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Erfahrungen, Dienstherr verklagen

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Lisa4321:
Hallo,
ich habe meinen Dienstherr verklagt. Bzw. erstmal einen Anwalt eingeschaltet. Es geht um ein Stellenbesetzungsverfahren, was absolut unfair und nicht rechtens gelaufen ist.
Ich habe nun Angst, dass ich mir damit selbst ins Bein schieße und nie wieder - auch bei keinem anderen Dienstherren - Fuß fassen kann. Hat jemand Erfahrungen gemacht und vielleicht selbst mal geklagt?

Herbert Meyer:
Worauf soll diese Angst gründen? Es existiert kein öffentliches Verzeichnis, in welchem Beamte gelistet sind, die schon mal mit ihrem Dienstherren den Klageweg beschritten haben. Und die Weitergabe solcher Informationen von Dienstherren zu Dienstherren ist durch den Datenschutz i. V. m. weiteren Gesetzen unterbunden.

Faunus:
Hat Dein Anwalt Dich eine Vollmacht untetrschreiben lassen?
Hat er irgendwelche "Nachweise" verlangt?
usw.
Üblich: ein Anwalt wird im Normalfall nicht gleich zum Gericht laufen, sondern erst einmal ein anwaltliches Schreiben bezüglich der geschilderten Situation mit ein paar mehr oder weniger passenden Paragraphen dekoriert an Deinen Arbeitgeber schicken.

Dann wartet man die Fristsetzung ab.....

Weiter bin ich in den beiden Fällen in meinem Arbeitsleben nicht gekomme, da sofort 6 Monate rückwirkend zu meiner Zufriedneheit alles erledigt wurde.

Die Vorgänge, die durch die anwaltlichen Schreiben in Gang gesetzt wurden, sind in meiner Personalakte. Die beiden anwaltlichen Schreiben sowie meine "Einschreiben" zu diesen und zwei anderen Sachverhalten in den letzten 30 Jahren sind vor der Weitergabe zum nächsten Arbeitgebervertreter immer entfernt worden. Zumindest habe ich diese nie  bei verschiedenen Einsichten in meine Akte vorgefunden. Auch wurden meine VO immer von mir über meinen nächsten Schritt informiert - vor allem wenn ich "extern" gegangen bin.

Lisa4321:
Ich habe eine Vollmacht unterschrieben und es ist zum Verwaltungsgericht gegangen, weil das Stellenbesetzungsverfahren gestoppt werden musste. Bei uns auf der Arbeit ist es wirklich komisch.... Keiner redet mit mir... Mit Datenschutz haben die es auch nicht so.
Ich bewerbe mich schon woanders, aber habe eben Angst, dass ich es mir selbst versaue. Aber was da gemacht wird, ist wirklich nicht fair und ich bin die Leidtragende. :(

Faunus:
Der Vorgang klingt nach "Beamtenrecht" und da bin ich als Angestellter im ÖD außen vor.
Die Zukunft wirst Du Dir damit aber nicht versauen.

Hast Du Anhaltspunkte wegen der komischen Stimmung unter den Kollegen. Dann würde ich mir den VO, der darüber informiert ist, vorknöpfen. Das ist nicht jedem gegeben. Wenn Du dort Schwierigkeiten hast, .... nur Du kannst entscheiden, ob es Sinn macht, das Gespräch zu suchen, auszusitzen oder die Zelte abzubrechen.

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