Autor Thema: [Allg] Dienst zu ungünstigen Zeiten verfassungskonform?  (Read 1853 times)

nds3001

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Hallo zusammen,

als Niedersachse muss man sich mit wenig DuZ zufrieden geben. Aber auch die anderen Bundesländer zahlen nicht gerade viel, wenn man betrachtet, dass grundsätzlich bei Nachtarbeit von 25% Zuschlag oder Freizeitausgleich auszugehen ist. Von Sonn- und Feiertagen gar nicht erst zu sprechen.
Freizeitausgleich findet bei uns nicht statt.

Der Übersicht halber:
1,80/Std. nachts
3,20/Std. sonn- und feiertags
0,80/Std. samstags ab 13 Uhr

Das kann doch kaum rechtmäßig sein. Was meint ihr ?
Habe zwar häufiger Argumente gehört wie Stellenzulage, Polizeizulage, die den DuZ ergänzen - aber die bekommen auch diejenigen, die keinen Schichtdienst machen.
Und die Wechselschichtzulage wird auch um 50% gekürzt, weil man schon Zulagen bekommt, die aber andere, die keinen Schichtdienst machen auch bekommen.
Das hört sich irgendwie nicht richtig an…

HRoffice

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Guck mal ins benachbarte Hamburg! Da hat man rechtzeitig erkannt, dass man die Zuschläge verbessern muss. Immer noch nicht mit der freien Wirtschaft vergleichbar aber ein guter Anfang.

In Niedersachsen würde ich mir das nicht antun wollen. Bist du noch jung, dann beantrage die Entlassung und suche dir einen Dienstherren der die Zeichen der Zeit erkannt hat. Oder besser noch: Werde Beamter, aber nicht bei der Polizei. Da steht die Besoldung in vielen Funktionen in keinem Verhältnis zu den Arbeitszeiten, dem Wechselschichtdienst und der Belastung im Allgemeinen.


MasterNoname89

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Fakt ist:

Dass alle Länder ihr eigenes Süppchen kochen und man daran erkennt, wie die jeweiligen Landesregierungen gegenüber den Bereichen stehen, die überwiegend Dienst zu ungünstigen Zeiten leisten müssen. (Feuerwehr, Polizei, Justiz, etc.)

In der freien Wirtschaft werden hier bis zu 200% Aufschlag auf den Stundenlohn gewährt, bei Beamten liegt der Zuschlag am Sonntag bei durchschnittlich irgendetwas um 3 € je Stunde, Nachtzuschlag bei unter 2€ was die Zeitversäumnis und/oder damit verbudenen Erschwernisse in keinster Weise entschädigt.

Der Bund hat hier nachgebessert, wenn auch nicht auf 200% des Stundenlohnes, aber die Richtung ist schon einmal okay.

Die Hoffnung besteht, dass die Länder nachziehen werden, allerdings jammern alle über klamme Kassen und damit bleibt es wohl bei den Meisten beim 'Hoffen'.

Eine Klage würde dir früher oder später Gewissheit geben, ob die Höhe des DUZ verfassungskonform ist. Doch auch wenn festgestellt wird, dass dem nicht so ist, ist das keine Garantie dafür, dass die Länder dies unmittelbar korrigieren. (Siehe amtsangemessene Alimentation)


Im Übrigen habe ich dieses Thema schonmal beleuchten und hier einen länderübergreifenden Vergleich machen wollen. -> https://forum.oeffentlicher-dienst.info/index.php/topic,123169.0.html

Das Thema scheint aber die Mehrheit hier nicht zu tangieren, daher ist es weit nach hinten gerückt  :-\

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...nicht gerade viel, wenn man betrachtet, dass grundsätzlich bei Nachtarbeit von 25% Zuschlag... auszugehen ist.
Ist das so?

licenegotiate

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Ja, der Dienst zu ungünstigen Zeiten (auch bekannt als Schichtarbeit oder Nachtarbeit) kann verfassungskonform sein, wenn bestimmte Bedingungen und Schutzmaßnahmen eingehalten werden.

nds3001

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...nicht gerade viel, wenn man betrachtet, dass grundsätzlich bei Nachtarbeit von 25% Zuschlag... auszugehen ist.
Ist das so?

Zumindest hat das Bundesarbeitsgericht so geurteilt… alternativ Freizeitausgleich.