[Allg] Kosten der PKV im Alter

Begonnen von MasterNoname89, 07.03.2026 13:05

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MasterNoname89

Hallo liebe Gemeinde,

für mich liegt die Pension noch in ferner Zukunft, allerdings würde mich doch interessieren, wie sich die PKV Beiträge unterscheiden.

Als sächsischer Beamter habe ich in meinem Bereich freie Heilfürsorge und muss quasi während meines aktiven Dienstes "nur" die Anwartschaft finanzieren. Bei meinem Einstieg ins Beamtentum vor fast 15 Jahren, habe ich mich damals als 'gesunder Mensch' für die Kleine Anwartschaft entschieden, welche ja nur den Gesundheitszustand einfriert.

Diese ist natürlich auch deutlich günstiger als die Große Anwartschaft, welche ja zusätzlich auch das Alter mit einfriert.

Meine Frage diesbezüglich ist, wie hoch die Unterschiede bei den späteren PKV-Beiträgen sind oder ob sich der Wechsel zu einer großen Anwartschaft noch lohnen würde? Auch inwiefern sich dann auftretende Erkrankungen in der Versicherungszeit auf die Beiträge auswirken.

Zu Bedenken ist in meinen Augen auch, dass natürlich im Laufe der Jahre auch das eine oder andere "Wehwehchen" aufgetreten ist und sich dies dann bei einem Wechsel ja auch nochmals mit Risikoaufschlägen bemerkbar machen würde (oder nicht?).

Wie habt ihr euch bei dem Thema entschieden und könnt ihr hier über die Unterschiede bei den Beiträgen etwas sagen?

PolMV

Moin aus MV.

Wenn du auch freie Heilfürsorge hast, gehe ich mal davon aus, dass du auch PVB bist.
Ich hatte bis Anfang 2025 auch für viele Jahre die kleine Anwartschaft.

Habe dann in die große Anwartschaft gewechselt.
Jetzt, Anfang März, wurde der Beitrag um 20€ erhöht und zahle nun 84€.

Da ich wahrscheinlich ,,nur" mit A9(Z) pensioniert werde, habe ich kein Bock enorm hohe PKV Beiträge zu zahlen. Das war mein Beweggrund für den Wechsel.

Gruß

MasterNoname89

#2
Damit hast du Recht ;)

Die Frage ist aber, wie unterscheiden sich später die PKV-Beiträge zwischen gesundem 62-jährigen Versicherten und 30% Beihilfe und einem gesunden, im Falle sofortigem Wechsel , dann als 36-jähriger Versicherten mit 30% Beihilfe bei großer Anwartschaft?

Die kleine Anwartschaft kostet mich derzeit 1€ im Monat. Wie gesagt besteht ja auch noch die Gefahr eines Risikoaufschlages bei neuer Gesundheitsprüfung, wenn zurückliegende, altersbedingte "Wehwehchen" sich dabei auswirken würden.

EDIT: ich habe gerade mal bei Check24 geschaut und einfach mal mit dem Alter gespielt. Da liegt der Beitrag bei den dort angebotenen Versicherern und 30 % bei ca. 250 €/Monat für 36 Jahre und ca. 380 €/Monat für 62 Jahre. Sind das realistische Werte?

Ist schon deutlich, aber man weiß ja auch nicht wie alt man mal wird ...




Lenn87

Es ist eigentlich ganz einfach, die große Anwartschaft ist eine Wette auf ein langes Leben.
Mit der kleinen Anwartschaft zahlst du 12€ im Jahr. Bei 40 Berufsjahren sind das 480€.

Bei der grpßen zahlst du deutlich mehr, in jungen Jahren noch um die 30/40€, wie bei POLMV zu sehen gehen die Beträge aber auch deutlich nach oben. Nehmen wir als Beispiel seine 84€. Du bist jetzt 36, hast also noch 26 Diensthjahre.Das sind ~ 26.000€ (!).

Jetzt kannst du dir das selbst überlegen. Wenn du mit der kleinen dann 150€ mehr bezahlst im Monat, was meines Erachtens schon sehr hoch gegriffen ist kommst du erst 15 Jahre später, also mit 77 in den Bereich, wo sich die Große finanziell lohnt! Und da haben wir keine Steigerungen mehr beachtet, sondern durchgängig die 84€ gewertet. Im Durchschnitt, so hat es mir damals auch mein Versicherungsmann vorgerechnet, musst du 82/84 werden damit es sich lohnt.

Nun kannst du entscheiden ob du das Geld lieber in jungen Jahren brauchst oder im Alter jenseits der 80...Rechenspiele wie die 26000€ in einen ETF über 26 Jahre bringe ich jetzt nicht mit ein, da wird es finanziell erst recht lustig.

Fazit für mich: Immer die Kleine. Aber jeder wie er möchte! :)