Autor Thema: Lohnt sich Arbeit noch?  (Read 30520 times)

Alien1973

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Antw:Lohnt sich Arbeit noch?
« Antwort #405 am: 01.12.2023 08:20 »
In Deutschland ist es halt viel schöner als im Rest von Europa und die wollen sich halt lieber das Land anschauen als zu arbeiten. Ganz einfache Erklärung...

Deswegen fährt trotzdem nicht jeder einen dicken Benz und beutet den Staat aus, aber dieses Klientel gibt es halt auch. Warum darf man das nicht sagen ohne gleich als räääächts abgestempelt zu werden? Das ist keine Meinung, sondern das ist ebenfalls Faktenlage.

Ist das gleiche wie wenn der Ali seine Lehre abschließt und dann mit Foto einen Bericht in der Lokalen Zeitung bekommt. Das ist schön, nur eben nicht die Regel. Und genau so verhält es sich mit den Ukrainern. 19 % in Arbeit sind schön, nur 19 % sind bei weitem keine Mehrheit und 19 % sind gegenüber 43 % im Rest von Europa nicht mal die Hälfte. Auch das ist keine Meinung sondern einfache Faktenlage.

Organisator

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Antw:Lohnt sich Arbeit noch?
« Antwort #406 am: 01.12.2023 08:44 »
In Deutschland ist es halt viel schöner als im Rest von Europa und die wollen sich halt lieber das Land anschauen als zu arbeiten. Ganz einfache Erklärung...

Komplexe Lösungen haben meist keine einfachen Erklärungen ;) --> siehe Sozialstaat ausbeuten und dicke Autos fahren.

Keeper83

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Antw:Lohnt sich Arbeit noch?
« Antwort #407 am: 01.12.2023 09:23 »
Also ich habe schon genügend Autos mit UA gesehen, welche ich mir niemals leisten könnte.

Eher ist die Mär vom armen Ukrainer zu hinterfragen. Wie immer gibt es beide Seiten, solche und solche...

Darf man ab einer bestimmten Automarke niht mehr vor Krieg und Terror fliehen?

Ndsftw

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Antw:Lohnt sich Arbeit noch?
« Antwort #408 am: 01.12.2023 09:32 »
https://www.tagesschau.de/wirtschaft/arbeitsmarkt/ukraine-fluechtlinge-arbeitsmarkt-haelfte-ueberqualifiziert-100.html

80% dieser Flüchtlinge sind Frauen, die Hälfte davon mit minderjährigen Kindern. Dass Frauen generell eine niedrigere Erwerbsquote haben und dass gerade Mütter nicht Vollzeit arbeiten können, sollte wohl nicht erwähnt werden müssen.

Opa

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Antw:Lohnt sich Arbeit noch?
« Antwort #409 am: 01.12.2023 09:39 »
Und die 57%, die in Deutschland Sprachkurse oder andere Bildungseinrichtungen besuchen, sind ebenfalls ein Faktor. Andere europäische Länder machen es halt nicht so wie wir. Ob man das gut oder schlecht findet, ist eine Frage der freien Meinungsäußerung. Die 19% undifferenziert aufzurufen, um damit eine negative Kritik direkt auf die Geflüchteten zu projizieren, ist Populismus.

Warnstreik

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Antw:Lohnt sich Arbeit noch?
« Antwort #410 am: 01.12.2023 10:00 »
Dass Frauen generell eine niedrigere Erwerbsquote haben und dass gerade Mütter nicht Vollzeit arbeiten können, sollte wohl nicht erwähnt werden müssen.

Zum einen halte ich deinen ersten Fakt (generell niedrigere Erwerbsquote) für richtig - aber ein Thema, was man angehen kann und sollte. Soweit ich weiß macht das SGBII keinen Unterschied zwischen Männern und Frauen - wenn also eine (auch vollzeit-) Arbeit angeboten wird, dann muss sie auch (den jeweiligen Regeln nach) angenommen werden.

Dein zweiter Punkt ist aber nicht zutreffend. Natürlich können Mütter Vollzeit arbeiten - wieso auch nicht?

Mamba

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Antw:Lohnt sich Arbeit noch?
« Antwort #411 am: 01.12.2023 10:25 »
Meine Schwester ist alleinerziehend mit zwei Kindern und arbeitet Vollzeit...verstehe nicht warum das immer bei alleinziehenden Müttern - egal welcher Nationalität - im Bürgergeldbezug nicht geht oder es als Ausrede genommen werden kann...

