Tarifrunde TV-L 2025 - Diskussion III

Begonnen von username, 14.02.2026 09:31

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Warnstreik

Zitat von: MoinMoin in Heute um 16:43Und ich habe schon mehrfach versucht zu erklären, dass sich diese Handeln der Personaler und der entsprechenden Hausspitzen (die von den Personaler mit fehlerhaften Informationen bestückt werden) oftmals ändert, wenn ihnen der damit ausgelöste monetäre Schaden an die KarriereNadel geheftet wird.


MoinMoin, bei aller Liebe - du sprichst für eine absolute Minderheit unter den Beschäftigten. Ich stelle mal in den Raum, dass mindestens 95% der Angestellten im TV-L die STelle so nehmen wie sie gerankt ist und die Erfahrungsstufe bekommen, die ihrer Erfahrung entspricht. Wir ITler waren neben Ärzten und manchen Ingeineuren und Wissenschftler schlicht die Ausnahme. Klar kann man sagen: Hey, hättest ja IT studieren können, aber das ist auch wenig zielführend. Das Gehaltssystem im ÖD ist ziemlich eng und starr - das macht es aber auch ziemlich vergleichbar und fair.

MoinMoin

Zitat von: Warnstreik in Heute um 16:51MoinMoin, bei aller Liebe - du sprichst für eine absolute Minderheit unter den Beschäftigten.
Natürlich spreche ich von der absolute Minderheit, weil die Mehrheit nicht verhandelt oder nicht in einer Position ist verhandeln zu können.
Und wer eben in dieser Schwachen Position ist (wegen besserer Mitbewerber auf die Stellen oder fehlendes Selbstbewusstsein verhandeln zu wollen), der ist auf eine Gewerkschaft angewiesen, damit er nicht komplett verarscht wird.
Zitat von: Warnstreik in Heute um 16:51Das Gehaltssystem im ÖD ist ziemlich eng und starr - das macht es aber auch ziemlich vergleichbar und fair.
Das ist so aber auch in nicht anderen Firmen, wenn sie eine gewisse Größe haben. Da kann auch die Masse nicht verhandeln.

Aber wer sich darüber beklagt, dass der AG nicht verhandeln will, der sollte akzeptieren, das es dafür klare Gründe gibt, bei der Masse: man hat genügend die stattdessen den Job nehmen.
Und dann sollte man richtig heftig aktiv in einer Gewerkschaft werden und mit wums da was zu bewirken versuchen.

Faunus

Zitat von: MoinMoin in Heute um 17:47Aber wer sich darüber beklagt, dass der AG nicht verhandeln will, der sollte akzeptieren, das es dafür klare Gründe gibt, bei der Masse: man hat genügend die stattdessen den Job nehmen.

Tatsächlich?
Und ja, es gibt immer jemanden - egal wie ungeeignet - den man auf die freigewordene Stelle setzten kann und wenn nicht, dann halt nicht. Seit wann muss der "Staat" verhandeln und wirtschaftlich sein? Der "Staat" nimmt lieber "Verluste" hin, die er so wenig hat wie Gewinne. Egal wie groß der "Schaden" ist, wenn jdn. geht, es spielt keine Rolle, ob die Ergebnisse der Abteilung sich verschlechtern - denn wer will das beurteilen?! Wer beziffert die Schäden des Missmanagements beim Staat?
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Im Gegensatz zum "Staat" muss die PW sich an Gewinnen und Verlusten messen lassen und wenn sie Mist abliefert brechen die Gewinne ein und ein paar Produktionsstätten werden geschlossen. Ich kann mich nicht erinnern, dass Ämter/Hochschulen/etc. in einen nennenswerten Umfang wegen "Versagen" geschlossen wurden. Pseudowirtschaftliches Geschwätz ändert nichts an der Situation, dass der Staat auf jeden einzelenen MA verzichten kann, weil der Staat sich für die Folgen nicht rechtfertigen muss und messbare "Gewinne"/Verluste" gibt es nicht.

