Umfrage Tarifergebnis TV-L

Begonnen von Admin, 15.02.2026 15:59

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Sind Sie mit dem Tarifergebnis TV-L zufrieden?

ja
19 (7.1%)
nein
223 (83.2%)
unentschieden
26 (9.7%)

Stimmen insgesamt: 268

Umfrage schließt: 22.02.2026 15:59

Admin

Umfrage zum Tarifergebnis TV-L 2025-2028

Luckyman

Das Tarif Ergebnis ist wirklich nicht akzeptabel. Vielleicht hätten doch weniger Details verhandelt werden sollen. So verlieren wir auf den tvöd weiter an Boden. Ich für meinen Teil bin streiken gewesen und war in Hannover sowie in Potsdam. Es waren schon viele da aber es hätten mehr sein können. Das Tarifergebnis ist für jeden der da war nicht hinnehmbar. Warum werden die Prozente immer so falsch mit einander verrechnet. Das zeigt nicht wirklich Kompetenz. Ich halte lieber meine Finger still. Bitte beim nächsten Mal nicht wieder jedes Angebot der Arbeitgeber annehmen.... schwache Leistung..tut mir leid.

Zinc

Zitat von: Luckyman in 16.02.2026 21:11Das Tarif Ergebnis ist wirklich nicht akzeptabel. Vielleicht hätten doch weniger Details verhandelt werden sollen. So verlieren wir auf den tvöd weiter an Boden. Ich für meinen Teil bin streiken gewesen und war in Hannover sowie in Potsdam. Es waren schon viele da aber es hätten mehr sein können. Das Tarifergebnis ist für jeden der da war nicht hinnehmbar. Warum werden die Prozente immer so falsch mit einander verrechnet. Das zeigt nicht wirklich Kompetenz. Ich halte lieber meine Finger still. Bitte beim nächsten Mal nicht wieder jedes Angebot der Arbeitgeber annehmen.... schwache Leistung..tut mir leid.

Weshalb unterschreibt die Gewerkschaftsseite so einen Murks, wenn über 80 Prozent mit dem Ergebnis unzufrieden sind und das auch intern?

highperformer

Tarifverhandlungen im ÖPNV:

Das Angebot sieht unter anderem ein Einkommensplus von fünf Prozent in zwei Schritten und einen Mindestbetrag von 110 Euro vor. Es orientiere sich am Tarifabschluss für die Kommunen vom letzten Jahr.

Tarifverhandlungen bei der Autobahn:

Das Angebot der Autobahn GmbH umfasst eine Entgeltsteigerung von 7 % über einen Zeitraum von 29 Monaten.

Dort streikt ver.di übrigens gerade weiter für bessere Abschlüsse.

TVL-Nickel

Wäre ich nicht schon ausgeschieden würde ich meine Verdi Mitgliedschaft spätestens jetzt wieder Kündigen

Verdimmtnochmal

Zitat von: Zinc in 17.02.2026 07:19Weshalb unterschreibt die Gewerkschaftsseite so einen Murks, wenn über 80 Prozent mit dem Ergebnis unzufrieden sind und das auch intern?

Es entscheiden die Mitglieder und da reichen mehr als 25% Zustimmung.
Die Mehrheit hier sind wahrscheinlich keine Mitglieder.

Sithlord

Es hängt davon ab, wie sich das im Lebensunterhalt auswirkt.
Für mich ist es optimal so. Ob es nun 5 % oder 7 % sind, spielt keine große Rolle.
Wir bekommen immerhin jedes Jahr eine Gehaltserhöhung.
85 % der anderen Firmen haben ihren Mitarbeitern oder Angestellten seit Jahren keine Lohnerhöhung gegeben.

Mich stört, dass die JSZ seit 2018 nicht geändert wurde.

