.2023 14:21

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E15TVL

Gab es die letzten Jahre eigentlich so eine Art Zusammenfassung der Umfrageergebnisse? Wäre ja wirklich mal interessant zu wissen, wie viel Prozent die Umfrageteilnehmer angegeben haben und mit wie viel Prozent verdi in die Verhandlungen eingestiegen ist.

Floki

Zitat von: Knarfe1000 in 16.08.2023 12:06
Zitat von: Ozymandias in 16.08.2023 11:29
Eigentlich muss man immer das doppelte fordern, denn die Forderung wird fast immer halbiert.
Vor 2018 wurde relativ häufig auch um die 6% gefordert, raus kamen immer knapp 3%, oftmals auch weniger.



Also lieber 24% hinschreiben.  :P
Also ich verstehe das so, dass am Ende 12 % rauskommen sollen. Nicht als Grundforderung für die 1. Runde.

Die Frage lautet doch explizit: Welche FORDERUNGShöhe findest Du angemessen?

Thomas09

Zitat von: Knarfe1000 in 16.08.2023 12:06
Zitat von: Ozymandias in 16.08.2023 11:29
Eigentlich muss man immer das doppelte fordern, denn die Forderung wird fast immer halbiert.
Vor 2018 wurde relativ häufig auch um die 6% gefordert, raus kamen immer knapp 3%, oftmals auch weniger.



Also lieber 24% hinschreiben.  :P
Also ich verstehe das so, dass am Ende 12 % rauskommen sollen. Nicht als Grundforderung für die 1. Runde.

Andererseits glaube ich das die diesjährigen Tarifrunde, schlecht  mit den vergangenen Jahren zu vergleichen ist angesichts der enorm Inflationen die es so in Deutschland seit Jahrzenhten nicht gegeben hat.  Dem muss man ja irgendwie Rechnung tragen.

Ozymandias

Zitat von: Floki in 16.08.2023 12:33
Die Frage lautet doch explizit: Welche FORDERUNGShöhe findest Du angemessen?

Angemessen für wen?

Seit 1.1.2021 sind es 12% Reallohnverlust.
Siehe: https://forum.oeffentlicher-dienst.info/index.php/topic,120779.msg310611.html#msg310611

Will man diese ausgeglichen haben, muss man mehr fordern. Frage ist daher was man will und nicht was irgendwie angemessen ist, um niemanden auf die Füße zu treten oder was auch immer mit dieser komisch gestellten Frage bewerkstelligt werden soll.

Reisinger850

Wenn du 12% einträgst, landet man dann bei 6%. Wieso hast du nicht 18% reingeschrieben?

Thomas09

Zitat von: Ozymandias in 16.08.2023 13:57
Zitat von: Floki in 16.08.2023 12:33
Die Frage lautet doch explizit: Welche FORDERUNGShöhe findest Du angemessen?

Angemessen für wen?

Seit 1.1.2021 sind es 12% Reallohnverlust.
Siehe: https://forum.oeffentlicher-dienst.info/index.php/topic,120779.msg310611.html#msg310611

Will man diese ausgeglichen haben, muss man mehr fordern. Frage ist daher was man will und nicht was irgendwie angemessen ist, um niemanden auf die Füße zu treten oder was auch immer mit dieser komisch gestellten Frage bewerkstelligt werden soll.

Die Frage ist schon was für DICH angemssen ist? Ob dabei anderen Akteuren ggf. auf die Füße zu treten eine Rolle spielt musst du für dich beantworten. Kannst ja auch 50 % reinschreiben, wenn das in deinen Augen eine angemessene Forderung in der kommenden Tarifrunde ist.

Ist aber auch nicht so als wären die Tarifkomissionen an diese Umfrage gebunden.

öfföff

Zitat von: Aktienprimus in 11.08.2023 08:10
Nochmals zur Sensibilisierung: Die Tabelle des TVöD ist ab März 2024 dem gegenwärtigem TV-L Niveau zum Beispiel im Vergleich der EG12 einschließlich Jahressonderzahlung rund 12 Prozent voraus. Das ist nicht gerade wenig. Auch weil Steigerungen beim TV-L -je nach Verhandlungsergebnis- terminlich möglicherweise spürbar später Tabellenwirksam werden.

