Autor Thema: Umfrage: Politische Wahlbeeinflussung durch die Dienststellen oder Vorgesetzten  (Read 28519 times)

NelsonMuntz

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"man/frau" kannte ich so noch nicht.. Ist das gendern in linksradikal..?

Ich wusste, dass dies triggert ;) - Ich bin nicht mal wirklich links. Nur eben kein Nazi. Das bekommen viele nicht mehr auf die Kette, weil sie politische Diskurse nur noch dichotom führen.

Herbert Meyer

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Als FDP-Wähler bin ich ebenfalls ein Nazi, zumindest wurde mir das in den vergangenen Jahren häufig an den Kopf geworfen. Unser lokales SPD-Büro wurde schon zwei Mal von Leuten aus dem Dunstkreis des Autonomen Zentrums demoliert, weil die Migrationspolitik der SPD "zu rechts" sei. Zwei Beispiele die zeigen, dass es in Deutschland derzeit irgendwie schwierig ist einen politischen Diskurs zu führen. Dieser Thread ist das dritte Beispiel.

NelsonMuntz

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Als FDP-Wähler bin ich ebenfalls ein Nazi, zumindest wurde mir das in den vergangenen Jahren häufig an den Kopf geworfen. Unser lokales SPD-Büro wurde schon zwei Mal von Leuten aus dem Dunstkreis des Autonomen Zentrums demoliert, weil die Migrationspolitik der SPD "zu rechts" sei. Zwei Beispiele die zeigen, dass es in Deutschland derzeit irgendwie schwierig ist einen politischen Diskurs zu führen. Dieser Thread ist das dritte Beispiel.

Die FDP ist keine rechtsradikale Partei (auch wenn sie andere Schwierigkeiten hat ;)) - aber diese Deutungsverschiebung in Diskursen fällt mir auch (negativ) auf. Ich persönlich kritisiere gerne die Grünen respektive manche Ideologien, die in Ihrer Anhängerschaft zu finden sind - mit der Folge, dass man mich dann in die AfD-Ecke stellt. Diese, immer weiter ins Dichotome abgleitende Diskussionskultur hat schon fast demokratiezersetzenden Charakter.

Die AfD und Teile ihrer Anhänger haben schlicht große Freude an der Zersetzung und empfinden eine spitzbübische Freude, wenn das neue Nummernschild die Nummer 88 oder 444 trägt. Das hat aber niemand, der FDP, Union, SPD, die Grünen oder eine andere Partei auf dem Boden der Verfassung wählt.

Selbst das (unbestritten existierende) parteiübergreifende Versagen in der Migrationsthematik stellt keinen Grund dar, Rechtsradikale zu wählen. Gleiches würde übrigens für Kommunisten gelten - aber die sind rezent eher keine Bedrohung.


clarion

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Chaoten gab es schon immer. Als ich studiert habe, war es "in", zum Schottern nach Gorleben zu fahren. Das halbe Studentenwohnheim war dort. Die Chaostage Mitte der Neunziger in Hannover waren auch solch ein Event für ein bißchen zweifelhaften Spaß.

Damals waren es einige zumeist junge Leute, die so richtig die Sau rauslassen wollten. Manche von denen haben seitdem Karriere gemacht und haben heute absolut Mainstreamkonforme Ansichten.

Der Unterschied zu heute ist, dass es nicht mehr gegen den Staat und der wehrhaften Staatsgewalt (Polizei) als Kollektiv geht. Heute pickt man sich ganz gezielt einzelne wehrlose Personen raus und verprügelt sie und ermordet sie schlimmstenfalls, z.B. Herrn Lübke.

Die AfD hat (neben anderen) diese bedenkliche Entwicklung wesentlich mitverursacht. Mit "Das wird man doch sagen dürfen", würde immer mehr Unsagbares auf einmal doch sagbar. So unähnlich ist der Nazi Höcke dem unseligen Adolf Hitler jedenfalls nicht! Hätte man in den 1930iger Jahren das Buch "Mein Kampf" ernst genommen, würde Europa heute vermutlich ganz anders aussehen. Auch Höcke lässt immer wieder durchblicken, wes Geistes Kind er ist.

Ich hoffe sehr, dass das Wahlvolk nun aufwacht und erkennt, was die AfD ist. Mit dem Patriotismus kann es jedenfalls nicht so weit her sein.

