Tarifrunde TV-L 2025 - Diskussion II

Begonnen von Rowhin, 16.01.2026 17:02

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cyrix42

Zitat von: Oliver1976 in Gestern um 16:28Wir haben intern eine extreme Konkurrenzsituation. Bei einem kombinierten Forschungsbetrieb zwischen Universität und z.B. Fraunhofer. Da kann man nicht mehr vermitteln, wieso ein MA als UNI-MA im gleichen Forschungsprojekt bei gleichem Arbeitspensum x-Tausend Euro weniger verdienen soll, als sein Kollege, der nach TVöD bezahlt wird.

So sehr ich auch selbst davon profitieren würde, wenn hier der TV-L die Lücke zum TVöD schließen würde: Du nennst doch kein Argument, außer "find' ich ungerecht". Dass verschiedene Arbeitgeber verschieden bezahlen -- auch für die gleiche Tätigkeit -- ist doch weder neu noch ungewöhnlich. Auch dürfte es gerade in dem Bereich kaum Konkurrenzdruck geben, da die außeruniversitären Forschungsinstitute viel kleiner sind, als dass sie relevant Personal von den Unis abziehen könnten. Und Wissenschaftler_innen leben ja eh in prekären Verhältnissen, bis sie mal eine Festanstellung gefunden haben (oder mit um die 40 am Ende des WissZeitVGs mit nichts in der Hand dastehen, und sich in der Wirtschaft mit deutlich Jüngeren messen müssen, da ihre Zusatzqualifikation als PostDoc hier völlig irrelevant ist...)

Will sagen: Die Abwanderung in die Wirtschaft halte ich an der Stelle für das größere Problem als den Abstand zum TVöD, nachdem sich Fraunhofer usw. richten. (Auch dürfte der Konkurrenzdruck bezüglich der in den Ländern beschäftigten Lehrer_innen in Richtung TVöD eher gering sein. Mit WiMis und Lehrkräften hat man aber schon eine ganze Menge Leute, die in den Ländern in den höheren Entgeltgruppen beschäftigt sind, die eben nicht einfach in den TVöD abwandern könnten, selbst wenn sie wollten, weil es dort ihre jeweiligen Stelen gar nicht in dem Umfang gibt.)

Rowhin

Zitat von: Warnstreik in Gestern um 16:03Fairerweise muss man aber sagen, dass die wirkliche Konkurrenz zwischen TV-L und TVöD oft "nur" in und um die Stadtstaaten herum existiert. Das zu ändern hätten eben diese Stadtstaaten ganz alleine in der Hand.

Längst nicht nur da, eigentlich in allen (Universitäts-)Städten ab einer bestimmten Größe. Wir verlieren hier in München oft Personal von der Uni zu den Außeruniversitären Forschungseinrichtungen und noch mehr an die Stadt München.

Und ich spreche hier eben nicht von den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern - die halten wir tatsächlich gut - sondern vom Verwaltungspersonal.