Tarifrunde TV-L 2025 - Diskussion III

Begonnen von username, 14.02.2026 09:31

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DiVO

Zitat von: KlammeKassen in 04.09.2026 12:54Interessante Einstellung.
Damit dürftest du aber sehr allein sein.

Du würdest wahrscheinlich auch kein Problem damit haben, wenn deine Kollegen genau dieselbe Stellenbeschreibung wie du haben, du aber EG9a bekommst und sie EG12.

Ich finde das eher "Antiwertschätzend" und "ausbeuterisch", wenn es trotz gleicher Arbeit und gleicher Berufserfahrung deutlich unterschiedliche Bezahlungen gibt (wir sprechen hier ja nicht nur von 20 Euro)

Ein direkter Kollege aus meinem Team ist Beamter und zwei "A-Gruppen" über mir. Ich habe das noch nie als Problem gesehen. Genauso wenig wie, dass einer unserer externen Berater in normalen Monaten das fünffache von meinem Gehalt bekommt.

Jeder von uns hat eben einen anderen Vertrag, der jeweils unterschiedliche Rechte und Pflichten mit sich bringt.

Ich habe vor Vertragsabschluss Konditionen verhandelt, die für mich passen. Warum sollte ich da im Nachhinein nun darüber traurig oder unzufrieden sein?

Dieses ständige Vergleichen zeigt doch nur, dass du offensichtlich immer noch genügend Leerlauf hast. Ansonsten hättest du gar keine Zeit für diese Gedanken.

Apropos Gedanken - dieses ständige Vergleichen macht über kurz oder lang unglücklich. Und genau das beweisen viele User hier eindrucksvoll.

KlammeKassen

Zitat von: DiVO in Gestern um 07:38Ein direkter Kollege aus meinem Team ist Beamter und zwei "A-Gruppen" über mir. Ich habe das noch nie als Problem gesehen. Genauso wenig wie, dass einer unserer externen Berater in normalen Monaten das fünffache von meinem Gehalt bekommt.

Jeder von uns hat eben einen anderen Vertrag, der jeweils unterschiedliche Rechte und Pflichten mit sich bringt.

Ich habe vor Vertragsabschluss Konditionen verhandelt, die für mich passen. Warum sollte ich da im Nachhinein nun darüber traurig oder unzufrieden sein?

Dieses ständige Vergleichen zeigt doch nur, dass du offensichtlich immer noch genügend Leerlauf hast. Ansonsten hättest du gar keine Zeit für diese Gedanken.

Apropos Gedanken - dieses ständige Vergleichen macht über kurz oder lang unglücklich. Und genau das beweisen viele User hier eindrucksvoll.

ich sehe da tatsächlich ein Gesamt-Motivations-Problem in den Behörden, wenn die Unterschiede immer größer werden.
Das ist schlecht für die Zufriedenheit und auch letztlich für die Leistungsfähigkeit

AngemessenA13limentiert

Im Endeffekt aber Arbeitgeber Problem. Solange es genug Personal gibt...


DiVO

Zitat von: KlammeKassen in Gestern um 12:47ich sehe da tatsächlich ein Gesamt-Motivations-Problem in den Behörden, wenn die Unterschiede immer größer werden.
Das ist schlecht für die Zufriedenheit und auch letztlich für die Leistungsfähigkeit

Manchmal frage ich mich, wie das wohl in der Privatwirtschaft ist. Die Firma meiner ist grundsätzlich tarifgebunden, rund 1/3 in der Verwaltung wird allerdings außertariflich vergütet und hat sein Gehalt inkl. Bedingungen selbst verhandelt. Ich sehe dort kein Motivationsproblem bei den Mitarbeiter. Weder bei der einen Gruppe, noch bei der anderen.

Liegt aber vielleicht auch daran, dass jeder dort ausreichend mit Arbeit versorgt ist und deshalb keine Zeit hat ständig zu jammern

Warnstreik

Zitat von: DiVO in Heute um 06:37Manchmal frage ich mich, wie das wohl in der Privatwirtschaft ist. Die Firma meiner ist grundsätzlich tarifgebunden, rund 1/3 in der Verwaltung wird allerdings außertariflich vergütet und hat sein Gehalt inkl. Bedingungen selbst verhandelt. Ich sehe dort kein Motivationsproblem bei den Mitarbeiter. Weder bei der einen Gruppe, noch bei der anderen.

In den meisten größeren und vor allem tarifgebundenen Unternehmen läuft es ähnlich wie beim TV-L: Es gibt Tarifgruppen in die ziemlich exakt nach Ausbildung und Tätigkeit eingeordnet werden kann. Die alten Tarifsysteme haben dann (wie der TV-L) Stufen nach Beschäftigungsdauer, die moderneren unterteilen da weniger und wenn dann nach weiteresn Verantwortungen. Erst wenn man die Gefilde der tariffähigen Gehälter verlässt, kann bzw. werden die Bedingungen Außertariflich verhandelt. Das ist individueller aber auch da gibt es meist AT-Gruppen mit Gehaltsbändern, auf denen man den Angestellten dann einordnet. In den großen Flächentarifverträgen (Metall, Chemie...) geht das ab ca. 100k los.
Relevant in der Wirtschaft ist, dass Einstellungen aber auch Ein- und Umgruppierungen als personelle Einzelmaßnahmen grundsätzlich mitbestimmungspflichtig sind. Wir haben früher immer interveniert wenn jemand unter Wert einsteigen sollte/wollte.
Meiner Erfahrung nach hält sich die Unzufriedenheit in Grenzen - vor allem aber weil die "echte" Ungleichheit erst in den ziemlich hohen Lohnbereichen startet (und selbst da nicht ausgeprägt ist). Zwischen TV-L und Beamten an ähnlichen/gleichen Arbeitsstellen ist eine Besser-/Schlechterstellung aber Systemgemacht. 



