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Frage zur Höhergruppierung

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BlackVoodoo:
Guten Morgen.

Zu welchem Termin gilt eigentlich eine Höhergruppierung? Tag der Antragstellung oder Tag der Genehmigung?

Aktueller Praxisfall: Der Antrag auf eine Höhergruppierung meiner Kollegin wurde am 15.01.2024 gestellt. Der Antrag liegt bis heute zur Genehmigung in den oberen Gremien, welche diesen Monat über den Antrag entscheiden.

Vielen Dank für eine Info.

MoinMoin:
Tag der Übertragung der entsprechenden Tätigkeiten.
Geld gibt es nur für die letzten 6 Monate, sofern man §37 konform sein Entgelt eingefordert hat, was mit so einem „Antrag“ regelmäßig nicht der Fall ist.

BlackVoodoo:

--- Zitat von: MoinMoin am 10.04.2024 06:54 ---Tag der Übertragung der entsprechenden Tätigkeiten.
Geld gibt es nur für die letzten 6 Monate, sofern man §37 konform sein Entgelt eingefordert hat, was mit so einem „Antrag“ regelmäßig nicht der Fall ist.

--- End quote ---

Wenn ich deinen ersten Satz richtig interpretiere, dann gilt Tag der Beantragung. Denn hier müssen die auszuführenden Tätigkeiten aufgeführt und begründet werden.

Wie darf man deinen 2.Satz verstehen? Wie soll eine Höhergruppierung anders angestoßen werden, als durch einen schriftlichen "Antrag" ?

MoinMoin:
Nein,
der AG übertragt die auszuübenden Tätigkeiten und aufgrund der Tarifautomatik ist man sofort (ohne das ein Gremium da irgendwas zu entscheiden hätte) eingruppiert.

Das was du Antrag nennst ist eher die Aufforderung das AN an den AG, die unterschiedliche Rechtsmeinung bzgl. der Eingruppierung zu korrigieren.
Es ist aber kein Antrag, da man eine HG nicht anstoßen kann, da man eingruppiert ist.

Der Vorgesetzte kann einen Antrag auf Übertragung notwendiger höherwertiger Tätigkeiten beim AG (bzw. der Personalstelle) beantragen, die diese dann dem An überträgt und dann ist der An entsprechend neu eingruppiert.
So sollte es korrekterweise laufen.


Also sofern die Kollegin zum Zeitpunkt X ihre aktuellen Tätigkeiten übertragen bekommen hat und jetzt merkt, dass möglicherweise die netten Personaler sich bzgl. der Eingruppierung irrten und sie einen "Antrag" stellt, dass diese netten Personaler sich in einem Gremium zusammenfinden mögen, damit sie darüber befinden, ob sie sich bzgl. der Eingruppierung irrten und ihre Rechtsmeinung ändern, dann ist sie, sofern das Gremium diesen Irrtum zugibt, seit dem Zeitpunkt X (nach Rechtsmeinung des AGs) entsprechend eingruppiert (oder höhergruppiert).

Geld gibt es nur 6 Monate rückwirkend, Stufenlaufzeiten etc. laufen ab Zeitpunkt X

btw: Korrekterweise kann alleinig ein Gericht feststellen wie man eingruppiert ist, alles andere ist nur eine Rechtsmeinung.

Organisator:

--- Zitat von: BlackVoodoo am 10.04.2024 06:26 ---Guten Morgen.

Zu welchem Termin gilt eigentlich eine Höhergruppierung? Tag der Antragstellung oder Tag der Genehmigung?

Aktueller Praxisfall: Der Antrag auf eine Höhergruppierung meiner Kollegin wurde am 15.01.2024 gestellt. Der Antrag liegt bis heute zur Genehmigung in den oberen Gremien, welche diesen Monat über den Antrag entscheiden.

Vielen Dank für eine Info.

--- End quote ---

Die Eingruppierung richtet sich nach den übertragenen Tätigkeiten. Insofern ist tariflich ein Antrag auf Höhergruppierung weder vorgesehen noch notwendig.

Soweit höherwertige Tätigkeiten übertragen werden, die eine Höhergruppierung zur Folge hätten, erfolgt die Höhergruppierung mit dem Zeitpunkt der Aufgabenübertragung.

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