Tarifrunde TV-L 2025 - Diskussion III

Begonnen von username, 14.02.2026 09:31

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KlammeKassen

Zitat von: MoinMoin in 19.10.2026 09:57Das ist mir widerrum neu.
Beamte haben mW keine günstigeren Tarife.

Du solltest bei mir eigentlich wissen, dass ich mich vorher mit den Dingen beschäftige bevor ich hier etwas raushaue. Was man auch unter anderem daran sehen kann, dass ich meine Aussagen häufig mit Quellen belege.



Dann stimmen alle Veröffentlichungen dazu nicht.

https://beamtenservice.de/kosten-private-krankenversicherung-beamte/

https://www.versicherungenmitkopf.de/private-krankenversicherung/beamte-kosten

https://derfairsicherungsladen.de/was-kostet-die-private-krankenversicherung-fur-beamte/


Dachte, dass da auch was dran ist.

Es wird gesagt, dass es für 300-400 Euro eine TOP-Versicherung mit sehr guten Leistungen gibt.

Da zahle ich doch gerne meine knapp 500 Euro in der GKV für ewig lange Wartezeiten bei Terminen, begrenzten Zugang zum Ärztesystem (viele Ärzte verabschieden sich aus GKV und behandeln nur noch Selbstzahler oder Ärzte, die zumindest Neupatienten nur noch Private aufnehmen).


KlammeKassen

Zitat von: Rheini in 19.10.2026 08:59Für welche genau?

Dass es immer Gehaltserhöhungen gibt, wenn der Zusatzbeitrag steigt.

Das ist genauso wahrscheinlich wie bei der Besoldung und der PKV.

Da gibt es keine Regelmäßigkeit für.... zumal die Erhöhung des Zusatzbeitrages ja nicht an den TVöD oder TV-L gekoppelt ist

KlammeKassen

Zitat von: Rheini in 19.10.2026 08:59Du versucht in meine Beiträge was reinzuinterpretieren, was ich nicht geschrieben habe, deinen Klassenkampf aber befeuert.

Mit welcher Absicht gehst Du so vor?

Naja du könntest doch auch mal sagen, dass du deine Vorteile genießt und gutfindest. Stattdessen kommt "PKV wird immer teurer, unabhängig vom Verdienst"

ist halt schon dünn, weil das beim Zusatzbeitrag der GKV genauso ist

https://www.t-online.de/finanzen/ratgeber/versicherungen/krankenversicherung/id_101487374/krankenkasse-millionen-versicherten-drohen-hoehere-beitraege.html

über die letzten 20 Jahre gesehen ist die GKV teurer geworden als die PKV, wie man dem Artikel entnehmen kann

KlammeKassen

Zitat von: ohjeee in 19.10.2026 13:58soso. Ich kenne vom Studium aus einige Kommilitoninnen, die mittlerweile nur noch Teilzeit arbeiten. Kannst sie ja mal fragen, wie sehr ihr PKV-Beitrag gesunken ist. Diejeinigen, die nur noch 50% arbeiten, hatten rechnerisch eine "KV-Erhöhung" von 100%. Und das betrifft nicht wenige.

Wie passt das zu meiner Argumentation?
Ich habe, insofern ich meinen Text selbst richtig verstehe, dass die GKV teurer wird, wenn das Einkommen steigt und die BBG steigt.

Oder hast du schonmal mehr für deine PKV gezahlt, ausschließlich deshalb, weil dein Einkommen steigt oder die Beitragsbemessungsgrenze?

Das ist meine Aussage gewesen.... Ich habe nicht über eine Stundenreduzierung gesprochen.

KlammeKassen

Zitat von: ohjeee in 19.10.2026 16:53Just zum Thema:
https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/pkv-private-krankenversicherung-erhoehung-li.3565723

mal wieder >10% Steigerungen in den PKV 2027 erwartet, im Durchschnitt 13,4%. Und das ist keine "wir müssen jahrelang 0-Runde aufholen"-Steigerung, die letzten Jahre gab es bereits schon ähnliche Steigerungen.

siehe mein Artikel von vorhin

3,4 % vs. 3,9 % jährliche Steigerung.

Und wenn die Quellen stimmen und es wirklich für 300-400 Euro einen Top-Tarif gibt, ist das doch super.

