Besoldungsrunde 2025-2028 Nordrhein-Westfalen

Begonnen von Admin, 14.02.2026 19:57

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Reisinger850

Zitat von: Max_Muster in Heute um 07:32In der Stadt, in der ich vorher gewohnt habe, kamen wir auf ca. 1000€ Gebühren für Kita, OGS und Betreiberkosten, dazu erheblich höhere Miete.
Wir hatten das alles schon mehrfach. Wer denkt durchs Kinder kriegen zum Millionär zu werden: tut euch keinen Zwang an. Arbeitsmarkt und Sozialsysteme danken es euch. Leider sieht die Realität aber anders aus und immer weniger Menschen entscheiden sich für Kinder trotz zu erwartenden Lebens in Saus und Braus. Ich frage mich warum.

Nein danke, ich habe mich zurückgehalten, da ich der Annahme war, dass dieses System wie es jetzt erst nicht weiter Bestand haben wird

AR76

Zitat von: SAS in Heute um 07:16Für Düsseldorf scheint das nicht zu stimmen das sind KiTa Gebührenfrei trotz hoher Mietstufe.
Ab 2027nur noch bis 35h Betreuung, bei 45h wird es richtig richtig teuer.

Zur Info, falls jemand deswegen geplant hat umzuziehen... ;)
https://www.duesseldorf.de/fileadmin/Amt51/Familie/Elternbeitraege/Beitragstabellen_ab_1.8.2027.pdf

SAS

Mal im Ernst wegen der hohen Kinderzuschläge in manchen Städten zieht man doch nicht dorthin. Das ist eher ein Mitnahmeeffekt wenn man sowieso in Düsseldorf oder so leben möchte.

Max_Muster

Zitat von: SAS in Heute um 08:03Mal im Ernst wegen der hohen Kinderzuschläge in manchen Städten zieht man doch nicht dorthin. Das ist eher ein Mitnahmeeffekt wenn man sowieso in Düsseldorf oder so leben möchte.
Allein die Statistik sagt etwas anderes. In der Regel ziehen Familien mit Kindern in die Vororte, weil das Leben in Großstädten für sie kaum bezahlbar ist.
Die hohen Kosten für Singles potenzieren sich bei ihnen nach Kinderzahl. Eine einfache Recherche bei dem Suchmaschinenbetreiber eurer Wahl ist ausreichend um konkrete Zahlen zu finden.

SAS

Zitat von: Max_Muster in Heute um 08:11Allein die Statistik sagt etwas anderes. In der Regel ziehen Familien mit Kindern in die Vororte, weil das Leben in Großstädten für sie kaum bezahlbar ist.
Die hohen Kosten für Singles potenzieren sich bei ihnen nach Kinderzahl. Eine einfache Recherche bei dem Suchmaschinenbetreiber eurer Wahl ist ausreichend um konkrete Zahlen zu finden.
Ich sehe da jetzt keinen Widerspruch zu meiner Aussage. Ich glaube auch, dass man tendenziell eher dahin zieht, wo die Wohnkosten günstiger sind. Ich glaube nicht daran, dass jemand nach Düsseldorf zieht, um reich zu werden. Das wäre absurd. Ich glaube eher, dass, wenn man in Düsseldorf leben möchte (sowieso), der Familienzuschlag ein nettes Gimmick ist, um einem die Entscheidung einfacher zu machen.

Max_Muster

Zitat von: SAS in Heute um 08:16Ich sehe da jetzt keinen Widerspruch zu meiner Aussage. Ich glaube auch, dass man tendenziell eher dahin zieht, wo die Wohnkosten günstiger sind. Ich glaube nicht daran, dass jemand nach Düsseldorf zieht, um reich zu werden. Das wäre absurd. Ich glaube eher, dass, wenn man in Düsseldorf leben möchte (sowieso), der Familienzuschlag ein nettes Gimmick ist, um einem die Entscheidung einfacher zu machen.
Nö, du bestimmt nicht. Aber wir hatten hier im Forum schon teils absurde Diskussionen mit Menschen, die allen Ernstes behaupteten, man würde sich durch Kinder bekommen bereichern.

