Tarifrunde TV-L 2025 - Diskussion II

Begonnen von Rowhin, 16.01.2026 17:02

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daseinsvorsorge

Zitat von: Warnstreik in Heute um 20:44Sorry, gleich platzt mir hier echt die Hutschnur. Ich kann dir sagen was "Die Gewerkschaftmitglieder" denken: Scheiß auf die Trittbrettfahrer, die sich nicht engagieren und dann nur meckern (die Erhöhungen trotzdem mitnehmen). Meist wird auf die geschimpft, die eh weniger haben und dafür, dass sie für eine bessere Bezahlung einstehen auch noch auf den Decken bekommen. Niemand - wirklich niemand - der nicht dazu beträgt sollte seine Klappe aufmachen. (die haben auch kein Anrecht auf die Verbesserungen)

Verdammte Axt - macht mit und ändert was oder haut ab. Wenn ihr beides nicht wollt dann seid zumindest ruhig. Dieses Gejammer, dieses Genöhle ist doch nicht mehr zu ertragen. Machts wie die Beamten, die schweigen zumindest wenn schon andere für sie streiken, zahlen und verhandeln.


Entschuldigen Sie bitte; was sollen die Nichtorganisierten denn machen? Wenn die Gewerkschaften"lügen", dass sie bei den Tarifgesprächen für alle verhandeln, haben insbesondere die Nichtorganisierten gesteigerte Ansprüche die Gewerkschaften.

Und wenn die nicht erfüllt werden, darf man sich darüber wohl doch noch beschweren. Mir ist unbegreiflich, wie Sie das nicht verstehen können.

Frogger

Zitat von: Julyvee in Heute um 19:08Sollte nun tatsächlich gem. Berichten der Arbeitsvorgang zur Diskussion stehen, dann muss ich sagen, wären doch die Verhandlungsparteien der Gewerkschaften mit der Quaste gepudert, wenn Sie sich darauf einließen

https://www.staatsanzeiger.de/nachrichten/politik-und-verwaltung/nach-den-tarifverhandlungen-ist-vor-den-tarifverhandlungen/

Die Kannibalisierung im öffentlichen Dienst zwischen TVöD und TV-L würde bei Eingruppierungen gem. Arbeitsvorgängen doch nur noch schlimmer werden...

Sagt zumindest meine USB-Kristallkugel...



5 MA mit e11 und die eine vakante Stelle in der Abteilung mit gleicher Tätigkeitsdarstellung wird dann schlechter eingruppiert?

Passt dann ja irgendwie nicht mehr zu dem ganzen Eingruppierungszirkus mit der ach so genau auf die EG zugeschnittene Tätigkeitsdarstellung?


Auch schön, unten im Text....110000 Tarifbeschäftigte und 340000! -> 3x mehr Beamte/Pensionäre.. Ja ja..der Klotz am Bein wird größer, entsprechend wird der Kuchen für uns wohin weiter kleiner. Also Finger lecken und Krümel ditschen

SvenL1975

Zitat von: Warnstreik in Heute um 20:44Sorry, gleich platzt mir hier echt die Hutschnur. Ich kann dir sagen was "Die Gewerkschaftmitglieder" denken: Scheiß auf die Trittbrettfahrer, die sich nicht engagieren und dann nur meckern (die Erhöhungen trotzdem mitnehmen). Meist wird auf die geschimpft, die eh weniger haben und dafür, dass sie für eine bessere Bezahlung einstehen auch noch auf den Decken bekommen. Niemand - wirklich niemand - der nicht dazu beträgt sollte seine Klappe aufmachen. (die haben auch kein Anrecht auf die Verbesserungen)

Verdammte Axt - macht mit und ändert was oder haut ab. Wenn ihr beides nicht wollt dann seid zumindest ruhig. Dieses Gejammer, dieses Genöhle ist doch nicht mehr zu ertragen. Machts wie die Beamten, die schweigen zumindest wenn schon andere für sie streiken, zahlen und verhandeln.



Eine Gewerkschaft, die jahrelang aktiv gegen einen Teil der Beschäftigten arbeitet, darf sich nicht wundern, wenn dieser Teil ihnen den Rücken kehrt.

