[HB] Arbeitszeit ab 01.01.2026 41 Stunden

Begonnen von Zauberberg, 29.08.2025 07:52

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Bodycount02

Es wäre vorallem eine Frechheit, wenn die Gruppe der mit am höchsten besoldeten Beamten und der geringsten Arbeitszeit, nämlich Lehrer, von einer Erhöhung ausgenommen würden. Über das Deputat an sich liese sich ja schon streiten, aber wenn selbst dieses nicht erhöht würde, wäre es frech.


Magda

Zitat von: arbeitswütig in 06.02.2026 08:13Leider eine absolute Sauerei. Zum einen finde ich den Vergleich zum Bund nicht in Ordnung "Auf dem Level des Bundes", also nur in Sachen Arbeitszeit, die anderen Benefits gehören dann nicht dazu. Und zum anderen mag ich die Ungleichbehandlung unter den Beamten nicht, Kinder oder pflegende Angehörige.. Was rechtfertigt hier zwei-Klassen-Behandlung? In vielen Bereichen müssen die Vollzeitkräfte ohnehin schon das auffangen, was die Teilzeitkräfte weniger arbeiten und nun kommt noch eine Stunde oben drauf.

Bremen wird als Arbeitgeber ohnehin immer unattraktiver, es gibt kaum noch einen Grund, hier zu bleiben, sofern man nicht anderweitig an Bremen gebunden ist.
Naja, ich kann diese Ausnahme schon nachvollziehen: Denn in der Regel arbeitet man mit kleinen Kindern und/oder der Pflege von Angehörigen nicht aus Spaß "nur" Teilzeit, sondern weil es nicht anders geht (keine vernünftige Ganztagsbetreuung für Kinder oder Angehörige möglich oder leistbar). Dass man diese Personengruppe durch die Erhöhung der wöchentlichen Arbeitszeit nicht schlechter stellen möchte (denn wer nicht einfach mal eine Stunde länger arbeiten kann, der muss die geringere Besoldung in Kauf nehmen), kann ich verstehen.

Ändert aber auch nichts daran, dass die Reform grundsätzlich schon falsch ist und zu nichts führen wird, außer Ärger und mehr Krankheitstage.

yogiii

Zitat von: Bodycount02 in 06.02.2026 09:03Es wäre vorallem eine Frechheit, wenn die Gruppe der mit am höchsten besoldeten Beamten und der geringsten Arbeitszeit, nämlich Lehrer, von einer Erhöhung ausgenommen würden. Über das Deputat an sich liese sich ja schon streiten, aber wenn selbst dieses nicht erhöht würde, wäre es frech.

Was für eine pauschale Diffamierung.

Der PR-Schulen in Bremen kämpft seit Jahren für(!) eine Arbeitszeiterfassung von verbeamteten Lehrkräften. SKB hat vor der Einigungsstelle verloren und der Bremer Senat hat dann per Beschluss die Entscheidung der Einigungsstelle aufgehoben. Also weiterhin keine Arbeitszeiterfassung von Lehrkräften. Wenn der Dienstherr sich seit Jahren weigert, die Arbeitszeit von Lehrkräften nach geltendem Recht zu erfassen UND es gleichzeitig seit Jahren Lehrkräftemangel gibt, dann komme ich nicht nur subjektiv zu dem Schluss, dass deine pauschale Auffassung keiner Überprüfung standhalten würde.

back to topic:
Der Neue Bildungssenator ist, anders als seine Vorgängerin, für eine Arbeitszeiterfassung bei Lehrkräften (was ich persönlich begrüße). Es sind schon Pilotprojekte an einigen Bremer Schulen diesbezüglich gestartet.

=> Mittelfristig wird also eine Arbeitszeiterfassung auch bei Lehrkräften in Bremen erfolgen und dementsprechend auch dort die 41h-Woche gelten.

Zauberberg

Leute Leute Leute !

Es wird genau das erreicht, was der AG bezweckt, eine Spaltung der Beamtinnen und Beamten untereinander durch die Ausnahmen von der 41 Stunden Woche.
Jeder denkt er ist mehr wert und hat die Ausnahme verdient und ja es gibt viele Argumnente für jeden, aber worum geht es ? KEINER sollte 41 Stunden arbeiten müssen.

Also, keep calm, denn ALL, ob ausgenommen oder nicht sollten dagegen sein.

Die Beschneidung der Leistungen nimmt einfach Überhand, Jahressonderzahlung, Beihilfe Leistungen und Beihilfesatz...und jetzt die Arebitszeit !

Was kommt aLS nächstes ?

totoughtotame

Zitat von: Zauberberg in 06.02.2026 11:40Leute Leute Leute !

