[SL] Besoldungsrunde 2025-2028 Saarland

Begonnen von Hans Werner Mangold, 20.02.2026 11:25

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Arwen

Z.B. A11 3 Kinder sind wir in Nds. Absolut Spitze - ca. - 9.7   und Saarland 7.4 ....
Es geht noch schlechter als SL..

 

rs

Klar, im Einzelfall geht es hier und da sicher noch schlechter, aber man muss schon sagen, dass das Saarland hier mittlerweile ein Extremfall ist (und das sage ich aus MV).
Ich würde mal sagen, dass das kleine Bundesland hier auf einem finanzpolitischen Pulverfass sitzt.
Jetzt müsst ihr "nur" noch zusehen, dass Bewegung in die Sache kommt. Entweder indem ihr die Gewerkschaften endlich wachrüttelt oder halt mit vielen Klagen.

Hans Werner Mangold

Egal in welche Besoldungsgruppe man schaut, das Saarland leuchtet überall knallrot. Mich erinnert diese Tabellen-Optik mittlerweile massiv an den Action-Klassiker ,,Alarmstufe: Rot" mit Steven Seagal. Der feine, aber entscheidende Unterschied zu unserem Dienstherrn ist allerdings: Im Film gab es am Ende trotz aller Katastrophen immer ein Happy End  :o

Jekyll

Man kann das Elend im Saarland mittlerweile ohnehin nur noch mit Humor oder konsequenter juristischer Gegenwehr ertragen.

Ich für meinen Teil habe jedenfalls schon vor Jahren den einzig vernünftigen Schritt getan, eine Rechtsschutzversicherung abgeschlossen und lege brav jedes Jahr form- und fristgerecht Widerspruch ein. Das ist mittlerweile reine Routine.

Wer die Zahlen nüchtern vergleicht, dem dreht sich doch der Magen um: Ein saarländischer Beamter steht im direkten Vergleich zu einem Bundesbeamten oder Kollegen in Bayern und Sachsen mit locker 1.000 € brutto weniger im Monat da.

Dass man uns hier im Südwesten parallel dazu noch mit einer Kostendämpfungspauschale und einer chronisch schlechten Beihilfe schröpft, setzt dem Ganzen die Krone auf.

Über das Trauerspiel bei den Reisekosten müssen wir gar nicht erst reden – das ist schlichtweg peinlich für einen Dienstherrn.

Wir merken das im privaten Budget ganz direkt: Meine Frau und ich sind beide im saarländischen Landes- bzw. Kommunaldienst.

Uns würden die rund 1.000 € netto mehr im Monat, die uns im Vergleich zu anderen Dienstherren faktisch vorenthalten werden, das Leben und die private Lebensplanung (Stichwort: Hausbau/Familie) erheblich erleichtern.

Dass hier keine Besserung in Sicht ist, liegt aber nicht nur an der chronisch klammen Landeskasse, sondern an den Akteuren:

Das BVerfG: Die Karlsruher Richter lassen sich mit ihren Entscheidungen zur amtsangemessenen Alimentation Zeit, als gäbe es kein Morgen, während die Inflation den Rest der Besoldung auffrisst.

Die Gewerkschaften: Von den
Verhandlungspartnern brauche ich erst gar nicht anzufangen. Wer im öffentlichen Dienst noch glaubt, dass die Gewerkschaften für die Beamten eine echte Lanze brechen, hat die letzten zehn Jahre im Tiefschlaf verbracht. Mehr als lauwarme Pressemitteilungen und das obligatorische ,,Wir fordern..." kommt da nicht.

Am Ende hilft eben nur: Widerspruch schreiben, Rechtsschutz scharfschalten und sich darauf einstellen, dass der Rechtsweg im Saarland ein Marathon ist, kein Sprint.

Oder: Ein Wechsel, den ich bei diesen Zahlen in Betracht ziehen werde...