Tarifrunde TV-L 2025 - Diskussion III

Begonnen von username, 14.02.2026 09:31

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MoinMoin

Zitat von: Arch in Heute um 12:39Das war ein Bsp. das ich mit dem gegebenem nicht ausgekommen bin obwohl doch so relativ gut bezahlt wird,
ich habe aber nicht mit 16 eine Ausbildung begonnen die niedrig bewertet war und werde jedes Jahr weiter nach oben gespült, aber dafür wurde in den hohen EG's (außer diesem Jahr) gestaucht.

Wenn ein Ingenieur in der pW für 140,-/Stunde abgerechnet wird
Von dem Geld wird aber auch die Sekretärin, die Urlaubstage die Weiterbildungen ... bezahlt.

Zitatund einen Lohn erhält und ich im TV-L einen Ingenieur haben möchte muss ich entsprechende TDB und Entgelt Eingruppierungen bereit stellen.
Ja, gewisse abstriche muss man als AN hinnehmen.
Ich muss doch aber immer am Markt orientieren ob 50% oder 25% Unterschied zum pW und nicht weiter stauchen und Ungleichheiten zum TVöD aufkommen lassen.
Der Ing in der pW verdient nicht das doppelte oder vierfache gegenüber dem Ing im öD bei gleichen Tätigkeiten!

Arch

Zitat von: Rowhin in Heute um 13:08Bedingt belastbar vom dbb (Link geht auf PDF, S.16 ist relevant). Daraus gehen die Gesamtzahlen (TVL+TVöD) hervor.

Eine aufgeteilte, aktuelle Aufschlüsselung nach beiden Tarifverträgen ist mir nicht bekannt - gabs für frühere Jahre bei destatis. Die Nachfolgestatistik führt die EGs nicht mehr an. Wäre aber sehr nützlich.

Alles gut, eine Offenbarung. Jetzt müßte ich nur noch die akteuellste Version finden. Aber der Blick auf 21 ist schon ein Eye opener ;)

hypto27

Wie geht es nun weiter? Verdi starte eine intransparente Mitgliederbefragung und veröffentlicht ein Ergebnis ohne absolute oder einfache Mehrheit. Die korrupte Kommission winkt es trotzdem durch?

JahrhundertwerkTVÖD

Zitat von: hypto27 in Heute um 13:18Wie geht es nun weiter? Verdi starte eine intransparente Mitgliederbefragung und veröffentlicht ein Ergebnis ohne absolute oder einfache Mehrheit. Die korrupte Kommission winkt es trotzdem durch?

Wenn die Verhandlungsparteien, also ver.di und der Arbeitgeber bzw. Arbeitgeberverband, nach einem Erzwingungsstreik ein Verhandlungsergebnis erzielen, wird dieses Ergebnis einer erneuten Urabstimmung, wieder innerhalb des Geltungsbereiches des umkämpften Tarifvertrages, unterzogen. Sollten sich hierbei mehr als 25 Prozent der aufgerufenen und nicht verhinderten Gewerkschaftsmitglieder für die Annahme des Verhandlungsergebnisses aussprechen, wird der Arbeitskampf beendet. Über die endgültige Annahme des Verhandlungsergebnisses entscheidet die Tarifkommission.

Es sind quasi 25% erforderlich um dem Verhandlungsergebnis zuzustimmen!!!!!

Arch

Zitat von: MoinMoin in Heute um 13:15Von dem Geld wird aber auch die Sekretärin, die Urlaubstage die Weiterbildungen ... bezahlt.
Der Ing in der pW verdient nicht das doppelte oder vierfache gegenüber dem Ing im öD bei gleichen Tätigkeiten!


MoinMoin, ich weiß nicht was Du Dir immer zusammenhanglos rauspickst, bitte die Gesamtaussage betrachten in Bezug zur Tarifverhandlung. Ich möchte keine Lebenswegsdiskussion.

Sondern verlangtes Wissen/Tätigkeit/Ausbildung(Weg/Invest) zum Entgelt.
Vielelicht umschreibt es " Art gerechte Haltung"!

