Tarifrunde TV-L 2025 - Diskussion II

Begonnen von Rowhin, 16.01.2026 17:02

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oeffiHansel

Zitat von: DerUnger in Heute um 12:20Das passt hinten und vorne nicht.

E2/4:  +58%
E8/4:  +49%
E9(b): +46%
E14/4: +44%

Inflation +35%

Das sind die Werte die ich gefunden habe. Ist also deutlich über der Inflation seit 2010.

so jetzt kurz Zeit gefunden. Der Fehler lag an meiner Excel Tabelle. Ich bitte um Entshuldigung. Das war nicht beabsichtigt.

Vielen Dank für die Korrektur. Leider kann ich den Beitrag nicht editieren, sonst würde ich auf den Fehler aufmerksam machen

Meierheim

Zitat von: oeffiHansel in Heute um 13:02so jetzt kurz Zeit gefunden. Der Fehler lag an meiner Excel Tabelle. Ich bitte um Entshuldigung. Das war nicht beabsichtigt.

Vielen Dank für die Korrektur. Leider kann ich den Beitrag nicht editieren, sonst würde ich auf den Fehler aufmerksam machen

In meinem VPI-Rechner steht eine Inflation von 40,5% https://iv-roth.de/vpi-rechner/#calculation

MoinMoin

Zitat von: Warnstreik in Heute um 12:59Die Sockelbeträge in Zeiten von hoher Inflation sind tatsächlich ja auch aus einem demokratischen Prozess entstanden - die Forderungen werden auch nicht ausgewürfelt.
Und mit welcher Begründung wurden die Sockelbeträge in der Niedriginflationszeit gefordert?

Garfield

Der Stern, der gestern schon die einzige Wasserstandsmeldung gebracht hat, hat eben wieder aktualisiert.
Viel Informationen stecken nicht drin, aber zumindest wird noch davon ausgegangen, dass man ein Ergebnis am heutigen Tag anstrebe.

"Die dritte Tarifrunde über die Entgelte von mehreren hunderttausend Länder-Beschäftigten ist am Freitag nach einer nächtlichen Unterbrechung fortgesetzt worden und soll voraussichtlich im Laufe des Tages ein Ergebnis bringen."

https://www.stern.de/news/tarifrunde-fuer-laenderbeschaeftigte-fortgesetzt---einigung-am-freitag-angestrebt-37134218.html

SinnedYam

Zitat von: Garfield in Heute um 13:39Der Stern, der gestern schon die einzige Wasserstandsmeldung gebracht hat, hat eben wieder aktualisiert.
Viel Informationen stecken nicht drin, aber zumindest wird noch davon ausgegangen, dass man ein Ergebnis am heutigen Tag anstrebe.

"Die dritte Tarifrunde über die Entgelte von mehreren hunderttausend Länder-Beschäftigten ist am Freitag nach einer nächtlichen Unterbrechung fortgesetzt worden und soll voraussichtlich im Laufe des Tages ein Ergebnis bringen."

https://www.stern.de/news/tarifrunde-fuer-laenderbeschaeftigte-fortgesetzt---einigung-am-freitag-angestrebt-37134218.html
Von mir aus können die auch fünfmal verhandeln, sofern das Ergebnis dann rückwirkend gültig ist. Aber das künstlich in die Länge zu ziehen ist einfach albern. Bzw. Kalkül natürlich.

Ich verstehe generell nicht, warum man von vorneherein 3 Runden ansetzt und immer einen Monat dazwischen ruhen lässt. Nach der ersten Runde weiß ich doch schon wo es nicht passt und hab dann 4 Wochen Zeit für die zweite Runde nachzuverhandeln. Das ist alles einfach Zeit- und auch Geldverschwendung.

Soll sich die verhandelnden Parteien eben gründlich vorbereiten und wirklich mal bis aufs Blut verhandeln um ein Ergebnis zu erzielen, mit dem beide Seiten leben können. Aber dieses künstliche zur Schau stellen mehrerer Runden und dazwischen kleine Streiktage die nichts bringen außer die Menschen zu nerven, geht mir mächtig auf den Zeiger.

