Mint_Verbeamtung

Begonnen von Nemesis, 02.11.2023 17:05

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DrStrange

Zitat von: Tagelöhner in 10.02.2024 07:33
(obwohl viele Beamte sich hier ja für unteralimentiert und benachteiligt halten)

Es geht nicht um das "Gefühl"
Aber das verstehst du ja bis heute nicht!

Tagelöhner

Doch das verstehe ich sehr gut...gerichtlich festgestellt wurde es für die unteren Besoldungsgruppen, die z.B. zusätzlich in teuren Ballungsräumen leben und eine Familie gegründet haben. Hieraus hat sich aber ein allgemeines Gefühlchen innerhalb der ganzen Beamtenschaft gebildet, und plötzlich fühlen sich auch die gut betuchten Beamten mit A12+ betroffen, da sie das Abstandsgebot in Gefahr sehen usw.

Das Urteil hat sozusagen einen Flächenbrand in der subjektiven Wahrnehmung der Gesamtheit der Beamtenschaft ausgelöst, das verstehst du aber scheinbar nicht.
Nur mit ausgeprägtem Humorsinn weiterlesen: Ich habe nichts gegen Beamte, wirklich! Die tun ja nix! :-)

Tagelöhner

--Kann gelöscht werden--
Nur mit ausgeprägtem Humorsinn weiterlesen: Ich habe nichts gegen Beamte, wirklich! Die tun ja nix! :-)

BVerfGBeliever

Zitat von: Tagelöhner in 11.02.2024 11:39
Doch das verstehe ich sehr gut...gerichtlich festgestellt wurde es für die unteren Besoldungsgruppen, die z.B. zusätzlich in teuren Ballungsräumen leben und eine Familie gegründet haben. Hieraus hat sich aber ein allgemeines Gefühlchen innerhalb der ganzen Beamtenschaft gebildet, und plötzlich fühlen sich auch die gut betuchten Beamten mit A12+ betroffen, da sie das Abstandsgebot in Gefahr sehen usw.

Das Urteil hat sozusagen einen Flächenbrand in der subjektiven Wahrnehmung der Gesamtheit der Beamtenschaft ausgelöst, das verstehst du aber scheinbar nicht.

Binnenabstandsgebot/Ämterwertigkeit/usw. sind keine "subjektiven Gefühlchen", sondern objektive hergebrachte Grundsätze des Berufsbeamtentums.


Zitat von: Tagelöhner in 10.02.2024 07:33
Die Dienstherren müssen es halt zunehmend nötiger haben, Beamtenverhältnisse zu verschenken.

Hatte der Dienstherr trotzdem kein Foto für dich..?

Tagelöhner

#19
Doch hatte er, habe dankend abgelehnt...jeder hat seine Prinzipien, der eine halt mehr der andere weniger. Und das war noch zu Zeiten, als er es nicht ganz so nötig hatte wie heute.

Zu deiner Anmerkung:

Es sind ja auch althergebrachte Grundsätze des Berufsbeamtentums, sich mit voller Hingabe seinem Amt und seinen dienstlichen Pflichten zu widmen. Habe ich zumindest mal gelernt... ;D
Nur mit ausgeprägtem Humorsinn weiterlesen: Ich habe nichts gegen Beamte, wirklich! Die tun ja nix! :-)

appr0xi

Wenn ich das lese... "Bestenauslese" ... "charakterlich geeignete Personen" ...

Also wenn es danach geht - wurde noch nie korrekt verbeamtet.
Schaue ich in den Behörden in denen ich war und in denen ich unterwegs bin in die Alterstrukturen... so stelle ich meist fest, dass die 55-67 Jährigen wirklich am schwächsten, schwierigsten und destruktivsten sind. Natürlich gibt es positive Ausnahmen. Allerdings sehe ich in diesen Spektrum wirklich das aktuelle Problem unserer Bürokratie, Festgefahrenheit und Behäbigkeit.


clarion

Kann ich nicht bestätigen.  Die Leistungsträger sind überwiegend die Älteren. Den Jüngeren fehlt es an Erfahrung und einigen auch an der Motivation. Das Mittelalter der 35 bis 55 Jährigen ist zahlenmäßig sehr schwach vertreten.

MoinMoin

Sehe ich nicht ganz so wie clarion.
Ich habe in allen Altersgruppen Topperformer und Minderleistende gesehen.
Auch echte bürokraten, die erstmal die zuständigkeit prüfen, damit sie nichts machen müssen und Problemorientierte, die einfch mal machen, auch wenn es eine grauzone ist.

Der Unterschied den ich zwischen den Generationen sehe ist das Selbstverständnis.
Die Jungen sehen den Dienstherr mehr als AG und ihr Beamtentum mehr als Job und nicht staatliche Aufgabe.
Und ich arbeite nicht in einem Bereich wo man weniger Beamte haben sollte, da echte staatliche Aufgaben.

clarion

So verschieden sind halt die Behörde.  Bei uns gibt es noch nicht mal alle Altersgruppen.  Im Mittelalter gibt es vielleicht zwei Leutchen.