[MV] Besoldungsrunde 2025-2028 Mecklenburg-Vorpommern

Begonnen von IchLiebeBeamtentum, 16.02.2026 15:54

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DT65

https://oeffentlicher-dienst.info/beamte/land/tr/2025/pressemitteilung.hb.dgb.2.html

Bremen legt auch vor, wie zumindest ein Anfang zwecks aA gemacht werden kann. Es geht also  :o 

Der Richterbund M-V bleibt bei seiner deutlichen Kritik am aktuellen Gesetzesentwurfs ohne eine Berücksichtigung des Beschlusses des BVerfG:

https://www.landtag-mv.de/fileadmin/1.Abteilung_P/PA4_Finanzausschuss/Dokumente_8.WP/Stellungnahmen_Anhoerung/Besoldungsgesetz/RSB.pdf



Mitleser


RedDearTiger

Das aus Bremen scheint aber nicht passig zu sein.
2,5% + 200€ Sockel sind auf jedenfall ein Problem fürs Abstandsgebot zwischen den Besoldunggruppen.
Wirkt zudem weiterhin zu gering. Da ist sicher wieder nin Partnereinkommen mit dabei...


DT65

Schaut euch mal an wie S-H es nun angeht...
Wenn man stumpf über den Besoldungsrechner mal eingibt was ein S-H Beamter gleicher Besoldungsgruppe und Stufe nach den jetzigen Plänen in Vergleich zum M-V Beamten bekommen soll werden einem die Augen geöffnet... mir jedenfalls...

Der dbb MV nimmt offenen und verschärfenden Verfassungsbruch hin. Ich erwarte von denen nichts mehr :-X

Mitleser

#125
dann schau lieber nicht nach Sachsen...in der A12 Endstufe mit 2 Kindern gibts dort im Jahr laut Besoldungsvergleich 2025 mal eben 10117€ mehr im Jahr im Vergleich zu MV^^

rs

Es ist schon traurig, wie sich der DBB MV in den letzten 10 Jahren entwickelt hat. Ich habe den Vorsitzenden vor vielen Jahren als scharfzüngigen und mutigen Kritiker der LandesR kennengelernt. Für einen Einzelkämpfer wirklich beeindruckend. Aber irgendwie scheint hier die totale Ermüdung/Ernüchterung eingetreten zu sein. Vielleicht war es das unwürdige Ende des "Besoldungsdialogs 1.0", das dafür gesorgt hat.
Die Pressemitteilungen sind jedenfalls einfach nur noch fürchterlich zu lesen.
Bsp. "Darüber hinaus wird eine kritische Überprüfung des sogenannten fiktiven Partnereinkommens bei der Bewertung der Amtsangemessenheit der Alimentation angemahnt."
Da schlottern niemandem die Knie.
Ich würde hier so etwas erwarten:
"Der DBB MV sieht das sogenannte fiktiven Partnereinkommens als verfassungswidrigen Angriff auf das Alimentationsprinzip an und wird allen Gewerkschaftsmitgliedern einen Widerspruch gegen die Besoldungshöhe empfehlen. Entsprechende Musterwidersprüche sind in Vorbereitung."

IchLiebeBeamtentum

#127
Es liest sich wie ein von ChatGPT entworfener Text. Druckvoll mit leidenschaftlichem Kampfgeist sieht auf jeden Fall anders aus. Vielleicht will er ja noch in die Politik und kann es sich  mit seinen zukünftigen Kollegen nicht verscherzen.

Mitleser


rs

Danke für den Link.

Kernaussagen vom FM:
- man ist im Gespräch mit den Gewerkschaften (Juni und Juli - der sagenumwobene Besoldungsdialog)
- es gibt viele Stellschrauben zur Anpassung der Haushaltsbelastung (bspw. Höhe des Partnereinkommens)
- man schaut zuerst, wie das andere BL regeln (aber nicht nach SH: "schnell geschossen - sehr teuer")
- auf haushaltsnahe Geltendmachung soll auch für 2026 verzichtet werden (wird in den nächsten Wochen geregelt)
- Umsetzung erst 2027

Ich schlussfolgere aus diesen Worten:
Man wartet die Wahl ab, macht Kassensturz und orientiert sich beim Reparaturgesetz 2027 an den günstigsten Lösungen anderer BL.

AltStrG

Zitat von: rs in 10.06.2026 11:09Ich schlussfolgere aus diesen Worten:
Man wartet die Wahl ab, macht Kassensturz und orientiert sich beim Reparaturgesetz 2027 an den günstigsten Lösungen anderer BL.

Ich halte den Ansatz, der erste zu sein, deutlich sinnvoller. Wenn weitere Beschlüsse des BVerfG folgen (und das werden sie) wird es nur noch teurer und der politische Handlungsspielraum noch enger. Letzten Endes ist klar, was für eine aA getan werden muss.

Und nein, die Aussagen in der Parlamentssitzung haben damit nichts zu tun. Es wird teuer, das weiß auch MV und (in diesem Zusammenhang Bremen, die ähnlich verfahren wollen). Nur habt man dort (Bremen) als Beamter den strukturellen Nachteil, das das Index- und Medianeinkommen nicht sonderlich hoch ist, verglichen mit anderen Bundesländern.

Für MV kenne ich diese Zahlen nicht.

BVerfGBeliever

Zitat von: AltStrG in 10.06.2026 17:41Nur habt man dort (Bremen) als Beamter den strukturellen Nachteil, das das Index- und Medianeinkommen nicht sonderlich hoch ist, verglichen mit anderen Bundesländern. Für MV kenne ich diese Zahlen nicht.
Es gibt mehrere Quellen, ich würde in der Regel diese empfehlen. Und du hast Recht: Das letztjährige MÄE war in Bayern (31.262 €) um 33,3% (!) höher als in Bremen (23.450 €). MV lag bei 26.038 €.

Mitleser

Was ich nicht verstehe: warum gebe ich als FM zu, dass ich erstmal schauen muss, was die anderen Länder machen? Das schafft doch nur Vertrauensverlust in die Expertise! Und zwar komplett!

Schneewitchen

Zitat von: Mitleser in 10.06.2026 18:51Was ich nicht verstehe: warum gebe ich als FM zu, dass ich erstmal schauen muss, was die anderen Länder machen? Das schafft doch nur Vertrauensverlust in die Expertise! Und zwar komplett!

Kommt darauf an, mit welchem Ergebnis man schlussendlich dann aufwartet und wenn man dann fragt.

Davon abgesehen: Ich glaube nicht, dass es einen Politiker gibt, den es interessiert, ob ihm "seine" Beschäftigten vertrauen......😉

AltStrG

Zitat von: BVerfGBeliever in 10.06.2026 18:10Es gibt mehrere Quellen, ich würde in der Regel diese empfehlen. Und du hast Recht: Das letztjährige MÄE war in Bayern (31.262 €) um 33,3% (!) höher als in Bremen (23.450 €). MV lag bei 26.038 €.


Das wird m.M.n. der nächste wirkliche Knackpunkt in der Besoldung: der Bund kann ein hochwertiges MÄE zur Rechnung nehmen, die "armen" Bundesländer nicht. Das wird zu einem statistisch festen Problem werden und zu deutlichen Unterschieden führen