[Allg] Tarifrunde TV-L 2023

Begonnen von Lavalampe82, 22.05.2023 12:00

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Studienrat

Meinst du mit ,,die ein oder andere Ausgabe" die hunderte Milliarden für Waffen, Bundeswehr, Flüchtlinge, ohne Verhandlung steigende Diäten, Energiesubventionen usw.?

MasterNoname89

Zitat von: Studienrat in 08.12.2023 19:37
Meinst du mit ,,die ein oder andere Ausgabe" die hunderte Milliarden für Waffen, Bundeswehr, Flüchtlinge, ohne Verhandlung steigende Diäten, Energiesubventionen usw.?

ja genau, unter Anderem ...

SAS

Zitat
Ja bin ich und ich möchte ebenso wie jeder andere hier eine amtsangemessene Besoldung haben und auf dem Weg dahin das Ergebnis aus den aktuellen Verhandlungen auf die Besoldung übertragen bekommen  ;)

Dennoch kann der Staat unterm Strich in Summe nicht dauerhaft mehr zahlen als was er einnimmt und da kann man ja nicht von unten her den Haushalt überziehen mit dem Hintergedanken, der Bund springt schon ein wenns zu viel wird ... Auch dort sind irgendwann Grenzen gesetzt. Der Staat hat neben der Besoldung/Vergütung ja auch noch die eine oder andere Ausgabe ...

Mit steigender Inflation und steigenden BIP steigen auch die Steuereinnahmen. Es wäre also jederzeit möglich, angemessen zu alimentieren. Wenn nur nicht Politiker da wären, die die Ausgaben immer für andere Ausgaben verplanen. Die Löhne der Angestellten sollten das Tafelsilber des Staates sein und in jedem Haushalt zuerst verplant werden, inklusive angemessener Anpassung. Und ich rede hier nicht davon, dass wir uns hier einen goldenen Löffel im Selbstbedienungsladen sichern wollen. Es geht sich hier um moderne Personalwirtschaft, wie sie in jedem Unternehmen üblich ist.

MasterNoname89

Zitat von: SAS in 08.12.2023 20:29
Zitat
Ja bin ich und ich möchte ebenso wie jeder andere hier eine amtsangemessene Besoldung haben und auf dem Weg dahin das Ergebnis aus den aktuellen Verhandlungen auf die Besoldung übertragen bekommen  ;)

Dennoch kann der Staat unterm Strich in Summe nicht dauerhaft mehr zahlen als was er einnimmt und da kann man ja nicht von unten her den Haushalt überziehen mit dem Hintergedanken, der Bund springt schon ein wenns zu viel wird ... Auch dort sind irgendwann Grenzen gesetzt. Der Staat hat neben der Besoldung/Vergütung ja auch noch die eine oder andere Ausgabe ...

Mit steigender Inflation und steigenden BIP steigen auch die Steuereinnahmen. Es wäre also jederzeit möglich, angemessen zu alimentieren. Wenn nur nicht Politiker da wären, die die Ausgaben immer für andere Ausgaben verplanen. Die Löhne der Angestellten sollten das Tafelsilber des Staates sein und in jedem Haushalt zuerst verplant werden, inklusive angemessener Anpassung. Und ich rede hier nicht davon, dass wir uns hier einen goldenen Löffel im Selbstbedienungsladen sichern wollen. Es geht sich hier um moderne Personalwirtschaft, wie sie in jedem Unternehmen üblich ist.

Da bin ich voll und ganz bei dir. Wird halt leider nur nicht so gehandhabt  >:(

Caesar42

Zitat von: Studienrat in 08.12.2023 19:37
Meinst du mit ,,die ein oder andere Ausgabe" die hunderte Milliarden für Waffen, Bundeswehr, Flüchtlinge, ohne Verhandlung steigende Diäten, Energiesubventionen usw.?

