Autor Thema: Lohnt sich Arbeit noch?  (Read 30517 times)

Opa

  • Gast
Antw:Lohnt sich Arbeit noch?
« Antwort #15 am: 06.11.2023 07:50 »

Thomber

  • Sr. Member
  • ****
  • Beiträge: 493
Antw:Lohnt sich Arbeit noch?
« Antwort #16 am: 06.11.2023 07:55 »
Diese Fragen und Gedanken sind wohl rein theoretischer Natur, denn kaum jemand, der einigermaßen verdient, wird auf Geld verzichten wollen. Die Menschen vom Typ "Aussteiger" sind eher selten, sodass sich die Regierung bei der Abwägung der Risiken bei einer Soz-Geld-Erhöhung über "Euch" keine Gedanken macht. Selbst, wenn man das Bürgergeld gleich nochmals um 10% erhöhen würde, würde hier wohl kaum jemand kündigen und die Beamten würden wohl kaum gleichzeitig dann auch noch auf ihre Pension verzichten.  Nee, glaub ich nicht.

Arbeit muss sich lohnen - ja, da sind sich wohl alle einig. Was das aber bedeutet ist Ansichtssache.... 


PS:  An Geld mangelt es hier NICHT!   Nur am Willen, es so zu verteilen, wie die Arbeitnehmer es wollen.  ;)

Organisator

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 5,615
Antw:Lohnt sich Arbeit noch?
« Antwort #17 am: 06.11.2023 07:57 »
Die Probleme liegen nunmal woanders, das Geld das dem Staat fehlt auch.
Stimmt. Hier liegt z.B. genug Geld, um ein bedingungsloses Grundeinkommen zu finanzieren:

https://www.welt.de/wirtschaft/article248230814/Wirtschaft-Volumen-der-Schwarzarbeit-steigt-auf-463-Milliarden-Euro.html#:~:text=Der%20Umfang%20der%20Schattenwirtschaft,WELT%20AM%20SONNTAG%20exklusiv%20vorliegt.

Wobei sich es der zitierte "Ökonom" es aber auch etwas einfach macht, wenn er davon ausgeht, dass Schwarzarbeit 1:1 in legale Erwerbstätigkeit übertragen werden kann. Einerseits wird es immer mangels vollständiger Kontrollmöglichkeit eine Sockel-Schwarzarbeit geben und zum anderen stellt sich für manche Leute nicht die Frage nach "Schwarz oder mit Rechnung" sondern "Schwarz oder gar nicht". Hier wäre eher mal zu schauen, in welchem Verhältnis Schwarzarbeit zu legaler Arbeit steht um Schlüsse ziehen zu können.

Zinc

  • Sr. Member
  • ****
  • Beiträge: 335
Antw:Lohnt sich Arbeit noch?
« Antwort #18 am: 06.11.2023 08:38 »
Ich würde da eher mal der Gewerkschaft meines Vertrauens auf die Finger klopfen, denn die hat es jahrelang versäumt in den unteren Entgeltgruppen massive Lohnerhöhungen zu erkämpfen...

Totaler Quatsch, gerade die unteren Entgeldgruppen haben doch in den letzten Jahren profitiert, sodass der Abstand innerhalb der Tabelle total unausgeglichen ist und es sich finanziell in vielen Bereichen gar nicht mehr lohnt, beispielsweise Leitungstätigkeiten auszuüben, weil der Lohnunterschied zur Gehaltsgruppe darunter so gering ist.

ElBarto

  • Full Member
  • ***
  • Beiträge: 153
Antw:Lohnt sich Arbeit noch?
« Antwort #19 am: 06.11.2023 08:40 »
Mit Sicherheit kein uninteressantes Thema in dieser Zeit.

Wenn man die Beispielrechnung sieht möchte man als Alleinverdiener kotzen, der in mit 40H noch knapp unter dem Bürgergeldbezug liegt. Gut, nur 1 Kind, dafür aber Heizung, Strom usw. selbst zu blechen.

An sich ist es ja eine gute Sache, dass der Staat Leuten hilft, wem in welchem Umfang und warum geholfen wird müsste halt besser kontrolliert werden.