Es führt auch in der breiten Bevölkerung zu immer mehr Ablehnung, dass alle Nase lang gestreikt wird. Mal ist es TV-L, dann TVÖD, dann Lokführer, dann Piloten, dann dies und dann das. Der Druck ist ja mit diesen Ministreiks auch nicht gegeben. Bleiben halt Anträge oder Akten länger liegen, juckt doch die AG nicht. Werden Menschen halt im Krankenhaus nicht versorgt, oder Brände nicht gelöscht, juckt doch die AG nicht.

Der Bürger (egal ob es hier um sein direktes Einkommen geht oder nicht) muss die Suppe doch auslöffeln. Politiker ziehen doch schon seit Jahren keine persönlichen Konsequenzen mehr aus Fehlverhalten. Was soll sie da jucken, wenn irgendwo gestreikt wird?


Muschebubu

Zitat von: Warnstreik in Heute um 12:59Du kannst hier sagen was du willst - feel free. Ich habe auf die immer wieder provokative Frage gewantwortet (zugegeben, ein wenig zugespitzt), was die Gewerkschafter denn denken würden. Wenn du meinst, dass du deine Beiträge auch anders besser nutzen kannst: Das ist dir unbelassen. Dann verhandelt aber auch niemand für dich und dann ist hier auch Kritik an den Verhandlern auf Arbeitnehmerseite schlicht fehl am Platze. Du kannst natürlich trotzde meckern, aber dann muss man auch mit der Antwort leben, vor allem wo sie doch explizit angefragt wurde.

Der TV-L ist ziemlich schwach wegen der vielen Beamten und wenig Branchen, die Druck ausüben können. Genau deshalb wäre es umso wichtiger an einem Strank zu ziehen. Die Sockelbeträge in Zeiten von hoher Inflation sind tatsächlich ja auch aus einem demokratischen Prozess entstanden - die Forderungen werden auch nicht ausgewürfelt. Ich bin selbst kein Verdi-Mitglied und finde es derzeit auch nicht gut Sockelbeträge zu fordern. 2023 hingegen war es angebracht - eben weil es ein Unterschied ob jemand die Infaltion mit gutem Gehalt über kleinere Konsumanpassungen aussitzen kann oder ob man seinen Wochenendeinkauf kaum noch bezahlen kann. Aber nochmal: Derzeit bin ich der Meinung ist es an der Zeit von Sockelbeiträgen abzusehen und tatsächlich auch etwas für die höher qualifizierten zu tun - schlicht um Wettbewerbsfähig zu sein. Wenn diese Meinung aber innerhalb der Gewerkschaft garnicht artikuliert oder vertreten wird? Da sind wir wieder am Anfang...

Meine Kritik entspann sich daran, dass durch einen Foristen hier faktisch das Schreibrecht abgesprochen wurde, das sehe ich nicht. Mit Kritik kann ich umgehen, andere leider eher weniger.

Und zum Auswürfeln. Nun, da stimme ich dir zu. Ausgewürfelt werden die Verhandlungsthemen nicht, sonst dürfte es nicht immer nur um die 1, 2, 3 gehen, sondern auch mal um die 4, 5 oder 6. So funktioniert nämlich ein Würfel  ;) ... Nun denn, wir sind uns einig, das wir uns nicht einig sind und trotzdem bin ich auf das beste Ergebnis seit es Tarifverhandlungen gibt gespannt.

Iunius

Ich bleibe dabei:

Heute Abend werden wir mit:

25 Monaten Laufzeit
5,4%
Verbesserungen bei Zulagen (Schicht etc.)

konfrontiert sein.

HamburgerJung


DerUnger

Wäre okay wenn die JSZ angehoben und die Wochenarbeitszeit abgesenkt wird, sonst eher nicht!

Iunius

Zitat von: HamburgerJung in Heute um 14:09wäre doch ok

Ja, allerdings aus meiner Sicht nur dann, wenn sie die 5,4% ohne Sockelbeträge schönrechnen sondern es 5,4% für alle sind.

