Besoldungsrunde 2025-2028 Nordrhein-Westfalen

Begonnen von Admin, 14.02.2026 19:57

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Schneewitchen

Ich hatte heute die Möglichkeit, die Gesamtproblematik einmal in einem größeren Kollegenkreis darzulegen.

Folgende Feststellungen konnte ich daraus mitnehmen:

- Manche Kollegen haben bezweifelt, dass ein größerer Anspruch legitim und/oder durchsetzbar ist (Sturm im Wasserglas).

- Manche Kollegen haben von der Problematik erstmalig gehört, haben insofern keine Meinung dazu.

- Ein Kollege meinte, er würde sich freuen, wenn er unverhofft 2% mehr bekommen würde.

- Ein Kollege hat jede weiter Erhöhung abgelehnt, da sie nicht in die Zeit passe und unsozial und unsolidarisch wäre.( Anmerkung von mir:Der Kollege wird dann stillschweigend natürlich trotzdem jeden Cent mitnehmen, Hauptsache, man haut mal so einen Spruch raus!)

Das sind alles die Kollegen, die man auch niemals auf einer entsprechenden Demo finden würde.......
Deus hic finitur

Schneewitchen

Zitat von: Robertbob in Heute um 12:17Ich gehe davon aus, daß unterm Strich, "allen" Beamten nichts anderes übrig  bleiben wird, als an jedem Jahresende einen netten Widerspruch an den DH zu senden, um den Unmut kundzutun, weil des wieder nichts mit der aA wurde.

Es ist mir schon zur lieben Gewohnheit geworden.

Ich habe schon überall meine WS hinterlassen, als Bundesbeamter, Landesbeamter und Kommunalbeamter.

Meine Erben werden sicher noch davon profitieren......
Deus hic finitur

BÜRGERFREUNDLICH

Zitat von: Schneewitchen in Heute um 12:30Ich hatte heute die Möglichkeit, die Gesamtproblematik einmal in einem größeren Kollegenkreis darzulegen.

Folgende Feststellungen konnte ich daraus mitnehmen:

- Manche Kollegen haben bezweifelt, dass ein größerer Anspruch legitim und/oder durchsetzbar ist (Sturm im Wasserglas).

- Manche Kollegen haben von der Problematik erstmalig gehört, haben insofern keine Meinung dazu.

- Ein Kollege meinte, er würde sich freuen, wenn er unverhofft 2% mehr bekommen würde.

- Ein Kollege hat jede weiter Erhöhung abgelehnt, da sie nicht in die Zeit passe und unsozial und unsolidarisch wäre.( Anmerkung von mir:Der Kollege wird dann stillschweigend natürlich trotzdem jeden Cent mitnehmen, Hauptsache, man haut mal so einen Spruch raus!)

Das sind alles die Kollegen, die man auch niemals auf einer entsprechenden Demo finden würde.......

Deine Erfahrung deckt sich in etwa mit meiner. Die meisten Beamten bei uns haben keine Ahnung, was hinsichtlich der aA vor sich geht oder sind absolut desinteressiert. Ich spiele auch nicht mehr den Messias. 🤷�♀️

Nachdem mir allerdings ein Kollege kürzlich sagte, Tariferhöhungen der Kommunalbeamten würden mit dem Bund verhandelt, da wir nach dem BBesG bezahlt werden, habe ich ohnehin keine Fragen mehr. Besagter Kollege kommt frisch aus der Ausbildung im gD. 🙄

SAS

Zitat von: Schneewitchen in Heute um 12:30Ich hatte heute die Möglichkeit, die Gesamtproblematik einmal in einem größeren Kollegenkreis darzulegen.

Folgende Feststellungen konnte ich daraus mitnehmen:

- Manche Kollegen haben bezweifelt, dass ein größerer Anspruch legitim und/oder durchsetzbar ist (Sturm im Wasserglas).

- Manche Kollegen haben von der Problematik erstmalig gehört, haben insofern keine Meinung dazu.

- Ein Kollege meinte, er würde sich freuen, wenn er unverhofft 2% mehr bekommen würde.

- Ein Kollege hat jede weiter Erhöhung abgelehnt, da sie nicht in die Zeit passe und unsozial und unsolidarisch wäre.( Anmerkung von mir:Der Kollege wird dann stillschweigend natürlich trotzdem jeden Cent mitnehmen, Hauptsache, man haut mal so einen Spruch raus!)

Das sind alles die Kollegen, die man auch niemals auf einer entsprechenden Demo finden würde.......

