Tarifrunde TV-L 2025 - Diskussion III

Begonnen von username, 14.02.2026 09:31

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KlammeKassen

Zitat von: Rheini in 04.10.2026 08:04Oh also zu schreiben "es gibt nichts" und nicht verständlich auszuführen wie dann der DH es dennoch schafft ledige zu besolden, ist für dich also Erklärung genug.

Spannend.

Hast Du noch weitere solcher Thesen?

Wenn dir in einer Bäckerei gesagt wird, dass kein Butterkuchen mehr da ist, lässt du dir das auch erst beweisen?
Sagst du dann, du möchtest die ganze Backstube + das private Anwesen des Eigentümers durchsuchen, vorher glaubst du es nicht?

KlammeKassen

Zitat von: BVerfGBeliever in 04.10.2026 11:11Musst du eigentlich immer und immer und immer wieder solch einen hanebüchenen Unsinn von dir geben? Gibt es keinerlei "Lernkurve" bei dir?

Hier mal ein kleines Beispiel für dich:
- Die A16-Single-Besoldung ist in Brandenburg zwischen 1996 und 2025 um 67,32% gestiegen.
- Der "BAT I"/E15Ü-Single-Tariflohn ist in Brandenburg im gleichen Zeitraum um 67,97% gestiegen.

Was aber macht der brandenburgische Gesetzgeber am aktuellen Rand?
- Laut Gesetzentwurf erhöht er das A16-Grundgehalt in diesem Jahr von 167,32 auf 197,34 (also um satte 17,94%).
- Im Gegensatz dazu wird der E15Ü-Tariflohn in diesem Jahr nur von 167,97 auf 172,67 angehoben (also um 2,80%).

Wie passt die genannte Besoldungserhöhung von 17,94% zu deiner Argumentation..?


[P.S. Und falls du dir den Kopf zerbrichst, warum es die genannte Besoldungserhöhung gibt: Ganz einfach, sie ist erforderlich, um den Nominallohn-Vergleichsparameter einzuhalten..]

Bitte brutto-netto beachten.

Wer kommt netto bei 67,32 % zu 67,97 % wohl besser weg?

Und zwar nicht nur gefingfügig, sondern sehr deutlich

KlammeKassen

Zitat von: Rheini in 12.10.2026 07:12Warum macchst Du das nicht wenn Du was beizutragen hast?

Naja, wenn dir meine Fragen nicht gepasst haben bzw. du "enttarnt" wurdest, schweigst du immer.

So wie die Frage nach deinem Wissen nach einem "guten Monatlichen Netto" als Nicht-Beamter

Rheini

Zitat von: KlammeKassen in 12.10.2026 07:17Naja, wenn dir meine Fragen nicht gepasst haben bzw. du "enttarnt" wurdest, schweigst du immer.

So wie die Frage nach deinem Wissen nach einem "guten Monatlichen Netto" als Nicht-Beamter

Was Du wieder hereininterpretierst obwohl meine Frage gar nicht an dich gerichtet ist, sondern an @MoinMoin 🤷.

Wo ist er eigentlich? Hat schon länger nichts geschrieben.

Rowhin

Zitat von: Rheini in 12.10.2026 07:33Was Du wieder hereininterpretierst obwohl meine Frage gar nicht an dich gerichtet ist, sondern an @MoinMoin 🤷.

Wo ist er eigentlich? Hat schon länger nichts geschrieben.

Nicht, dass er auch auf Yandex angewiesen war  :o

/s

Warnstreik

Zitat von: Rowhin in 12.10.2026 09:20Nicht, dass er auch auf Yandex angewiesen war  :o

/s

Da gibts hier andere, die sich eher verdächtig machen :-)

Ansonsten: So langsam ist das Angestellten-Beamten-Thema doch ausgelutscht und es endet in persönlichen Animositäten. Wollen wir das ruhen lassen? (das geht an alle)

ignaz

Letztlich läuft es doch immer auf dasselbe hinaus.

Uns helfen keine Heldengeschichten aus dem Jahr 2000, in denen man die eine oder andere kluge Finanzentscheidung getroffen hat, Häuser "günstig" waren, die Solaranlage das Haus finanziert hat und und und... viele kommen halt jetzt ins System und Sprüche wie "man hätte Beamter werden können" helfen niemandem. Manchmal vielleicht, sehr oft aber eben nicht.