Garfield

Noch eine Meldung, aber wieder kein Inhalt zu Angeboten etc.

https://www.wnoz.de/nachrichten/deutschland-und-die-welt/politik/deutschland/noch-kein-durchbruch-in-tarifstreit-922039.html

"Bei den Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst zeichnet sich noch keine Einigung ab. Es sei offen, ob ein Durchbruch bis zum Abend gelinge, sagte ein Sprecher der Gewerkschaft Verdi in Potsdam."

HamburgerJung

ja erneute Tabellenstauchung darf nicht sein.

Zitat von: Iunius in Heute um 14:14Ja, allerdings aus meiner Sicht nur dann, wenn sie die 5,4% ohne Sockelbeträge schönrechnen sondern es 5,4% für alle sind.

Maggus

Zitat von: SinnedYam in Heute um 13:48Von mir aus können die auch fünfmal verhandeln, sofern das Ergebnis dann rückwirkend gültig ist. Aber das künstlich in die Länge zu ziehen ist einfach albern. Bzw. Kalkül natürlich.

Ich verstehe generell nicht, warum man von vorneherein 3 Runden ansetzt und immer einen Monat dazwischen ruhen lässt. Nach der ersten Runde weiß ich doch schon wo es nicht passt und hab dann 4 Wochen Zeit für die zweite Runde nachzuverhandeln. Das ist alles einfach Zeit- und auch Geldverschwendung.

Soll sich die verhandelnden Parteien eben gründlich vorbereiten und wirklich mal bis aufs Blut verhandeln um ein Ergebnis zu erzielen, mit dem beide Seiten leben können. Aber dieses künstliche zur Schau stellen mehrerer Runden und dazwischen kleine Streiktage die nichts bringen außer die Menschen zu nerven, geht mir mächtig auf den Zeiger.

Es führt auch in der breiten Bevölkerung zu immer mehr Ablehnung, dass alle Nase lang gestreikt wird. Mal ist es TV-L, dann TVÖD, dann Lokführer, dann Piloten, dann dies und dann das. Der Druck ist ja mit diesen Ministreiks auch nicht gegeben. Bleiben halt Anträge oder Akten länger liegen, juckt doch die AG nicht. Werden Menschen halt im Krankenhaus nicht versorgt, oder Brände nicht gelöscht, juckt doch die AG nicht.

Der Bürger (egal ob es hier um sein direktes Einkommen geht oder nicht) muss die Suppe doch auslöffeln. Politiker ziehen doch schon seit Jahren keine persönlichen Konsequenzen mehr aus Fehlverhalten. Was soll sie da jucken, wenn irgendwo gestreikt wird?

Und was ist nun die Schlussfolgerung aus Deinem Beitrag?
Wir Arbeitnehmer akzeptieren, was uns die Arbeitgeber in der 1. Verhandlungsrunde anbieten?
Dann wäre das Ergebnis schnell festgestellt, es gibt keine Streiks und keine langgezogenen Verhandlungen.
Und wenn NULL angeboten wird auf 36 Monate hat man für die nächsten 3 Jahre Planungssicherheit.

Hens

Zitat von: HamburgerJung in Heute um 14:16ja erneute Tabellenstauchung darf nicht sein.


Für mich darf das aber maximal der Rahmen sein, wenn es entsprechend noch extras on top gibt.

Die JSZ finde ich persönlich eigentlich schon wichtig, nur hört man davon gar nichts und daher glaube ich nicht dran. Gleiches gilt für einen zusätzlichen Urlaubstag. Wenn man allerdings meint diese Dinge durch einen höheren Sockel und ansonsten gleichen Prozente abzufangen, wäre das ein extrem schlechter Deal.

Man sollte für alle (!) Tarifgruppen eigentlich mindestens den Abschluss wie im TVöD aushandeln. Ansonsten geht der Anschluss weiter verloren. Fachkräfte, welche die Wahl haben werden dann auch selbstverständlich nicht für den TVL entscheiden.

Ich bin gespannt auf heute Abend. Irgendwie rechen ich leider mit genau jenem Bild (ca. 5,8 auf 27 Monate, etwas höherer Sockel und sonst viele Extras weniger als im TVöD)