Autor Thema: Lohnt sich Arbeit noch?  (Read 30612 times)

BAT

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Antw:Lohnt sich Arbeit noch?
« Antwort #360 am: 28.11.2023 09:14 »
Unsere Kultusministerin hat keinen Berufs- oder Studienabschluss.

https://de.wikipedia.org/wiki/Julia_Willie_Hamburg

Floki

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Antw:Lohnt sich Arbeit noch?
« Antwort #361 am: 28.11.2023 09:26 »
Bin ich der einzige, der Aiwangers Aussagen erfrischend ehrlich fand?
Nein, bist du sicher nicht. Ich teile sogar manche seiner Ausführungen. Aber das ist mit einem so so so schrecklichem Populismus vorgetragen. Ne, da krieg ich zu viel. Das disqualifiziert jeden Inhalt.

Der Typ hat den Populismus neu erfunden - kann man sich nicht ausdenken: Ein Schweinebauer wirft anderen Leute vor ihn Schweinebauer zu nennen, obwohl sie ihn nie Schweinebauer genannt haben ;-)   Wer es verpasst hat: Schaut euch die Sendung nochmal in der Mediathek an - der entlarvt sich auf allen Ebenen selbst. Das Problem ist, dass Teile seiner Wähler ihn als Jugend-Antisemiten noch viel geiler fanden.

Vom Staats- und Gesellschaftsverständnis (aber auch intellektuell) sind ihm die Leute, die er verunglimpft um Meilen vorraus. (und nicht nur die, auch viele aus dem Rest des politischen Spektrums) Da ist er wie der große, starke  (aber ein wenig dümmliche) Bully aus einer Grundschulklasse, der die Klugen mobbt weil er sich so stärker fühlt.
Aiwanger als Jugend-Antisemiten zu bezeichnen und zu unterstellen, dass ein nennenswerter Teil der bayerischen Wähler, das "noch geiler fanden", ist natürlich überhaupt nicht populistisch.

Auch wenn Bildung nicht mit einem Berufsabschluss gleich zu setzen ist, so hat Aiwanger immerhin einen. Kann man über führende Leute bei den Grünen und der SPD nicht behaupten.

a propos Antisemitismus, wie geht es eigentlich Greta Thunberg?

Also ist jetzt in Ordnung populistischen Mist von sich zu geben, wenn man zumindest einen Berufsabschluss hat? Oder was möchtest Du jetzt mit deinem Beitrag suggerieren?

Im Übrigen kann man jederzeit auf Andere zeigen, die genauso schlimm oder schlimmer sind, bessert das dann das eigene Verhalten?

Pham Nuwen

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Antw:Lohnt sich Arbeit noch?
« Antwort #362 am: 28.11.2023 10:37 »
Also ist jetzt in Ordnung populistischen Mist von sich zu geben, wenn man zumindest einen Berufsabschluss hat? Oder was möchtest Du jetzt mit deinem Beitrag suggerieren?

Nicht nur populistischen Mist ... Denn wie jeder weiß qualifizieren Abschlüsse auch für die ordnungsgemäße Verwaltung und Pflege schwarzer Kassen, windige Geschäfte zu Lasten der vorgeblich vertretenen Bürger (siehe u.a. die CSU-Maskenmillionendeals und die Masken-Affäre von Jens Spahn) und schlichtweg notorischen Pfusch im Amt (siehe die lange Liste der CSU-Verkehrsminister und ihre diversen Scherbenhaufen, von Bahn bis Maut). Na Hauptsache mit "Berufsabschluss" ...  ;D

Hugo Stieglitz

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Antw:Lohnt sich Arbeit noch?
« Antwort #363 am: 28.11.2023 12:04 »
Bin ich der einzige, der Aiwangers Aussagen erfrischend ehrlich fand?
Nein, bist du sicher nicht. Ich teile sogar manche seiner Ausführungen. Aber das ist mit einem so so so schrecklichem Populismus vorgetragen. Ne, da krieg ich zu viel. Das disqualifiziert jeden Inhalt.

Der Typ hat den Populismus neu erfunden - kann man sich nicht ausdenken: Ein Schweinebauer wirft anderen Leute vor ihn Schweinebauer zu nennen, obwohl sie ihn nie Schweinebauer genannt haben ;-)   Wer es verpasst hat: Schaut euch die Sendung nochmal in der Mediathek an - der entlarvt sich auf allen Ebenen selbst. Das Problem ist, dass Teile seiner Wähler ihn als Jugend-Antisemiten noch viel geiler fanden.