:-\ :'( :'(

Meierheim

Zitat von: Knarfe1000 in 16.08.2023 11:04
Zitat von: hyuggt in 16.08.2023 10:36
Hier geht es zur Umfrage von Ver.di bzgl. der festzulegenden Forderung(en).

https://zusammen-geht-mehr.verdi.de/

Auch als Nicht-Mitglied und/oder Beamte könnt ihr daran teilnehmen  ;D
Bin Beamter und habe mal 12 % "gefordert"
Wichtig ist aber vor allem, dass die 12% zum 1.10.2023 kommen und nicht durch den Inflationsausgleich weit ins Jahr 2024 geschoben werden.

hyuggt

Zitat von: Meierheim in 16.08.2023 17:14
Zitat von: Knarfe1000 in 16.08.2023 11:04
Zitat von: hyuggt in 16.08.2023 10:36
Hier geht es zur Umfrage von Ver.di bzgl. der festzulegenden Forderung(en).

https://zusammen-geht-mehr.verdi.de/

Auch als Nicht-Mitglied und/oder Beamte könnt ihr daran teilnehmen  ;D
Bin Beamter und habe mal 12 % "gefordert"
Wichtig ist aber vor allem, dass die 12% zum 1.10.2023 kommen und nicht durch den Inflationsausgleich weit ins Jahr 2024 geschoben werden.

Dafür sehe ich schwarz. Kommt am Ende zum 1.1.25 😣

Scanner

Ich finde es mittlerweile nur noch extrem frustrierend zu arbeiten.
Man fragt sich eigentlich wieso man das überhaupt noch macht.

Da wo ich wohne kann man sich nicht mal eine eigene Immobilie leisten - egal ob man in der EG 6, 7, 8 oder 9 ist.
Von den Zinsen die die Bank fordert ganz abgesehen.

Fremde Leute, die in dieses Land kommen, kriegen die Miete bezahlt + Bürgergeld + Gas bezahlt. (Auf diesen Betrag muss man erstmal kommen, wenn man Vollzeit arbeitet).

Auch ein vielleicht guter Tarifabschluss wird daran nichts ändern..

Die Nerven liegen bei mir und vielen anderen blank.
Es ist einfach nur noch zum..... :-X

MoinMoin

Zitat von: Scanner in 16.08.2023 21:53
Ich finde es mittlerweile nur noch extrem frustrierend zu arbeiten.
Man fragt sich eigentlich wieso man das überhaupt noch macht.
Ich frage mich immer wieder, warum An bei Ags arbeiten, die einen nicht das bieten, was man sich wünscht.
Wir sind doch nicht in den 00er Jahren wo wir Massenarbeitslosigkeit hatten.

Zitat
Da wo ich wohne kann man sich nicht mal eine eigene Immobilie leisten - egal ob man in der EG 6, 7, 8 oder 9 ist.
Tja, das stimmt, bist 1,5 Jahre zu spät dran, jetzt kann man sich es nicht mehr leisten, da musste wahrscheinlich 2 Jahre warten bis man es sich wieder leisten kann.

Btw: das Hauspreis-Einkommens-Verhältnis war vor 1995 wesentlich schlechter als heute...
https://www.oecd-ilibrary.org/economics/housing-prices/indicator/english_63008438-en
https://data.oecd.org/chart/7a1C
und wenn man da dann noch die Zinsen mit betrachtet, dann scheint das alles derzeitig wesentlich weniger dramatisch als es sich anfühlt.

Zitat
Von den Zinsen die die Bank fordert ganz abgesehen.
Also die Zinsen die sie verlangen sind ärgerlich, die Zinsen die sie geben nicht, nennt man Marktwirtschaft.