Es wird genau das erreicht, was der AG bezweckt, eine Spaltung der Beamtinnen und Beamten untereinander durch die Ausnahmen von der 41 Stunden Woche.
Jeder denkt er ist mehr wert und hat die Ausnahme verdient und ja es gibt viele Argumnente für jeden, aber worum geht es ? KEINER sollte 41 Stunden arbeiten müssen.

Also, keep calm, denn ALL, ob ausgenommen oder nicht sollten dagegen sein.

Die Beschneidung der Leistungen nimmt einfach Überhand, Jahressonderzahlung, Beihilfe Leistungen und Beihilfesatz...und jetzt die Arebitszeit !

Was kommt aLS nächstes ?

Das ist zwar alles richtig, und selbstverständlich würde ich es nicht den einzelnen Menschen neiden oder missgönnen, das ist auch nicht der Punkt. Mich ärgert eher vielmehr, dass die Beamtenbesoldung behandelt wird, als würde es sich um eine Sozialleistung handeln und man diese, beziehungsweise daraus ableitend, die Arbeitszeit nach sozialen Gesichtspunkten verteilt. So sehr ich das für die einzelnen Beamten und Beamtinnen auch begrüße, dass Sie, wenn sie in Teilzeit arbeiten, jetzt nicht eine faktische Lohnkürzung hinnehmen müssen, so eignet sich die Arbeitszeit nicht zur sozialen Differenzierung, diese findet ja beispielsweise auch schon durch die Kinderzuschläge etc. PP statt. Mich würde mal interessieren, ob es jemals schon in einem Land oder beim Bund unterschiedliche Arbeitszeitpflichten in der selben Belegschaft gegeben hat.

Magda

Zitat von: totoughtotame in 10.02.2026 18:10Mich würde mal interessieren, ob es jemals schon in einem Land oder beim Bund unterschiedliche Arbeitszeitpflichten in der selben Belegschaft gegeben hat.
Die Ausnahme-Regelung in Bezug auf die 41 Stundenwoche für Beamte mit Kindern unter 12 oder Beamten die Angehörige pflegen ist an den Bund angelehnt.

Ich weiß nicht, ob es immer noch so ist, aber früher waren im Jobcenter im Bremen Landesbeamte und auch Bundesbeamte tätig. Es wurde also die gleiche Arbeit verrichtet, aber aufgrund der unterschiedlichen Dienstherren mussten die einen 40 Stunden die Woche arbeiten und die anderen 41.

Zauberberg

Ich finde es schon heftig, dass ich 41 Stunden arbeiten soll und mein angestellter Kollege 39,2 Stunden.

Schwierig für gemischte Fahrgemeinschaften, da schon einmal jemand dran gedacht ?

Das Jobcenter ist der Klassiker der Ungerechtigkeit, Landesbeamte 40h statt 41 Stunden, aber 300 cash weniger !

Magda

Zitat von: Zauberberg in Gestern um 13:40Ich finde es schon heftig, dass ich 41 Stunden arbeiten soll und mein angestellter Kollege 39,2 Stunden.

Schwierig für gemischte Fahrgemeinschaften, da schon einmal jemand dran gedacht ?

Das Jobcenter ist der Klassiker der Ungerechtigkeit, Landesbeamte 40h statt 41 Stunden, aber 300 cash weniger !
Es ist aber auch kein Beamter gezwungen bei seinem Dienstherren zu bleiben. Das bremische Umland bietet viele Gemeinden an, die regelmäßig Stellen ausschreiben und den in Bremen tätigen Bundesbeamten steht es auch frei, sich auf eine Stelle als Landesbeamter zu bewerben.

Zauberberg

Da hast Du recht ! ...aber das kann doch ncht die Intention des AG sein ? Hatte in meinem Aufstiegslehrgang auch Landesbeamte des Jobcenters, die gerne zum Bund wollten. Versteh mich nicht falsch, mir ging es nicht um die Mehrarbeit, die ist mir egal. Beim Bund verdient man einfach mehr und dort sind die Unterschiede oft in einem Büro, dass finde ich nicht gut.

Umlauf

Zitat von: Zauberberg in Gestern um 13:40Ich finde es schon heftig, dass ich 41 Stunden arbeiten soll und mein angestellter Kollege 39,2 Stunden.

Schwierig für gemischte Fahrgemeinschaften, da schon einmal jemand dran gedacht ?

Das ist beim Bund seit weit mehr als einem Jahrzehnt der Normalzustand. Von den Verantwortlichen kann sich mittlerweile niemand daran erinnern, dass die Erhöhung nur vorübergehend sein sollte.

Als B+Tb-Ehepaar haben wir die unterschiedlichen Arbeitszeiten auch direkt in der Familie.