Besoldungsrunde 2025-2028 Nordrhein-Westfalen

Begonnen von Admin, 14.02.2026 19:57

Vorheriges Thema - Nächstes Thema

Schneewitchen

Zitat von: SAS in 03.08.2026 21:45Ich hoffe wir können uns darauf einigen die Grundbesoldung ist zu niedrig.
Und in NRW sind die Familienzuschläge zu hoch. Das gilt es wieder ins Lot zu bringen. Davon profitieren am Ende alle. Hohe Zuschläge sind erst ab Kind 3 und 4 zu rechtfertigen.


Habe beide Situation erlebt kinderlos staunend was man so für Zuschläge bekommt wenn man Kinder hat. Zu diesem Zeitpunkt konnte ich ordentlich was zur Seite legen.

Dann kam das erste Kind Zuschläge kamen dazu aber Teilzeit war notwendig wegen der Betreuung meine reale Lebenspartnerin hat nämlich auch eine reale Arbeit und Einkommen.
Unterm Strich sank unser Einkommen erheblich trotz neuem Bewohner und Zuschläge. Der Traum von der Immobilie droht zu platzen.

Nun kommt bald das zweite. Der kleine ist endlich 2 und kann in die Kita 550 Euro Gebühren also wieder zurück in Vollzeit. Wenn das zweite da ist und die Zuschläge kommen wahrscheinlich wieder in Teilzeit. Vll sindwir in dann in 2 Jahren in der Situation das wir wieder unser Familieneinkommen haben was wir vorher hatten.

Aber mit dem zweite scheint wenigstens die Aussicht zurückzukehren das es vll doch noch was mit ner Immobilie wird.

Mal ganz abgesehen von der ganzen unbezahlten Care-Arbeit für die kleinen zukünftigen Steuerzahler. Liebe Kinderlose finanziell ging es mir ohne Kinder besser. Aber den neidischen Blick kenne ich nur hat das aus meiner Sicht bisher wenig mit der Realität zu tun.

Kinderlose sehen halt nur die hohen Zuschläge. Damit kann man halt etwas anfangen.

Wie sich plötzlich die Kostenseite einer Familie entwickelt, wenn Nachwuchs da ist, dass erschließt sich den Leuten nicht.....
Deus hic finitur

Max_Muster

Zitat von: SAS in 03.08.2026 21:45Ich hoffe wir können uns darauf einigen die Grundbesoldung ist zu niedrig.
Und in NRW sind die Familienzuschläge zu hoch. Das gilt es wieder ins Lot zu bringen. Davon profitieren am Ende alle. Hohe Zuschläge sind erst ab Kind 3 und 4 zu rechtfertigen.


Habe beide Situation erlebt kinderlos staunend was man so für Zuschläge bekommt wenn man Kinder hat. Zu diesem Zeitpunkt konnte ich ordentlich was zur Seite legen.

Dann kam das erste Kind Zuschläge kamen dazu aber Teilzeit war notwendig wegen der Betreuung meine reale Lebenspartnerin hat nämlich auch eine reale Arbeit und Einkommen.
Unterm Strich sank unser Einkommen erheblich trotz neuem Bewohner und Zuschläge. Der Traum von der Immobilie droht zu platzen.

Nun kommt bald das zweite. Der kleine ist endlich 2 und kann in die Kita 550 Euro Gebühren also wieder zurück in Vollzeit. Wenn das zweite da ist und die Zuschläge kommen wahrscheinlich wieder in Teilzeit. Vll sindwir in dann in 2 Jahren in der Situation das wir wieder unser Familieneinkommen haben was wir vorher hatten.

Aber mit dem zweite scheint wenigstens die Aussicht zurückzukehren das es vll doch noch was mit ner Immobilie wird.

Mal ganz abgesehen von der ganzen unbezahlten Care-Arbeit für die kleinen zukünftigen Steuerzahler. Liebe Kinderlose finanziell ging es mir ohne Kinder besser. Aber den neidischen Blick kenne ich nur hat das aus meiner Sicht bisher wenig mit der Realität zu tun.
Es gibt nichts schöneres auf der Welt als Kinder aufwachsen zu sehen. Mein Tipp: nehmt euch ein paar Jahre mehr Zeit, genießt jeden Moment mit den Kleinen. Diese Zeit kommt nie wieder zurück. Geld kann man nicht mit ins Grab nehmen, aber das Wissen tolle Eltern und Großeltern gewesen zu sein wirkt länger als eine Generation. Das sage ich als Vater von 4 Kindern und als Mensch der das Glück hat aus einer Familie mit reicher Tradition und erfolgreichen Lebenswegen zu stammen.