Immerhin kriegt ihr auch was für euer Geld...

Mich persönlich freut es immer für die Benachteiligungen immer mehr zu zahlen.

https://www.welt.de/politik/deutschland/article6ad6634151e5094f7a572322/gesetzliche-krankenversicherung-50-millionen-termine-gestrichen-kassenaerzte-chef-warnt-vor-laengeren-wartezeiten.html


Wieso freut ihr euch nicht, in einem günstigen System versichert zu sein, dass auch noch deutlich bessere Leistungen bietet?

Als Angestellter ist es kaum mehr möglich da reinzukommen wegen der exorbitant gestiegenen JAEG.

Und als Kassenpatient wird es immer schlimmer...
siehe Deckelungen, siehe begrenzte Termine, siehe viel spätere Termine, siehe Ärzte, die nur noch PKV behandeln.


Und wenn ihr es nicht möchtet, geht einfach in die GKV. In vielen Bundesländern werden inzwischen die 50 % übernommen.

Ja, ich weiß, nur einmalige Möglichkeit und dann fix.... aber Angestellte haben zurzeit eigentlich quasi gar nicht mehr die Möglichkeit in die PKV zu kommen.
84 k sind schon ein Brett

MoinMoin

Zitat von: KlammeKassen in 20.10.2026 07:39Du solltest bei mir eigentlich wissen, dass ich mich vorher mit den Dingen beschäftige bevor ich hier etwas raushaue. Was man auch unter anderem daran sehen kann, dass ich meine Aussagen häufig mit Quellen belege.



Dann stimmen alle Veröffentlichungen dazu nicht.

https://beamtenservice.de/kosten-private-krankenversicherung-beamte/

https://www.versicherungenmitkopf.de/private-krankenversicherung/beamte-kosten

https://derfairsicherungsladen.de/was-kostet-die-private-krankenversicherung-fur-beamte/


Dachte, dass da auch was dran ist.

Es wird gesagt, dass es für 300-400 Euro eine TOP-Versicherung mit sehr guten Leistungen gibt.

Da zahle ich doch gerne meine knapp 500 Euro in der GKV für ewig lange Wartezeiten bei Terminen, begrenzten Zugang zum Ärztesystem (viele Ärzte verabschieden sich aus GKV und behandeln nur noch Selbstzahler oder Ärzte, die zumindest Neupatienten nur noch Private aufnehmen).


Also ich finde da keinen Beleg dafür, das ein Beamten PKV Tarif günstiger ist, als die 50%  die eine Angestellter bezahlt.

Das eine PKV Tarif für Angestellten bei 600€ (gewürfelte Zahl) liegt und er 600€ überweisen muss und der identische PKV Tarif eines Beamten 300€ betragen würde (sofern es identische Tarife gäbe),ist klar. Du scheinst zu vergessen, dass der Ag dem Angestellten aber ebenfalls 300€ mehr Gehalt überweist und somit der Angestellte ebenfalls 300€ selbst zu tragen hat.

Das war aber nicht die Aussage.

Du hast behauptet, dass bei identischen ärztlichen Leistungen der Beamte weniger zahlt, als der Angestellte, ich bin zu dumm und kann in deinen Links da keine Bestätigung für diese These finden.

troubleshooting

Zitat von: KlammeKassen in 20.10.2026 07:51Ja, ich weiß, nur einmalige Möglichkeit und dann fix.... aber Angestellte haben zurzeit eigentlich quasi gar nicht mehr die Möglichkeit in die PKV zu kommen.
84 k sind schon ein Brett

Dazu ein klares Jein! Es ist schon erreichbar, aber eben erst sehr weit oben bzw. nun tatsächlich extrem weit oben.
Bisher reichte eine EG12 + hohe Erfahrungsstufe (4-5), nun ab 2027 sind wir eher bei der EG 14.

Aber, Du hast vollkommen recht, denn schon bisher war es schwer. Denn, in der Praxis kommt hinzu, wenn du zB die EG12 + entsprechende Erfahrungsstufe erreichst, hast du auch ein gewisses Alter erreicht. Da reicht schon ein kleiner Bandscheibenvorfall oder wiederholte Sportverletzung(en) und die PKV macht es einem recht teuer.