Und ich möchte auch nicht hören : Hier wird es nie etwas geben, wenn Du ENtwicklung willst geh woanders hin. Das kann ich mir aus den Zitaten und Kommentaren selber erlesen.

Und 50% - 25% Unterschied sind weder das doppelte noch das vierfache.

Mir geht es in allen Beispielen nur um Tätigkeit, Abstand in den EG's und Abstand zum TVöD.
Jede Ausbildung hat seine Kosten und Besonderheiten, in der Work Life Balance, dem Invest, der späteren Tätigkeit.

Und wenn Du schlechte Grundlagen schaffst zahlst Du später mit Irgendetwas auch der AG

Frogger

Auch interessant, ab 2027 kann man beim TVÖD freiwillig bis zu 18 Monate 42h arbeiten. Also 2h mehr als im TVL.

Bei ner e13/6 sind das schlanke 600 Brutto, was das monatliche Entgelt von ca. 4020 Netto (200 mehr als im TVL Juni 2026) auf ca. 4350 Netto! bringt. Im TVL für 40h sind das knapp 3800€ pro Monat.

Die Begrenzung auf 18 Monate heißt übrigends nicht, dass es nur einmalig geht. Es kann durchaus weitere Freiwillige Arbeitszeiterhöhungen geben.

Falls die JSZ davon auch betroffen ist, stehen hier weitere vierstellige Beträge zusätzlich im Raum.

Bin gespannt, ob der TVÖD das auch wie die 16.5 nur mit spitzen Fingern ermöglichen wird. Bei der Rentenversicherung scheint das jedenfalls angeboten zu werden.


BlackMamba

Zitat von: JahrhundertwerkTVÖD in Heute um 13:26Wenn die Verhandlungsparteien, also ver.di und der Arbeitgeber bzw. Arbeitgeberverband, nach einem Erzwingungsstreik ein Verhandlungsergebnis erzielen, wird dieses Ergebnis einer erneuten Urabstimmung, wieder innerhalb des Geltungsbereiches des umkämpften Tarifvertrages, unterzogen. Sollten sich hierbei mehr als 25 Prozent der aufgerufenen und nicht verhinderten Gewerkschaftsmitglieder für die Annahme des Verhandlungsergebnisses aussprechen, wird der Arbeitskampf beendet. Über die endgültige Annahme des Verhandlungsergebnisses entscheidet die Tarifkommission.

Es sind quasi 25% erforderlich um dem Verhandlungsergebnis zuzustimmen!!!!!

Und was müssen wir als Arbeitnnehmer  jetzt tun, damit nicht zugestimmt wird? Nochmal auf die Straße gehen?
Denn wenn alle nur hier diskutieren, wird es doch kein "Druck" geben.

Die Verhandlungen machen auf mich den Eindruck "so schnell" wie möglich alles über die Bühne zu bringen. Nimmt man Gewerkschaftsrücktritte in Kauf?

Ich frage mich, was ich noch als Arbeitnehmer machen kann. Denn in TVL (Uni IT-Bereich) zu arbeiten wird zunehmender unattraktiv. TVöD bietet "bisschen" mehr Geld für gleichqualifizierte Leistungen. Freie Wirtschaft mal abgesehen.

Man investiert aber Millionen in Berater/Dienstleister und lässt die Arbeitnehmer am Hungerhaken. Und eine Möglichkeit durch mehrarbeit mehr Geld zu verdienen gibt es auch nicht. Ebenso bleibt die Jahressonderzahlung unverändert.

Und dieser Flächentarif find ich umso mehr immer unattraktiver. Klar ist es einfach alle über einen Kamm zu scheren und alles zu verhandeln. Aber so beklagt man sich, warum es im öffentlichen Dienst keine qualifizierte Fachkräfte gibt.

Diese Ergebnisse der Tarifverhandlngen werden ihre Früchte tragen und Deutschland bleibt in seiner Entwicklung stecken.