Oder die rechtswidrigen Vergaben die auf Andreas Dressels Mist gewachsen sind, Stichwort Vetternwirtschaft?

Mal im Ernst.... Die Länder verstoßen jeden Tag gegen geltendes Recht, in dem sie den Beamtinnen und Beamten ihre amtsangemessene und verfassungsrechtlich garantierte  Besoldung vorenthalten. Wenn ich so meinen Dienst verrichten würde,  hätte man mich schon längst aus dem Dienst entfernt

Studienrat

Zitat von: MasterNoname89 in 08.12.2023 20:24
Zitat von: Studienrat in 08.12.2023 19:37
Meinst du mit ,,die ein oder andere Ausgabe" die hunderte Milliarden für Waffen, Bundeswehr, Flüchtlinge, ohne Verhandlung steigende Diäten, Energiesubventionen usw.?

ja genau, unter Anderem ...

Warum bist du dann noch nicht in der Politik?
Ich denke, mindestens Volksparteien nehmen dich mit Kusshand!

Bastel

Zitat von: MasterNoname89 in 08.12.2023 13:12
Zitat von: AHörnchen in 08.12.2023 12:47
Eingängiges Beispiel um kurz den allgemeinen Niedergang der Besoldungshöhe zu skizzieren:

2005
A10 (Hessen, höchste Erfahrungsstufe) 2921,11

2024 (Hessen)
A10 4228,60 (+45%)

Hartz IV/Bürgergeld

2005
345 €

2024
563 € (+63%)

Sind satte 18% Unterschied nach unten, in einigen Ländern dürfte die Diskrepanz noch deutlich größer ausfallen.

Prozentual gesehen ist das vollkommen richtig. Entgegen stehen aber die absoluten Zahlen, wonach die Grundsicherung in der gleichen Zeit um 218 € gestiegen ist und die Besoldung des Vergleichsbeispiels A10 sage und schreibe 1307,49 € im gleichen Zeitraum. Die Steigerung entspricht wiederum mehr als dem doppelten Satz der aktuellen Grundsicherung ...

Die absoluten Zahlen sind aber nicht relevant. Sollte man als gebildeter Mensch eigentlich wissen.

Mal schauen wann das beste Ergebnis aller Anzeigen kommt.

Opa

Der Vergleich ist unvollständig, weil die Regelleistung einen wesentlichen Teil des Gesamteinkommens, nämlich die Wohnkosten, nicht abbildet.

Wenn man mit Blick auf das verfassungsgerichtlich festgelegte Abstandsgebot vergleichen will, muss die Gesamtleistung nach SGB II der Besoldung gegenübergestellt werden. Da sich die Mieten in Hessen im genannten Zeitraum nicht um 63%, sondern um etwa 25% gesteigert haben, muss die Steigerung des Haushaltseinkommens der Leistungsberechtigten ebenfalls weit unter 63% gelegen haben.

Die Vergleichsdaten lassen sich bei der öffentlich zugänglichen Statistik der Agentur für Arbeit abrufen, falls sich jemand für die maßgeblichen Werte interessiert.

MasterNoname89

#1043
Zitat von: Bastel in 09.12.2023 00:42

Die absoluten Zahlen sind aber nicht relevant. Sollte man als gebildeter Mensch eigentlich wissen.

Mal schauen wann das beste Ergebnis aller Anzeigen kommt.


Derartige Aussagen bitte ich hier zu unterlassen!!! Wir sind hier in diesem Forum unter Unseresgleichen und ich bin der Meinung, dass man es ungebildet nicht durch die Laufbahnprüfung schaffen wird. Und dass man solche Kommentare unterlässt, hat auch nichts mit Bildung sondern mit allgemeinen Umgangsformen zu tun. Aber auch da ist leider die Beamtenschaft nur ein trauriges Spiegelbild der Gesellschaft geworden! Traurig, aber das schaffen meine beiden Kinder im Alter von 6 und 9 Jahren besser!