Das eine alleinerziehende Mutti mit kleinem/kleinen Kind(ern) nicht oder zumindest nicht Vollzeit arbeiten kann um über die Runden zu kommen (wenn sie denn einen ausreichend zahlenden Job hätte) sollte jedem einleuchten.

Biersaufend und rauchend den ganzen Tag vor der Glotze zu sitzen und mit knapp 500 EUR im Monat auszukommen, das muss man erstmal wollen und bei entsprechendem Konsum auch finanzieren können.

Die breite Masse an Beziehern -und das ist denke ich das Hauptproblem- entspricht aber nicht der deutschen Durchschnittsfamilie sondern ist zugewandert und hat deutlich mehr als die Durchschnittszahl an Kindern, hat teilweise Probleme mit der Sprache und den Werten, weiß aber vorzüglich wie man den Sozialstaat richtig ausnutzt.
 Kleine Nebeneinkünfte gibt es sicherlich auch und irgendwer ist auch noch selbstständig und das obligatorische dicke Auto - unterhalb eines 3er BMW geht es ja nicht- wird darüber geleast -anders kann ich es mir nicht vorstellen-.
Dieses Bild haben viele und fühlen sich damit von der Politik alleingelassen.


Wenn ich dann im Bekanntenkreis sehe was Leute im Dienstleistungsgewerbe verdienen dann verstehe ich nicht warum es hier überhaupt noch Leute gibt die da arbeiten. Ich meine hier nichtmal das Handwerk, das hätte goldenen Boden aber keine anständigen Arbeiter mehr. Eine Bekannte (1-Zimmerwohnung gemietet) ging nach 20 Jahren Arbeit als Floristin mit etwas über 1300 EUR netto heim. Dann muss man aber ja noch vorsorgen weil wenn man nicht von Vater Staat lebt ist sowas ja wichtig, also gehen inklusive Miete, Nebenkosten und Versicherungen 800 EUR Minimum jeden Monat weg. Dafür steht man knapp 40 Stunden im Laden, darf buckeln, freundlich sein und wegen blöder Arbeitszeiten und noch blöderer Chefin hat man täglich 2 Stunden Mittags zu wodurch die Tagesarbeitszeit eher 10 Stunden sind. Man hat zwar einen freien Tag in der Woche, dafür ist Samstags halbtags offen....

Und neben Floristen gibt es noch zig andere Berufe die ähnlich schlecht zahlen.

Wer in einem solchen Job 40 Jahre und mehr arbeitet hat am Ende nicht mehr Rente als der lebenslange "Hartzer"....

Darum machen mich die Summen welche manche vom Staat kassieren schon wütend und ich denke man müsste hier etwas ändern.

Ob ein bedingungsloses Grundeinkommen die Lösung ist , weiß ich nicht, immerhin würde sich dadurch vermutlich vieles einfach verteuern.

Auf der anderen Seite bin ich Vater. Und denke mir wenn ich Sozialleistungen beziehen müsste/würde, dann wäre ich froh darum wenn ich meinem Kind dennoch etwas bieten kann....
Es ist einfach kein simples Thema das sich so einfach in einem Foreneintrag erledigen lässt.

Thomber

  • Sr. Member
  • ****
  • Beiträge: 493
Antw:Lohnt sich Arbeit noch?
« Antwort #20 am: 06.11.2023 08:57 »
Ich würde da eher mal der Gewerkschaft meines Vertrauens auf die Finger klopfen, denn die hat es jahrelang versäumt in den unteren Entgeltgruppen massive Lohnerhöhungen zu erkämpfen...

Totaler Quatsch, gerade die unteren Entgeldgruppen haben doch in den letzten Jahren profitiert, sodass der Abstand innerhalb der Tabelle total unausgeglichen ist und es sich finanziell in vielen Bereichen gar nicht mehr lohnt, beispielsweise Leitungstätigkeiten auszuüben, weil der Lohnunterschied zur Gehaltsgruppe darunter so gering ist.