Aleksandra

Zitat von: Sithlord in 18.02.2026 08:0885 % der anderen Firmen haben ihren Mitarbeitern oder Angestellten seit Jahren keine Lohnerhöhung gegeben.
Sorry, aber was für ein Unsinn.
Was meinst Du denn warum die Beitragsbemessungsgrenzen für Kranken und Rentenversicherung in den letzten 3 Jahren so massiv gestiegen sind. Überall werden die Löhne erhöht.
Hier auch ne offizielle Quelle dazu:
https://www.destatis.de/DE/Themen/Arbeit/Verdienste/Realloehne-Nettoverdienste/_inhalt.html

Die Zufriedenheit mit einem Ergebnis bemisst sich nicht daran ob es überhaupt eine Erhöhung gibt, sondern daran wie hoch diese ausfällt, insbesondere im Vergleich zur allgemeinen Nominallohnentwicklung und der Inflation.
Reallohnverlust seit Dienstantritt: 1,96%
2022: Inflation 6,9% - Verdi 1,8%
2023: Inflation 5,9% - Verdi 0%
2024: Inflation 2,2% - Verdi 9,03%
2025: Inflation 2,2% - Verdi 3,00%
2026: Inflation 2,2% - Verdi 3,99%

Cheinecke

Genau wegen solcher Abschlüsse bin ich aus verdi ausgetreten, anscheinend geht es nicht mehr um die Arbeitnehmer sondern nur noch um den Willen des Arbeitgebers.

JahrhundertwerkTVÖD

Grundsätzlich wird immer über die Ergebnisse gemeckert.

ABER

Was ich bedenklich finde ist, dass die Gewerkschaft uns wohl alle für blöd hält.

1: Sowohl im VKA wie auch TV-L werden Verträge erstreikt mit mehreren Monaten ohne Erhöhungen. Das ist eine künstliche Verlängerung der alten Verträge. Hierfür wurde nicht zugestimmt und das scheint nun Normalität zu werden.

2: Die Verschiebung der prozentualen Erhöhungen auf Folgemonate/Jahre ist zum Nachteil der Beschäftigten.

3: Die Zusammenrechnung der Gesamterhöhung ist sowohl in der Darstellung (Außenwirkung) wie auch im tatsächlichen Entgelt nicht korrekt. Effektiv gibt es jetzt erstmal nichts mehr.

4: Eine Übertragung auf die Beamtenbesoldung hat überhaupt nichts mit den Tarifverhandlungen gemein. Immer wieder, wird aber diese Komponente als Zahl mit aufgenommen und schmälert den "Pott". Dies ist einzig und allein Sache der AG und für die amtsangemessene Besoldung kümmern sich Gerichte. Mal abgesehen davon dass die Abzüge für Rentenversicherung, Arbeitslosen- und Kranken-/ Pflegeversicherungen enorm steigen und das Nettogehalt eines Angestellten deutlich reduziert, im Vergleich zu den Nettobesoldungen. Das ist kein Beamtenbashing, sondern unterm Strich ist es für jeden nur wichtig was bleibt Netto übrig!!!

Zinc

Zitat von: JahrhundertwerkTVÖD in 18.02.2026 12:01Grundsätzlich wird immer über die Ergebnisse gemeckert.

ABER

Was ich bedenklich finde ist, dass die Gewerkschaft uns wohl alle für blöd hält.

1: Sowohl im VKA wie auch TV-L werden Verträge erstreikt mit mehreren Monaten ohne Erhöhungen. Das ist eine künstliche Verlängerung der alten Verträge. Hierfür wurde nicht zugestimmt und das scheint nun Normalität zu werden.

2: Die Verschiebung der prozentualen Erhöhungen auf Folgemonate/Jahre ist zum Nachteil der Beschäftigten.

3: Die Zusammenrechnung der Gesamterhöhung ist sowohl in der Darstellung (Außenwirkung) wie auch im tatsächlichen Entgelt nicht korrekt. Effektiv gibt es jetzt erstmal nichts mehr.

