Tarifrunde TV-L 2025 - Diskussion III

Begonnen von username, 14.02.2026 09:31

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daseinsvorsorge

Zitat von: MoinMoin in Gestern um 20:33Das im TV-L 50 Prozent oberhalb der EG9 sind.
Schon ein erstaunlicher Glaube, dass davon so wenig nicht in einer Position wären zu verhandeln.

Und verhandeln heißt auch, sich einen Ag zu suchen, der gewillt ist das Entgelt zu bezahlen was man akzeptabel findet.
Das der öD AG sich seeeehr schwer tut zu verhandeln ist bekannt.
Das 95% nicht wissen, dass man verhandeln könnte erschreckend.

Von daher glaube ich , dass die Putzkraft nicht mehr verhandeln kann, weil sie zu teuer im TV ist während der spezialisierte Sachbearbeiter, der nur für den AG öD, aufgrund seiner Ausbildung arbeiten kann, ebenfalls nicht verhandeln kann.
Aber die 70 % der anderen, die könnten sich einen anderen Ag suchen.

Und oooh Wunder: In den meisten Firmen die ich kenne, da gibt es es ohne Tarif durchaus auch nichts zu verhandeln. Da gibt es auch einfach so Lohnerhöhungen.

Von daher von ihren 95% sind mE es 70% die nicht willens sind und 30% die keine Wahl haben zu verhandeln, welche Einschätzung zu den Zahlen haben Sie ?

Ich sehe nicht den gravierenden Unterschied zu meinen Aussagen, den Sie herausgearbeitet haben wollen.vielmehr ergeben sich folgende Fragen:

Wenn 70% den AG wechseln , zudem noch mehr verdienen könnten und auch sekundäre Gewinne unbeachtlich sind, warum wechseln so wenige? Weil sie so zufrieden sind?

MoinMoin

Zitat von: MasterNoname89 in Heute um 07:15Und um auf die Aussage zurückzukommen, dass es für Mitarbeitende schwieriger wird, Vorsorge zu betreiben: Dann erzählen Sie das mal dem Angestellten, der keinem Tarifvertrag angehört. Dieser muss ständig neu verhandeln und das ist keineswegs effizienter bzw. führt idR nicht zu höheren Lohnzuwächsen.
Nein, muss er nicht.
Es gibt sehr viele Unternehmen, die zahlen jedes Jahr mehr Lohn.
Ohne Tarifvertrag
Ohne Gewerkschaft
Ohne Verhandlung

Nur wenn man noch mehr will, als diesen freiwilligen Aufschlag, dann muss man in Verhandlung treten.

Aber das ist nur meine bescheiden Wahrnehmung in meinem Umfeld.

MoinMoin

Zitat von: daseinsvorsorge in Heute um 07:36Ich sehe nicht den gravierenden Unterschied zu meinen Aussagen, den Sie herausgearbeitet haben wollen.vielmehr ergeben sich folgende Fragen:

Wenn 70% den AG wechseln , zudem noch mehr verdienen könnten und auch sekundäre Gewinne unbeachtlich sind, warum wechseln so wenige? Weil sie so zufrieden sind?
UU, weil sie eben abwägen und die monetären und nicht monetären Teile des Vertragsverhältnisses abwägen.
Kinderbetreuung im öD vs. Auslandsdienstreisen
..... ich gehöre ja dazu, komme aus der pW 6 stellig und weiß warum ich jetzt im öD bin.

Oder weil sie übertriebene Sicherheitsbedürfnisse haben und deswegen nicht ein Wechselrisiko eingehen.
Oder weil sie ihren Wert nicht kennen.
Oder weil sie noch nicht realisiert haben, dass sie verhandeln könnten.


Also wie kommen sie darauf, dass nur 5% verhandeln könnten?

IchLiebeBeamtentum

Mit 4.500 Euro netto monatlich (A13 Stufe 10) liegt man in Deutschland extrem hoch in der Einkommensverteilung, vergleichbar mit Spitzenverdienern in anspruchsvollen Akademikerberufen oder Führungspositionen. Dies entspricht einem Bruttogehalt von etwa 7.500–9.000 Euro monatlich (je nach Steuerklasse, Kinderfreibetrag und Bundesland), was weit über dem Akademiker-Median (ca. 60.500 Euro brutto jährlich) liegt.