YES, so ist es!
Z.B.: Der gD ist in einer unangenehmen Sandwichposition. Während man nach oben kaum weiterkommt, drückt es von unten massiv nach...  Und während man den Mindestlohn erhöht, fragt sich der Vorarbeiter, der Schichtleiter und der Direktor, wo der Abstand zwischen angelernter Hilfskraft und Fachkraft hin ist.....   Das alte Problem....

Unknown

  • Sr. Member
  • ****
  • Beiträge: 401
Antw:Lohnt sich Arbeit noch?
« Antwort #21 am: 06.11.2023 09:01 »
Ich würde da eher mal der Gewerkschaft meines Vertrauens auf die Finger klopfen, denn die hat es jahrelang versäumt in den unteren Entgeltgruppen massive Lohnerhöhungen zu erkämpfen...

Totaler Quatsch, gerade die unteren Entgeldgruppen haben doch in den letzten Jahren profitiert, sodass der Abstand innerhalb der Tabelle total unausgeglichen ist und es sich finanziell in vielen Bereichen gar nicht mehr lohnt, beispielsweise Leitungstätigkeiten auszuüben, weil der Lohnunterschied zur Gehaltsgruppe darunter so gering ist.
Demnach ist wohl die Schlussfolgerung, dass die Gewerkschaften weiterhin auf absoluter Linie versagt haben, dass sie es haben zugelassen, dass die oberen Entgeltgruppen auf ihrem Niveau verharren. Mag sein das die Tabelle total unausgeglichen ist, aber wo willst du da die Grenze ziehen? Alleine von den Zahlen her, wenn Ungelernte mehr als Summe X bekommen, ist das gerecht? Wer definiert, wieviel diese verdienen sollen?

OrganisationsGuy

  • Full Member
  • ***
  • Beiträge: 197
Antw:Lohnt sich Arbeit noch?
« Antwort #22 am: 06.11.2023 09:41 »
Ich finde es unmöglich die Leistungsnezieher unter Pauschalverdacht als faul und unfähig in alle Lebenslagen darzustellen. Ich hoffe das Posting wird noch gelöscht werden.
Wenn das Bürgergeld doch so schön und soviel ist, so steht es doch jedem frei dieses in Anspruch zu nehmen. Ich würde da eher mal der Gewerkschaft meines Vertrauens auf die Finger klopfen, denn die hat es jahrelang versäumt in den unteren Entgeltgruppen massive Lohnerhöhungen zu erkämpfen. Meiner Meinung nach ist nicht das Bürgergeld zu hoch sondern das Entgelt viel zu niedrig. Da würde ich ansetzen anstatt auf die Bürgergeldempfänger zu hetzen. Diese nutzen das Instrument eines Sozialstaates und es steht denen schlichtweg zu, ob es einem passt oder nicht.
Deshalb sollte sich der eine Nutzer an seine Gewerkschaft wenden und da Druck für höhere Löhne machen.

In aktuellen Reportagen über die Bürgergeldstreichung in Italien wird berichtet, dass zukünftig 80 % von den Bürgergeldbeziehern keine Leistung mehr erhalten, da sie die streng angezogenen Voraussetzungen nicht mehr erfüllen.

Ich würde mal behaupten, in Deutschland sähe das ähnlich aus. Man kennt hier in kleineren Städten die Pappenheimer schon zu hauf und sieht die auch wöchentlich privat. Da gibt's dann Leistungsbezieher, die mit einem Rollator aufs Amt kommen um Anträge und Dokumente einzureichen, aber wenn's dann mal ein Festzelt mit Dorfparty gibt, dann tanzen die da zwischen den ganzen 18-Jährigen ohne jegliche Gehhilfe über 3 Stunden ausgiebig während Alkohol konsumiert wird.

Im entfernteren Bekanntenkreis gibt es auch Personen, die man nicht als Freunde bezeichnen würde, von denen man auch immer wieder hört, wie sie körperlich absolut nicht in der Lage sind sich im Arbeitsleben zu beteiligen. Einmal im Monat Cart fahren oder Lasertag spielen ist dabei gar kein Problem.