Waren da auch Kollegen aus den unteren Besoldungsgruppen dabei? Meine Vermutung umso höher die Besoldungsgruppe umso geringer das Wissen und das Interesse. In der Regel geht es einem in den höheren Gruppen sooo schlecht ja nicht, insbesondere wenn man viel Famillienzuschläge bekommt.

Rheini

Zitat von: BÜRGERFREUNDLICH in Heute um 12:09Kostengünstig ist relativ.
Kurzfristig ist es sicherlich die kostengünstigere Variante, da die Nachzahlung lediglich für Alleinstehende und Kinderlose überproportional hoch ausfallen würden. Mittel- und langfristig würde es für den DH aber teurer werden, da die FamZ nicht mehr entfallen würden. Profitieren würden am Ende alle Beamten davon.

Blöd wären in diesem Fall für den DH die Konstellation, bei der der Beamte seit 20 Jahren unverheiratet und kinderlos ist... hier wären wir wieder bei dem rosafarbenen Porsche, der nur noch auf Abholung wartet.

Der Berliner Almosen Rechner zeigt was anderes. 30k Nachzahlung für einen Ledigen, 80k für einen Verheirateten.



Ledig, 0 Kinder: 30.107,49 €, zusätzlich Verheiratet, 0 Kinder: 53.158,32 €

Rheini

Zitat von: Schneewitchen in Heute um 12:30Ich hatte heute die Möglichkeit, die Gesamtproblematik einmal in einem größeren Kollegenkreis darzulegen.

Folgende Feststellungen konnte ich daraus mitnehmen:

- Manche Kollegen haben bezweifelt, dass ein größerer Anspruch legitim und/oder durchsetzbar ist (Sturm im Wasserglas).

- Manche Kollegen haben von der Problematik erstmalig gehört, haben insofern keine Meinung dazu.

- Ein Kollege meinte, er würde sich freuen, wenn er unverhofft 2% mehr bekommen würde.

- Ein Kollege hat jede weiter Erhöhung abgelehnt, da sie nicht in die Zeit passe und unsozial und unsolidarisch wäre.( Anmerkung von mir:Der Kollege wird dann stillschweigend natürlich trotzdem jeden Cent mitnehmen, Hauptsache, man haut mal so einen Spruch raus!)

Das sind alles die Kollegen, die man auch niemals auf einer entsprechenden Demo finden würde.......

Darf ich für die Kollegen WS einlegen und dafür 2% zur Abgeltung zahlen? Rest für mich.

Schneewitchen

Zitat von: SAS in Heute um 12:56Waren da auch Kollegen aus den unteren Besoldungsgruppen dabei? Meine Vermutung umso höher die Besoldungsgruppe umso geringer das Wissen und das Interesse. In der Regel geht es einem in den höheren Gruppen sooo schlecht ja nicht, insbesondere wenn man viel Famillienzuschläge bekommt.

Ja, danke für die Rückfrage. Die Zusammensetzung ist dabei natürlich auch eine wichtiges Kriterium. Nein, zusammengekommen sind tatsächlich nur Kollegen ab A12....!
Deus hic finitur

Schneewitchen

Zitat von: Rheini in Heute um 13:28Darf ich für die Kollegen WS einlegen und dafür 2% zur Abgeltung zahlen? Rest für mich.

Da erschließt sich ein neues Geschäftsmodell als professioneller "Widersprecher". Ich gebe Dein Angebot mal weiter..... ;D
Deus hic finitur

BÜRGERFREUNDLICH

Zitat von: Rheini in Heute um 13:27Der Berliner Almosen Rechner zeigt was anderes. 30k Nachzahlung für einen Ledigen, 80k für einen Verheirateten.



Ledig, 0 Kinder: 30.107,49 €, zusätzlich Verheiratet, 0 Kinder: 53.158,32 €


Im Gegensatz zu Berlin gab es in NRW bereits Anpassungen (und auch Nachzahlungen) bei den FamZ.

Fun fact: Als Berliner Almosenrechner würde ich die derzeitige Besoldung dort nicht bezeichnen wollen. Stand heute hätte ich in Berlin mehr als aktuell in NRW.

Rheini

Zitat von: BÜRGERFREUNDLICH in Heute um 13:34Im Gegensatz zu Berlin gab es in NRW bereits Anpassungen (und auch Nachzahlungen) bei den FamZ.

Fun fact: Als Berliner Almosenrechner würde ich die derzeitige Besoldung dort nicht bezeichnen wollen. Stand heute hätte ich in Berlin mehr als aktuell in NRW.

In NRW auch bei den Verheirateten ohne Kinder? Ist mir da was durchgegangen?

