Private Mobiltelefone beeinträchtigen dienstlichen Aufgaben! Umgang damit?

Begonnen von Spenderle, 12.03.2026 12:34

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MoinMoin

Zitat von: clarion in 13.03.2026 16:50Was der Begriff Funktionszeit bedeutet,  ist Dir wohl nicht klar, oder?

Wenn das Amt bis 16:30 Uhr geöffnet ist, aber um 16:00 Uhr die Tür schon zu ist und keiner ans Telefon geht, hinterlässt bestimmt einen ganz hervorragenden Eindruck beim Bürger.
Und abmahnwürdiges Verhalten, weil die DV verletzt wird.

Flying

Zitat von: clarion in 13.03.2026 16:50Was der Begriff Funktionszeit bedeutet,  ist Dir wohl nicht klar, oder?

Wenn das Amt bis 16:30 Uhr geöffnet ist, aber um 16:00 Uhr die Tür schon zu ist und keiner ans Telefon geht, hinterlässt bestimmt einen ganz hervorragenden Eindruck beim Bürger.

Beziehstu du dich auf mich oder an wen soll das gerichtet sein?

clarion

Hallo, meine Antwort bezog sich auf den Post von NWB.

Die Führungskraft hat durch gegriffen, was Einiges an Unmut ausgelöst hat. Man muss sich manchmal wundern.

oberhaeo

ZitatAm Ende geht es doch immer um ein Geben und Nehmen.

... und daher werden hier private Handys auch dienstlich genutzt ... zugegeben, im geringen Maße ...

Johann

Seit wir Coronabedingt im Homeoffice verschwunden sind, wurde stillschweigend vom Arbeitgeber erwartet, dass man sein privates Telefon für dienstliche Belange nutzt. Die Anrufe konnte man schon damals vom Bürotelefon auf ein anderes Gerät weiterleiten und auch am Rechner Anrufe nach Außen initiieren.
Seit kurzem gibts nach langer Erprobungsphase die Möglichkeit, das Softphone zu nutzen, womit wir endlich wie bei Teams auch rein über den Laptop telefonieren können.
Damit wäre als einzige Anwendung für die Nutzung des privaten Mobilfunkgerätes im dienstlichen Kontext noch, dass die OTP-Codes für 2-Faktor-Authentifizierung derzeit vielerorts noch über eine entsprechende App laufen. Aber auch das fällt möglicherweise weg, wenn der Testbetrieb des Vaultwarden abgeschlossen ist, mit dem sich ebenfalls OTP-Codes generieren lassen. Wann das aber passiert, steht noch in den Sternen.

Derzeit ist es also für die Arbeit noch nötig, das private Endgerät zu nutzen, weil die Nutzung bestimmter Microsoftdienste sonst schlicht nicht möglich ist. Da aber sowieso 90% der Kollegen dauerhaft im Homeoffice sind, kann und wird wenig kontrolliert, wie viel und ob das private Mobilfunkgerät für private Dinge während der Arbeitszeit verwendet wird. Im Moment kommt es eigentlich nur darauf an, ob du deine Arbeit erledigst oder nicht. Wenn du sie nicht erledigst, fällt das früher oder später auf und dann wirst du einmal öfter gefragt wie der Stand ist als bei den Kollegen, die in Ruhe vor sich hinarbeiten können und eigentlich das beste Arbeitsleben leben.

Spenderle

Ich hätte nicht gedacht, dass dieses Thema so viel "Fahrt" aufnimmt.

Warum ich frage: Uns ist aufgefallen, wir sitzen in drei Gruppen in fünf Büros,  die Ablenkung durch private Geräte, hier auch ausschließlich private Nutzung, anderer Kolleginnen und Kollegen hat stark zugenommen und stört die eigene Konzentration - wir werden regelmäßig unterbrochen.

Laut Fallstatistik können wir sogar nachweisen – hier nicht qualitativ erhoben und bereinigt –, dass Mitarbeitende, die keine privaten Geräte nutzen, eine höhere Bearbeitungs- und Abschlussquote haben.

MoinMoin

Zitat von: Spenderle in Heute um 11:02Laut Fallstatistik können wir sogar nachweisen – hier nicht qualitativ erhoben und bereinigt –, dass Mitarbeitende, die keine privaten Geräte nutzen, eine höhere Bearbeitungs- und Abschlussquote haben.
Also wieder mal ein Versagen der Führung.

ImöDBeschäftigt

Die Statistik muss man in einem solchen Fall aber, meiner Meinung nach, unbedingt mit der Lebenswirklichkeit in Verbindung bringen und schauen um welche Art der privaten Nutzung es geht. Also ich meine z.B. ob das Dauerzustände sind oder z.B. jemand grad ein Haus baut und deshalb für einem begrenzten Zeitraum immer mal mit dem Architekten/Bauleiter/Handwerker/Partner o.ä. telefoniert oder schreibt, um Entscheidungen zu treffen oder Informationen weiterzugeben.
Oder hat jemand kleine Kinder oder pflegt Angehörige und möchte deshalb erreichbar sein.
Ich schaue z.B. auch aufs Handy, wenn ich sehe, dass mein Mann mir schreibt und ja, ich höre ggf. dann auch eine Sprachnachricht eben schnell an, besonders seit ich den Fall hatte, dass mein Mann mir per Sprachnachricht noch eben schnell bescheid gegeben hat bevor er mit unsrer, zu dem Zeitpunkt frisch einjährigen Tochter in den Rettungswagen gestiegen ist, weil sie dringend ins Krankenhaus musste.
Klar lenkt das dann kurz ab. Aber mich würde es genauso ablenken, wenn ich dann nicht schaue und mich frage, ob alles ok ist. Alternative wäre, dass ich mein Handy garnicht bei mir hab und dann aber im Zweifel auch nicht erreicht werde, wenn es wichtig ist.

Also wenn ihr da statistisch was feststellt, sollte man da schon nochmal genauer schauen, was dahinter steckt.
Wenn jemand langsamer ist, weil er/sie einfach auf social media unterwegs ist oder die Urlaubsfotos nochmal in Ruhe anschaut, ist das natürlich was anderes.