Vom Staats- und Gesellschaftsverständnis (aber auch intellektuell) sind ihm die Leute, die er verunglimpft um Meilen vorraus. (und nicht nur die, auch viele aus dem Rest des politischen Spektrums) Da ist er wie der große, starke  (aber ein wenig dümmliche) Bully aus einer Grundschulklasse, der die Klugen mobbt weil er sich so stärker fühlt.
Aiwanger als Jugend-Antisemiten zu bezeichnen und zu unterstellen, dass ein nennenswerter Teil der bayerischen Wähler, das "noch geiler fanden", ist natürlich überhaupt nicht populistisch.

Auch wenn Bildung nicht mit einem Berufsabschluss gleich zu setzen ist, so hat Aiwanger immerhin einen. Kann man über führende Leute bei den Grünen und der SPD nicht behaupten.

a propos Antisemitismus, wie geht es eigentlich Greta Thunberg?

Also ist jetzt in Ordnung populistischen Mist von sich zu geben, wenn man zumindest einen Berufsabschluss hat? Oder was möchtest Du jetzt mit deinem Beitrag suggerieren?

Im Übrigen kann man jederzeit auf Andere zeigen, die genauso schlimm oder schlimmer sind, bessert das dann das eigene Verhalten?
Ich wollte auf Warnstreiks kognitive Dissonanz hinweisen, Aiwanger Populismus vozuwerfen und selbst genau das Gleiche zu betreiben, garniert mit Vorwürfen es fehle an Anstand.

Gleichsam fabulierte er oder sie von der intellektuellen Überlegenheit der von Aiwanger kritisierten. Unglücklicherweise lässt sich diese Überlegenheit nicht durchgehend in Studien- und Berufsabschlüssen messen. Nun es muss nicht jeder einen Studienabschluss haben, aber so einen Nachweis, dass man mal drei oder vier Jahre am Stück irgendwo erschienen ist und nicht obdachlos war, würde ich, mit Blick auf die großen Herausforderungen, und die Vorbildfuntion unseres Landes für die ganze Welt, schon begrüßen.


Herbert Meyer

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Antw:Lohnt sich Arbeit noch?
« Antwort #365 am: 28.11.2023 13:00 »
https://www.noz.de/deutschland-welt/panorama/artikel/berlin-und-das-muellproblem-eine-politik-der-verwahrlosung-45522969

Da ich Fernreisen aus Umweltgründen ablehne, bin ich ganz gut in Europa rumgekommen und habe nahezu jede Hauptstadt des geografischen Europas besucht. Von Reykjavík bis Kiew, von Helsinki bis Rom. Und ich muss leider sagen: Berlin ist einfach mit ganz, ganz weitem Abstand des größte Shithole mit der geringsten Lebensqualität, das ich jemals gesehen habe. Alles von oben bis unten vollgeschissen und mit Müll verunstaltet, ein Elendspublikum, das man ansonsten wohl nur im afrikanischen Wellblechdorf antrifft und vollständig verwahrlost. Es erfüllt mich immer wieder gleichermaßen mit Faszination und Entsetzen, dass dort tatsächlich freiwillig Menschen leben. Da würde ich selbst Belgrad oder sonstige vom Sozialismus geschädigten Städte vorziehen.

FGL

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Antw:Lohnt sich Arbeit noch?
« Antwort #366 am: 28.11.2023 13:40 »
Aiwanger als Jugend-Antisemiten zu bezeichnen und zu unterstellen, dass ein nennenswerter Teil der bayerischen Wähler, das "noch geiler fanden", ist natürlich überhaupt nicht populistisch.

Auch wenn Bildung nicht mit einem Berufsabschluss gleich zu setzen ist, so hat Aiwanger immerhin einen. Kann man über führende Leute bei den Grünen und der SPD nicht behaupten.

a propos Antisemitismus, wie geht es eigentlich Greta Thunberg?

Also ist jetzt in Ordnung populistischen Mist von sich zu geben, wenn man zumindest einen Berufsabschluss hat?
Es ist stets in Ordnung, "populistischen Mist" von sich zu geben, solange man nicht zu Gewalt gegen andere Menschen oder fremdes Eigentum aufruft.