Sorry... muss den Frust mal raus lassen :(

sigma5345

Zitat von: MoinMoin in Heute um 13:12Fahrkosten sind bei meiner Frau durchs D-Ticket auf ein drittel gesunken.
Was zum Jahreswechsel auch reichlich 8% teurer geworden ist  :-X .
Die Aufstellung von Oliver1976 kann ich jedoch bestätigen.... Versicherungen sind durchweg hoch gegangen, bei uns noch Wasser, Abwasser, zum 31.01. dann noch die GKV.
Also bei der gefühlten Inflationsrate liege ich deutlich über 3%. Und auch wenn es nur ein Gefühl ist, kostet der normale Wocheneinkauf mittlerweile zwischen 150 und 200€ für 4 Personen (ja wir achten auf Preise).
Wie schon geschrieben sehe ich aber auch die Softfacts. Ich arbeite meine Knochen nicht kaputt, bin täglich als ITler pünktlich zu Hause, setzt ansonsten jede gemachte Mehrarbeit wieder ab und mein "Unternehmen" kann nicht pleite gehen.

MoinMoin

Zitat von: Arch in Heute um 13:33Und 50% - 25% Unterschied sind weder das doppelte noch das vierfache.
Das habe ich in der Tat falsch gelesen, sorry.

JahrhundertwerkTVÖD

Zitat von: Frogger in Heute um 13:45Auch interessant, ab 2027 kann man beim TVÖD freiwillig bis zu 18 Monate 42h arbeiten. Also 2h mehr als im TVL.

Bei ner e13/6 sind das schlanke 600 Brutto, was das monatliche Entgelt von ca. 4020 Netto (200 mehr als im TVL Juni 2026) auf ca. 4350 Netto! bringt. Im TVL für 40h sind das knapp 3800€ pro Monat.

Die Begrenzung auf 18 Monate heißt übrigends nicht, dass es nur einmalig geht. Es kann durchaus weitere Freiwillige Arbeitszeiterhöhungen geben.

Falls die JSZ davon auch betroffen ist, stehen hier weitere vierstellige Beträge zusätzlich im Raum.

Bin gespannt, ob der TVÖD das auch wie die 16.5 nur mit spitzen Fingern ermöglichen wird. Bei der Rentenversicherung scheint das jedenfalls angeboten zu werden.



Die Erhöhung der Arbeitszeit beruht auf einer doppelten Bereitschaft (AG und AN). Sie ist nicht einseitig.
Die Nutzung ist sehr gering im VKA Bereich.
Hinzu kommt dass die Zuschläge bis E9b bei 25% liegen und ab E9c bei nur noch 10%.
Dies führt zu einer erneuten Stauchung der Tabelle.

MoinMoin

Zitat von: BVerfGBeliever in Heute um 12:42"Keine Rolle" ist nur die halbe Wahrheit. Sonst wäre beispielsweise die Entgeltgruppe 13 auf Seite 21 der Entgeltordnung des Bundes vermutlich nicht wie folgt definiert:

"Beschäftigte mit abgeschlossener wissenschaftlicher Hochschulbildung und entsprechender Tätigkeit sowie sonstige Beschäftigte, die aufgrund gleichwertiger Fähigkeiten und ihrer Erfahrungen entsprechende Tätigkeiten ausüben."
Es gibt in der Tat Voraussetzungen in der Person, die dazu führen, dass der Schulabbrecher, der solche Tätigkeiten übertragen bekommt nur in EG12 eingruppiert wird, sofern er nicht ein sonstiger Beschäftigter ist.
Ebenso der Mensch mit einem wiss. HS, dessen Studium nicht zu der Stelle passt, der bekommt eben auch nur die EG12 als nicht sB.
Und wie schon erwähnt, der studierte Pförtner oder Putzfrau kann sich nichts fürs Studium kaufen, sondern bleibt bei der kleinen EG.



Maggus

Zitat von: Frogger in Heute um 13:45Auch interessant, ab 2027 kann man beim TVÖD freiwillig bis zu 18 Monate 42h arbeiten. Also 2h mehr als im TVL.

Bei ner e13/6 sind das schlanke 600 Brutto, was das monatliche Entgelt von ca. 4020 Netto (200 mehr als im TVL Juni 2026) auf ca. 4350 Netto! bringt. Im TVL für 40h sind das knapp 3800€ pro Monat.