Die aktuelle Lage spüren wir alle im Geldbeutel: Versicherungen, Tanken, Einkaufen, Miete, das Schulessen der Kinder, Kleidung. All das steigt Jahr für Jahr deutlich stärker als die Prozente, die uns als TV-L-Beschäftigten zugestanden werden. Der ominöse ,,Warenkorb" hilft da niemandem, denn jeder hat seinen ganz eigenen. Schaut man auf Sprit oder Reisen, reden wir eher von 30 bis 50 % Mehrkosten, und die Miete legt sowieso jedes Jahr zu. Mich betrifft das persönlich nicht, aber man sieht deutlich: Mit einem TV-L-Gehalt ist ohne Erbe selbst im höheren Dienst aktuell kein Eigentum in einer angenehmen Wohngegend drin. Als Beamter schiebt man halt schnell noch ein Kind hinterher oder wartet auf die amtsangemessene Alimentation und hat dann nochmal 500 € netto mehr in der Tasche. (Leichter Sarkasmus, aber nur leicht.)

Was mir besonders aufstößt, ist diese Aussage von ver.di:

ver.di betont, dass die Besoldungsreform kein Geschenk des Gesetzgebers ist und die Beamt*innen sich nicht dafür bedanken müssen. Im Gegenteil, sie erhalten nur das, was ihnen viele Jahre an Besoldung und Versorgung vorenthalten wurde. Es ist die Pflicht des Dienstherrn und Gesetzgebers, eine amtsangemessene Besoldung herzustellen.

ver.di sagt also, Beamte seien jahrelang zu Unrecht schlecht bezahlt worden, obwohl sie netto mindestens gleich viel, oft mehr und mit Zulagen teils deutlich mehr hatten als Tarifbeschäftigte. Und gefordert werden kräftige Sprünge quer durch alle Laufbahnen, vom einfachen Dienst bis zur B-Besoldung.

Bei uns heißt es dagegen eher: Ab E9b gehört man doch schon zu den ,,Reichen", also bitte dankbar sein für drei Schnittchenrunden und das ,,tolle" Ergebnis.

Dabei saßen in genau den Jahren, die jetzt nachträglich korrigiert werden sollen, tausende TV-L-Beschäftigte Tisch an Tisch mit Beamten, mit gleichartigen Aufgaben. Und sie sitzen da immer noch. Wie man das sozial als Gleichbehandlung verkaufen will, ist mir schleierhaft.

Wir sind in diesem System seit Jahren die zweite Klasse, und seit einiger Zeit wächst der Abstand rasant. Mit Blick auf die amtsangemessene Alimentation und die Zahlen, die da im Raum stehen (20 % und mehr?), wird es früher oder später öffentlich einsehbare Tabellen geben, in denen jeder den Unterschied schwarz auf weiß sieht. Spätestens dann wird auch die Öffentlichkeit merken, wie eklatant die Kluft zwischen beiden Beschäftigungsverhältnissen geworden ist.

Ehrlich gesagt fühlt man sich von der Gewerkschaft nicht gut vertreten, wenn die Gruppe, die nicht einmal streiken darf, doppelt und dreifach von unseren Arbeitskämpfen profitiert, während für uns am Ende nur ein Krümel vom Kuchen übrig bleibt. Und Achtung: Auch der Krümel 2028 soll wieder auf die Beamten übertragen werden, das hat der dbb direkt angekündigt.

Rheini

Zitat von: ignaz in 12.10.2026 11:49Letztlich läuft es doch immer auf dasselbe hinaus.

Uns helfen keine Heldengeschichten aus dem Jahr 2000, in denen man die eine oder andere kluge Finanzentscheidung getroffen hat, Häuser "günstig" waren, die Solaranlage das Haus finanziert hat und und und... viele kommen halt jetzt ins System und Sprüche wie "man hätte Beamter werden können" helfen niemandem. Manchmal vielleicht, sehr oft aber eben nicht.