Opa

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Antw:Lohnt sich Arbeit noch?
« Antwort #367 am: 28.11.2023 14:37 »
Es ist in Ordnung, sich über Leute zu beschweren, die populistischen Mist von sich geben.

Selbst wenn, oder gerade weil Menschen wie Aiwanger dann immer direkt mit der Meinungsfreiheit wedeln und dabei verkennen, dass die Gegenmeinung genau dasselbe Recht hat, geäußert zu werden.

BAT

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Antw:Lohnt sich Arbeit noch?
« Antwort #368 am: 28.11.2023 14:39 »

Selbst wenn, oder gerade weil Menschen wie Aiwanger dann immer direkt mit der Meinungsfreiheit wedeln und dabei verkennen, dass die Gegenmeinung genau dasselbe Recht hat, geäußert zu werden.

a) unzulässige Kohortenbildung
b) Nachweis im Falle Aiwanger?
c) Hetze im Netz?

Opa

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Antw:Lohnt sich Arbeit noch?
« Antwort #369 am: 28.11.2023 14:44 »

Selbst wenn, oder gerade weil Menschen wie Aiwanger dann immer direkt mit der Meinungsfreiheit wedeln und dabei verkennen, dass die Gegenmeinung genau dasselbe Recht hat, geäußert zu werden.

a) unzulässige Kohortenbildung
b) Nachweis im Falle Aiwanger?
c) Hetze im Netz?
Siehe oben.

BAT

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Antw:Lohnt sich Arbeit noch?
« Antwort #370 am: 28.11.2023 15:00 »
Wo hat Herr Aiwanger geäußert, dass andere Meinungen nicht geäußert werden dürfen?

Opa

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Antw:Lohnt sich Arbeit noch?
« Antwort #371 am: 28.11.2023 15:10 »
Wo hätte ich behauptet, dass er derlei gesagt hätte?

BAT

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Antw:Lohnt sich Arbeit noch?
« Antwort #372 am: 28.11.2023 15:15 »
Wo habe ich von einer Behauptung gesprochen?

Warnstreik

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Antw:Lohnt sich Arbeit noch?
« Antwort #373 am: 28.11.2023 16:32 »
Bin ich der einzige, der Aiwangers Aussagen erfrischend ehrlich fand?
Nein, bist du sicher nicht. Ich teile sogar manche seiner Ausführungen. Aber das ist mit einem so so so schrecklichem Populismus vorgetragen. Ne, da krieg ich zu viel. Das disqualifiziert jeden Inhalt.

Der Typ hat den Populismus neu erfunden - kann man sich nicht ausdenken: Ein Schweinebauer wirft anderen Leute vor ihn Schweinebauer zu nennen, obwohl sie ihn nie Schweinebauer genannt haben ;-)   Wer es verpasst hat: Schaut euch die Sendung nochmal in der Mediathek an - der entlarvt sich auf allen Ebenen selbst. Das Problem ist, dass Teile seiner Wähler ihn als Jugend-Antisemiten noch viel geiler fanden.

Vom Staats- und Gesellschaftsverständnis (aber auch intellektuell) sind ihm die Leute, die er verunglimpft um Meilen vorraus. (und nicht nur die, auch viele aus dem Rest des politischen Spektrums) Da ist er wie der große, starke  (aber ein wenig dümmliche) Bully aus einer Grundschulklasse, der die Klugen mobbt weil er sich so stärker fühlt.
Aiwanger als Jugend-Antisemiten zu bezeichnen und zu unterstellen, dass ein nennenswerter Teil der bayerischen Wähler, das "noch geiler fanden", ist natürlich überhaupt nicht populistisch.

Auch wenn Bildung nicht mit einem Berufsabschluss gleich zu setzen ist, so hat Aiwanger immerhin einen. Kann man über führende Leute bei den Grünen und der SPD nicht behaupten.

a propos Antisemitismus, wie geht es eigentlich Greta Thunberg?

Also ist jetzt in Ordnung populistischen Mist von sich zu geben, wenn man zumindest einen Berufsabschluss hat? Oder was möchtest Du jetzt mit deinem Beitrag suggerieren?

Im Übrigen kann man jederzeit auf Andere zeigen, die genauso schlimm oder schlimmer sind, bessert das dann das eigene Verhalten?
Ich wollte auf Warnstreiks kognitive Dissonanz hinweisen, Aiwanger Populismus vozuwerfen und selbst genau das Gleiche zu betreiben, garniert mit Vorwürfen es fehle an Anstand.