MoinMoin

Zitat von: KlammeKassen in 20.10.2026 07:51Ja, ich weiß, nur einmalige Möglichkeit und dann fix.... aber Angestellte haben zurzeit eigentlich quasi gar nicht mehr die Möglichkeit in die PKV zu kommen.
84 k sind schon ein Brett
Die Schweinerei ist, dass überhaupt die Möglichkeit geschaffen wurde, dass SV Pflichtige Bürger in die PKV durften.
Einer der größten Fehler!

Und wenn ich dich so höre meinst du, dass das Gesundheitssystem besser aufgestellt wäre, wenn es keine GKV Pflicht gäbe, sondern nur eine KV Pflicht?
Das wäre zumindest eine Lösung das Gejammere abzuschalten.

Und wie so oft gesagt, dass die PKV besseren Zugang zu Terminen haben, ist eine reines Versagen der KäV!!!
Also bitte beschwere dich bei deiner KäV, tritt ihr auf die Füße, wenn du keinen Termin bekommst, nutzen die Terminbestellung via KäV (116117), damit das zusammenbricht und das Versagen noch besser dokumentiert wird.
Denn die bekommen Geld dafür, dass sie die Versorgung sicherstellen.

Rheini

Zitat von: KlammeKassen in 20.10.2026 07:41Dass es immer Gehaltserhöhungen gibt, wenn der Zusatzbeitrag steigt.

Das ist genauso wahrscheinlich wie bei der Besoldung und der PKV.

Da gibt es keine Regelmäßigkeit für.... zumal die Erhöhung des Zusatzbeitrages ja nicht an den TVöD oder TV-L gekoppelt ist

Wie kommst Du darauf das ich das belegen will? Habe ich doch nie bezweifelt. "Dass es immer Gehaltserhöhungen gibt, wenn der Zusatzbeitrag steigt."

Ich habe lediglich geschrieben dass die Erhöhungen bei der PKV unabhängig von Erhöhungen bei der Besoldung möglich sind.

Du bist halt nur auf Agro aus, diskutiere lieber mit Leuten aus deiner Combo ...

Bye ...

Umlauf

Zitat von: SantaClaus in 20.10.2026 06:32Nicht umsonst gibt es Beihilfe Ergänzungstarife bei der PKV. Und dann gibt es da noch Kostendämpfungspauschale. Ich sehe kein Mehr an Benefits gegenüber den Contras bei Beihilfe + PKV.


Das ist mir bewusst, allerdings gleichen diese nicht bei jeder Versicherung jede Kürzung aus. Ebenso werden nicht jedem Versicherten alle möglichen Bausteine der Ergänzungstarife angeboten. Grad bei neu einzuführenden werden einige Versicherungen sich ,,abgesichert" 😉 haben. Oder sie lassen sich solch ein Risiko noch einmal extra vergolden.

Warnstreik

Zitat von: Rheini in 20.10.2026 09:41Ich habe lediglich geschrieben dass die Erhöhungen bei der PKV unabhängig von Erhöhungen bei der Besoldung möglich sind.


Das ist bei der GKV genauso. Eine Beitragserhöhung hat absolut nichts mit irgendwelchen Tariferhöhungen zu tun, mit ein wenig Glück treffen diese zeitlich auf denselben Zeitpunkt.

Die 10%-Erhöhung habe ich übrigens auch - und das ohne, dass die Krankenkassen ihre Beiträge erhöht hätten. Das kommt dann noch zusätzlich...  Wenn man bei den Fakten bleibt, dann haben sich die Beiträge in der GKV in den letzten 20 Jahren deutlich mehr erhöht als in der PKV, ohne dass man einen Weg raus hat. (Stichwort Basistarif)   Dem System wird durch die PKV am Ende sogar massiv Geld entzogen, aber die Lobby ist groß genug.

Rheini

Zitat von: Warnstreik in Gestern um 10:41Das ist bei der GKV genauso. Eine Beitragserhöhung hat absolut nichts mit irgendwelchen Tariferhöhungen zu tun, mit ein wenig Glück treffen diese zeitlich auf denselben Zeitpunkt.

Die 10%-Erhöhung habe ich übrigens auch - und das ohne, dass die Krankenkassen ihre Beiträge erhöht hätten. Das kommt dann noch zusätzlich...  Wenn man bei den Fakten bleibt, dann haben sich die Beiträge in der GKV in den letzten 20 Jahren deutlich mehr erhöht als in der PKV, ohne dass man einen Weg raus hat. (Stichwort Basistarif)   Dem System wird durch die PKV am Ende sogar massiv Geld entzogen, aber die Lobby ist groß genug.

