Höhergruppierung/Zulage für Dolmetschertätigkeit?

Begonnen von DetkaKrevetka, Gestern um 11:21

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DetkaKrevetka

Hallo zusammen,

ich bin in Kasachstan geboren und spreche fließend Russisch. Das ist in der aktuellen Situation mit vielen Geflüchteten aus der Ukraine natürlich hilfreich, da die meisten Russisch sprechen und verstehen.

Ich arbeite im Gebäudemanagement und habe grundsätzlich wenig Kontakt mit Neuankömmlingen. Gelegentlich, etwa alle zwei Wochen, unterstütze ich bei Gesprächen rund um Wohnungsangelegenheiten als Dolmetscher. Darüber hinaus werde ich in Absprache zwischen den Abteilungsleitungen regelmäßig vom Jobcenter oder Ordnungsamt ausgeliehen, um für zwei bis drei Stunden zu übersetzen. Das geschieht ebenfalls ungefähr alle zwei Wochen. Ich habe dem zugestimmt und mache das auch gern, da es eine willkommene Abwechslung ist und ich meinen Kollegen helfen kann.

Vor Kurzem sprach mich ein Kollege darauf an, dass Dolmetschertätigkeiten offenbar anders vergütet werden und ich eventuell einen Antrag auf Höhergruppierung oder eine Zulage stellen könnte.

Ich empfinde es als unangenehm, meinen Vorgesetzten direkt darauf anzusprechen, ohne vorher zu wissen, ob das überhaupt realistisch oder üblich ist. Daher meine Frage: Hat jemand Erfahrung damit? Ergibt ein Antrag auf Höhergruppierung oder eine Zulage in einem solchen Fall grundsätzlich Sinn?

Vielen Dank im Voraus für Ihre Einschätzungen.

BAT

Bei uns sind Kollegen aufgerufen, sich freiwillig für solch gelegentliche Dolmetschertätigkeiten zu melden.

Wenn es bei Dir genauso, sind Dir diese Tätigkeit nicht übertragen worden und führen nicht zu einer anderen Eingruppierung.

Organisator

Zitat von: DetkaKrevetka in Gestern um 11:21Vor Kurzem sprach mich ein Kollege darauf an, dass Dolmetschertätigkeiten offenbar anders vergütet werden und ich eventuell einen Antrag auf Höhergruppierung oder eine Zulage stellen könnte.

Ein Antrag auf Höhergruppierung ist tariflich nicht vorgesehen. Eine Zulage wäre denkbar, wenn die Tätigkeiten eingruppierungsrelevant und befristet übertragen würden.

2-3 Stunden pro Woche - selbst wenn die Tätigkeiten offiziell übertragen wären - dürfte nicht eingruppierungsrelevant sein.

Von daher hätte das Bitten nach mehr Geld keinen Sinn und würde dir eher nicht weiterhelfen.

FearOfTheDuck

Wie werden denn solche Dolmetscher-Tätigkeiten vergütet?

Bei uns hatte man das über befristete Verträge gemacht, mit sehr mäßiger Bezahlung.

Vielleicht wäre ein zusätzlicher Vertrag denkbar?