Was kann man gewöhnlich im Bewerbungsverfahren realistisch verhandeln?

Begonnen von Modrian, 21.01.2026 18:38

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Modrian

Hab mal bisschen out of the box gedacht, mich an die Basics in der Ausbildung erinnert und gegoogelt. Typisch Verwaltung stecken wir glaub ich alle in unseren gegebenen Strukturen fest.

Wegen dem grundgesetzlichen Selbstverwaltungsrecht kannst du einer Kommune nicht vorschreiben, wie sie zu bezahlen hat. Die Aufsichtsbehörde kommt nur um die Ecke, wenn du in der Haushaltssicherung bist und dich nicht an das Konzept hälst (gut, das trifft schon praktisch auf fast alle zu ^^). Es gibt tatsächlich einige Kommunen die nicht Mitglied in Arbeitgeberverbänden sind und sich nur an Tarifverträgen orientieren. Nur eher nach unten korrigiert ^^
https://www.staatsanzeiger.de/beruf-und-karriere/viele-entziehen-sich-der-tariftradition/

Wird in der Praxis schon einige Vorteile für den Arbeitgeber haben, aber eine größere finanzstarke Kommune wie Frankfurt könnte sich theoretisch abkapfseln und die guten Leute aufkaufen. Ich werd das mal mal vorschlagen  :) Nice to know aber praktisch irrelevant.

Bubi11

Was ich bei uns zum Beispiel sehr schlecht finde ist das nie die EG in den Stellenausschreibungen steht. Das ist maximal ärgerlich weil wir dadurch natürlich viele Bewerber (Auch sehr gute) haben die komplett andere Vorstellungen haben.
Wenn dann zum Beispiel Controller hören das wir EG 9b zahlen dann sind beide Seiten sehr frustriert.
Und wie gesagt da geht es dann gar nicht mehr um die Stufe wenn man 1000EUR brutto oder mehr entfernt ist.

Aber das ist bei uns leider halt so das die Personalabteilung keine EGs vorab angibt.

MoinMoin

Zitat von: Bubi11 in Heute um 06:54Was ich bei uns zum Beispiel sehr schlecht finde ist das nie die EG in den Stellenausschreibungen steht. Das ist maximal ärgerlich weil wir dadurch natürlich viele Bewerber (Auch sehr gute) haben die komplett andere Vorstellungen haben.
Wenn dann zum Beispiel Controller hören das wir EG 9b zahlen dann sind beide Seiten sehr frustriert.
Und wie gesagt da geht es dann gar nicht mehr um die Stufe wenn man 1000EUR brutto oder mehr entfernt ist.

Aber das ist bei uns leider halt so das die Personalabteilung keine EGs vorab angibt.
Dass ist natürlich dumm, einige PAs sind halt nicht belehrbar.

Schon mal der PA erklärt, dass sie dadurch Mehrarbeit verursachen, sowohl bei denen die diese überflüssigen Bewerbungen sichten, also auch bei denen die dann eine VG machen, welches eigentlich nach 5 min fertig ist.
Sprich Guten Tag: Sie wissen dass wir maximal 70T zahlen können, wollen sie den Job immer noch? Nein? Einen schönen Tag noch.... und schwupps hat man Zeit zum Kaffee

Vollstrecker

Zitat von: Bubi11 in Heute um 06:54Was ich bei uns zum Beispiel sehr schlecht finde ist das nie die EG in den Stellenausschreibungen steht. Das ist maximal ärgerlich weil wir dadurch natürlich viele Bewerber (Auch sehr gute) haben die komplett andere Vorstellungen haben.
Wenn dann zum Beispiel Controller hören das wir EG 9b zahlen dann sind beide Seiten sehr frustriert.
Und wie gesagt da geht es dann gar nicht mehr um die Stufe wenn man 1000EUR brutto oder mehr entfernt ist.

Aber das ist bei uns leider halt so das die Personalabteilung keine EGs vorab angibt.

Echt? Bei uns (Kommune) stehen die mit dabei und sogar schon der Eurobetrag dann von Erfahrungsstufe 1-6.
Dann steht da hinter der Stelle z.B. EG 9a (3658 € - 4979€)

Bubi11

Ja das würde viel Zeit sparen bei Bewerbungen aber ist leider nicht weil das schon immer so ist.
Wir sind eine große Gesundheitseinrichtung mit 1700 Mitarbeitern. Da denken halt viele das wir mehr zahlen aufgrund der Größe und sind dann enttäuscht.
Angesprochen wurde das schon sehr oft aber gemacht wird nichts. Die EG würde ja schon reichen um einige Missverständnisse erst gar nicht aufkommen zu lassen.
Gemacht wird halt trotzdem nichts.