Soviel dazu ...


In Bezug auf die Aussage, dass es nicht auf die absoluten Zahlen ankommt, kann ich dir nur teilweise zustimmen. Ja, zum Vergleich ist die prozentuale Steigerung als relevante Größe anzusehen.

Die absolute Steigerung hat dennoch ihre Relevanz und macht deutlich, warum niedrigere Einkommen verhältnismäßig stärker steigen müssen.

Wir nehmen jetzt mal die o.g. Zahlen und betrachten mal dabei nicht, dass Miete und andere Zuwendungen zusätzlich durch den Staat gezahlt werden. Ein einfaches symbolisches Rechenbeispiel:

A ist Arbeitssuchend und Bürgergeldempfänger seit jeher
B ist Beamter in A10 seit jeher


Um sich und die Familie zu verpflegen, brauchen beide 100 Brötchen im Monat. 1 Brötchen kam damals 0,20 € und jetzt 0,70 € ... ist eine Steigerung in dieser Zeit um 250 %.

Absolut bedeutet das, dass es von 20 € auf 70 € gegangen ist, um rein sein Grundbedürfnis "Ernährung" sicherzustellen.

In Bezug auf die Steigerung bei dem Bürgergeldempfänger, macht diese Steigerung ca. 23 % der Gesamterhöhung aus. Beim Beamten ist dieser Anteil gerade mal bei 3,82 %. Für A bleiben für alle anderen Kostensteigerungen unterm Strich noch 168 € und für B unterm Strich noch 1257 €.

Das ist nur symbolisch, aber sollte jedem zu verstehen geben, dass die absoluten Zahlen doch nicht ganz irrelevant sind.

Der Warenkorb anhand dessen die Inflation berechnet wird, setzt sich aus mehreren, teilweise auch Luxusgütern zusammen. Nicht alles davon wird genau in dem Maß teurer wie die Inflationsrate im entsprechenden Zeitraum liegt. Es ist eine reine Richtgröße.


Nochmal, nicht dass ich hier falsch verstanden werde: Auch ich als Beamter bin daran interessiert, eine dem Amt angemessene und faire Besoldung zu erhalten! Der Weg dahin ist aber nicht von den derzeitigen Tarifverhandlungen abhängig. Auch sehe ich es genauso, dass jeder der einfach keinen Bock hat, arbeiten zu gehen, nicht noch dafür übermäßig belohnt werden sollte. Es gibt aber auch Menschen, die auf dieses Geld angewiesen sind und nicht arbeiten können. Und auch die darf man in unserer Gesellschaft nicht vergessen

Bastel

Zitat von: MasterNoname89 in 09.12.2023 07:54
Zitat von: Bastel in 09.12.2023 00:42

Die absoluten Zahlen sind aber nicht relevant. Sollte man als gebildeter Mensch eigentlich wissen.

Mal schauen wann das beste Ergebnis aller Anzeigen kommt.


Derartige Aussagen bitte ich hier zu unterlassen!!! Wir sind hier in diesem Forum unter Unseresgleichen und ich bin der Meinung, dass man es ungebildet nicht durch die Laufbahnprüfung schaffen wird. Und dass man solche Kommentare unterlässt, hat auch nichts mit Bildung sondern mit allgemeinen Umgangsformen zu tun. Aber auch da ist leider die Beamtenschaft nur ein trauriges Spiegelbild der Gesellschaft geworden! Traurig, aber das schaffen meine beiden Kinder im Alter von 6 und 9 Jahren besser!

Soviel dazu ...


In Bezug auf die Aussage, dass es nicht auf die absoluten Zahlen ankommt, kann ich dir nur teilweise zustimmen. Ja, zum Vergleich ist die prozentuale Steigerung als relevante Größe anzusehen.

Die absolute Steigerung hat dennoch ihre Relevanz und macht deutlich, warum niedrigere Einkommen verhältnismäßig stärker steigen müssen.