Ich war fast zwanzig Jahre Mitglied, habe am Ende mehr als 150€ im Quartal bezahlt. Und nach dem letzten Abschluss habe ich gesagt, wenn das Wort "Sockelbetrag" bei den nächsten Verhandlungen auch nur erwähnt wird, bin ich endgültig raus. Also habe ich Ende des Jahres gekündigt. Ohne schlechtes Gewissen. Eher mit Verachtung für eine Gewerkschaft, die sich nicht nur nicht für meine Interessen einsetzt sondern gegen meine Interessen arbeitet.

Frogger

Zitat von: SvenL1975 in Heute um 21:17Eine Gewerkschaft, die jahrelang aktiv gegen einen Teil der Beschäftigten arbeitet, darf sich nicht wundern, wenn dieser Teil ihnen den Rücken kehrt.

Ich war fast zwanzig Jahre Mitglied, habe am Ende mehr als 150€ im Quartal bezahlt. Und nach dem letzten Abschluss habe ich gesagt, wenn das Wort "Sockelbetrag" bei den nächsten Verhandlungen auch nur erwähnt wird, bin ich endgültig raus. Also habe ich Ende des Jahres gekündigt. Ohne schlechtes Gewissen. Eher mit Verachtung für eine Gewerkschaft, die sich nicht nur nicht für meine Interessen einsetzt sondern gegen meine Interessen arbeitet.
Genau das!

Heike32

Hier nochmal ein weiteres Update von unserem Personalratsvorsitzenden aus Potsdam:

Gegen 16 Uhr gab es dann ein zweites Angebot der Arbeitgeber. Das konnte man nicht annehmen, da man immer noch zu weit auseinander lag.

Seit 20 Uhr läuft eine Videokonferenz zwischen den Arbeitgebern und den Finanzministern der Länder. Verdi hofft, dass die Verhandlungen danach besser vorangehen

HamburgerJung

Na dann wird es ja morgen ein friss oder stirb Angebot der TDL geben.

Nerostar

Es wird morgen auch noch verhandelt? Ich ging davon aus, dass heute der letzte Tag sei.


Nerostar

Oh tatsächlich hatte ich es dann wohl falsch gelesen. Dann bin ich auf morgen gespannt.

Muschebubu

Zitat von: Warnstreik in Heute um 20:44Sorry, gleich platzt mir hier echt die Hutschnur. Ich kann dir sagen was "Die Gewerkschaftmitglieder" denken: Scheiß auf die Trittbrettfahrer, die sich nicht engagieren und dann nur meckern (die Erhöhungen trotzdem mitnehmen). Meist wird auf die geschimpft, die eh weniger haben und dafür, dass sie für eine bessere Bezahlung einstehen auch noch auf den Decken bekommen. Niemand - wirklich niemand - der nicht dazu beträgt sollte seine Klappe aufmachen. (die haben auch kein Anrecht auf die Verbesserungen)

Verdammte Axt - macht mit und ändert was oder haut ab. Wenn ihr beides nicht wollt dann seid zumindest ruhig. Dieses Gejammer, dieses Genöhle ist doch nicht mehr zu ertragen. Machts wie die Beamten, die schweigen zumindest wenn schon andere für sie streiken, zahlen und verhandeln.



Tschuldigung, wenn ich deine Beiträge lese, platz mir die Hutschnur. Das Beamte sich nicht zu Wort melden müssten, okay. Für die wird jetzt nicht verhandelt und auch sonst nicht, darüber befindet der Haushaltsgesetzgeber und unter Berücksichtigung der Rechtsprechung des BVerfG. Tarifbeschäftigte dürfen sich aber sehr wohl äußern und das unabhängig der grundsätzlichen Möglichkeit, mit dem Arbeitgeber selbst verhandeln zu können. Ich darf ja wohl eine Meinung haben, dass mich diese Gewerkschaft noch nie vertreten hat und bei nahezu jeder Verhandlungsrunde bestätigt, dass gesparte Beiträge sinnvoll anders verwendet werden können. Wenn du das nicht ertragen kannst, dann ist vielleicht dieses Forum nicht der richtige Platz. Scheinbar brauchst du das aber doch, sonst würdest du dich hier ja nicht ständig aufhalten. Und in einer Demokratie wirst auch du aushalten müssen, dass es andere Meinungen gibt. Aber schön zu sehen, was man als Gewerkschafter offenbar von freier Meinungsäußerung hält. Nicht viel, wenn es nicht die eigene Meinung ist!? Auch die Meinung darfst du haben und einige andere hier haben eine andere. Ich stelle mal die Behauptung auf, wären hier nur noch Gewerkschaftler unterwegs, dieses Forum wäre wahrscheinlich deutlich wenig aktiv.