Die aktuelle Lage spüren wir alle im Geldbeutel: Versicherungen, Tanken, Einkaufen, Miete, das Schulessen der Kinder, Kleidung. All das steigt Jahr für Jahr deutlich stärker als die Prozente, die uns als TV-L-Beschäftigten zugestanden werden. Der ominöse ,,Warenkorb" hilft da niemandem, denn jeder hat seinen ganz eigenen. Schaut man auf Sprit oder Reisen, reden wir eher von 30 bis 50 % Mehrkosten, und die Miete legt sowieso jedes Jahr zu. Mich betrifft das persönlich nicht, aber man sieht deutlich: Mit einem TV-L-Gehalt ist ohne Erbe selbst im höheren Dienst aktuell kein Eigentum in einer angenehmen Wohngegend drin. Als Beamter schiebt man halt schnell noch ein Kind hinterher oder wartet auf die amtsangemessene Alimentation und hat dann nochmal 500 € netto mehr in der Tasche. (Leichter Sarkasmus, aber nur leicht.)

Was mir besonders aufstößt, ist diese Aussage von ver.di:

ver.di betont, dass die Besoldungsreform kein Geschenk des Gesetzgebers ist und die Beamt*innen sich nicht dafür bedanken müssen. Im Gegenteil, sie erhalten nur das, was ihnen viele Jahre an Besoldung und Versorgung vorenthalten wurde. Es ist die Pflicht des Dienstherrn und Gesetzgebers, eine amtsangemessene Besoldung herzustellen.

ver.di sagt also, Beamte seien jahrelang zu Unrecht schlecht bezahlt worden, obwohl sie netto mindestens gleich viel, oft mehr und mit Zulagen teils deutlich mehr hatten als Tarifbeschäftigte. Und gefordert werden kräftige Sprünge quer durch alle Laufbahnen, vom einfachen Dienst bis zur B-Besoldung.

Bei uns heißt es dagegen eher: Ab E9b gehört man doch schon zu den ,,Reichen", also bitte dankbar sein für drei Schnittchenrunden und das ,,tolle" Ergebnis.

Dabei saßen in genau den Jahren, die jetzt nachträglich korrigiert werden sollen, tausende TV-L-Beschäftigte Tisch an Tisch mit Beamten, mit gleichartigen Aufgaben. Und sie sitzen da immer noch. Wie man das sozial als Gleichbehandlung verkaufen will, ist mir schleierhaft.

Wir sind in diesem System seit Jahren die zweite Klasse, und seit einiger Zeit wächst der Abstand rasant. Mit Blick auf die amtsangemessene Alimentation und die Zahlen, die da im Raum stehen (20 % und mehr?), wird es früher oder später öffentlich einsehbare Tabellen geben, in denen jeder den Unterschied schwarz auf weiß sieht. Spätestens dann wird auch die Öffentlichkeit merken, wie eklatant die Kluft zwischen beiden Beschäftigungsverhältnissen geworden ist.

Ehrlich gesagt fühlt man sich von der Gewerkschaft nicht gut vertreten, wenn die Gruppe, die nicht einmal streiken darf, doppelt und dreifach von unseren Arbeitskämpfen profitiert, während für uns am Ende nur ein Krümel vom Kuchen übrig bleibt. Und Achtung: Auch der Krümel 2028 soll wieder auf die Beamten übertragen werden, das hat der dbb direkt angekündigt.

Vieles kann man unterschreiben. Warum man dann aber von den Forderungen an den DH/Arbeitgeber zu einem Klassenkampf abdriftet, dass verstehe ich wieder nicht.

SantaClaus

Zitat von: Rheini in 12.10.2026 12:05Vieles kann man unterschreiben. Warum man dann aber von den Forderungen an den DH/Arbeitgeber zu einem Klassenkampf abdriftet, dass verstehe ich wieder nicht.

Versteh ich nicht warum man da mitmacht, nur um gleich beim Klassenkampf mitzumachen  ;D
Kann ja nicht sein, dass der Abstand zwischen Angestellten und Beamten so abgeschmolzen ist, geben Beamte doch ein Teil ihrer Grundrechte auf.

Spaß Beiseite, wenn die Gewerkschaften größeren Druck ausüben würden, hätten die Angestellten auch ein besseres Gehalt, unabhängig von der Besoldung der Beamten.
Die Trägheit der Gewerkschaften und die Feigheit die Streikkasse zu nutzen führt ja nicht nur im öD zur Gewerkschaftsflucht. 

KlammeKassen

Zitat von: SantaClaus in 12.10.2026 15:13Versteh ich nicht warum man da mitmacht, nur um gleich beim Klassenkampf mitzumachen  ;D
Kann ja nicht sein, dass der Abstand zwischen Angestellten und Beamten so abgeschmolzen ist, geben Beamte doch ein Teil ihrer Grundrechte auf.