Wir nehmen jetzt mal die o.g. Zahlen und betrachten mal dabei nicht, dass Miete und andere Zuwendungen zusätzlich durch den Staat gezahlt werden. Ein einfaches symbolisches Rechenbeispiel:

A ist Arbeitssuchend und Bürgergeldempfänger seit jeher
B ist Beamter in A10 seit jeher


Um sich und die Familie zu verpflegen, brauchen beide 100 Brötchen im Monat. 1 Brötchen kam damals 0,20 € und jetzt 0,70 € ... ist eine Steigerung in dieser Zeit um 250 %.

Absolut bedeutet das, dass es von 20 € auf 70 € gegangen ist, um rein sein Grundbedürfnis "Ernährung" sicherzustellen.

In Bezug auf die Steigerung bei dem Bürgergeldempfänger, macht diese Steigerung ca. 23 % der Gesamterhöhung aus. Beim Beamten ist dieser Anteil gerade mal bei 3,82 %. Für A bleiben für alle anderen Kostensteigerungen unterm Strich noch 168 € und für B unterm Strich noch 1257 €.

Das ist nur symbolisch, aber sollte jedem zu verstehen geben, dass die absoluten Zahlen doch nicht ganz irrelevant sind.

Der Warenkorb anhand dessen die Inflation berechnet wird, setzt sich aus mehreren, teilweise auch Luxusgütern zusammen. Nicht alles davon wird genau in dem Maß teurer wie die Inflationsrate im entsprechenden Zeitraum liegt. Es ist eine reine Richtgröße.


Nochmal, nicht dass ich hier falsch verstanden werde: Auch ich als Beamter bin daran interessiert, eine dem Amt angemessene und faire Besoldung zu erhalten! Der Weg dahin ist aber nicht von den derzeitigen Tarifverhandlungen abhängig. Auch sehe ich es genauso, dass jeder der einfach keinen Bock hat, arbeiten zu gehen, nicht noch dafür übermäßig belohnt werden sollte. Es gibt aber auch Menschen, die auf dieses Geld angewiesen sind und nicht arbeiten können. Und auch die darf man in unserer Gesellschaft nicht vergessen

Blablabla.

Die Spreizung in den Tabellen sinkt wegen Leuten wie dir seit den 50ern. Am besten wir führen die Einheitsbesoldung ein. Alle bekommen Lebensmittelmarken und 100€ Taschengeld. Letzteres steigt dann je nach Amt auf bis zu 500€. Das muss für ,,Luxuskram" reichen.

cyrix42

Hm? Er/Sie hat doch nur hervorgehoben, dass die Warenkörbe für verschiedene Personengruppen unterschiedlich sind und deren Inflationsraten unterschiedlich sind. Allein um die Kaufkraft zu erhalten, wären dann entsprechend höhere Steigerungen für die unteren Besoldungsgruppen nötig, sollten etwa Nahrungsmittel und andere Grundbedürfnisse überproportional teurer geworden sein...

lotsch

Kultusminister korrigieren Kalkulation
Lehrkräfte-Lücke deutlich größer als gedacht
Kurz nach dem Pisa-Mathe-Debakel hat die Kultusministerkonferenz noch einmal nachgerechnet: Rund 68.000 Lehrkräfte fehlen bis 2035 an den Schulen – fast dreimal so viel wie von der KMK bisher prognostiziert.
https://www.spiegel.de/panorama/bildung/kultusminister-rechnen-neu-lehrkraefte-luecke-deutlich-groesser-als-gedacht-a-80573c36-0877-4f43-ab2d-878319f308da
Wegen Lehrermangel Schule bis auf weiteres geschlossen.

RagnarDanneskjoeld

Zitat von: lotsch in 09.12.2023 09:08
Wegen Lehrermangel Schule bis auf weiteres geschlossen.

Führen wir eben G7 ein. Passt doch.