PushPull

Zitat von: Max_Muster in Heute um 08:22Nö, du bestimmt nicht. Aber wir hatten hier im Forum schon teils absurde Diskussionen mit Menschen, die allen Ernstes behaupteten, man würde sich durch Kinder bekommen bereichern.

Naja, hier eigentlich nur mit einer Person, die dem Geld hechelnd selbst mit Konto-/Depoteröffnungen im zwei- bis dreistelligen Bereich hinterherrennt. Da sind die Probleme viel größer, als die Argumente zum Wohlstand durch Familienzuschläge, was letztlich auch zum Mangel an paarungswilligen Partnerinnen führen dürfte.

DerDienende

Hier noch der Artikel aus der NW: (https://www.nw.de/nachrichten/zwischen_weser_und_rhein/24413342_Warum-viele-Beamte-in-NRW-naechstes-Jahr-mehr-Geld-erhalten.html)

"Düsseldorf. Einige Beamtinnen und Beamte in NRW dürfen sich auf eine höhere Besoldung einstellen. Grund ist, dass das Land ein neues Berechnungssystem einführen muss, um die Bezahlung seiner Beamten – die sogenannte Alimentation – zu ermitteln.
Das schreibt ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts aus 2025 vor. In NRW dürfte das zur Folge haben, dass es für einige Beamte eine Grundgehaltserhöhung geben wird, heißt es aus dem NRW-Finanzministerium. Wie hoch die Erhöhungen ausfallen könnten und wie viel Geld das Land dafür einplanen muss, ist noch nicht bekannt. Ziel sei es aber, dass durch die neue Berechnungsgrundlage kein Beamter weniger Geld, dafür aber viele Beamte mehr Geld erhalten werden – und dass die Neuregelung dauerhaft verfassungskonform sein wird.

Hintergrund ist, dass NRW die Bezahlung seiner Beamten bislang am Sozialhilfeniveau ausrichtet. Diese Systematik schreibt vor, dass das Nettogehalt eines Muster-Beamten (verheiratet, zwei Kinder) der untersten Besoldungsgruppe um mindestens 15 Prozent über dem der Grundsicherung liegen muss. Ein Anstieg der Grundsicherung (früher Bürgergeld) müsste somit auch zum Anstieg der Beamtenbesoldung führen. Die Grundsicherung wiederum wird in großen Teilen durch die Wohnkosten geprägt, die sich je nach Region stark unterscheiden. Deshalb zahlt das Land seinen Beamten Familienzuschläge, um den regional unterschiedlich hohen Wohnkosten entgegenzuwirken. Die Zuschläge fallen demnach aufgrund der unterschiedlichen Wohnkosten zum Beispiel für Beamte in Düsseldorf höher aus als für Beamte im ländlichen Raum wie in Höxter.

Familienzuschläge sollen vorerst keine Rolle mehr spielen
Künftig aber sollen Familienzuschläge bei der Berechnung keine Rolle mehr spielen, die Rede ist von einem Systemwechsel. Stattdessen wird die Besoldung nach dem sogenannten Median-Äquivalenzeinkommen ermittelt – einem statistischen Wert. Da die regionalisierten Familienzuschläge nun also in Teilen rückabgewickelt werden sollen, dürfte sich wiederum die Grundbesoldung der betroffenen Beamten systematisch erhöhen, um die Differenz auszugleichen. Offen ist aktuell auch noch, wie genau dieser finanzielle Ausgleich aussehen soll, wie hoch er ausfällt - und wie lange er nötig ist.
Die komplizierten und rechnerisch anspruchsvollen Umstellungen sollen am Dienstag im Landeskabinett beschlossen werden – und dann in die Verbändeanhörungen gehen. Ziel ist es, dass die Neuregelungen ab 2027 gelten, heißt es.