Spaß Beiseite, wenn die Gewerkschaften größeren Druck ausüben würden, hätten die Angestellten auch ein besseres Gehalt, unabhängig von der Besoldung der Beamten.
Die Trägheit der Gewerkschaften und die Feigheit die Streikkasse zu nutzen führt ja nicht nur im öD zur Gewerkschaftsflucht. 

Jetzt mal rein von der Logik:

Wie soll das gehen, wenn die Gewerkschaften jedes Mal die inhaltsgleiche Übertragung auf die Beamten fordern?
Dann bekommen alle immer die selben Prozente: da ist dann nichts mit näher heranrücken.

Und die Gewerkschaften werden das immer fordern, weil ja auch ein paar Beamte in deren Reihen organisiert sind... deshalb wird niemals so etwas gefodert werden wie "Die Sozialabgaben sind jetzt so krass gestiegen, es wäre mal angebracht, dass die Gehälter der Angestellten mehr steigen, also fordern wir dieses Mal nur die Übertragung der Hälfte des Ergebnisses"

KlammeKassen

Zitat von: ignaz in 12.10.2026 11:49Letztlich läuft es doch immer auf dasselbe hinaus.

Uns helfen keine Heldengeschichten aus dem Jahr 2000, in denen man die eine oder andere kluge Finanzentscheidung getroffen hat, Häuser "günstig" waren, die Solaranlage das Haus finanziert hat und und und... viele kommen halt jetzt ins System und Sprüche wie "man hätte Beamter werden können" helfen niemandem. Manchmal vielleicht, sehr oft aber eben nicht.

Die aktuelle Lage spüren wir alle im Geldbeutel: Versicherungen, Tanken, Einkaufen, Miete, das Schulessen der Kinder, Kleidung. All das steigt Jahr für Jahr deutlich stärker als die Prozente, die uns als TV-L-Beschäftigten zugestanden werden. Der ominöse ,,Warenkorb" hilft da niemandem, denn jeder hat seinen ganz eigenen. Schaut man auf Sprit oder Reisen, reden wir eher von 30 bis 50 % Mehrkosten, und die Miete legt sowieso jedes Jahr zu. Mich betrifft das persönlich nicht, aber man sieht deutlich: Mit einem TV-L-Gehalt ist ohne Erbe selbst im höheren Dienst aktuell kein Eigentum in einer angenehmen Wohngegend drin. Als Beamter schiebt man halt schnell noch ein Kind hinterher oder wartet auf die amtsangemessene Alimentation und hat dann nochmal 500 € netto mehr in der Tasche. (Leichter Sarkasmus, aber nur leicht.)

Was mir besonders aufstößt, ist diese Aussage von ver.di:

ver.di betont, dass die Besoldungsreform kein Geschenk des Gesetzgebers ist und die Beamt*innen sich nicht dafür bedanken müssen. Im Gegenteil, sie erhalten nur das, was ihnen viele Jahre an Besoldung und Versorgung vorenthalten wurde. Es ist die Pflicht des Dienstherrn und Gesetzgebers, eine amtsangemessene Besoldung herzustellen.

ver.di sagt also, Beamte seien jahrelang zu Unrecht schlecht bezahlt worden, obwohl sie netto mindestens gleich viel, oft mehr und mit Zulagen teils deutlich mehr hatten als Tarifbeschäftigte. Und gefordert werden kräftige Sprünge quer durch alle Laufbahnen, vom einfachen Dienst bis zur B-Besoldung.

Bei uns heißt es dagegen eher: Ab E9b gehört man doch schon zu den ,,Reichen", also bitte dankbar sein für drei Schnittchenrunden und das ,,tolle" Ergebnis.

Dabei saßen in genau den Jahren, die jetzt nachträglich korrigiert werden sollen, tausende TV-L-Beschäftigte Tisch an Tisch mit Beamten, mit gleichartigen Aufgaben. Und sie sitzen da immer noch. Wie man das sozial als Gleichbehandlung verkaufen will, ist mir schleierhaft.