In der Familie werden Wohnungen vermietet. Ein Mieter bezieht seit 10 Jahren Leistungen durchs Amt, die direkt an den Vermieter geleistet werden. Der Kerl handelt in seiner angemieteten Fläche (altes Fachwerkhaus mit anliegender Scheune) mit Fernsehern, Laptops, Autos und Kühlschränken. Der Mieter fährt einen Mercedes G-Klasse. Listenpreis ab 100k+.

Dann hätten wir da noch den gesamten Remmo-Clan, der immer mal wieder in den Medien ist. Bei der Aussage pauschalisiere ich einfach mal, aber der Großteil von denen bezieht Leistungen obwohl schwerst kriminell und absolut arbeitsfähig.

In der Gesamtbetrachtung ist die Erschleichung von Leistungen zu einfach. Es wird seit Jahrzenten praktiziert und mit jedem Jahr gucken sich das mehr Leute ab.

MoinMoin

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 4,911
Antw:Lohnt sich Arbeit noch?
« Antwort #23 am: 06.11.2023 09:59 »
Darum machen mich die Summen welche manche vom Staat kassieren schon wütend und ich denke man müsste hier etwas ändern.
Mich würde einfach mal interessieren, welche dieser Leistungen man kürzen könnte oder sollte.
Denn ein Großteil der Summern die kassiert werden sind ausweislich doch nur Grundbedürfnisse die gestillte werden.
Also was könnte man überhaupt kürzen oder was in der Berechnung der höhe des Bürgergeldes ist fehlerhaft, so dass eine Kürzung überhaupt möglich wäre?

Da ein Großteil der BG Empfänger ja nicht arbeitslose Erwerbsfähige sind, sondern aus einem anderen Bedürftigen Lager, könnte man uU darüber nachdenken, dass ein arbeitsloser Erwerbsfähiger BG Empfänger weniger Bürgergeld erhalten sollte.

Zum zweiten anstelle eine bedingungsloses Grundeinkommen, könnte man ebenfalls darüber nachdenken, dass mehr von dem eigenem Lohn insbesondere pro Kind nicht angerechnet wird, wenn man BGler ist, damit sich der Abstand zwischen BG und zuschuss empfänger vergrößert, dann lohnt sich die Arbeit auch mehr.

und natürlich muss der Mindestlohn offensichtlich soweit angehoben werden, dass der Abstand sich lohnt zum BG.

Aber unterm Strich bleibt für mich die Kernfrage für alle die sich über die Höhe des BGs ärgern:
Was wäre eine angemessene Höhe, und wie soll sie errechnet werden?

MoinMoin

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 4,911
Antw:Lohnt sich Arbeit noch?
« Antwort #24 am: 06.11.2023 10:02 »
In der Gesamtbetrachtung ist die Erschleichung von Leistungen zu einfach. Es wird seit Jahrzenten praktiziert und mit jedem Jahr gucken sich das mehr Leute ab.
Sicher, aber wenn euch bekannt ist, dass der BGler mit Waren dealt und G Klasse fährt, dann ist es traurig, dass dies das Amt nicht weiß und nicht von euch in Kenntnis gesetzt wird, oder sofern schon geschehen, zu dämlich ist es mit sich machen zu lassen.

Flying

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 502
Antw:Lohnt sich Arbeit noch?
« Antwort #25 am: 06.11.2023 10:09 »
Wie kann man eigentlich so neidisch auf andere sein?

Ich will gar nicht bestreiten, dass das vielleicht ungerecht ist - aber ich gucke doch in erster Linie für mich und meine Familie.. und da gibt es keinen Grund für Neid..
Alles andere ist mir eigentlich relativ egal..

OrganisationsGuy

  • Full Member
  • ***
  • Beiträge: 197
Antw:Lohnt sich Arbeit noch?
« Antwort #26 am: 06.11.2023 10:12 »
In der Gesamtbetrachtung ist die Erschleichung von Leistungen zu einfach. Es wird seit Jahrzenten praktiziert und mit jedem Jahr gucken sich das mehr Leute ab.
Sicher, aber wenn euch bekannt ist, dass der BGler mit Waren dealt und G Klasse fährt, dann ist es traurig, dass dies das Amt nicht weiß und nicht von euch in Kenntnis gesetzt wird, oder sofern schon geschehen, zu dämlich ist es mit sich machen zu lassen.

