[BB] Besoldungsrunde 2025-2028 Brandenburg

Begonnen von Admin, 14.02.2026 21:52

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Dominic231

Zitat von: IchLiebeBeamtentum in 02.08.2026 10:15Kann mir jemand sagen, warum die amtsangemessene Alimentation in ihren Netto-Beträgen 10 % über denen von Schleswig-Holstein liegt? Hat Schleswig-Holstein in der Konzeption der amtsangemessenen Alimentation Fehler gemacht?

Das ist relativ einfach zu beantworten. Es geht bei der a.A. nicht nur um die Grundbesoldung oder Nettogehälter. Die Besoldung setzt sich aus vielen Bereichen zusammen und meist noch etwas erfundenes - wie das fiktive Partnereinkommen. Wir sind da den Politikern leider ausgeliefert. Sie können sich das Ergebnis so zusammenstellen wie ihre Ziele sind. => Sparen + 0 bis 2%, nicht so viel Wähler verlieren + 5 bis 10%, anstehende Landtagswahlen oder die wahnwitzige Idee eine verfassungsmäßige Struktur zu schaffen + 10 bis 20%.

IchLiebeBeamtentum

Wie absurd ist es, dass die Bundesländer jetzt bis zu 10 % Bezügeunterschied (vielleicht bald noch mehr) auseinanderdriften werden? Das provoziert doch ohne Ende Stress auf allen Seiten!

Neugieriger

Zitat von: IchLiebeBeamtentum in 02.08.2026 21:14Wie absurd ist es, dass die Bundesländer jetzt bis zu 10 % Bezügeunterschied (vielleicht bald noch mehr) auseinanderdriften werden? Das provoziert doch ohne Ende Stress auf allen Seiten!

Mit Verlaub. Solche Bezügeunterschiede gab und gibt es seit nunmehr 20 Jahren.
Berlin hatte dank eines ehemaligen Regierenden ,,Party"Bürgermeisters zwischenzeitlich nicht nur jahrelang in puncto Besoldung die Rote Laterne inne. Der Abstand zum regionalen Arbeitsmarktkonkurrenten Bund betrug in der Spitze bis zu 15%.

Der Wahnsinn des Besoldens nach Gutdünken ist wahrlich nicht neu.

IchLiebeBeamtentum

Wenn dies alles so normal ist, wie du schreibst, dann brauchen wir ja dieses Forum nicht mehr.

Neugieriger

Zitat von: IchLiebeBeamtentum in 02.08.2026 22:47Wenn dies alles so normal ist, wie du schreibst, dann brauchen wir ja dieses Forum nicht mehr.

Ich habe den IST-Zustand beschrieben, der keineswegs neu ist.

Für "normal" halte ich diesen IST-Zustand allerdings nicht. Genauso wenig "normal" ist, dass die Besoldungsgesetzgeber
ungeniert über Jahre hinweg verfassungsbrüchig handeln und selbst nach den deutlichen Worten der obersten Hüter unseres Grundgesetzes ihr Unrecht nicht einsehen und stattdessen zu treffende Entscheidungen hinauszögern oder den Karlsruher Beschluss kreativ umdeuten, wenn nicht sogar umdichten.

Leider - und da muss ich manchem Foristen hier beipflichten - scheint der überwiegende Teil der verbeamteten Belegschaft nicht einmal ansatzweise verinnerlicht zu haben, dass nicht nur ein bisschen zu wenig besoldet wird. Bräsig wird Unrecht hingenommen. Es scheint mir, man hält nach einer Backpfeife dem Dienstherrn noch untertänigst die andere Wange hin.

Scull

Zitat von: Neugieriger in 02.08.2026 22:36Mit Verlaub. Solche Bezügeunterschiede gab und gibt es seit nunmehr 20 Jahren.
Berlin hatte dank eines ehemaligen Regierenden ,,Party"Bürgermeisters zwischenzeitlich nicht nur jahrelang in puncto Besoldung die Rote Laterne inne. Der Abstand zum regionalen Arbeitsmarktkonkurrenten Bund betrug in der Spitze bis zu 15%.

Der Wahnsinn des Besoldens nach Gutdünken ist wahrlich nicht neu.

Inzwischen ist die rote Laterne ja seit einigen Jahren beim Saarland angekommen ^^

justilegal

Wenn man (besonders 3 und ggfs mehr) Kinder hat und A9 aufwärts bezieht, bekommt man nirgends weniger als in Niedersachsen.

ExponentialFud

Zitat von: justilegal in 03.08.2026 13:11Wenn man (besonders 3 und ggfs mehr) Kinder hat und A9 aufwärts bezieht, bekommt man nirgends weniger als in Niedersachsen.

Diese Beobachtung ist rein fiktiv. Schuld ist dein fiktiver Partner.




xap

ZitatKeinem Beamten oder Angestellten werde gekündigt

Finde ich ja bemerkenswert. Mir wäre neu, dass man Beamte kündigen kann. Und auch bei Angestellten im öD ist das ja aus den im Artikel genannten Gründen ja eher unüblich. Wieso also überhaupt eine (unqualifizierte) Äußerung diesbezüglich?

rs

703 von 50000? Das entspricht 1,4% Personalabbau in 3 Jahren. Sorry, das ist doch lächerlich wenig und die Pressemitteilung nicht wert.
In meiner Behörde (MV) wurden in den letzten 25 Jahren über 60% des Personals abgebaut. Auch heute noch wird ein jährlicher (!) Abbau von min. 2% kolportiert. Funktioniert easy über Altersabgänge. Nach der Arbeitsqualität fragt aber schon lange keiner mehr. Den Begriff "Personalbedarfsberechnung" hat man sinnvollerweise mittlerweile in "Personalsollberechnung" umgetauft.

AltStrG

Zitat von: rs in Gestern um 14:03703 von 50000? Das entspricht 1,4% Personalabbau in 3 Jahren. Sorry, das ist doch lächerlich wenig und die Pressemitteilung nicht wert.
In meiner Behörde (MV) wurden in den letzten 25 Jahren über 60% des Personals abgebaut. Auch heute noch wird ein jährlicher (!) Abbau von min. 2% kolportiert. Funktioniert easy über Altersabgänge. Nach der Arbeitsqualität fragt aber schon lange keiner mehr. Den Begriff "Personalbedarfsberechnung" hat man sinnvollerweise mittlerweile in "Personalsollberechnung" umgetauft.


703 zusätzlich zum bereits geplante Stellenabbau und der Nicht-Nachbesetzung vorhandener Stellen. Es ist systemisch, methodisch  und semantisch zu trennen zwischen Stellenbesetzung, Stellenabbau, Stellen-Nachbesetzung und tatsächlichem Personal. Alles eine Frage des Haushaltes.

rs

Also die dauerhafte Nichtnachbesetzung von freiwerdenden Stellen ist für mich ein Personalabbau. Völlig egal, wie man das semantisch einordnet.