Ein solches Nettoeinkommen positioniert Sie im oberen 1–5% aller Haushalte oder Vollzeitbeschäftigten, da der Median-Netto bei ca. 2.800–3.200 Euro monatlich liegt. Selbst unter Akademikern gehört man damit zur absoluten Spitze (Top 5%), vergleichbar mit Ärzten oder IT-Führungskräften.

Offizielle Statistiken und Reports
•Bundesagentur für Arbeit (Entgeltatlas): Zeigt Monatsgehälter Akademiker bei 5.000–6.300 € brutto. 
https://iqb.de/karrieremagazin/geld/gehaltsentwicklung-akademiker/


Rechercheergebnis zur Einkommensverteilung unter Akademikern auf der KI ,,Perplexity".

NelsonMuntz

Zitat von: MasterNoname89 in Heute um 07:15Es ist frech und einfach nicht richtig, wenn man höhere EG mit mehr Leistung gleichsetzt.....

Du hast meinen Punkt nicht erfasst, denn Erbschaften, die faktisch gar keine Leistung darstellen, möchtest Du vollkommen unbesteuert belassen - die Wertigkeit von Aufgaben verschiedener EG scheint Dir jedoch nicht dazu geeignet, unterschiedliche Gehälter zu zahlen.

Gleichzeitig bewertest Du den Abschluss als schlecht, was er gar nicht ist. Problematisch ist die hohe Steuer und Abgabenlast. Wenn wir nur Arbeitseinkommen, nicht aber leistungslose Vermögenszuwächse zur Finanzierung des Gemeinwohls und der sozialen Absicherung heranziehen, dann wird sich das sogar verschärfen.

Das ist ein systemisches Problem und Dein Ansatz verschärft die Ungleichheit sogar noch, denn Du wünscht hier, den individuellen Wohlstand vom Erbe, nicht jedoch vom beruflichen Wirken abhängig zu machen.

Welcher politischen Denkschule entspringen solche Gedanken?

Coffee86

Zitat von: Oliver1976 in Gestern um 14:44Wir können gerne auch 14/3 (71750) mit 14/3 (77698) vergleichen. Ich habe einfach einmal die Endstufe genommen. Eigentlich müsste man 13 TV-L mit 14 TVoD vergleichen. Einstellung an der Uni erfolgt immer in 13. EG 14 ohne Personalverantwortung bei Fraunhofer ist Standard. Personalverantwortung dann mit EG 15. Da sind die wenigstens 15-20 Jahre dabei.

Regelfall wäre/ist 6 Jahre im TV-L bis Stufe 3, dann Wechsel in TVöD mit Stufenaufstieg in die EG14 ohne Rückfall.

Ob das selten ist, kann ich nicht beurteilen. Bei uns sind es in Summe über beide Institut 700 MA.

Prämien etc. habe ich jetzt bewusst weggelassen, da die anhand der Zielvereinbarung ermittelt werden und personenabhängig sind. Die kommen natürlich noch on Top und betragen durchschnittlich 2000 € per Anno über alle MA hinweg schätze ich jetzt Mal. Zum Thema Jobsicherheit. Bin jetzt seit 18 Jahren dabei und wir hatten noch keine betriebsbedingte oder andere arbeitgeberseitige Kündigung seitdem.

Deswegen sagte ich ja bewusst. Es veranschaulicht das Problem der Diskrepanz sicherlich, nicht aber das es ein reales Problem ist. Wenn 2 Projektteams am gleichen Projekt arbeiten für zwei verschiedene Arbeitgeber, ist es auch Nonsens, wenn ich mich über das Gehalt des Kollegen des anderen AGs echauffiere. Es sind nun mal zwei verschiedene AGs. Da geht's auch um die Jobsicherheit. Auch bei Fraunhofer gab es letztes Jahr schon eine Institutsschließung inkl. Sozialplan und auch so schon Standortschließungen. Man ist hier deutlich enger an die wirtschaftliche Lage gebunden als an der Uni. Eine Dauerstelle an der Uni kann man eigentlich nicht verlieren.