Wir sind in diesem System seit Jahren die zweite Klasse, und seit einiger Zeit wächst der Abstand rasant. Mit Blick auf die amtsangemessene Alimentation und die Zahlen, die da im Raum stehen (20 % und mehr?), wird es früher oder später öffentlich einsehbare Tabellen geben, in denen jeder den Unterschied schwarz auf weiß sieht. Spätestens dann wird auch die Öffentlichkeit merken, wie eklatant die Kluft zwischen beiden Beschäftigungsverhältnissen geworden ist.

Ehrlich gesagt fühlt man sich von der Gewerkschaft nicht gut vertreten, wenn die Gruppe, die nicht einmal streiken darf, doppelt und dreifach von unseren Arbeitskämpfen profitiert, während für uns am Ende nur ein Krümel vom Kuchen übrig bleibt. Und Achtung: Auch der Krümel 2028 soll wieder auf die Beamten übertragen werden, das hat der dbb direkt angekündigt.

Und dann kommt wieder sowas:

"Am 16. März 2027 wollen die Gewerkschaften ihre Forderungen dann veröffentlichen. Inhaltlich legt sich der dbb bereits fest: ,,Im Zentrum wird die Einkommensforderung stehen", teilte der Beamtenbund mit, einschließlich der Übertragung auf Besoldung und Versorgung. Der Abschluss soll also nicht nur den Tarifbeschäftigten zugutekommen, sondern zeitgleich auch Beamten, Richtern, Soldaten und Pensionären"

https://oeffentlicher-dienst-news.de/tvoed/tarifverhandlungen-2027/


Wenn diese 20 % dann da sind, dann sollen sie bitte auch bleiben. Dass es automatisch mehr wird durch die steigenden Sozialabgaben, reicht noch nicht aus.

BTW:
Für die Öffentlichkeit sind in der Regel alles BEAMTE, die im öffentlichen Dienst arbeiten. Deshalb jetzt auch die Diskussion, dass ALLE Beschöäftigten im öffentlichen Dienst üppige Nachzahlungen kriegen und nicht mal Sozialabgaben zahlen müssen.

SantaClaus

Zitat von: KlammeKassen in 12.10.2026 15:32Jetzt mal rein von der Logik:

Wie soll das gehen, wenn die Gewerkschaften jedes Mal die inhaltsgleiche Übertragung auf die Beamten fordern?
Dann bekommen alle immer die selben Prozente: da ist dann nichts mit näher heranrücken.

Und die Gewerkschaften werden das immer fordern, weil ja auch ein paar Beamte in deren Reihen organisiert sind... deshalb wird niemals so etwas gefodert werden wie "Die Sozialabgaben sind jetzt so krass gestiegen, es wäre mal angebracht, dass die Gehälter der Angestellten mehr steigen, also fordern wir dieses Mal nur die Übertragung der Hälfte des Ergebnisses"

Ich kann die Problematik in oberen EGs nachvollziehen, in unteren ist es aber de facto derzeit so, dass Angestellte mehr verdienen. Also korrekt, unten gibt es nichts aufzuholen, nur zu vergrößern.

Das die Übertragung gefordert wird, hat lediglich Symbolcharakter und ist auch nie der Knackpunkt woran Tarifverhandlungen scheitern. Sich also von einer Symbolik verunsichern lassen, zeigt doch schon wo der Streikgeist hingewandert ist.

KlammeKassen

Zitat von: SantaClaus in 12.10.2026 16:56Ich kann die Problematik in oberen EGs nachvollziehen, in unteren ist es aber de facto derzeit so, dass Angestellte mehr verdienen. Also korrekt, unten gibt es nichts aufzuholen, nur zu vergrößern.

Das die Übertragung gefordert wird, hat lediglich Symbolcharakter und ist auch nie der Knackpunkt woran Tarifverhandlungen scheitern. Sich also von einer Symbolik verunsichern lassen, zeigt doch schon wo der Streikgeist hingewandert ist.

In den unteren EG mag das stimmen, in den oberen EG ist in den letzten Jahren auch zunehmend das Problem, dass die BBG prozentual immer deutlich mehr gestiegen ist als die Gehälter, so dass netto natürlich noch weniger überbleibt. Krankenkasse ist ohnehin deutlich teurer geworden, das merkt man dann an jedem einzelnen verdienten Euro; bei der Rentenversicherung steht das dann in 2028 bevor.