Und ja, es ist eine Unschön, dass der Mindestlohn und die darauf aufbauenden Einkommen so niedrig sind.

Bzw. das das Kindergeld und das Wohngeld für erwerbstätige nicht ausreicht um Miete und Kinder durchzubekommen und dadurch der Abstand zum Bürgergeld für Menschen die arbeiten nicht groß genug ist.

Scanner

Pffffff - der Witz war gut. Ich wäre froh, wenn ich so etwas wie Wohngeld von unserer ,,tollen" Regierung bekommen würde  ;D

Aber gut, ich weiß sowieso was ich bei der nächsten Wahl wählen werde.

hyuggt

Zitat von: Scanner in 16.08.2023 23:36

Aber gut, ich weiß sowieso was ich bei der nächsten Wahl wählen werde.

und das wäre?

BW zahlt zu wenig

Zitat von: MoinMoin in 16.08.2023 22:41

Zitat
Von den Zinsen die die Bank fordert ganz abgesehen.
Also die Zinsen die sie verlangen sind ärgerlich, die Zinsen die sie geben nicht, nennt man Marktwirtschaft.

https://www.tagesschau.de/wirtschaft/italien-banken-sondersteuer-100.html

Banken zahlen weiterhin 0,01 bis 0,75 % Zinsen auf Tagesgeld. In Ausnahmefällen mit zeitlicher und betraglicher Begrenzung 3,5 %. EZB Satz für Einlagen 3,75 % fix. Man wähle also seine Bank äußerst kritisch beäugt aus. Zumal bei Ratenkrediten gerne wieder 6-9% verlangt wird je nach Bonität. Die Rahmen und Dispos sich wieder bei 7-15% bewegen.

"Marktwirtschaft"? Oder einfach Banken, die gerne Differenzen zu ihren Gunsten einstreichen, wie seit jeher?

Ich als Kunde würde da knallhart wählen. Von Volksbanken und Sparkassen ist nichts zu erwarten. Von Online Direktbanken schon eher etwas aber hier leidet auch der Service. Das muss man dann in Kauf nehmen. Vor längerer Zeit habe ich das auch getan und von geringeren/keinen Gebühren profitiert. Leider dreht auch hier der Wind ins Negative, da diese Banken auch wieder "Geld schneiden".

MoinMoin

Zitat von: BW zahlt zu wenig in 17.08.2023 06:58
Zitat von: MoinMoin in 16.08.2023 22:41

Zitat
Von den Zinsen die die Bank fordert ganz abgesehen.
Also die Zinsen die sie verlangen sind ärgerlich, die Zinsen die sie geben nicht, nennt man Marktwirtschaft.

https://www.tagesschau.de/wirtschaft/italien-banken-sondersteuer-100.html

Banken zahlen weiterhin 0,01 bis 0,75 % Zinsen auf Tagesgeld. In Ausnahmefällen mit zeitlicher und betraglicher Begrenzung 3,5 %. EZB Satz für Einlagen 3,75 % fix. Man wähle also seine Bank äußerst kritisch beäugt aus.
Naja, bei TG jetzt 4% ab 1.9. sind auch schon am Start. Drum gehe man auf dem Markt und schaue sich an wer was bietet.

ZitatZumal bei Ratenkrediten gerne wieder 6-9% verlangt wird je nach Bonität. Die Rahmen und Dispos sich wieder bei 7-15% bewegen.
Bauzinsen sind auch schon wieder unter 4%
Was immer noch knapp höher als vor 10 Jahren ist.
Wir haben also wieder eine Situation, wo Tagesgeld (Festgeld >>4%) mehr bringt als Baugeld kostet.
(und Tilgen sich nicht lohnt, daher habe ich meine Tilgung jetzt auch runtergeschraubt)
Zitat
"Marktwirtschaft"? Oder einfach Banken, die gerne Differenzen zu ihren Gunsten einstreichen, wie seit jeher?
Ja, weil der Markt es zulässt und man genügend Deppen findet, die Spielball des Marktes sind, weil sie sich nicht im Markt bewegen.