Dass der TVöD dem TV-L immer mehr enteilt (zumindest ab EG9) ist aber natürlich nicht von der Hand zu weisen. Darum ging es mir auch nicht. Mehr Urlaubstage, höhere JSZ, stufengleiche HG, usw. - ist deutlich attraktiver als der TV-L. Mir gings nur darum, dass es i.d.R. kein Gespräch geben dürfte zwischen Uni und AuFEn, da man hier entsprechend schon Wissen sollte, worauf man sich eingelassen hat und welche Tarife wie laufen/verhandelt werden.

daseinsvorsorge

Zitat von: MoinMoin in Heute um 08:10UU, weil sie eben abwägen und die monetären und nicht monetären Teile des Vertragsverhältnisses abwägen.
Kinderbetreuung im öD vs. Auslandsdienstreisen
..... ich gehöre ja dazu, komme aus der pW 6 stellig und weiß warum ich jetzt im öD bin.

Oder weil sie übertriebene Sicherheitsbedürfnisse haben und deswegen nicht ein Wechselrisiko eingehen.
Oder weil sie ihren Wert nicht kennen.
Oder weil sie noch nicht realisiert haben, dass sie verhandeln könnten.


Also wie kommen sie darauf, dass nur 5% verhandeln könnten?
Dass ein erheblicher Teil der AN im ÖD sekundäre gegen monetäre Gewinne abwägt und deshalb im ÖD bleibt-was völlig ok wäre - davon ist hier nichts zu lesen.

Zu lesen ist lediglich , dass man gegenüber der pw unterbezahlt ist, aber trotzdem nicht wechselt. Wäre es anders, wäre man nicht so unzufrieden.
 

IchLiebeBeamtentum

Zitat von: daseinsvorsorge in Heute um 08:41Dass ein erheblicher Teil der AN im ÖD sekundäre gegen monetäre Gewinne abwägt und deshalb im ÖD bleibt-was völlig ok wäre - davon ist hier nichts zu lesen.

Zu lesen ist lediglich , dass man gegenüber der pw unterbezahlt ist, aber trotzdem nicht wechselt. Wärters anders, wäre man nicht so unzufrieden.
 

Mit 4.500 Euro netto monatlich (A13 Stufe 10) liegt man in Deutschland extrem hoch in der Einkommensverteilung, vergleichbar mit Spitzenverdienern in anspruchsvollen Akademikerberufen oder Führungspositionen. Dies entspricht einem Bruttogehalt von etwa 7.500–9.000 Euro monatlich (je nach Steuerklasse, Kinderfreibetrag und Bundesland), was weit über dem Akademiker-Median (ca. 60.500 Euro brutto jährlich) liegt.

Ein solches Nettoeinkommen positioniert Sie im oberen 1–5% aller Haushalte oder Vollzeitbeschäftigten, da der Median-Netto bei ca. 2.800–3.200 Euro monatlich liegt. Selbst unter Akademikern gehört man damit zur absoluten Spitze (Top 5%), vergleichbar mit Ärzten oder IT-Führungskräften.

Offizielle Statistiken und Reports
•Bundesagentur für Arbeit (Entgeltatlas): Zeigt Monatsgehälter Akademiker bei 5.000–6.300 € brutto.
https://iqb.de/karrieremagazin/geld/gehaltsentwicklung-akademiker/


Rechercheergebnis zur Einkommensverteilung unter Akademikern auf der KI ,,Perplexity".

MasterNoname89

Zitat von: MoinMoin in Heute um 08:04Nein, muss er nicht.
Es gibt sehr viele Unternehmen, die zahlen jedes Jahr mehr Lohn.
Ohne Tarifvertrag
Ohne Gewerkschaft
Ohne Verhandlung

Nur wenn man noch mehr will, als diesen freiwilligen Aufschlag, dann muss man in Verhandlung treten.

Aber das ist nur meine bescheiden Wahrnehmung in meinem Umfeld.

Es gibt aber auch sehr viele Unternehmen (und das dürfte die Mehrheit sein), die zahlen nicht automatisch mehr oder diese steigern die Gehälter nur aufgrund von Zwang wegen z.B. Anhebung des Mindestlohns, fehlende Anzahl an Bewerbern, etc.

Ich schätze auch, dass dies regional sehr unterschiedlich ist und stark von der Infrastruktur abhängig ist.



Zitat von: NelsonMuntz in Heute um 08:22Du hast meinen Punkt nicht erfasst, denn Erbschaften, die faktisch gar keine Leistung darstellen, möchtest Du vollkommen unbesteuert belassen - die Wertigkeit von Aufgaben verschiedener EG scheint Dir jedoch nicht dazu geeignet, unterschiedliche Gehälter zu zahlen.

