[Allg] Beamte und die Rente - Ist es nun wirklich so weit?

Begonnen von Erpelente, 10.05.2025 07:25

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HansGeorg

Zitat von: Verwaltungsgedöns in 10.05.2025 11:33
Herr Springer der AFD sagt hierzu:
https://afdbundestag.de/rene-springer-hohe-beamtenpension-sind-normalen-arbeitnehmern-ueberhaupt-nicht-mehr-vermittelbar/

Wie die Fahne im Wind, bei einer Zielgruppe von fast 2 Millionen Bundesweit (darunter wie geschrieben Soldaten, Lehrer, Polizisten etc.) werden diese Fahnen aber schnell wieder in eine andere Richtung wehen.

Oli82

Interessant finde ich immer diese Vergleiche der Pension zu Rente in nahezu allen Medien.

Bild schreibt hierzu z.B. : ,,Wer als Bundesbeamter in den Ruhestand geht, kann mit einer Durchschnittspension von 3280 Euro brutto im Monat rechnen. Das sind 196 Prozent mehr als die durchschnittliche Altersrente von 1108 Euro eines Arbeitnehmers! ,,

Wenn ich das als nicht Beamter lesen würde, wäre ich auch mehr als verwundert über die Höhe. Aber der Vergleich von Durchschnittswerten macht in diesem Fall gar keinen Sinn. In der Regel haben Beamte eine abgeschlossene Berufsausbildung oder ein Studium, beides ist nicht zwangsläufig bei allen Angestellten / Arbeitern der Fall. Da dies durchaus Auswirkungen auf den Lohn und damit auch auf die zukünftige Rente hat, sollte diese Tatsache auch beim Vergleich berücksichtigt werden. Dann wäre der Unterschied zwischen Rente und Pension nicht mehr ganz so hoch.

Zauberberg

.... Noch bin ich da entspannt !

Bin eher gespannt auf die Meinung des SwnT!

bredie

Hier mal ein interessanter Beitrag der aufzeigt, dass ein Beitrag der Beamten zur Rentenversicherung nicht haltbar wäre.

ZitatEs ist richtig, der Beamte leistet in dem Sinne keinen Beitrag, sondern es werden Gehaltsteile einbehalten, die leider nicht förmlich ausgewiesen werden. Es ist in Vergessenheit geraten, dass dieser Umstand bei der Schaffung des Bundesbeamtengesetzes 1951 berücksichtigt wurde.....

https://www.myheimat.de/bobingen/c-politik/beamte-ihre-pension-und-staendige-einsparungen-an-ihnen_a1279941#gallery=null

Cherry

Die Pension des Beamten entspringt dem Grundgesetz. Sofern Beamte rentenversicherungspflichtig würden, müsste Ihnen zusätzlich eine entsprechende Alimentation des Dienstherren gezahlt werden. Änderung müssten im Grundgesetz festgelegt werden. Nicht zu vergessen, ist das Angestellte im öffentlichen Dienst eine zusätzliche Altersversorgung erhalten. Diese wäre gegebenfalls ebenfalls durchzuführen. Unterm Strich kommen die Dienste nicht drum rum neben der Rente weitere Leistungen zu zahlen. Dabei ist nicht zu vergessen, dass die Rentenversicherung schon heute zu gut 30 % auf Steuern gezahlt werden. Dieser Wert würde sich entsprechend erhöhen.

MoinMoin

Zitat von: Oli82 in 10.05.2025 12:27
Interessant finde ich immer diese Vergleiche der Pension zu Rente in nahezu allen Medien.

Bild schreibt hierzu z.B. : ,,Wer als Bundesbeamter in den Ruhestand geht, kann mit einer Durchschnittspension von 3280 Euro brutto im Monat rechnen. Das sind 196 Prozent mehr als die durchschnittliche Altersrente von 1108 Euro eines Arbeitnehmers! ,,

Wenn ich das als nicht Beamter lesen würde, wäre ich auch mehr als verwundert über die Höhe. Aber der Vergleich von Durchschnittswerten macht in diesem Fall gar keinen Sinn. In der Regel haben Beamte eine abgeschlossene Berufsausbildung oder ein Studium, beides ist nicht zwangsläufig bei allen Angestellten / Arbeitern der Fall. Da dies durchaus Auswirkungen auf den Lohn und damit auch auf die zukünftige Rente hat, sollte diese Tatsache auch beim Vergleich berücksichtigt werden. Dann wäre der Unterschied zwischen Rente und Pension nicht mehr ganz so hoch.
Nein, das verwundert einen bei der Bild nicht, die ist doch seriös.
Ist doch üblich Äpfel mit Birnen zu vergleichen.

Die Wahrheit ist, dass bei gleicher Erwerbsbiografie eine mD Beamter eher weniger Geld als Pensionär zur Verfügung hat als der vergleichbare Lebenslang öD EG 8er/EG9a
bei den anderen Laufbahnen hat der Beamte die Nase vorn, so um die 5%-10%
Kann man alles relativ leicht ausrechnen.

Das die Beamten es leichter haben auf das ,,volle Niveau" zu kommen, auch wenn sie Kinderteizeit etc. machen oder früher gehen müssen, ist eine andere Geschichte.

Und wenn Beamte zukünftig einzahlen müssen und ins System eingegliedert werden, so hilft es nur in der Übergangszeit, und verschlechtert es, wenn diese Zwangsrentner die Rente beziehen. Denn idR leben diese Bildungsschichten länger.

Traurig ist, dass da gehen diese Beamtenpensions Märchen so wenig deutlichst gegen geschossen wird.
und das sage ich als Angestellter und nicht Betroffener.



InternetistNeuland

Was hält einen Beamten überhaupt im Beruf, wenn er seine Pensionsansprüche nicht verlieren kann bei einem Jobwechsel?

HansGeorg

Zitat von: InternetistNeuland in 11.05.2025 13:50
Was hält einen Beamten überhaupt im Beruf, wenn er seine Pensionsansprüche nicht verlieren kann bei einem Jobwechsel?

Ich verstehe die Frage nicht, man verliert ja auch seine Rentenansprüche nicht wenn man den Job wechselt.

Meierheim

Bedenklich ist, dass Frau Bas, kaum ist sie im Amt, sofort populistisch und gegen jede Vernunft ein Thema aufgreift, das ihr von AfD und BSW vorgegeben wurde.

bebolus

Zitat von: Meierheim in 11.05.2025 15:49
Bedenklich ist, dass Frau Bas, kaum ist sie im Amt, sofort populistisch und gegen jede Vernunft ein Thema aufgreift, das ihr von AfD und BSW vorgegeben wurde.

Wiso bedenklich..? Kompetenz pur. Du erkennst das nur nicht.


InternetistNeuland

Zitat von: HansGeorg in 11.05.2025 14:48
Zitat von: InternetistNeuland in 11.05.2025 13:50
Was hält einen Beamten überhaupt im Beruf, wenn er seine Pensionsansprüche nicht verlieren kann bei einem Jobwechsel?

Ich verstehe die Frage nicht, man verliert ja auch seine Rentenansprüche nicht wenn man den Job wechselt.

Man verliert zur Zeit aber seine Pensionsansprüche bei einem Jobwechsel in die Wirtschaft. Wenn dieses Risiko wegfällt, da man sowieso in der Rentenversicherung ist, dann wird es mehr wechselwillige Kollegen geben.

Erpelente