Besoldungsrunde 2025-2028 Nordrhein-Westfalen

Begonnen von Admin, 14.02.2026 19:57

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NoRhWe

Zitat von: A8ReichtSchon in 19.02.2026 19:56Du hast natürlich vollkommen Recht. Kurz Fassung:

Eine amtsangemessene Besoldung soll ja attraktiv genug sein unter Abwägung von Funktion, Verantwortung und Stellung - ein Ziel der amtsangemessenen Besoldung ist zumindestens auch, dass der Beamte aus finanziellen Gründen nicht für Korruption befänglich sein sollen.

Was passiert aber nun, wenn ein Beamter über Jahre merkt, dass seine Besoldung nicht amtsangemessen erfolgt? Was lösen solche Tatsachen in einem Beamten wohl für Gedanken aus, wenn Gerichte nach jahrelangen Gerichtsprozessen zu der Entscheidung kommen, dass eben nicht amtsangemessen besoldet wurde und die Urteile mal wieder völlig selektiv von den Dienstherrn in neue wahrscheinlich verfassungswidrige Gesetze übernommen werden?

Der wirtschaftliche Druck, vor allem auf Beamte der unteren Besoldungsgruppen steigt immer mehr. Oftmals werden Nebentätigkeiten erforderlich. Frustration steigt. Und wirtschaftlicher Druck ist ein Risikofaktor für Korruptionsanfälligkeit. Korruption entsteht meist nicht nur aus Armut, sondern auch aus Rationalisierung (,,Der Staat hält sich auch nicht an Regeln").

Das waren lediglich meine Gedankengänge bzgl. der Berichterstattung aus Bielefeld. Ein Grund mehr für eine wirkliche amtsangemessene Besoldung die nicht an der Sozialhilfe kratzt. Damit sowas wie in Bielefeld eben nicht passiert oder zumindestens die Wahrscheinlichkeit sinkt und Risikofaktoren minimiert werden.

LG


Da stimme ich komplett zu!

AlrightyThen

Es muss allen klar sein, wenn der Bund nicht mit einer krassen Vorlage und grundlegenden Steigerungen vorweg geht werden möglichst viele Bundesländer und darunter auch NRW möglichst gar nichts tun.

Selbst dann wäre ich mir nicht sicher ob eingeknickt wird, die Einsparungen sind einfach zu krass und ganz wichtig : komplett folgenlos für die Politiker  8)

ExponentialFud

Ob das angesichts der vier anstehenden Landtagswahlen so folgenlos bleibt, warten wir mal ab.

Rallyementation

"Real"satire zum Wochenende:
Die Wüst(e) Ankündigung der 1zu1-Übertragung bedeutet ja, die Aufteilung auf die derzeitigen zwei Einkommensköpfe der fiktiven Beamten-Familie. Das ist doch tautologisch; Jede/r Beamte/in ist zugleich eine Familie. Aber natürlich wird weder 1zu1 übertragen, noch fifty-fiftiy. Aber mit fuffzig kommen wir dem Vermischungsverhältnis der geschmierten 2-Takt-Motor-Beamten(familie) schon näher. Eine Erhöhung von 102 € bedeutet, gemäß dem 2-Takter-Mischungsverhältnis 1:50, dass der Beamte vom Dienstherrn mit zwei Euro mehr alimentiert wird und der Partner 100 € Mehreinkommen beizubringen hat.
Und (in Kritik aber) perspektivisch zu berücksichtigen ist wohl, wie von G.I., von ARD Berlin formuliert, dass ,,die Arbeitspflicht bereits ab dem ersten Geburtstag eines Kindes greifen (Verschärfung bei Grundsicherung). Damit ist die zeitliche Lücke des Unverpflichtet-Sein geschlossen. Ob die später einsetzende Schulpflicht die Arbeitspflicht der Kinder ersetzt oder ergänzt, wurde in dem tagesschau-Beitrag nicht weiter betrachtet. Also zwei weitere substrahierende Additive der 4k-Beamtenalimentricks, damit der Beamtenmotor locker über 80 (Jahre) hält und dennoch diese(l) Absenkungsautomatik bei der nächsten Prüfung 2035 vom TÜVler Karl S. Ruhe noch nicht Gegenstand seiner Prüfung sein wird.