daseinsvorsorge

Zitat von: SvenL1975 in Heute um 21:17Eine Gewerkschaft, die jahrelang aktiv gegen einen Teil der Beschäftigten arbeitet, darf sich nicht wundern, wenn dieser Teil ihnen den Rücken kehrt.

Ich war fast zwanzig Jahre Mitglied, habe am Ende mehr als 150€ im Quartal bezahlt. Und nach dem letzten Abschluss habe ich gesagt, wenn das Wort "Sockelbetrag" bei den nächsten Verhandlungen auch nur erwähnt wird, bin ich endgültig raus. Also habe ich Ende des Jahres gekündigt. Ohne schlechtes Gewissen. Eher mit Verachtung für eine Gewerkschaft, die sich nicht nur nicht für meine Interessen einsetzt sondern gegen meine Interessen arbeitet.
Na dann können Sie und alle Gleichgesinnten Ihre Interessen auch in eigenen Verhandlungen mit dem AG auch selber vertreten und auch selber
verantworten.

Weil man aber keinen Arsch in der Hose hat oder es dem AG bei ca. 95% völlig gleich ist, ob diese mit Kündigung drohen, lässt man seinen Frust dann doch lieber an den Gewerkschaften aus, anstatt sich mit den eigenen Versagen auseinanderzusetzen.


Iunius

Zitat von: daseinsvorsorge in Heute um 23:02Na dann können Sie und alle Gleichgesinnten Ihre Interessen auch in eigenen Verhandlungen mit dem AG auch selber vertreten und auch selber
verantworten.

Weil man aber keinen Arsch in der Hose hat oder es dem AG bei ca. 95% völlig gleich ist, ob diese mit Kündigung drohen, lässt man seinen Frust dann doch lieber an den Gewerkschaften aus, anstatt sich mit den eigenen Versagen auseinanderzusetzen.

Selten so einen Unsinn gelesen.
Aber bestimmt kommt uner Personalmangel daher, dass es alle ihren Frust an den Gewerkschaften auslassen.
Sachen gibts, die gibts gar nicht!

daseinsvorsorge

Zitat von: Iunius in Heute um 23:20Selten so einen Unsinn gelesen.
Aber bestimmt kommt uner Personalmangel daher, dass es alle ihren Frust an den Gewerkschaften auslassen.
Sachen gibts, die gibts gar nicht!
Genau- denn die Organisation des Arbeitsplatzes ist grundsätzlich Aufgabe der Gewerkschaften und nicht der AGs. Was schreiben Sie für einen Schrott.

Iunius

Zitat von: daseinsvorsorge in Heute um 23:38Genau- denn die Organisation des Arbeitsplatzes ist grundsätzlich Aufgabe der Gewerkschaften und nicht der AGs. Was schreiben Sie für einen Schrott.

Die Organisation des eigenen Arbeitsplatzes ist zuvörderst die Aufgabe des Arbeitnehmers und des Arbeitgebers, welche im Normalfall (ich gebe zu im ÖD ist das nicht immer so) eine Übereinkunft (Arbeitsvertrag) getroffen haben.

Die Gewerkschaften (ich bin selbst Gewerkschafter) kommen bei den Rahmenverträgen ins Spiel -EGO/TV-L/TVöD-, und Kritik an den Gewerkschaften ist bei den Lohentwicklungen verdammt nochmal nicht nur erwünscht, sie ist Pflicht.