Die Begrenzung auf 18 Monate heißt übrigends nicht, dass es nur einmalig geht. Es kann durchaus weitere Freiwillige Arbeitszeiterhöhungen geben.

Falls die JSZ davon auch betroffen ist, stehen hier weitere vierstellige Beträge zusätzlich im Raum.

Bin gespannt, ob der TVÖD das auch wie die 16.5 nur mit spitzen Fingern ermöglichen wird. Bei der Rentenversicherung scheint das jedenfalls angeboten zu werden.



Ich finde so einen Vergleich quatsch, denn
1. es besteht die Möglichkeit, wenn Arbeitnehmer und Arbeitgeber sich einig sind
2. es gibt keinen Automatismus, d.h. in einem Betrieb mit mehreren hundert Beschäftigten vereinbaren vielleicht nur 1-2 mit dem Arbeitgeber eine Erhöhung der Arbeitszeit.
3. die JSZ müsste sich erhöhen, aber weshalb um einen vierstelligen Betrag, wenn er monatlich dreistellig ausfällt?
4. in den bisherigen Diskussionen haben einige TN kundgetan, dass ihr Arbeitgeber aktuell wohl generell kein Interesse an einer Aufstockung der Arbeitszeit habe
5. Durch ausbezahlte Überstunden und Bereitschaftszeiten entsteht auch ein anderes Monatsentgelt, dennoch sollte man nicht einzelne Sondersituationen zum Vergleich heranziehen.

Meine Meinung  ;)



Frogger

Zitat von: JahrhundertwerkTVÖD in Heute um 14:27Die Erhöhung der Arbeitszeit beruht auf einer doppelten Bereitschaft (AG und AN). Sie ist nicht einseitig.
Die Nutzung ist sehr gering im VKA Bereich.
Hinzu kommt dass die Zuschläge bis E9b bei 25% liegen und ab E9c bei nur noch 10%.
Dies führt zu einer erneuten Stauchung der Tabelle.

Dann nimm mal den TVÖD Rechner deiner EG und bei Zulage kommt der Bruttobetrag rein. Zudem kommt 2027 die nächste Tarifrunde TVÖD. Da kommt man dann bei E13 TVÖD mit 2 Wochenstunden mehr ganz locker auf die E15 TVL.
https://oeffentlicher-dienst.info/tvoed/vka/a/2026/freiwillige-arbeitszeiterhoehung.html
Wo es angeboten wird, wird es auch genutzt werden. In Kommunen wahrscheinlich weniger.

Also ich würde es beantragen...das zus. Geld kann man wieder in die private Vorsorge stecken

Arch

Zitat von: Maggus in Heute um 14:30Ich finde so einen Vergleich quatsch, denn
1. es besteht die Möglichkeit, wenn Arbeitnehmer und Arbeitgeber sich einig sind
2. es gibt keinen Automatismus, d.h. in einem Betrieb mit mehreren hundert Beschäftigten vereinbaren vielleicht nur 1-2 mit dem Arbeitgeber eine Erhöhung der Arbeitszeit.
3. die JSZ müsste sich erhöhen, aber weshalb um einen vierstelligen Betrag, wenn er monatlich dreistellig ausfällt?
4. in den bisherigen Diskussionen haben einige TN kundgetan, dass ihr Arbeitgeber aktuell wohl generell kein Interesse an einer Aufstockung der Arbeitszeit habe
5. Durch ausbezahlte Überstunden und Bereitschaftszeiten entsteht auch ein anderes Monatsentgelt, dennoch sollte man nicht einzelne Sondersituationen zum Vergleich heranziehen.

Meine Meinung  ;)




600€ Brutto*12*0.85 = 6.120,00€ Brutto JSZ vier Stellen vorne und zwei hintern Komma :X
UPS

Arch

Zitat von: Arch in Heute um 14:40600€ Brutto*12*0.85 = 6.120,00€ Brutto JSZ vier Stellen vorne und zwei hintern Komma :X
UPS
sorry falsch!!!