Lesenswert ist im Übrigen folgender Artikel, der sogar öffentlich zugänglich ist:
https://www.spiegel.de/politik/deutschland/europawahl-das-eu-programm-der-afd-ist-viel-krasser-als-maximilian-krah-kolumne-a-bb54454f-e74e-4cdc-a2b8-14b72f50fe59

 

BAT

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Was die Wahl angeht, was dann an aktuellen Ereignissen, Artikeln, etc. so passiert: gefühlt haben die Hälfte der Wähler längst abgestimmt.

Keeper83

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Als FDP-Wähler bin ich ebenfalls ein Nazi, zumindest wurde mir das in den vergangenen Jahren häufig an den Kopf geworfen. Unser lokales SPD-Büro wurde schon zwei Mal von Leuten aus dem Dunstkreis des Autonomen Zentrums demoliert, weil die Migrationspolitik der SPD "zu rechts" sei. Zwei Beispiele die zeigen, dass es in Deutschland derzeit irgendwie schwierig ist einen politischen Diskurs zu führen. Dieser Thread ist das dritte Beispiel.

Die FDP ist keine rechtsradikale Partei (auch wenn sie andere Schwierigkeiten hat ;)) - aber diese Deutungsverschiebung in Diskursen fällt mir auch (negativ) auf. Ich persönlich kritisiere gerne die Grünen respektive manche Ideologien, die in Ihrer Anhängerschaft zu finden sind - mit der Folge, dass man mich dann in die AfD-Ecke stellt. Diese, immer weiter ins Dichotome abgleitende Diskussionskultur hat schon fast demokratiezersetzenden Charakter.

Die AfD und Teile ihrer Anhänger haben schlicht große Freude an der Zersetzung und empfinden eine spitzbübische Freude, wenn das neue Nummernschild die Nummer 88 oder 444 trägt. Das hat aber niemand, der FDP, Union, SPD, die Grünen oder eine andere Partei auf dem Boden der Verfassung wählt.

Selbst das (unbestritten existierende) parteiübergreifende Versagen in der Migrationsthematik stellt keinen Grund dar, Rechtsradikale zu wählen. Gleiches würde übrigens für Kommunisten gelten - aber die sind rezent eher keine Bedrohung.

Naja. Aktuell hält sich die Partei einer Kommunistin beharrlich in allen Umfragen über der 5 Prozent Hürde.

NelsonMuntz

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Naja. Aktuell hält sich die Partei einer Kommunistin beharrlich in allen Umfragen über der 5 Prozent Hürde.

Naja, SW hat über viele Jahre ein kommunistisches Ideal gepflegt. Aktuell punktet das BSW aber primär mit Themen, die auch bei der AfD oben stehen: Migration und "keine Waffen in die Ukraine". Wirklich durchgeknallte Linke gibt es bspw. bei der MLPD.

Aber ja: Ich persönlich sehe auch das BSW hinter einer Brandmauer.

Keeper83

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Naja. Aktuell hält sich die Partei einer Kommunistin beharrlich in allen Umfragen über der 5 Prozent Hürde.

Naja, SW hat über viele Jahre ein kommunistisches Ideal gepflegt. Aktuell punktet das BSW aber primär mit Themen, die auch bei der AfD oben stehen: Migration und "keine Waffen in die Ukraine". Wirklich durchgeknallte Linke gibt es bspw. bei der MLPD.

Aber ja: Ich persönlich sehe auch das BSW hinter einer Brandmauer.

Durchgeknallte Linke sehe ich aber weniger als Gefahr an, als Frau Wagenknecht. Zur Frage ob Sie Kommunistin war bzw. ist empfehle ich die aktuell erschienene Biographie von Klaus-Rüdiger Mai über Sie mit dem Titel (Achtung!) "Die Kommunistin". Ich beantworte für mich beides mit Ja. 

Herbert Meyer

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Das Buch von SW fand ich allerdings erhellend, weil darin eine linke Arbeiterpolitik beschrieben wird, die mich im positiven Sinne an die SPD der Jahrhundertwende erinnert (also um 1900...). Vor allem wird darin ein Programm genannt, das in der Realität verhaftet ist und definitiv mehr Menschen "gegen rechts" mobilisieren kann, als es der SPD der Jetztzeit mit ihrer Anti-Arbeiterpolitik und Fokussierung auf identitätspolitische Marginalprobleme gelingt. Wie viel sich vom Text aktuell ins Handeln überträgt, habe ich aber nicht abgeglichen.