Gleichzeitig bewertest Du den Abschluss als schlecht, was er gar nicht ist. Problematisch ist die hohe Steuer und Abgabenlast. Wenn wir nur Arbeitseinkommen, nicht aber leistungslose Vermögenszuwächse zur Finanzierung des Gemeinwohls und der sozialen Absicherung heranziehen, dann wird sich das sogar verschärfen.

Das ist ein systemisches Problem und Dein Ansatz verschärft die Ungleichheit sogar noch, denn Du wünscht hier, den individuellen Wohlstand vom Erbe, nicht jedoch vom beruflichen Wirken abhängig zu machen.

Welcher politischen Denkschule entspringen solche Gedanken?


Vollkommen unbesteuert verlange ich ja nicht ... Freibeträge wie sie gelten sind ja schon eine gute Lösung, müssen aber mit der Inflation eigentlich auch regelmäßig steigen. Wenn aber die Erwirtschaftung jener Sachwerte bereits schon überproportional zu den Steuereinnahmen beigetragen hat, sollte dann, auch wenn der Profiteur der folgenden Generation selbst nicht diesen Beitrag geleistet hat, nicht zusätzlich nochmals übermäßig besteuert werden.

Ansonsten macht es für keinen einen Sinn, Vermögenswerte zu schaffen, wenn die Übergabe an die Nachkommen zum hälftigen Verlust jenes Vermögens an die 'untätige' oder 'verschwenderische' Allgemeinheit führt.

Dann könnten sich alle einfach auf den Sozialstaat verlassen und einfach nichts machen.

MoinMoin

Zitat von: Coffee86 in Heute um 08:23Eine Dauerstelle an der Uni kann man eigentlich nicht verlieren.
Und die sind doch in der Tat extrem selten im WiBereich.

Rowhin

Zitat von: MoinMoin in Heute um 08:59Und die sind doch in der Tat extrem selten im WiBereich.

Abseits der Professuren werden bei uns (Technische Universität, ca. 55.000 Studierende, um mal die Größenordnung zu geben) ca. 5% der Mitarbeitenden in den Bereichen Wissenschaft und Wissenschaftsmanagement entfristet (Verwaltung natürlich sehr viel mehr).
 

Zinc

Wer segnet das Ergebnis am Ende eigentlich im Detail ab auf Gewerkschaftsseite? Laut Umfrage sind ja über 80 Prozent unzufrieden mit der Entscheidung, das kann doch intern nicht anders aussehen?

MoinMoin

Zitat von: MasterNoname89 in Heute um 08:55Es gibt aber auch sehr viele Unternehmen (und das dürfte die Mehrheit sein), die zahlen nicht automatisch mehr oder diese steigern die Gehälter nur aufgrund von Zwang wegen z.B. Anhebung des Mindestlohns, fehlende Anzahl an Bewerbern, etc.

Ich schätze auch, dass dies regional sehr unterschiedlich ist und stark von der Infrastruktur abhängig ist.
Natürlich, aber die Diskussion dreht sich nicht im Amazonfahrer, die brauchen Gewerkschaften, sondern um >EG9 Berufe.
Und in dem Sektor kenne persönlich keine Firma, die nicht jährliche "freiwillige" Gehaltsanpassungen machen, damit man nicht in 100 Einzelgesprächen versandet.


ZitatVollkommen unbesteuert verlange ich ja nicht ... Freibeträge wie sie gelten sind ja schon eine gute Lösung, müssen aber mit der Inflation eigentlich auch regelmäßig steigen. Wenn aber die Erwirtschaftung jener Sachwerte bereits schon überproportional zu den Steuereinnahmen beigetragen hat, sollte dann, auch wenn der Profiteur der folgenden Generation selbst nicht diesen Beitrag geleistet hat, nicht zusätzlich nochmals übermäßig besteuert werden.
Nochmal, alle Einnahmen wurde vorher schon extrem besteuert. Egal ob Erbe oder Lachshäppchen.
Das Argument geht fehl.
Und es geht auch nicht darum die Erbschaften überproportional zu besteuern.
Sie sollen zunächst einmal überhaupt besteuert werden und dann (wenn Quandt & Co sich nicht arme rechnen konnten) nicht so extrems unterproportional.
ZitatAnsonsten macht es für keinen einen Sinn, Vermögenswerte zu schaffen, wenn die Übergabe an die Nachkommen zum hälftigen Verlust jenes Vermögens an die 'untätige' oder 'verschwenderische' Allgemeinheit führt.
Natürlich macht es sinn, damit man im Alter gut leben kann.
Es macht aber keinen Sinn die Kinder damit zum nicht arbeiten zu bringen.
ZitatDann könnten sich alle einfach auf den Sozialstaat verlassen und einfach nichts machen.
Ich verstehe überhaupt nicht, was der Sozialstaat mit einer Erbschaftssteuer die wirklich Vermögende Zahlen müssen zu tun hat.
Außer, dass mein Arbeitslohn für den Sozialstaat abgezogen wird, während das Erb-Vermögen verschont bleibt.