Die Gewerkschaften fordern vor einem Abschluss zumindest immer die Zusicherung, dass eine Übertragung stattfinden wird (und sagen zumindest) => ohne Zusage der Übertragung kein Abschluss

Hoffnungsloser

Zitat von: KlammeKassen in 12.10.2026 07:14Bitte brutto-netto beachten.

Wer kommt netto bei 67,32 % zu 67,97 % wohl besser weg?

Und zwar nicht nur gefingfügig, sondern sehr deutlich

Das mit Prozenten und absoluter Beträge ist jetzt nicht so deins oder? Das hast du auch an anderen Stellen schon bewiesen.
Die o.g. Prozente sagen nichts über die absoluten Beträge aus, daher kann niemand mit diesen Werten alleine sagen, wer wie besser weg kommt!
Aber mal kurz für dich noch Erklärt: die Sozialabgaben werden prozentual vom Brutto gerechnet, stecken also da drin. Wenn sich das Brutto prozentual erhöht und die Prozente der Sozialabgaben unverändert bleiben, dann steigen zwar die absoluten Beträge der Abgaben, beeinflussen aber nicht die prozentuale Steigerung des Nettos. Bevor du das wieder nicht verstehst, gebe ich dir gerne nochmal ein Beispiel, auch wenn ich dir das vor ein paar Wochen schon einmal versucht habe, zu erklären. Vielleicht verstehst du es ja jetzt?

Also...(alle Beträge dienen nur der einfachen Veranschaulichung, ohne Steuer)
Brutto: 1000€
Abgaben: 10%.= 0,1 x 1000 = 100
Netto: 1000-100= 900

Erhöhung: 10%
Brutto neu: 1000 x 1,1= 1.100
Abgaben: 10%=0,1x 1100=110
Netto: 1100-110=990
Wie hoch ist nun die Nettoerhöhung? 90 von 900=10%! Ganz überraschend beeinflussen die Sozialabgaben die prozentuale Nettoerhöhung gar nicht, es sind wie durch ein Wunder 10%😱

Natürlich unterliegt das Brutto der kalten Progression und durch das höhere Brutto beim Angestellten ist dieser Effekt etwas größer, allerdings bewirken die Beiträge zur Rentenversicherung (Krankenversicherung haben ja beide) durch ihre steuerliche Wirkung, dass dies abgedämpft wird. Beim Beamten gibt es diese Wirkung nicht, da er die ca. 15% AN -Anteil für seine Pension durch Vorenthalt beisteuert. Dadurch natürlich geringerer Steuertarif, aber auch keine steuermindernde Wirkung! Vergessen wir dabei nicht, dass ein Teil der BruttoAbgaben und damit auch ein Teil der Steuern vom AG kommt.
Und jetzt nicht mit Krankenversicherung kommen, denn da wissen wir, dass es die private auch nicht für lau gibt.
Aber um mal zum Kern zurückzukehren, dass du anscheinend das mit der Prozentrechnung nicht verstanden hast: du siehst, dass die prozentuale Erhöhung des Bruttos eben nicht dazu führt, dass der AN auf Grund der Sozialabgaben irgendwie schlechter wegkommt, als der Beamte, so lange der prozentuale Anteil der Abgaben gleich bleibt!
Ich hoffe, du verstehst das jetzt, denn ein drittes Mal erkläre ich dir das nicht, aber vielleicht mag man an deinem Stammtisch die Fakten auch einfach nicht!

Hoffnungsloser

Ach ja, was bei den Neid-Vergleichen übrigens immer unter den Tisch fallen gelassen wird, ist die Sonderzahlung! Die sollte vielleicht mit einbezogen werden, aber bei der ganzen Neiddiskussion , den ganzen Pauschalisierungen (dazu eine kurze Frage:welche Nachzahlungen eigentlich? Ich habe bisher keine bekommen und bekomme auch keine) und dem Stammtischgeplapper darf auch schon mal was unter den Tisch fallen! Amüsant finde ich übrigens, dass man sich beschwert, dass eine Tarifübernahme auf Beamte nicht mitverhandelt werden darf, da die ja nicht mal streiken dürfen. Man nimmt also einen großen Nachteil und begründet damit die Forderung nach einem weiteren Nachteil! Die ganze Diskussion ist einfach armselig, insbesondere, wenn manche große Wortführer einfachste Dinge, wie die Prozentrechnung augenscheinlich nicht verstanden haben...