Des Weiteren darf man bei der Berechnung Bürgergeld vs. Erwerbseinkommen die monatlichen 18,36 € GEZ Befreiung nicht vergessen, außerdem gibt es für jedes Kind einen Sofortzuschlag i. H. v. 20 € monatlich...zinslose Darlehen, die mit nur 5% des Regelbedarfs getilgt werden müssen...wie bereits erwähnt die kostenfreie Mittagsverpflegung in der Kita, Gewährung Schulbedarf 116€ im August und 58 € im Februar eines jeden Jahres für jedes Kind.

Fakt ist, dass nach 1 1/2 Jahren in Deutschland von den ukrainischen Geflüchteten immer noch nur 19% arbeiten...wie man bereits bei anderen Geflüchteten gesehen hat, die bereits 8 Jahre hier sind, wird sich das nie groß ändern. Von einem Erfolg kann man doch erst bei 60% oder mehr sprechen. Da brauch man sich nicht vormachen.

Mein Senf dazu...

Opa

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Antw:Lohnt sich Arbeit noch?
« Antwort #412 am: 01.12.2023 10:34 »
wie man bereits bei anderen Geflüchteten gesehen hat, die bereits 8 Jahre hier sind, wird sich das nie groß ändern. Von einem Erfolg kann man doch erst bei 60% oder mehr sprechen. Da brauch man sich nicht vormachen.

Mein Senf dazu...
Stimmt, vormachen braucht man sich nichts. Wie viele von den anderen Geflüchteten, die seit 8 Jahren hier sind, gehen denn nach deiner Einschätzung arbeiten?

Hier findest du die Antwort für 2021, damit dürfte zwei Jahre später das von dir gesetzte Kriterium für einen Erfolg mittlerweile erreicht sein:

https://www.tagesschau.de/wirtschaft/fluechtlinge-arbeit-114.html


Warnstreik

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Antw:Lohnt sich Arbeit noch?
« Antwort #413 am: 01.12.2023 10:52 »
Ist das gleiche wie wenn der Ali seine Lehre abschließt und dann mit Foto einen Bericht in der Lokalen Zeitung bekommt. Das ist schön, nur eben nicht die Regel.

Wer ist denn "der Ali"? Und was ist den bei "dem Ali" die Regel? Kannst du deine gequirlte Rassistenkacke bitte woanders (oder am besten nirgendwo) absondern?

simon1979

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Antw:Lohnt sich Arbeit noch?
« Antwort #414 am: 01.12.2023 11:51 »
Meine Schwester ist alleinerziehend mit zwei Kindern und arbeitet Vollzeit...verstehe nicht warum das immer bei alleinziehenden Müttern - egal welcher Nationalität - im Bürgergeldbezug nicht geht oder es als Ausrede genommen werden kann...

Des Weiteren darf man bei der Berechnung Bürgergeld vs. Erwerbseinkommen die monatlichen 18,36 € GEZ Befreiung nicht vergessen, außerdem gibt es für jedes Kind einen Sofortzuschlag i. H. v. 20 € monatlich...zinslose Darlehen, die mit nur 5% des Regelbedarfs getilgt werden müssen...wie bereits erwähnt die kostenfreie Mittagsverpflegung in der Kita, Gewährung Schulbedarf 116€ im August und 58 € im Februar eines jeden Jahres für jedes Kind.

Fakt ist, dass nach 1 1/2 Jahren in Deutschland von den ukrainischen Geflüchteten immer noch nur 19% arbeiten...wie man bereits bei anderen Geflüchteten gesehen hat, die bereits 8 Jahre hier sind, wird sich das nie groß ändern. Von einem Erfolg kann man doch erst bei 60% oder mehr sprechen. Da brauch man sich nicht vormachen.

Mein Senf dazu...

Das Problem ist vielschichtiger und kann nicht so vereinfacht werden, wie es Populisten gerne hätten.

Man muß sich
1. die Situation der Geflüchteten anschauen (Single, Alleinerziehende Mütter mit Kindern, Senioren usw.),
2. die Situation der jeweiligen Länder (Ganztagesbetreuung ja/nein, communities bereits vor Ort usw.) und dann noch,
3. wie läuft das jeweilige Eingliederungsverfahren ab.

1. Kommen nach Deutschland hauptsächlich Alleinerziehende Mütter und Rentner und in die anderen Länder Single zwischen 20 und 40? Oder ist die Situation der Geflüchteten überall gleich?
2. In Frankreich, Polen und vielen anderen Ländern in der EU ist die Ganztagesbetreuung mittlerweile Normalität, während wir in Deutschland das eher Seltenheit ist.
3. In Deutschland wird ein Monate langer Integrationskurs vorgeschaltet und ist Pflicht. Wird dies in den anderen Ländern auch so gehandhabt oder gibt es das dort überhaupt nicht?