Gleichsam fabulierte er oder sie von der intellektuellen Überlegenheit der von Aiwanger kritisierten. Unglücklicherweise lässt sich diese Überlegenheit nicht durchgehend in Studien- und Berufsabschlüssen messen. Nun es muss nicht jeder einen Studienabschluss haben, aber so einen Nachweis, dass man mal drei oder vier Jahre am Stück irgendwo erschienen ist und nicht obdachlos war, würde ich, mit Blick auf die großen Herausforderungen, und die Vorbildfuntion unseres Landes für die ganze Welt, schon begrüßen.

Erstmal ein wohlgemeinter Rat: Wenn du schon schicke Fachwörter benutzt um klug zu klingen, mach dir wenigstens die Arbeit sie vorher mal nachzuschlagen. Ich kann dir versichern, dass ich  bei dem Thema in keinem Zustand irgendeiner kognitiven Dissonanz feststecke - meine Wahrnehmungen, Gefühle und Überzeugungen sind hier glasklar.

Die Wahrnehmung bzgl. Flugblattaffaire und früherer Einstellung in Bezug auf die Wähler kommt nicht von ungefähr: Die Affäre hat ihm und der Partei geholfen. Das haben sowohl Wählerbefragungen als auch das Ergebnis gezeigt.

Den Rückschluss auf die intellektuelle Überlegenheit ziehe ich einfach aufgrund persönlicher Beobachtung: Argumente, Für- und Gegenrede, öffentlich gezeigte Gedankengänge aber auch Empathie, Geschichtsfestigkeit und Realitätsnähe. Ich gebe aber zu: Das ist Subjektiv und nicht messbar.

Spannend finde ich aber Aussagen, die hier bei einigen kognitive Dissonanz auslösen müssten: Einerseits wird gerne die Taugenichtse-Argumentation aufgegriffen während gleichzeitig über Berufspolitiker gemeckert wird. Wer soll denn in unseren Parlamenten sitzen? Meine Sicht der Dinge: Wenn die Passion eines jungen Menschen die Politik ist und andere ihn in eine wichtige Position wählen, dann ist mir ein Studienabschluss genauso wurscht wie z.B. bei einem Spitzensportler. Wahrscheinlich haben 100% unserer Fussballnationalmannschaft keinen Berufs- oder Studienabschluss. Hat aber auch mit ihrem Job nichts zu tun.
Genauso wichtig sind aber die Parlamentarier, die vielleicht mit weniger Passion sondern mehr mit Lebenserfahrung dabei sind. Die Mischung machts. Am Ende sitzen eh Hauptsächlich Juristen und Lehrer in den Parlamenten - und eben Studienabbrecher und Schweinebauern ;-)

Hugo Stieglitz

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Antw:Lohnt sich Arbeit noch?
« Antwort #374 am: 29.11.2023 10:38 »
Zitat
meine Wahrnehmungen, Gefühle und Überzeugungen
Zitat
Die Wahrnehmung bzgl. ...
Zitat
Spannend finde ich...
Zitat
persönlicher Beobachtung

Ich merke schon, Du bist ein sehr gefühlsbetonter Mensch.  ;D

Das ist das Problem, denn was Du fühlst muss nicht wahr sein. Warum der Wähler in Bayern die Freien Wähler gewählt hat, weiß man nicht. Könnte auch eine Gegenreaktion auf eine so empfundene Wahlbeeinflussung sein. Wer weiß? vox populi vox dei.

Zitat
Meine Sicht der Dinge: Wenn die Passion eines jungen Menschen die Politik ist und andere ihn in eine wichtige Position wählen, dann ist mir ein Studienabschluss genauso wurscht wie z.B. bei einem Spitzensportler.
Das deckt sich mit dieser Aussage. Ob der Mensch eine Passion hat oder nicht, ist doch egal. Die Leistung zählt und nicht wer auf der letzten Weihnachtsfeier im Kreisverband Nacktbilder vom Vorsitzenden gemacht hat. Über welche Qualifikation ein Politiker verfügen sollte, ist sicher diskussionswürdig aber das man als Politiker gar keine Qualifikation braucht und Passion ausreicht ist ein Missstand, der sich in der Stammelei unseres Wirtschaftsministers im TV deutlich zeigt.