[HB] Besoldungsrunde 2025-2028 Bremen

Begonnen von Zauberberg, 17.02.2026 06:19

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Zauberberg

Finanzsenator Björn Flecker (Grüne) teilt in einer Pressemeldung mit: "Der Senat wird eine systemgerechte Übertragung des Tarifergebnisses auf die Besoldung und Versorgung von Beamtinnen und Beamten prüfen. Das wird einige Zeit in Anspruch nehmen, weil auch die Folgen des Bundesverfassungsgericht-Urteils zur amtsangemessenen Alimentation berücksichtigt werden müssen."

41 Stunden/Woche ab 01.04.2026, keine amtsangemessene Allimentation und keine sofortige Übertragung des TVL.

Dann muß man die Aussage lesen,... es wird noch einige Zeit in Anspruch nehmen ? Ist die nicht amtsangemessene Allimentation so neu ? Unglaublich ! Was kommt noch ?

Meine Frau sagte, dann bekommst Du es eben rückwirkend ab 01.04.2026, was mußte ich lachen ! Es wird eher komplett sechs Monate später werde.

Was ist noch schlimm fragt man sich ?! Tja, dass ich es gewußt habe und hier auch schon geschrieben habe. Wie gerne hätte ich Unrecht behalten.

Bremen nun auch in der Beamtenattraktivität Letzter !

Verfassungsmäßige

Wenn dein Dienstherr meint dich angemessen zu bezahlen, tust du so als würdest du angemessen dienen.

Zauberberg

Mein Job macht mir sehr viel Spaß ! Möchte ihn auch bestmöglich machen.

...aber ich werden so ungern für doof verkauft. Ich habe das Gefühl, dass Herr Fecker denkt, dass keiner ihn durchschaut. Warum nicht erst die 2,8 % und dann, weil man noch Zeit braucht, die Konsequenzen aus dem Urteil, was ja so plötzlich kam. WEIL MAN SO 2,8 % spart, klar ! Manno.

Schlechtarbeit ist für mich keine Lösung !

Magda

Zitat von: Zauberberg in 17.02.2026 09:56Mein Job macht mir sehr viel Spaß ! Möchte ihn auch bestmöglich machen.

...aber ich werden so ungern für doof verkauft. Ich habe das Gefühl, dass Herr Fecker denkt, dass keiner ihn durchschaut. Warum nicht erst die 2,8 % und dann, weil man noch Zeit braucht, die Konsequenzen aus dem Urteil, was ja so plötzlich kam. WEIL MAN SO 2,8 % spart, klar ! Manno.

Schlechtarbeit ist für mich keine Lösung !
Sooooo alt ist das neueste Urteil ja nicht und Finanzen hat aktuell auch viele andere Baustellen. Also Geduld!

Zauberberg

Magda, nimmst Du Herrn Fecker in Schutz ? Du klingst optimistisch.

Was meinst Du, wie lange wird " einige Zeit" sein ?






rs

kurz mal meinen Senf aus MV dazu:
"Einige Zeit" ist der Zeitraum, den die ndL brauchen (zumindest alle außer HH), um die Beschäftigungsbedingungen ihrer Beamten abzustimmen (Geld und Arbeitszeit).
M.E. endet diese Zeit spätestens im Sommer, weil in MV die Gefahr besteht, dass es nach der Landtagswahl im Herbst quasi unregierbar ist.
Wenn die ndL gemeinsam agieren wollen, müssen vorher die Weichen gestellt werden.

egonkrenz

Zitat von: Zauberberg in 17.02.2026 06:19Finanzsenator Björn Flecker (Grüne) teilt in einer Pressemeldung mit: "Der Senat wird eine systemgerechte Übertragung des Tarifergebnisses auf die Besoldung und Versorgung von Beamtinnen und Beamten prüfen. Das wird einige Zeit in Anspruch nehmen, weil auch die Folgen des Bundesverfassungsgericht-Urteils zur amtsangemessenen Alimentation berücksichtigt werden müssen."

41 Stunden/Woche ab 01.04.2026, keine amtsangemessene Allimentation und keine sofortige Übertragung des TVL.

Dann muß man die Aussage lesen,... es wird noch einige Zeit in Anspruch nehmen ? Ist die nicht amtsangemessene Allimentation so neu ? Unglaublich ! Was kommt noch ?

Meine Frau sagte, dann bekommst Du es eben rückwirkend ab 01.04.2026, was mußte ich lachen ! Es wird eher komplett sechs Monate später werde.

Was ist noch schlimm fragt man sich ?! Tja, dass ich es gewußt habe und hier auch schon geschrieben habe. Wie gerne hätte ich Unrecht behalten.