Meiner Meinung kann man die Situation in der EU und die Situation der Geflüchteten nur dann vergleichen, wenn man die o. g. Fragen und wahrscheinlich noch viele andere beantwortet hat.

Das die Höhe und die Bezugsdauer von Bürgergeld auch ein Rolle spielt, möchte ich gar nicht verneinen. Aber das ist m. M. nach nicht der einzige Grund.

Aber wir driften weit vom Thema ab.

Bauernopfer

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Antw:Lohnt sich Arbeit noch?
« Antwort #415 am: 01.12.2023 12:01 »
Und die 57%, die in Deutschland Sprachkurse oder andere Bildungseinrichtungen besuchen, sind ebenfalls ein Faktor. Andere europäische Länder machen es halt nicht so wie wir. Ob man das gut oder schlecht findet, ist eine Frage der freien Meinungsäußerung. Die 19% undifferenziert aufzurufen, um damit eine negative Kritik direkt auf die Geflüchteten zu projizieren, ist Populismus.
Ich wollte mit dem Hinweis der 19%-Quote lediglich die von dir genannten 143.000 sozialversicherungspflichtig arbeitenden Geflüchteten relativieren, ansonsten wäre die von dir aufgerufene Zahl zumindest genauso undifferenziert.
Im übrigen muss die vergleichsweise schlechte 19%-Quote nicht unbedingt als Kritik an den Geflüchteten verstanden werden. Die Frage ist doch, was läuft in Deutschland im Vergleich zu anderen Länderrn diesbezüglich anders, was machen diese besser, effektiver, unbürokratischer oder zielgerichteter?

Bauernopfer

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Antw:Lohnt sich Arbeit noch?
« Antwort #416 am: 01.12.2023 13:02 »
Warum muss man eigentlich eine Meinung vertreten, wenn es eine öffentlich zugängliche, verlässliche Faktenlage gibt, die diese Meinung widerlegt?
Hier die aktualisierte Meinung des Bundesarbeitsministers. Er will nun mit einem JOB-Turbo den Übergang zur Selbständigkeit unterstützen.
https://www.zeit.de/politik/deutschland/2023-10/ukraine-gefluechtete-arbeitsmarkt-buergergeld-sanktionen

tina92

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Antw:Lohnt sich Arbeit noch?
« Antwort #417 am: 01.12.2023 13:10 »
Ich verstehe nicht, warum den Kriegsflüchtlingen privat nicht mehr geholfen wird. Jeder der das will, kann doch unbegrenzt nach seinen Möglichkeiten Unterstützung leisten. Dadurch wäre doch der Staat entlastet und die ablehnende Haltung würde abnehmen.

Warnstreik

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Antw:Lohnt sich Arbeit noch?
« Antwort #418 am: 01.12.2023 13:18 »
Ich verstehe nicht, warum den Kriegsflüchtlingen privat nicht mehr geholfen wird. Jeder der das will, kann doch unbegrenzt nach seinen Möglichkeiten Unterstützung leisten. Dadurch wäre doch der Staat entlastet und die ablehnende Haltung würde abnehmen.

Und alle, die keinen privaten Sponsor finden landen dann auf der Straße? Ich denke, dass es genug Menschen gibt, die sich hier in der Hilfe engagieren - gerade bei der Unterkunft gibt es viele private Helfer (ich selbst kenne zwei), die damit auch die Haushalte entlasten.

Opa

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Antw:Lohnt sich Arbeit noch?
« Antwort #419 am: 01.12.2023 13:27 »
Richtig. Ich nehme aber durchaus wahr, dass sich Menschen -teilweise frustriert- aus ihrem ehrenamtlichen Engagement zurückziehen. Die Motivation derer, die ich kennengelernt habe, ist aber ganz sicher nicht, die Staatshaushalte zu entlasten. Das würde als Motivator auch kaum funktionieren, spätestens dann nicht, wenn du 2 geflüchtete Menschen kostenlos aufgenommen hast und die Stadt zum nächsten Jahreswechsel den Grundsteuerhebesatz um 35% anhebt, da käme sich sicherlich jeder verarscht vor.
Die ablehnende Haltung wird nicht abnehmen, egal was getan wird. Denn sie basiert wie man schon hier im Forum sehr genau sieht, auf Vorurteilen, Verallgemeinerungen, nachgeplapperten oder selbst erfundenen Lügenmärchen und nicht auf Tatsachen.