DJ79

Zitat von: Schneewitchen in 03.08.2026 21:55Kinderlose sehen halt nur die hohen Zuschläge. Damit kann man halt etwas anfangen.

Wie sich plötzlich die Kostenseite einer Familie entwickelt, wenn Nachwuchs da ist, dass erschließt sich den Leuten nicht.....

Ich denke, dass den meisten Kinderlosen durchaus bewusst ist, welche Kosten Kinder verursachen. Aber darum geht es nicht.

In keinem Arbeitnehmerverhältnis gibt es extra Familienzuschläge, weil man Kinder hat und in keinem anderen Bundesland oder als Bundesbeamter bekommt man solch hohe Zuschläge wie ein Beamter in NRW. Es geht darum, dass das Finanzministerium NRW die hohen Familienzuschläge als Trick genutzt hat, um die Grundbesoldung für alle Beamten nicht erhöhen zu müssen. Es werden ja auch nicht alle Familien mit Kindern mit sehr hohen Familienzuschlägen bedacht, sondern nur die Beamten, die in einer Kommune mit hoher Mietenstufe ihren Wohnsitz angemeldet haben. Das darf man durchaus kritisch sehen.

LehrerInNRW

Ist halt so, dass außerhalb des Beamtentums ein Anspruch auf Sozialleistungen haben, wenn das Einkommen nicht ausreicht. Insofern ist das ein Mär, dass nur Beamtenfamilien bedacht werden.

Zudem bestreitet niemand, dass es ein Trick ist um Kosten zu sparen.

Es nervt halt nur wenn gewisse Protagonisten hier wiederholt und auch völlig lernresistent behaupten, dass Kinder haben ein dickes Plusgeschäft sei.



DJ79

Zitat von: LehrerInNRW in Gestern um 11:23Ist halt so, dass außerhalb des Beamtentums ein Anspruch auf Sozialleistungen haben, wenn das Einkommen nicht ausreicht. Insofern ist das ein Mär, dass nur Beamtenfamilien bedacht werden.

Zudem bestreitet niemand, dass es ein Trick ist um Kosten zu sparen.

Es nervt halt nur wenn gewisse Protagonisten hier wiederholt und auch völlig lernresistent behaupten, dass Kinder haben ein dickes Plusgeschäft sei.




Beamte in NRW sind bis 2024 auch ohne die hohen Familienzuschläge klar gekommmen. Sie tun ja gerade so, als könnte eine Familie ohne die Familienzuschläge nicht existieren und müsste Sozialleistungen beziehen.

LehrerInNRW

Die Betrachtung muss in A5 beginnen nicht in A13, der vielleicht ohne Zuschläge auskämme.


DJ79

Zitat von: LehrerInNRW in Gestern um 11:57Die Betrachtung muss in A5 beginnen nicht in A13, der vielleicht ohne Zuschläge auskämme.



Ja, das stimmt.

Rheini

Zitat von: DJ79 in Gestern um 11:26Beamte in NRW sind bis 2024 auch ohne die hohen Familienzuschläge klar gekommmen. Sie tun ja gerade so, als könnte eine Familie ohne die Familienzuschläge nicht existieren und müsste Sozialleistungen beziehen.

In Deutschland kommt sogar jeder ohne einen Arbeitsplatz über die Runden. Vielleicht sollten Sie mal fragen ob nicht jeder das mit seinem Geld machen kann oder darf was er möchte und inwieweit ein nicht durchgeführtes sparen von Bezügen den DH davon befreit, aA zu bezahlen.