Robertbob

Zitat von: Rheini in Heute um 13:36In NRW auch bei den Verheirateten ohne Kinder? Ist mir da was durchgegangen?
Ne, dir ist leider nichts durchgegangen.

Rheini

Zitat von: Robertbob in Heute um 13:54Ne, dir ist leider nichts durchgegangen.

Hätte mich auch gewundert.

In Berlin profitieren die Verheirateten nach dem Reparaturgesetz auch schon ordentlich.

Max_Muster

Zitat von: Rheini in Heute um 13:27Der Berliner Almosen Rechner zeigt was anderes. 30k Nachzahlung für einen Ledigen, 80k für einen Verheirateten.

Ledig, 0 Kinder: 30.107,49 €, zusätzlich Verheiratet, 0 Kinder: 53.158,32 €
Klingt erst mal nice.
Das dürfte aber nur einen sehr kleinen Teil derer betreffen, die einen Anspruch hätten, da sie keinen Widerspruch eingelegt haben oder im Zweifelsfall nicht geklagt haben.
Der allergrößte Teil meiner Kolleg:innen nutzt die Muster Widersprüche nicht, die ich versende, Klagen tut außer mit ohnehin niemand, denn dann müsste man mit ungewissem Ausgang 500€ vorstrecken.
Da wird zwar mit riesigen Summen "hantiert", das dürfte aber nur für sehr sehr wenige tatsächlich relevant werden.

Selbst bei mir gibt es teils groteske Ablehnungen: für ein Jahr erhalte ich eine Ablehnung wegen Fristversäumnis. Damals hatte ich meinen WS rund um den 20.12. per Post verschickt. Mit Postlaufzeit kam dann ein Eingangsstempel vom 2. Januar dabei heraus. Ein Schelm wer böses dabei denkt. Überprüfen konnte ich das nicht mehr, da die Ablehnung etliche Jahre nach dem Versand des Briefes bei mir ankam.
Andere Antworten Widersprüche enthielten teilweise Rechtschreib- und andere Fehler, wieder andere kamen erst auf Nachfrage.

Man muss sich permanent kümmern und dran bleiben. Darauf haben die meisten keinen Bock. Daher glaube ich nicht, dass es übermäßig hohe Nachzahlungen geben wird, auch wenn theoretische Ansprüche beständen.

cookiedent

Zitat von: Rheini in Heute um 13:28Darf ich für die Kollegen WS einlegen und dafür 2% zur Abgeltung zahlen? Rest für mich.
Wäre ja eine normale Beratertätigkeit.
Könntest Du als Nebentätigkeit anmelden und sollte dann auch durchgewunken werden.

Rheini

Zitat von: Max_Muster in Heute um 14:13Klingt erst mal nice.
Das dürfte aber nur einen sehr kleinen Teil derer betreffen, die einen Anspruch hätten, da sie keinen Widerspruch eingelegt haben oder im Zweifelsfall nicht geklagt haben.
Der allergrößte Teil meiner Kolleg:innen nutzt die Muster Widersprüche nicht, die ich versende, Klagen tut außer mit ohnehin niemand, denn dann müsste man mit ungewissem Ausgang 500€ vorstrecken.
Da wird zwar mit riesigen Summen "hantiert", das dürfte aber nur für sehr sehr wenige tatsächlich relevant werden.

Selbst bei mir gibt es teils groteske Ablehnungen: für ein Jahr erhalte ich eine Ablehnung wegen Fristversäumnis. Damals hatte ich meinen WS rund um den 20.12. per Post verschickt. Mit Postlaufzeit kam dann ein Eingangsstempel vom 2. Januar dabei heraus. Ein Schelm wer böses dabei denkt. Überprüfen konnte ich das nicht mehr, da die Ablehnung etliche Jahre nach dem Versand des Briefes bei mir ankam.
Andere Antworten Widersprüche enthielten teilweise Rechtschreib- und andere Fehler, wieder andere kamen erst auf Nachfrage.

Man muss sich permanent kümmern und dran bleiben. Darauf haben die meisten keinen Bock. Daher glaube ich nicht, dass es übermäßig hohe Nachzahlungen geben wird, auch wenn theoretische Ansprüche beständen.

Habe meine Besoldungsgruppe einfach als Beispiel genommen und fiktiv immer WS von 2008-2020 eingetragen.

Wollte nur ein Gefühl dafür bekommen, wie die Relation und die Höhe ist.

Wenn das auch in NRW so kommt, muss ich das vor meinem Ehepartner verheimlichen. Nicht das sie dann den entsprechenden Anteil für Schuhe haben möchte ...