Zitat von: DiVO in Heute um 06:37Liegt aber vielleicht auch daran, dass jeder dort ausreichend mit Arbeit versorgt ist und deshalb keine Zeit hat ständig zu jammern

Findest du das nicht deutlich zu platt?

KlammeKassen

Zitat von: Warnstreik in Heute um 12:27In den meisten größeren und vor allem tarifgebundenen Unternehmen läuft es ähnlich wie beim TV-L: Es gibt Tarifgruppen in die ziemlich exakt nach Ausbildung und Tätigkeit eingeordnet werden kann. Die alten Tarifsysteme haben dann (wie der TV-L) Stufen nach Beschäftigungsdauer, die moderneren unterteilen da weniger und wenn dann nach weiteresn Verantwortungen. Erst wenn man die Gefilde der tariffähigen Gehälter verlässt, kann bzw. werden die Bedingungen Außertariflich verhandelt. Das ist individueller aber auch da gibt es meist AT-Gruppen mit Gehaltsbändern, auf denen man den Angestellten dann einordnet. In den großen Flächentarifverträgen (Metall, Chemie...) geht das ab ca. 100k los.
Relevant in der Wirtschaft ist, dass Einstellungen aber auch Ein- und Umgruppierungen als personelle Einzelmaßnahmen grundsätzlich mitbestimmungspflichtig sind. Wir haben früher immer interveniert wenn jemand unter Wert einsteigen sollte/wollte.
Meiner Erfahrung nach hält sich die Unzufriedenheit in Grenzen - vor allem aber weil die "echte" Ungleichheit erst in den ziemlich hohen Lohnbereichen startet (und selbst da nicht ausgeprägt ist). Zwischen TV-L und Beamten an ähnlichen/gleichen Arbeitsstellen ist eine Besser-/Schlechterstellung aber Systemgemacht. 



Findest du das nicht deutlich zu platt?

Sehr richtig, was du sagst.

DiVo versteht mein Anliegen leider überhaupt nicht.

Wenn der Lagermitarbeiter weniger verdient als der Disponent.... wo ist das Problem? Alles in Ordnung.

Es geht hier die ganze Zeit um Leute, diedieselben Tätigkeiten verrichten und dafür eine unterschiedliche Bezahlung erhalten (vor allem was Netto ankommt). Dabei noch gar nicht berücksichtigt die endlos lange Lohnfortzahlung bei Krankheit, günstiger Zugang zur PKV, Pension.....

Hier geht es gerade nur primär um die Nettounterschieden bei denselben Tätigkeiten

DiVO

Zitat von: Warnstreik in Heute um 12:27In den meisten größeren und vor allem tarifgebundenen Unternehmen läuft es ähnlich wie beim TV-L: Es gibt Tarifgruppen in die ziemlich exakt nach Ausbildung und Tätigkeit eingeordnet werden kann. Die alten Tarifsysteme haben dann (wie der TV-L) Stufen nach Beschäftigungsdauer, die moderneren unterteilen da weniger und wenn dann nach weiteresn Verantwortungen. Erst wenn man die Gefilde der tariffähigen Gehälter verlässt, kann bzw. werden die Bedingungen Außertariflich verhandelt. Das ist individueller aber auch da gibt es meist AT-Gruppen mit Gehaltsbändern, auf denen man den Angestellten dann einordnet. In den großen Flächentarifverträgen (Metall, Chemie...) geht das ab ca. 100k los.
Relevant in der Wirtschaft ist, dass Einstellungen aber auch Ein- und Umgruppierungen als personelle Einzelmaßnahmen grundsätzlich mitbestimmungspflichtig sind. Wir haben früher immer interveniert wenn jemand unter Wert einsteigen sollte/wollte.
Meiner Erfahrung nach hält sich die Unzufriedenheit in Grenzen - vor allem aber weil die "echte" Ungleichheit erst in den ziemlich hohen Lohnbereichen startet (und selbst da nicht ausgeprägt ist). Zwischen TV-L und Beamten an ähnlichen/gleichen Arbeitsstellen ist eine Besser-/Schlechterstellung aber Systemgemacht. 



Findest du das nicht deutlich zu platt?

Ehrlich gesagt nein.

Aber findest du es nicht zu platt neidisch auf die Beamten oder sonst wen zu gucken? Was hindert dich daran, dich beruflich in die Gehaltsklasse zu entwickeln, die du dir vorstellst? Scheinbar ist das Gesamtpaket aus monetärer Vergütung und persönlicher Komfortzone gut genug, sich nicht bewegen zu müssen.