BAT

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Unser Landrat ist Theologe. :D

FGL

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Doch, das möchtest Du - machst Du sicher auch.
Wie schön, dass Du mehr über die Vorgänge in meinem Kopf zu wissen glaubst, als ich.

Ich wiederhole hier meine Frage, die Du nicht beantwortet hast:
Du kannst sie auch weiterhin wiederholen. Ich werde erneut darauf hinweisen, dass ich nicht der richtige Adressat bin.

Du wählst diese Partei, Du wirst die Antwort also kennen. Erkläre es mir.
Ich wähle diese Partei nicht. Ich habe die Frage aufgeworfen, welche objektiven Hinweise es darauf gibt, dass die AfD mit der "Remigration" tatsächlich eine "Rearisierung" meint. Diesen Fokus auf die Fakten scheinst Du als als Anhängerschaft oder zumindest Sympathie zu deuten. Vielleicht kommst Du zunächst zur Sachlichkeit zurück, dann können wir uns zivilisiert unterhalten.

NelsonMuntz

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Doch, das möchtest Du - machst Du sicher auch.
Wie schön, dass Du mehr über die Vorgänge in meinem Kopf zu wissen glaubst, als ich.

Ich wiederhole hier meine Frage, die Du nicht beantwortet hast:
Du kannst sie auch weiterhin wiederholen. Ich werde erneut darauf hinweisen, dass ich nicht der richtige Adressat bin.

Du wählst diese Partei, Du wirst die Antwort also kennen. Erkläre es mir.
Ich wähle diese Partei nicht. Ich habe die Frage aufgeworfen, welche objektiven Hinweise es darauf gibt, dass die AfD mit der "Remigration" tatsächlich eine "Rearisierung" meint. Diesen Fokus auf die Fakten scheinst Du als als Anhängerschaft oder zumindest Sympathie zu deuten. Vielleicht kommst Du zunächst zur Sachlichkeit zurück, dann können wir uns zivilisiert unterhalten.

Ach FGL, Der Begriff der Remigration ist an diversen Stellen im Zusammenhang mit bereits eingebürgerten Migranten gefallen - Du selbst hast den Zusammenhang mit dem "sozialschädlichen" Verhalten in diesem Punkt hergestellt. Ob Dein Brägen hier auch eigene, weiterführende Gedanken produziert, kann ich natürlich nicht beurteilen - Von daher sei mir verziehen, Dass ich Dir an dieser Stelle Denken unterstellt habe. ;)

Die Führung der AfD hat sich von diesen Thesen (Remigration von eingebürgerten Migranten) nie klar distanziert. Es geht hier also um die konkrete Möglichkeit einer Ausweisung von deutschen Staatsbürgern aufgrund einer Abstammungshistorie. Du darfst diesen Sachverhalt gerne mit einer eigenen Nomenklatur betiteln, ich verwende hier den Begriff der Re-Arisierung - wohlwissend, dass dieser hier mit einer gewissen Unschärfe über das Ziel hinausschießt.

Was Du wählst, ist mir freilich egal - auffallend ist schlicht die Verve, mit der Du oben genanntes Thema in eine scheinbare Normalität rücken möchtest.

Ich schreibe hier als Mensch und Bürger - Als solcher kann (und will) ich mich gegen Rechtsradikalität stellen. Für Dich scheint das alles eher unproblematisch zu sein.

 

MoinMoin

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Ich wähle diese Partei nicht. Ich habe die Frage aufgeworfen, welche objektiven Hinweise es darauf gibt, dass die AfD mit der "Remigration" tatsächlich eine "Rearisierung" meint.
Es steht nicht in deren Parteiprogramm und ist somit nicht die Politik der Partei.
(wäre ja auch klar Grundgesetzwidrig und würde einen Verbot nach sich ziehen)
Es ist allerdings den Reden der Führungskräfte dieser Partei zu entnehmen, dass langfristig bei diesen Personen darüber nachgedacht wird.
Und es zeigt sich in der fehlenden Distanzierung dieser Partei zu diesen Vorwürfen, das sie mit den Gedanken sympathisiert.