Caesar42

Zitat von: MasterNoname89 in 09.12.2023 07:54
Zitat von: Bastel in 09.12.2023 00:42

Die absoluten Zahlen sind aber nicht relevant. Sollte man als gebildeter Mensch eigentlich wissen.

Mal schauen wann das beste Ergebnis aller Anzeigen kommt.


Derartige Aussagen bitte ich hier zu unterlassen!!! Wir sind hier in diesem Forum unter Unseresgleichen und ich bin der Meinung, dass man es ungebildet nicht durch die Laufbahnprüfung schaffen wird. Und dass man solche Kommentare unterlässt, hat auch nichts mit Bildung sondern mit allgemeinen Umgangsformen zu tun. Aber auch da ist leider die Beamtenschaft nur ein trauriges Spiegelbild der Gesellschaft geworden! Traurig, aber das schaffen meine beiden Kinder im Alter von 6 und 9 Jahren besser!

Soviel dazu ...


In Bezug auf die Aussage, dass es nicht auf die absoluten Zahlen ankommt, kann ich dir nur teilweise zustimmen. Ja, zum Vergleich ist die prozentuale Steigerung als relevante Größe anzusehen.

Die absolute Steigerung hat dennoch ihre Relevanz und macht deutlich, warum niedrigere Einkommen verhältnismäßig stärker steigen müssen.

Wir nehmen jetzt mal die o.g. Zahlen und betrachten mal dabei nicht, dass Miete und andere Zuwendungen zusätzlich durch den Staat gezahlt werden. Ein einfaches symbolisches Rechenbeispiel:

A ist Arbeitssuchend und Bürgergeldempfänger seit jeher
B ist Beamter in A10 seit jeher


Um sich und die Familie zu verpflegen, brauchen beide 100 Brötchen im Monat. 1 Brötchen kam damals 0,20 € und jetzt 0,70 € ... ist eine Steigerung in dieser Zeit um 250 %.

Absolut bedeutet das, dass es von 20 € auf 70 € gegangen ist, um rein sein Grundbedürfnis "Ernährung" sicherzustellen.

In Bezug auf die Steigerung bei dem Bürgergeldempfänger, macht diese Steigerung ca. 23 % der Gesamterhöhung aus. Beim Beamten ist dieser Anteil gerade mal bei 3,82 %. Für A bleiben für alle anderen Kostensteigerungen unterm Strich noch 168 € und für B unterm Strich noch 1257 €.

Das ist nur symbolisch, aber sollte jedem zu verstehen geben, dass die absoluten Zahlen doch nicht ganz irrelevant sind.

Der Warenkorb anhand dessen die Inflation berechnet wird, setzt sich aus mehreren, teilweise auch Luxusgütern zusammen. Nicht alles davon wird genau in dem Maß teurer wie die Inflationsrate im entsprechenden Zeitraum liegt. Es ist eine reine Richtgröße.


Nochmal, nicht dass ich hier falsch verstanden werde: Auch ich als Beamter bin daran interessiert, eine dem Amt angemessene und faire Besoldung zu erhalten! Der Weg dahin ist aber nicht von den derzeitigen Tarifverhandlungen abhängig. Auch sehe ich es genauso, dass jeder der einfach keinen Bock hat, arbeiten zu gehen, nicht noch dafür übermäßig belohnt werden sollte. Es gibt aber auch Menschen, die auf dieses Geld angewiesen sind und nicht arbeiten können. Und auch die darf man in unserer Gesellschaft nicht vergessen

Na dann rechne noch Befreiung GEZ, Klassenfahrtenzuschuss, Schulbücher, Ermäßigung bei Veranstaltungen usw. hinzu.


Gabi1978

Zitat von: Caesar42 in 09.12.2023 10:15
Zitat von: MasterNoname89 in 09.12.2023 07:54
Zitat von: Bastel in 09.12.2023 00:42

Die absoluten Zahlen sind aber nicht relevant. Sollte man als gebildeter Mensch eigentlich wissen.

