Eingruppierung TVV (Hilfe?)

Begonnen von dernochgefehlthat, Gestern um 01:33

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dernochgefehlthat

Servus zusammen,

Ich versuche es möglichst kurz zu fassen. Sicherlich bin Ich nicht der erste der das Gefühl hat falsch eingruppiert zu sein.
Folgende Ausgangslage:

Seit 9 Jahren in der Ver- und Entsorgung tätig. Seit 4 Jahren im ÖD. Vorerst im Klärwerk beschäftigt gewesen in der EG 5. 1 Jahr später wurde erkannt, dass Ich wesentlich mehr zu bieten habe als handwerkliche Kenntnisse. Mir wurde Angeboten als Technischer Sachbearbeiter tätig zu sein, sprich ich solle neue Tätigkeitsmerkmale ausfüllen bzw. erfüllen. Wir haben eine Zuständigkeitsmatrix in der klar hervorgeht, wer für was Verantwortlich ist.
Ich führe eigenständig das Indirekteinleiterkataster (Erfassung und Erhebung//  Überwachung// Auswertung// Ansprechpartner// komplexe Einzelfallentscheidungen// Entwässerungspläne genehmigen).
TV-Untersuchungen werte Ich aus, vergebe eine Zustandsklasse mit Renovierungs- oder Neubauempfehlung (dabei erfolgt die Auswertung nicht nach einem Punktesystem, sondern nach freiem Wissensstand mit bestem Gewissen und Codes).
Ich bin Ansprechpartner für Grundwasserabsenkungen bzw. Bauwasserhaltungen und Höchstdruckwassestrahlarbeiten, (weise einen Einleitpunkt aus dem städtischen GIS zu also Spartenauskunft// ermittle die höchstzulässige Menge des Mediums in liter/Sekunde// achte auf die Einhaltung der EWS// schließe eine Sondervereinbarung mit dem Antragsteller// kommuniziere mit den Ordnungsbehörden).
Ich arbeite gelegentlich im Kanalbetrieb mit in der Grundstücksentwässerung (Dichtheitsprüfung vor Ort überwachen// Hausakt// Abnahmeprotokoll für das Bauvorhaben// o.ä.).

Ich habe keinen Bachelor oder Master. Ich bin neurodivergent (leichtere Form--Asperger) und daher kann Ich mir bestimmte Dinge viel schneller und besser Merken wie andere normale Menschen die neurotypisch lernen. Ich wirke nach außen wie ein normaler Mensch. Der Nachteil Ich kann mich selbst nicht durchsetzen und kann das auch ärztlich nicht beweisen, da Ich Angst vor Ablehnung habe. Ich wurde in die EG6 eingruppiert, die Zulage für Schmutz wurde natürlich gestrichen (rechtmäßig), so habe Ich ein höheres Maß an Verantwortung und effektiv nur knapp 10 Euro mehr in der Geldbörse. Mein nächster Weg sollte eigentlich Ver.di sein und der Personalrat. Ich möchte meinen Chef nicht schlecht ins Licht rücken bzw. falsch dastehen lassen. Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht und kann mir einen Tipp geben bzgl. besserer Argumentation?

Danke für eure Hilfe.

Organisator

Erfolgversprechend ist hier das Gespräch mit dem AG, im Sinne von: Ich will mehr leisten und mehr Geld bekommen, was können wir tun.

Wenn du Zweifel an der Eingruppierung hast wäre der erste Schritt, deine übertragenen Tätigkeiten (das was du machen sollst, nicht, was du tatsächlich machst) mit den Tätigkeitsmerkmalen abzugleichen und zu einer eigenen Rechtsmeinung zu kommen.

Sollte die zu einer anderen Eingruppierung führen, wäre ein Gespräch mit dem Stellenbewerter sinnvoll um zu schauen, wo es unterschiedliche Meinungen gibt.

Wenn das nicht zu deiner Zufriedenheit läuft wäre der nächste Schritt eine Eingruppierungsfeststellungklage, in der du das Gericht überzeugen musst, warum deine Meinung zur Eingruppierung zutreffend ist.