Dann geht halt ein Millionenauftrag eines Ministeriums in die PW, weil keine MA da sind, die das erarbeiten können und wenn "Sauregurkenzeit" im Blätterwald ist, dann ist die Schlagzeile "millionenschwerer Beratervertrag" boahhh...
Und wenn die Laborantin gegangen ist, dann wird die Analyse mnicht mehr angeboten und wenn die Steuerfachkraft gegangen ist, dann wartet der Steuerzahler länger auf seine Rückzahlung

Wie viel Milliarden waren das nochmal beim Maskendeal? Und? Konsequenzen? Wer sitzt jetzt im Haushaltsausschuss von Bundestag.

Ich frage mich immer, wie viel bei den Sozialkassen alleine wegen dem Missmanagement beim Personal an Geld der Einzahler verbrannt wird. Aber das werden wir wohl nicht erfahren.






DiVO

Zitat von: KlammeKassen in Heute um 14:121.) Damals hat sein verbeamteter Kollege, der dieselben Aufgaben erfüllt, aber dasselbe (oder nur geringfügig mehr) bekommen. Wenn der nun deutlich mehr bekommt und nachwie vor dieselben Aufgaben ausübt, findest du es nicht merkwürdig, dass die Zufriedenheit sinkt?
Dann bist du ein einzigartiges Subjekt.

Frag mal auf der Straße rum, wie die LEute es finden, wenn 2 Kollegen im Büro sitzen und beide bekommen am Anfang 2.000 Euro netto, nach zehn (oder andere Zahl) Jahren bekommt der eine 3.000 Euro und der andere 4.000 Euro netto, obwohl sie nach wie vor dasselbe tun.

Kann mir nicht vorstellen, dass es viele wie dich gibt die sagen "och meine 3.000 Euro sind gut, mich juckt es nicht, dass mein Kollege, der dasselbe bearbeitet, 1000 Euro netto mehr hat nun inzwischen"

2.) Das mit den Zulagen etc. ist immer sehr abhängig vom jeweiligen Arbeitgeber, der Beamte bekommt seine Besoldung so; warum sollte es bei einen jedes Mal rausgehandelt werden müssen, bei den anderen nicht

(nach wie vor geht es um dieselben Aufgaben!!!)

3.) Homeoffice und flexible Arbeitszeiten..... ?! Haben die Beamten genauso, wenn sie dieselben Aufgaben ausüben. Bei uns ist das zumindest so. Da gelten alle Regelungen (zum Beispiel zum mobilen Arbeiten) immer für beide Gruppen).


Welche Nachteile siehst du konkret?

- 1-2 Stunden Mehrarbeit?
- nicht streiken dürfen? (was ständig vorkommt.)
- dass die Beförderung durch jede Gruppe leider ein Jahr kostet (A11 --> A 13, ein Jahr in A 12 sitzen müssen)

- leider Geld für Kinder?
- leider unbegrenzt lange volles Gehalt statt mal mit Krankengeld leben zu dürfen?
- leider nichts zahlen für die Altersvorsorge?
- leider Geld für Ehepartner?
- leider Unkündbarkeit?
- leider Versetzungsmöglichkeit im gleichen Maße wie beim Angestellten?
- leider günstige PKV? Dadurch leider bessere medizinische Versorgung?
- leider mehr Nettogehalt?

Der Vergleich mit anderen ist meist der Beginn der eigenen Unzufriedenheit. Wir können deinen Gedanken gerne weiterspielen:

Wie fühlt sich die Reinigungskraft, die über eine Service-GmbH angestellt ist und 4 Euro weniger pro Stunde erhält, als die seit Jahrzehnten direkt angestellte Reinigungskraft, die die gleiche Etage reinigt?

Und wie mag sich wohl erst die Reinigungskraft fühlen, die während der Urlaubszeit düe Mindestlohn von einer Zeitarbeitsfirma kommt?

(Hier geht es um die gleichen Aufgaben!!1!elf!!)

Mir persönlich ist die Zufriedenheit meiner Kollegen ehrlich gesagt egal - das sind alles erwachsene Menschen, die für sich selbst verantwortlich sind. Und genauso bin ich für mich und meine Zufriedenheit selbst verantwortlich. Alles andere wäre auch merkwürdig. Es gibt drei Menschen auf dieser Welt, bei denen es mir wichtig ist, dass sie mich mögen: meine Frau und unsere Kinder. Bei allen anderen ist es mir egal.