Ich spiele sicherlich keine private Ordnungspolizei gegenüber Personen, die hochgradig kriminell sind. Wenn das auf irgendeine Art und Weise herauskommt, wird das sicherlich private Konsequenzen mit sich ziehen. Der Staat verkackt es mit seinen Almosen, weil einfach zu viel herausgeworfen wird, ohne die wirkliche Notwendigkeit abzuwägen. Diese Unrechtmäßigkeit bügeln wir bereits mit unseren Steuern aus, ich sehe es nicht ein aufgrund von privaten Anzeigen hier noch mein privates Wohlergehen zu riskieren.

OrganisationsGuy

  • Full Member
  • ***
  • Beiträge: 197
Antw:Lohnt sich Arbeit noch?
« Antwort #27 am: 06.11.2023 10:15 »
Wie kann man eigentlich so neidisch auf andere sein?

Ich will gar nicht bestreiten, dass das vielleicht ungerecht ist - aber ich gucke doch in erster Linie für mich und meine Familie.. und da gibt es keinen Grund für Neid..
Alles andere ist mir eigentlich relativ egal..

Und das ist auch die Einstellung, die Arbeitgeber früher vertreten haben, weshalb die Kollegen niemals untereinander übers Gehalt sprechen sollten. Das wird ja heutzutage in einigen Bereichen noch als verpönt angesehen.

Wenn du nicht links und rechts schaust, wirst du auch nie erfahren, dass du eventuell ausgebeutet oder abgezockt wirst. Der Abzocker freut sich über deine Einstellung.

Johann

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 730
Antw:Lohnt sich Arbeit noch?
« Antwort #28 am: 06.11.2023 10:17 »
Wenn ich nicht gerade dabei wäre, Vermögen aufzubauen und u.a. eigene Immobilien zu besitzen und stattdessen lediglich von Gehalt zu Gehalt und zur Miete leben würde, würde ich mit Sicherheit ebenfalls darüber nachdenken, meine Arbeitstätigkeit einzustellen. Da ich aber mit jedem Monat Vermögen aufbaue und mir das nur leisten kann, weil ich arbeiten gehe und es (vernünftigerweise) erwartet würde, dass ich mein bisheriges Vermögen vor dem Bezug von Sozialleistungen aufbrauchen würde, werde ich auch weiterhin an vier Tagen pro Woche zum Arbeiten aufstehen.

Zugegeben, meine Lebensrealität unterscheidet sich wohl ziemlich von der im Anfangspost beschriebenen, da ich weder Kinder habe, noch haben möchte und ganz generell nur schauen muss, dass ich selber versorgt bin. Das vereinfacht den Vermögensaufbau schon recht deutlich und länger als bis 60 werde ich auch nicht arbeiten müssen. Sofern jetzt nicht alles komplett den Bach runtergeht, wird das sogar noch wesentlich früher möglich sein. Und das ohne, dass ich heute großartig auf etwas verzichten müsste.

Hugo Stieglitz

  • Full Member
  • ***
  • Beiträge: 154
Antw:Lohnt sich Arbeit noch?
« Antwort #29 am: 06.11.2023 10:24 »
Die Menschen richten sich in einem Sozialsystem ein. Es ist naiv zu glauben, dass es anders sei. Ist bei der Rentenversicherung genauso. Altersvorsorge ist ein Grund, warum Kinder in die Welt gesetzt werden. In Deutschland macht das die Rentenversicherung. Das Ergebnis ist bekannt.
Beim BG ist es ähnlich. Unter den ukrainischen Flüchtlingen hat Deutschland die niedrigste Zahl an Erwerbstätigen im EU-Vergleich. Die Gastronomie sucht Personal. Hier können auch weniger Qualifizierte einsteigen. Trotzdem bleibt es bei 3,9 Mio erwerbsfähigen BG-Empfängern. Es hat nichts mit Neid zu tun, diese Umstände anzuprangern.