4: Eine Übertragung auf die Beamtenbesoldung hat überhaupt nichts mit den Tarifverhandlungen gemein. Immer wieder, wird aber diese Komponente als Zahl mit aufgenommen und schmälert den "Pott". Dies ist einzig und allein Sache der AG und für die amtsangemessene Besoldung kümmern sich Gerichte. Mal abgesehen davon dass die Abzüge für Rentenversicherung, Arbeitslosen- und Kranken-/ Pflegeversicherungen enorm steigen und das Nettogehalt eines Angestellten deutlich reduziert, im Vergleich zu den Nettobesoldungen. Das ist kein Beamtenbashing, sondern unterm Strich ist es für jeden nur wichtig was bleibt Netto übrig!!!

"Die Gewerkschaft" möchte keine gänzliche Angleichung zum TVöD, auch die Nullmonate und das Hinauszögern der Erhöhung ist so gewollt und wurde kontinuierlich ausgebaut sowie in Zukunft weiterhin Bestand haben. Ich finds eher traurig für die Mitglieder, die denken, dass sie was bewegen können und dafür auch noch Geld bezahlen.

Blade

Tarifverhandlungen brauchen mehr Realitätssinn und besseres Timing! Warum fordern wir immer Mondpreise, um uns dann weit unter Wert zu verkaufen? Sinnvoller wäre es, mit einer realistischen, aber unverhandelbaren Kante in die Gespräche zu gehen.
Zudem ist die Winterzeit strategisch unklug: Wer hat bei Frost und Dunkelheit schon Lust auf lange Streiks? Legt die Verhandlungen in den Frühling oder Sommer – die Streikbereitschaft wäre bei besserem Wetter sicher höher. Das aktuelle Ergebnis ist jedenfalls zu schwach, um den Nachwuchs wirklich für den Job zu begeistern. So gewinnen wir den Kampf um die Fachkräfte von morgen definitiv nicht.

Aleksandra

Zitat von: Blade in 18.02.2026 19:11Tarifverhandlungen brauchen mehr Realitätssinn und besseres Timing! Warum fordern wir immer Mondpreise, um uns dann weit unter Wert zu verkaufen?
Es ist ein Stück weit normal, dass man mit höheren Forderung in eine Verhandlung geht als am Ende im Ergebnis steht.
Ich hatte mir mal den Spaß gemacht und Forderungen vs. Ergebnis des TVÖD seit dessen Existenz zu vergleichen. Und bis auf ein paar ganz seltene Ausreißer (Bankenkrise 2008 und Corona) hat sich die 40% Marke als guter Durchschnitt erwiesen. Soll heißen, Verdi konnte im TVÖD fast immer ca. 40% von der eigenen Forderung als Ergebnis erzielen.

Und so ist es auch mit der jetzigen Verhandlung im TVL.
Gefordert waren 7% auf 12 Monate --> 7% pa.
Verhandelt wurden 5,9% auf 27 Monate --> 2,58% pa
2,58/7*100 sind 36,86%, also wieder einmal nahe an den 40% dran

Von daher ja: es ist viel Show dabei. Verdi weiß sicher schon vorher wie weit der AG gehen kann und dementsprechend werden die Forderungen so formuliert, dass man am Ende mit 40% rausgeht.
Reallohnverlust seit Dienstantritt: 1,96%
2022: Inflation 6,9% - Verdi 1,8%
2023: Inflation 5,9% - Verdi 0%
2024: Inflation 2,2% - Verdi 9,03%
2025: Inflation 2,2% - Verdi 3,00%
2026: Inflation 2,2% - Verdi 3,99%

SvenL1975

Keine Mindestbeträge, dafür 0,2% mehr bei der ersten Erhöhung, rückwirkend ab 01.11.2025 und ich wäre mit dem Ergebnis zufrieden. So ist es wieder ein schlechter Witz.

Aleksandra

Der Mindestbeitrag ist so niedrig angesetzt, dass ich kaum glaube dass es signifikant Gesamtprozente gekostet hat.
Reallohnverlust seit Dienstantritt: 1,96%
2022: Inflation 6,9% - Verdi 1,8%
2023: Inflation 5,9% - Verdi 0%
2024: Inflation 2,2% - Verdi 9,03%
2025: Inflation 2,2% - Verdi 3,00%
2026: Inflation 2,2% - Verdi 3,99%