Zugleich will das Land bei der Besoldung am umstrittenen fiktiven Partnereinkommen von 538 Euro festhalten. NRW geht seit 2024 nicht mehr davon aus, dass der Beamte ,,Alleinverdiener" ist, sondern, dass auch der Partner oder die Partnerin Geld verdient. Das Land begründet dies mit einem ,,moderneren Familienbild" und rechnet ein ,,fiktives Partnereinkommen" von 538 Euro an. Auf dem Papier hat der Beamte so mehr Geld – tatsächlich aber nicht. So wird es für das Land günstiger. Wer kein Partnereinkommen hat, muss einen Ergänzungszuschlag beantragen. Experten halten das für verfassungswidrig.

Die schwarz-grüne Landesregierung verweist darauf, dass auch weitere Bundesländer auf das fiktive Partnereinkommen setzen. Zudem seien bislang auch nicht viele Anträge auf Ergänzungszuschlag eingegangen. Deshalb werde man an der Berechnung festhalten."

AR76

Zitat von: DerDienende in Heute um 08:46Offen ist aktuell auch noch, wie genau dieser finanzielle Ausgleich aussehen soll, wie hoch er ausfällt - und wie lange er nötig ist.
Das gilt hoffentlich nur für die, die hohe Zuschläge bekommen haben? Sonst klingt es ähnlich dem Hamburger Modell.
Es bleibt spannend.

PushPull

Zitat von: DerDienende in Heute um 08:46Hintergrund ist, dass NRW die Bezahlung seiner Beamten bislang am Sozialhilfeniveau ausrichtet.

Hier hätte man anmerken können, dass sowas wie die Erhöhung der Grundsicherung oder des Wohngelds schon lange zuvor keinen Einfluss mehr auf die Besoldungshöhe hatten. Das hat man alles ja auch nicht anfassen wollen.

Zitat von: DerDienende in Heute um 08:46Die schwarz-grüne Landesregierung verweist darauf, dass auch weitere Bundesländer auf das fiktive Partnereinkommen setzen

Das ist die gleiche Argumentation wie "Der Kevin hat mich auch gehauen."

Rallyementation


philipph

Für den Personalausschuss steht nur das Dienstrechtsmodernisierungsgesetz auf der Tagesordnung.

Woher kommt denn die Erkenntnis, dass auch der Gesetzentwurf zur amtsangemessenen Besoldung heute beraten werden soll?

Habe ich etwas übersehen?


Henri74

Zitat von: philipph in Heute um 10:39Für den Personalausschuss steht nur das Dienstrechtsmodernisierungsgesetz auf der Tagesordnung.

Woher kommt denn die Erkenntnis, dass auch der Gesetzentwurf zur amtsangemessenen Besoldung heute beraten werden soll?

Habe ich etwas übersehen?

Beitrag #2961

Der FM hat gestern der Rheinischen Post gesagt, dass das Kabinett heute über den Gesetzesentwurf berät.

Dualer2018

Zitat von: philipph in Heute um 10:39Für den Personalausschuss steht nur das Dienstrechtsmodernisierungsgesetz auf der Tagesordnung.

Woher kommt denn die Erkenntnis, dass auch der Gesetzentwurf zur amtsangemessenen Besoldung heute beraten werden soll?

Habe ich etwas übersehen?

Die Kabinettssitzungen finden üblicherweise Dienstags statt und sind nicht in den öffentlich Kalendern ausgewiesen. Es handelt sich um intern koordinierte Besprechungen des Ministerrats.

Die Ergebnisse dieser Sitzungen werden dann in den öffentlich einsehbaren Plenarsitzungen in Form von Gesetzentwürfen, Stellungnahmen, Vorlagen etc. eingebracht. Teilweise werden Ergebnisse aber bereits vorher an die Presse weitergegeben. Da die RP in diesem Falle einen guten Draht ins Ministerium hat wird wohl das ein oder andere Detail heute veröffentlicht.

Korrigiert mich gerne, falls etwas falsch dargestellt ist.