Bastel

Zitat von: NelsonMuntz in Gestern um 23:14Aber natürlich kann man als MA im öD auch der Meinung sein, die Dividenden einer Frau Klatten und final auch deren Erbe sollten 100% steuerfrei bleiben. Trickle down - Good luck! ;)

Erst werden die Milliardäre vernichtet, dann die Millionäre und am Ende gehts an die gleichen Fische. Sozialismus as its best.

Frogger

Zitat von: IchLiebeBeamtentum in Heute um 08:46Mit 4.500 Euro netto monatlich (A13 Stufe 10) liegt man in Deutschland extrem hoch in der Einkommensverteilung, vergleichbar mit Spitzenverdienern in anspruchsvollen Akademikerberufen oder Führungspositionen. Dies entspricht einem Bruttogehalt von etwa 7.500–9.000 Euro monatlich (je nach Steuerklasse, Kinderfreibetrag und Bundesland), was weit über dem Akademiker-Median (ca. 60.500 Euro brutto jährlich) liegt.

Ein solches Nettoeinkommen positioniert Sie im oberen 1–5% aller Haushalte oder Vollzeitbeschäftigten, da der Median-Netto bei ca. 2.800–3.200 Euro monatlich liegt. Selbst unter Akademikern gehört man damit zur absoluten Spitze (Top 5%), vergleichbar mit Ärzten oder IT-Führungskräften.

Offizielle Statistiken und Reports
•Bundesagentur für Arbeit (Entgeltatlas): Zeigt Monatsgehälter Akademiker bei 5.000–6.300 € brutto.
https://iqb.de/karrieremagazin/geld/gehaltsentwicklung-akademiker/


Rechercheergebnis zur Einkommensverteilung unter Akademikern auf der KI ,,Perplexity".


A13 Stufe 10 mit oder ohne Kinder? E13 Stufe 6 sind ca. 3800, ab April dann 3900. Dafür muss der Beamte aufgrund der Pension fürs Alter kaum vorsorgen. Wenn, dann sind ja zumindest 600 Netto mehr verfügbar oder nicht?

Diese Mediantabellen kann man grundsätzlich auch vergessen, da Akademiker in größeren Buden (Über 5-10k Mitarbeiter - Accenture, VW, Bosch, Zeiss) weit über 100k bekommen, eher 120-140k.

Ohne Tarifvertrag in KMUs mag das stimmen, aber nicht bei Konzernen. Mit der PW brauchen wir TBs uns wirklich nicht vergleichen. Als Beamter kommt man langsam in die Nähe, hier schlagen aber eher Zuschläge, Pension usw. den Hebel in die richtige Richtung.

Als TB ist, sofern man nicht geerbt hat oder vor 2020 eine Immobilie erworben hat oder ggf. in der völligen Einöde wohnt der Wunsch vom Eigenheim/Eigentum aktuell wohl eher ein Wunschtraum.

500k Haus (inkl. Nebenkosten - schon ziemlich "günstig" bei der Marktlage) bei 3,5% Zins muss man schon 100k Eigenkapital mitbringen und kommt dennoch bei eher über 2k Netto Kaltrate raus. Da ist jeder 100er mehr im Monat aufs Jahr gerechnet das Zünglein an der Wage, ob man nochmal in den Urlaub fahren kann oder nicht.

Klar lebt der ÖD Mitarbeiter, der sehr früh (vor 2010) eine Immobilie erworben hat, nun mit hoher Stufe (5/6) unterwegs ist und unter 1k€ Monatskaltrate hat, sehr auskömmlich. Das trifft auf die anderen Mitarbeiter aber leider überhaupt nicht zu.