Schnarchnase81

So, ich gebe jetzt auch mal meinen Senf dazu:

1. bitte mit dem Siezen aufhören! Wir sind in einem Internetforum und nicht auf dem Amt!
2. der ursprüngliche Sinn von Verheirateten- und Kinderzuschlägen lag auch drin, das Frau und Kind damit krankenversichert werden können. Bei Angestellten sind beide ja kostenlos mit drin, bei der PKV halt nicht.
3. mit der Feststellung der Verfassungswidrigkeit der Besoldung rückten die familienbezogenen Bestandteile der Besoldung mehr und mehr in den Vordergrund, da als Bezugsgröße für die Mindestalimentation die klassische Familie (Vater, Mutter, 2 Kinder) herangezogen wurde. Für mein Dafürhalten sollte dies nur dafür genutzt werden, dass immer ein aktueller Richtwert für die Besoldung vorhanden sein soll. Da auf Grund von Inflation etc. sich sämtliche Geldwerte verändern ist dies halt nötig. Würden Löhne, Bürgergeld, Preise usw. immer gleich bleiben, so hätte das Bundesverfassungsgericht wahrscheinlich einen Betrag festgelegt. Geht aber nun einmal nicht. Leider wurde das seitens der Dienstherren anders ausgelegt und der Beamte quasi zum Bürgergeldempfänger abgestempelt, indem er und seine Familie als Bedarfsempfänger behandelt werden. Hier liegt es dann in der Konsequenz des Handelns nur Nahe, die familienbezogenen Bestandteile dafür zu missbrauchen, scheinbar die verfassungswidrige Situation zu heilen. Der Grund für diese absichtlich und bewusste falsche Auslegung liegt auf der Hand: Geld einsparen.
4. es macht überhaupt keinen Sinn sich darüber zu streiten, ob die exorbitanten Familienzuschläge in NRW gerechtfertigt sind oder nicht. Diejenigen, die diese erhalten, bekommen das, was ihnen zusteht. Diejenigen die diese nicht bekommen, werden verfassungswidrig besoldet. Alle müssten über die Grundbesoldung diese Beträge oben drauf bekommen. Diejenigen, welche die  aA aktuell über den Familienzuschlag bekommen, bekommen ja nicht zu viel! Die anderen bekommen nur zu wenig!

shimanu

Zitat von: DJ79 in Gestern um 11:26Beamte in NRW sind bis 2024 auch ohne die hohen Familienzuschläge klar gekommmen. Sie tun ja gerade so, als könnte eine Familie ohne die Familienzuschläge nicht existieren und müsste Sozialleistungen beziehen.

Ich bin A11 Stufe 7, zwei Kinder, verheiratet. Meine Frau ist zur Zeit noch nicht wieder erwerbsfähig (jüngstes Kind kommt erst nächstes Jahr in den Kindergarten).

Meine Besoldung ist laut Familienkasse und Kommune gering. Wir beziehen laufend Wohngeld und Kinderzuschläge.

Ich finde das persönlich erschreckend. Wie ergeht es den Beamten im einfachen und mittleren Dienst?

Schneewitchen

Zitat von: DJ79 in Gestern um 11:26Beamte in NRW sind bis 2024 auch ohne die hohen Familienzuschläge klar gekommmen. Sie tun ja gerade so, als könnte eine Familie ohne die Familienzuschläge nicht existieren und müsste Sozialleistungen beziehen.

Ja, und? Klar sind Beamtenfamilien mit Kindern auch ohne die hohen FamZ klar gekommen, so wie in anderen Bundesländern auch.

Was aber ist das für eine unspezifische Aussage?

Vielleicht müssen diese Familien ja seit der Erhöhung  der FamZ etwas weniger "klar kommen" und haben insgesamt in ihrer Lebensführung etwas mehr Spielräume, als es vergleichbare Beamtenfamilien in anderen Bundesländern aktuell haben?
Deus hic finitur

Schneewitchen

Zitat von: Schnarchnase81 in Gestern um 12:59So, ich gebe jetzt auch mal meinen Senf dazu:

1. bitte mit dem Siezen aufhören! Wir sind in einem Internetforum und nicht auf dem Amt!
2. der ursprüngliche Sinn von Verheirateten- und Kinderzuschlägen lag auch drin, das Frau und Kind damit krankenversichert werden können. Bei Angestellten sind beide ja kostenlos mit drin, bei der PKV halt nicht.
3. mit der Feststellung der Verfassungswidrigkeit der Besoldung rückten die familienbezogenen Bestandteile der Besoldung mehr und mehr in den Vordergrund, da als Bezugsgröße für die Mindestalimentation die klassische Familie (Vater, Mutter, 2 Kinder) herangezogen wurde. Für mein Dafürhalten sollte dies nur dafür genutzt werden, dass immer ein aktueller Richtwert für die Besoldung vorhanden sein soll. Da auf Grund von Inflation etc. sich sämtliche Geldwerte verändern ist dies halt nötig. Würden Löhne, Bürgergeld, Preise usw. immer gleich bleiben, so hätte das Bundesverfassungsgericht wahrscheinlich einen Betrag festgelegt. Geht aber nun einmal nicht. Leider wurde das seitens der Dienstherren anders ausgelegt und der Beamte quasi zum Bürgergeldempfänger abgestempelt, indem er und seine Familie als Bedarfsempfänger behandelt werden. Hier liegt es dann in der Konsequenz des Handelns nur Nahe, die familienbezogenen Bestandteile dafür zu missbrauchen, scheinbar die verfassungswidrige Situation zu heilen. Der Grund für diese absichtlich und bewusste falsche Auslegung liegt auf der Hand: Geld einsparen.
4. es macht überhaupt keinen Sinn sich darüber zu streiten, ob die exorbitanten Familienzuschläge in NRW gerechtfertigt sind oder nicht. Diejenigen, die diese erhalten, bekommen das, was ihnen zusteht. Diejenigen die diese nicht bekommen, werden verfassungswidrig besoldet. Alle müssten über die Grundbesoldung diese Beträge oben drauf bekommen. Diejenigen, welche die  aA aktuell über den Familienzuschlag bekommen, bekommen ja nicht zu viel! Die anderen bekommen nur zu wenig!

Uff, Du möchtest also die derzeitigen FamZ beibehalten und die Grundgehälter auf das korrekte aA Niveau anheben?

Nicht, dass ich das nicht jedem Kollegen gönnen würde. Mit 3-4 Kindern und entsprechender Mietenstufe plus aufgepepptem Grundgehalt kommen dann aber Besoldungen heraus, die dann in der Öffentlichkeit nicht mehr vermittelbar sein werden.

Die hohen FamZ waren seinerzeit nur Ausdruck einer Vermeidungsstrategie. Vermieden werden sollte eine Anhebung der Grundgehälter.

Das muss jetzt repariert werden. Die FamZ müssen auf ein angemessenes Maß reduziert werden und die Grundgehälter für alle angehoben werden.
Deus hic finitur

Robertbob

Zitat von: Schneewitchen in Gestern um 13:59Das muss jetzt repariert werden. Die FamZ müssen auf ein angemessenes Maß reduziert werden und die Grundgehälter für alle angehoben werden.
Warum muss der FamZ reduziert werden, wir haben zwar keine Kinder, ich würde sagen, hebt das Grundgehalt einfach auf das angemessene Maß an und gut is. Ist schnell berechnet und alle wären zufrieden.

Schneewitchen

Zitat von: Robertbob in Gestern um 14:17Warum muss der FamZ reduziert werden, wir haben zwar keine Kinder, ich würde sagen, hebt das Grundgehalt einfach auf das angemessene Maß an und gut is. Ist schnell berechnet und alle wären zufrieden.

Weil der kinderbezogenen FamZ in NRW z.T. überzogen hoch ist. Das was da 2021 seitens des Landes mit den FamZ gemacht wurde, dass war und ist viel zu hoch gewesen. Man hätte damals die FamZ sicherlich erhöhen müssen, jedoch nicht in dem Ausmaß. Stattdessen hätten die Grundgehälter damals schon erhöht werden müssen. Man wollte aber langfristig sparen......
Deus hic finitur

Robertbob

#1769
Zitat von: Schneewitchen in Gestern um 14:40Weil der kinderbezogenen FamZ in NRW z.T. überzogen hoch ist. Das was da 2021 seitens des Landes mit den FamZ gemacht wurde, dass war und ist viel zu hoch gewesen. Man hätte damals die FamZ sicherlich erhöhen müssen, jedoch nicht in dem Ausmaß. Stattdessen hätten die Grundgehälter damals schon erhöht werden müssen. Man wollte aber langfristig sparen......
Und wenn er so hoch bliebe, würde mich das nicht jucken. Sollen die sich daran erfreuen, die ihn bekommen.  Man kann ihn ja nach und nach abschmelzen.