Schreibst Du über den % Beitragssatz der KV oder so wie ich meine, wenn das Brutto des Angestellten steigt oder sinkt und dadurch sich die Beiträge zur KV verändern?


Und das nützt einem kleinen Beamten mal so gar nichts das wenn die PKV Ihre Beiträge erhöht und keine Besoldungserhöhung passiert. Daher immer noch mein Vorschlag sich nicht gegenseitig in einem Klassenkampf zu verlieren in dem man nur seine Nachteile darstellt (im Zweifel die Vorteile unter den Tisch fallen lässt), sondern gemeinsam gegen den DH / AG aufzutreten.

Warnstreik

Zitat von: Rheini in Gestern um 11:10Schreibst Du über den % Beitragssatz der KV oder so wie ich meine, wenn das Brutto des Angestellten steigt oder sinkt und dadurch sich die Beiträge zur KV verändern?

In diesem Fall geht es um alle, die über der Beitragsbemessungsgrenze verdienen. Für die steigen die Beiträge von 2026 auf 2027 um 10%, ohne dass sich der Beitragssatz der Kasse geändert hat. (das kommt noch oben drauf) Ist aber Meckern auf hohem Niveau - bzw. auch kein Meckern sondern nur eine Feststellung. Irgendwer muss die Sozialsysteme (Grundsicherungsempfänger, Flüchtlinge, Gerinverdiener...) ja am Laufen halten.

Für alle anderen gibt es die Beitragserhöhung über den Beitrag der Krankenkasse und natürlich die Erhöhung über die Lohnsteigerung ab März.

Zitat von: Rheini in Gestern um 11:10Und das nützt einem kleinen Beamten mal so gar nichts das wenn die PKV Ihre Beiträge erhöht und keine Besoldungserhöhung passiert. Daher immer noch mein Vorschlag sich nicht gegenseitig in einem Klassenkampf zu verlieren in dem man nur seine Nachteile darstellt (im Zweifel die Vorteile unter den Tisch fallen lässt), sondern gemeinsam gegen den DH / AG aufzutreten.

Es geht nicht um einen Klassenkampf sondern darum, ein für alle gerechtes System zu schaffen. Aus meiner Sicht ist das eine eingleisige Krankenversicherung für alle. Oder eben (aus meiner Sicht schlechter) ein für alle offener Zugang beiden Systemen, also eine bundesweite Einführung der Pauschaulen Beihilfe UND eine Abschaffung der Pflichtversicherungsgrenze.

Rheini

Zitat von: Warnstreik in Gestern um 11:29In diesem Fall geht es um alle, die über der Beitragsbemessungsgrenze verdienen. Für die steigen die Beiträge von 2026 auf 2027 um 10%, ohne dass sich der Beitragssatz der Kasse geändert hat. (das kommt noch oben drauf) Ist aber Meckern auf hohem Niveau - bzw. auch kein Meckern sondern nur eine Feststellung. Irgendwer muss die Sozialsysteme (Grundsicherungsempfänger, Flüchtlinge, Gerinverdiener...) ja am Laufen halten.

Für alle anderen gibt es die Beitragserhöhung über den Beitrag der Krankenkasse und natürlich die Erhöhung über die Lohnsteigerung ab März.

Es geht nicht um einen Klassenkampf sondern darum, ein für alle gerechtes System zu schaffen. Aus meiner Sicht ist das eine eingleisige Krankenversicherung für alle. Oder eben (aus meiner Sicht schlechter) ein für alle offener Zugang beiden Systemen, also eine bundesweite Einführung der Pauschaulen Beihilfe UND eine Abschaffung der Pflichtversicherungsgrenze.

Hm, ein gerechtes System. Puhhh das haben sicher viele versucht und scheiterten oft an der Ungerechtigkeit der Welt und Leute, insbesondere weil ja jeder ein eigenes Bild von einer gerechten Welt haben.

Und auch deine für dich gerechte Welt wird im Auge jemand anderes, auch ungerecht sein.

Na dann wünsche ich Dir viel Erfolg ....