Vollstrecker

Zitat von: Bubi11 in Heute um 08:00[...]Die EG würde ja schon reichen um einige Missverständnisse erst gar nicht aufkommen zu lassen.[...]

 ;) Täusch dich mal nicht. Wir hatten die EG eigentlich schon immer in den Stellenausschreibungen. Hat auch nicht gereicht, weil es zu viel verlangt war, da mal die richtige Tabelle zu suchen und zu lesen. Vor ein paar Monaten sind dann die Eurobeträge hinzugefügt worden.  ::)


Aber Geld ist im ÖD doch kein großes Geheimnis. Für mich gehört die EG-Gruppe immer mit in die Stellenanzeige.


MoinMoin

Zitat von: Bubi11 in Heute um 08:00Ja das würde viel Zeit sparen bei Bewerbungen aber ist leider nicht weil das schon immer so ist.
Wir sind eine große Gesundheitseinrichtung mit 1700 Mitarbeitern. Da denken halt viele das wir mehr zahlen aufgrund der Größe und sind dann enttäuscht.
Angesprochen wurde das schon sehr oft aber gemacht wird nichts. Die EG würde ja schon reichen um einige Missverständnisse erst gar nicht aufkommen zu lassen.
Gemacht wird halt trotzdem nichts.
Dann beauftragt man die PA Abteilung die Kandidaten abzutelefonieren um einen Termin auszuhandeln und dabei telefonisch denen die Gehaltskategorie mitzuteilen.
Oder man schreibt die Kandidaten selber an und teilt ihnen die EG inkl. Euronen mit
und vermerkt diese Zeiten und berichtet dann wieviel Zeit man durch diese frühzeitigen Absagen sparen könnte und wie viele VG man sich sparen könnte.

Immer schön den PA bösgläubig machen bei dem Unsinn, die die verzapfen.

Bubi11

Zitat von: MoinMoin in Heute um 09:18Dann beauftragt man die PA Abteilung die Kandidaten abzutelefonieren um einen Termin auszuhandeln und dabei telefonisch denen die Gehaltskategorie mitzuteilen.
Oder man schreibt die Kandidaten selber an und teilt ihnen die EG inkl. Euronen mit
und vermerkt diese Zeiten und berichtet dann wieviel Zeit man durch diese frühzeitigen Absagen sparen könnte und wie viele VG man sich sparen könnte.

Immer schön den PA bösgläubig machen bei dem Unsinn, die die verzapfen.

Zu 1: Wird aufgrund zuviel Aufwand abgelehnt
Zu 2: Darf man nicht weil man sonst denen Arbeit wegnimmt bzw. weil das angeblich rechtlich nicht erlaubt ist.

Arbeitet man dagegen, gibts haue vom übergeordneten Bezirk das man solche Sachen zu unterlassen hat. Das ist Aufgabe der Personalabteilung. Beim nächsten mal gibts Abmahnung.

Konkret es soll alles so bleiben wie es ist und nicht anders. Sonst überschreitet man Kompetenzen und da gibts ärger.

MoinMoin

Zitat von: Bubi11 in Heute um 11:13Zu 1: Wird aufgrund zuviel Aufwand abgelehnt
Zu 2: Darf man nicht weil man sonst denen Arbeit wegnimmt bzw. weil das angeblich rechtlich nicht erlaubt ist.

Arbeitet man dagegen, gibts haue vom übergeordneten Bezirk das man solche Sachen zu unterlassen hat. Das ist Aufgabe der Personalabteilung. Beim nächsten mal gibts Abmahnung.

Konkret es soll alles so bleiben wie es ist und nicht anders. Sonst überschreitet man Kompetenzen und da gibts ärger.
Ziemlicher Bull Shit der da von der PA von sich gegeben wird.
Also weitermachen.

und natürlich nach jeder Bewerberrunde in eine Aufwandsbericht schreiben, in dem man deutlich und in Fettschrift darauf hinweist, dass man 5 von 10 Bewerbungsgespräche nicht hätte führen müssen, wenn die Personen über die Gehaltsmöglichkeiten vorab informiert gewesen wären.

Und Fragen, ob es zielführend ist und man zu viel Geld hat, dass da ein mehrköpfiges Gremium für so einen Scheiß ihre Zeit opfern! Anstelle, dass ein Hansel bei der PA dies im Vorfeld klärt (oder man es einfach in die Ausschreibung schreibt, denn das darf man).

Da will ich mal sehen, ob der übergeordneten Bezirk da nicht haue von dem drüberliegenden Bezirk bekommt.

Aber am Ende: Was solls, man wird ja eh bezahlt, egal ob bei der Kaffeerunde im überflüssigen VG oder wenn man was Produktives macht.

Bubi11