Bremen nun auch in der Beamtenattraktivität Letzter !


ist das mit den 41 stunden nun beschlossene sache?

ich kann nur hoffen, dass die ergebnisse in nds inhaltlich und zeitgleich übernommen werden, da sich dann der druck auf bremen etwas erhöht.

im endeffekt hast du aber recht: Herr Fecker spielt auf Zeit und das ist meistens die schlechtere Variante für den Arbeitnehmer in HB

Joulupukki

Der bewusste (?) Verzicht auf Formulierungen wie "zeitgleich", "zeitgerecht" usw. und das reine Abstellen auf "systemgerecht" lassen tatsächlich erst einmal eine zeitversetzte Umsetzung befürchten.

Mit dem BVerfG-Urteil müssen sich auch alle anderen Länder beschäftigen, daher kann das alleine kein tragfähiger Grund sein und mutet eher wie eine Nebelkerze an.

Nach der 41-Stunden-Woche also das nächste mögliche Geschenk von SF.

@egonkrenz: Es war u. a. bei b&b nur eine Randbemerkung, dass man sich dazu kürzlich im Koalitionsausschuss geeinigt hat. Die Linke muss also noch eingeknickt sein. In der Bürgerschaft war es noch nicht, u. a. der GPR fordert weiterhin die Rücknahme.

Magda

Zitat von: Zauberberg in 17.02.2026 11:40Magda, nimmst Du Herrn Fecker in Schutz ? Du klingst optimistisch.

Was meinst Du, wie lange wird " einige Zeit" sein ?
Ich schätze, dass vor Sommer nichts kommen wird. Aufgrund der angespannten Haushaltslage rechne ich fast schon damit, dass die Übertragung des Tarifergebnisses und die Nachbesserung hinsichtlich der amtsangemessenen Alimentation zusammengelegt wird und aufgrund der klammen Kasse versucht wird bei den Beamten nicht rückwirkend nachzuzahlen.

Aber ich lass mich gerne eines besseren belehren.

Zauberberg

Magda, da bin ich voll bei Dir ! So vermute ich es auch, hatte nur bei Dir so positive Schwingungen rausgelesen, dass Du Infos hast, dass diese Zeit nicht ganz so lang sein wird.


egonkrenz

der 4. Absatz ist interessant. ein hoffnungsschimmer für hb oder bin ich zu optimistisch?


Finanzministerin Silke Schneider plant systemgerechte Übertragung für die Besoldung und Versorgung
KIEL. Die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) und die Gewerkschaften haben sich am vergangenen Wochenende in Potsdam darauf verständigt, die Entgelte der Beschäftigten der Länder zu erhöhen. Die Einigung sieht 5,8 Prozent mehr Entgelt vor. Die Erhöhung folgt in drei Schritten: Zum 1. April 2026 werden die Entgelte um 2,8 Prozent, aber mindestens um 100 Euro angehoben, zum 1. März 2027 erfolgt eine Anhebung um weitere 2,0 Prozent und der letzte Erhöhungsschritt von 1,0 Prozent folgt am 1. Januar 2028. Die Laufzeit beträgt 27 Monate und endet am 31. Januar 2028. Hinzu kommen deutliche Erhöhungen der Schicht- und Wechselschichtzulagen, eine Erhöhung der Ausbildungsentgelte um insgesamt 150 Euro und eine Erhöhung der Entgelte für studentisch Beschäftigte.

In Schleswig-Holstein arbeiten rund 21.700 Tarifbeschäftigte im öffentlichen Dienst. Die Kosten werden über die Laufzeit gesehen allein für den Tarifbereich für das Jahr 2026 bei rund 17,0 Millionen Euro, für das Jahr 2027 bei rund 35,0 Millionen Euro und für das Jahr 2028 bei rund 3,7 Millionen Euro liegen. Hierfür besteht eine ausreichende Vorsorge im Haushalt.

Zur Frage der Übertragung auf die Beamtinnen und Beamten und die Versorgungsempfängerinnen und Versorgungsempfänger sagte Finanzministerin Silke Schneider: "Wir übertragen das Tarifergebnis systemgerecht zum 1. Januar 2026 - mindestens in Höhe des Tarifergebnisses - auf die Beamtinnen und Beamten und den Bereich der Versorgung. Die konkrete Höhe, auch der weiteren Umsetzungsschritte ab 2027, hängt von der Entwicklung der Parameter ab, die uns das Bundesverfassungsgericht vorgegeben hat. Wir verbinden also das Tarifergebnis mit den Konsequenzen aus der verfassungsgerichtlichen Alimentationsentscheidung."

Die vorzeitige Übertragung im Bereich der Besoldung und Versorgung erfolgt aufgrund der Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts. Unabhängig davon wird die Landesregierung, wie angekündigt, die Besoldung in Schleswig-Holstein entsprechend der neuen Maßstäbe des Bundesverfassungsgerichts außerdem rückwirkend für 2025 anpassen. Alle Anpassungen gelten auch für die Versorgungsempfängerinnen und Versorgungsempfänger.