FGL

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Ob Dein Brägen hier auch eigene, weiterführende Gedanken produziert, kann ich natürlich nicht beurteilen - Von daher sei mir verziehen, Dass ich Dir an dieser Stelle Denken unterstellt habe. ;)
Alles gut. :)

Die Führung der AfD hat sich von diesen Thesen (Remigration von eingebürgerten Migranten) nie klar distanziert. Es geht hier also um die konkrete Möglichkeit einer Ausweisung von deutschen Staatsbürgern aufgrund einer Abstammungshistorie.
Genau das ist der für mich unklare Punkt. Ich habe noch keine Tatsachen wahrgenommen, die diesen Schluss erzwingen. Die "Remigration" von deutschen Staatsangehörigen habe ich bislang nur im Kontext von Personen wahrgenommen, von denen eine Gefahr für die innere Sicherheit ausgeht. Konkret erinnere ich mich an Beiträge, die von Islamisten und Clans sprachen. Andere Migranten - mit oder ohne deutsche Staatsangehörigkeit - sollen nicht betroffen sein. Vielleicht ist die entscheidende Information auch nur an mir vorbei gegangen.

Was Du wählst, ist mir freilich egal - auffallend ist schlicht die Verve, mit der Du oben genanntes Thema in eine scheinbare Normalität rücken möchtest.
Bevor ich etwas rücken kann, muss ich erstmal feststellen, wo es ist. Und da nehme ich beim Thema "Remigration" viel Spekulation und wenig Fakten wahr. Deswegen meine anfängliche Frage, welche konkreten Anhaltspunkte es dafür gibt, dass mit der "Remigration" eine - von mir zugespitzt - "ethnische Säuberung" gemeint ist.

NelsonMuntz

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Die Führung der AfD hat sich von diesen Thesen (Remigration von eingebürgerten Migranten) nie klar distanziert. Es geht hier also um die konkrete Möglichkeit einer Ausweisung von deutschen Staatsbürgern aufgrund einer Abstammungshistorie.
Genau das ist der für mich unklare Punkt. Ich habe noch keine Tatsachen wahrgenommen, die diesen Schluss erzwingen. Die "Remigration" von deutschen Staatsangehörigen habe ich bislang nur im Kontext von Personen wahrgenommen, von denen eine Gefahr für die innere Sicherheit ausgeht. Konkret erinnere ich mich an Beiträge, die von Islamisten und Clans sprachen. Andere Migranten - mit oder ohne deutsche Staatsangehörigkeit - sollen nicht betroffen sein. Vielleicht ist die entscheidende Information auch nur an mir vorbei gegangen.

Islamisten gehören im weitesten Sinne ebenfalls einer rechtsradikalen Ideologie an und der Begriff Clan ist zunächst einmal nur ein Synonym für eine große, vernetzte Familienstruktur. Familie muss ja nix schlechtes sein - ein Problem ist aber eine aus einer solchen Familie heraus organisierte Kriminalität. Sofern aber eine deutsche Staatsangehörigkeit vorliegt, ist das ein in unserem Lande zu behandelndes Problem. Im Zuge der Remigrations-Debatte wurde von verschiedenen Stellen die Idee geäußert, dass man eingebürgerten Menschen, deren kulturelle Integration einem nicht näher definierten Maßstab nicht genügen würde, über die Anwendung wohl dosierter Gewalt die finale Ausreise (Remigration) ans Herz legen könnte. Dabei spielt nicht mal eine besondere Rolle, wer das zu welchem Anlass gesagt hat, der Elefant erschien nun mal im Raum. AfD-Offizielle werden sich hüten, dies in einem Programm so zu formulieren, aber: Es wurde sich von dieser Idee auch nie öffentlich distanziert. Die AfD operiert sehr häufig mit derart unscharfen Positionierungen, die eben immer auch einen sehr weiten Interpretionsspielraum nach rechts ermöglichen. Damit sind Menschen, die eingebürgerte Migranten am liebsten sofort abschieben wollen, der AfD als Wähler herzlich willkommen.

Zitat
Bevor ich etwas rücken kann, muss ich erstmal feststellen, wo es ist. Und da nehme ich beim Thema "Remigration" viel Spekulation und wenig Fakten wahr. Deswegen meine anfängliche Frage, welche konkreten Anhaltspunkte es dafür gibt, dass mit der "Remigration" eine - von mir zugespitzt - "ethnische Säuberung" gemeint ist.

Wie ich schon sagte: Der Begriff Re-Arisierung schießt hier (noch) über das Ziel hinaus. Denn Stand heute schiene die AfD wohl zufrieden, wenn der Eingebürgerte zeitnah zum Christentum übertritt, und am Samstag mit einer Dose Bier in der Hand zum Fussballstadion pilgert. Aber vielleicht reicht das eben auch nicht - wie bereits erwähnt: Die AfD hat nach rechts keine Grenzen.