Mal schauen wann das beste Ergebnis aller Anzeigen kommt.


Derartige Aussagen bitte ich hier zu unterlassen!!! Wir sind hier in diesem Forum unter Unseresgleichen und ich bin der Meinung, dass man es ungebildet nicht durch die Laufbahnprüfung schaffen wird. Und dass man solche Kommentare unterlässt, hat auch nichts mit Bildung sondern mit allgemeinen Umgangsformen zu tun. Aber auch da ist leider die Beamtenschaft nur ein trauriges Spiegelbild der Gesellschaft geworden! Traurig, aber das schaffen meine beiden Kinder im Alter von 6 und 9 Jahren besser!

Soviel dazu ...


In Bezug auf die Aussage, dass es nicht auf die absoluten Zahlen ankommt, kann ich dir nur teilweise zustimmen. Ja, zum Vergleich ist die prozentuale Steigerung als relevante Größe anzusehen.

Die absolute Steigerung hat dennoch ihre Relevanz und macht deutlich, warum niedrigere Einkommen verhältnismäßig stärker steigen müssen.

Wir nehmen jetzt mal die o.g. Zahlen und betrachten mal dabei nicht, dass Miete und andere Zuwendungen zusätzlich durch den Staat gezahlt werden. Ein einfaches symbolisches Rechenbeispiel:

A ist Arbeitssuchend und Bürgergeldempfänger seit jeher
B ist Beamter in A10 seit jeher


Um sich und die Familie zu verpflegen, brauchen beide 100 Brötchen im Monat. 1 Brötchen kam damals 0,20 € und jetzt 0,70 € ... ist eine Steigerung in dieser Zeit um 250 %.

Absolut bedeutet das, dass es von 20 € auf 70 € gegangen ist, um rein sein Grundbedürfnis "Ernährung" sicherzustellen.

In Bezug auf die Steigerung bei dem Bürgergeldempfänger, macht diese Steigerung ca. 23 % der Gesamterhöhung aus. Beim Beamten ist dieser Anteil gerade mal bei 3,82 %. Für A bleiben für alle anderen Kostensteigerungen unterm Strich noch 168 € und für B unterm Strich noch 1257 €.

Das ist nur symbolisch, aber sollte jedem zu verstehen geben, dass die absoluten Zahlen doch nicht ganz irrelevant sind.

Der Warenkorb anhand dessen die Inflation berechnet wird, setzt sich aus mehreren, teilweise auch Luxusgütern zusammen. Nicht alles davon wird genau in dem Maß teurer wie die Inflationsrate im entsprechenden Zeitraum liegt. Es ist eine reine Richtgröße.


Nochmal, nicht dass ich hier falsch verstanden werde: Auch ich als Beamter bin daran interessiert, eine dem Amt angemessene und faire Besoldung zu erhalten! Der Weg dahin ist aber nicht von den derzeitigen Tarifverhandlungen abhängig. Auch sehe ich es genauso, dass jeder der einfach keinen Bock hat, arbeiten zu gehen, nicht noch dafür übermäßig belohnt werden sollte. Es gibt aber auch Menschen, die auf dieses Geld angewiesen sind und nicht arbeiten können. Und auch die darf man in unserer Gesellschaft nicht vergessen

Na dann rechne noch Befreiung GEZ, Klassenfahrtenzuschuss, Schulbücher, Ermäßigung bei Veranstaltungen usw. hinzu.

Und die Tatsache, dass die Lehrer aus eigener Tasche das Material der schüler_innen zahlen, wenn Mama wieder mal pleite ist (wo wohl der Zuschuss für Schulmaterial hin gekommen ist??!!)
Die Realität ist, dass ich einen Netto Stundenlohn von 15 Euro arbeite (ja, wir arbeiten echt viel!!) und ich mich echt verschaukelt werde, bei dem Zirkus grade!!!